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Körperbemalung in der Sozialen Arbeit. Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz und Förderung der Body Positivity

Titel: Körperbemalung in der Sozialen Arbeit. Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz und Förderung der Body Positivity

Bachelorarbeit , 2022 , 50 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lara Büscher (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die interaktive Methode der Körperbemalung stellt ein wenig erforschtes Feld dar, welches aber durch positive Erfahrungsberichte und einzelne wissenschaftliche Ausführungen immer mehr an Interesse gewinnt. In meinem Nebenjob als Visagistin konnte ich bereits wahrnehmen, wie das Selbstbewusstsein meiner Klient*innen durch das Auftragen von Make-up und Körperfarbe gefördert werden konnte. Für meine Bachelorthesis beschäftige ich mich somit mit der Frage, ob und in welchem Umfang die pädagogische Körperbemalung einen Teil zur Prävention von Essstörungen beitragen kann. Folgende Hauptfragestellung möchte ich mit meiner Arbeit beantworten: Ist die Verwendung der Körperbemalung unterstützend zur Vorbeugung von Essstörungen geeignet, indem es zur Förderung von Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein durch Empowerment sowie Body Positivity / Body Neutrality in der Sozialen Arbeit eingesetzt wird?

Zudem soll der Frage nachgegangen werden, welche präventiven Ansätze es bereits in Bezug auf die Förderbereiche gibt und ob diese mit der Körperbemalung verknüpft werden können. Auch soll geklärt werden, welche Rahmenbedingungen für die Verwendung der Körperbemalung als Präventionsmaßnahme in der Sozialen Arbeit notwendig sind. Anhand einer Literaturrecherche wird zuerst eine Einführung in die Essstörungen Anorexie und Bulimie durchgeführt, um Diagnosekriterien und Folgen der Störungen aufzuzeigen. Die nächsten Absätze des Kapitels zeigen die Risikogruppe innerhalb der adoleszenten Lebensphase, gefolgt von den Risikofaktoren und Ursachen. Anhand dieser wird der sozialarbeiterische Tätigkeitsbereich der Prävention aufgezeigt sowie bereits bestehende Präventionsansätze in der Sozialen Arbeit und Kunsttherapie. Schließlich wird die Körperbemalung in Prävention, Therapie und Pädagogik aufgezeigt. Der Schwerpunkt des Kapitels bezieht sich auf die Effekte der Körperbemalung auf den Menschen und wie diese zur Förderung von Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein beitragen. Zusammenfassend werden die Kapitel rund um Essstörungen, Prävention und Körperbemalung in Bezug zueinander gesetzt. Mögliche Überschneidungen sollen somit der Beantwortung der Fragestellungen dienen. Auch wird verstärkt auf den Auftrag der Sozialen Arbeit, rechtliche Aspekte und Kompetenzanforderungen sowie Grenzen und Möglichkeiten, welche sich durch die Fragestellungen ergeben, eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Essstörung

1.1 Definitionen und Arten von Essstörungen

1.1.1 Anorexie

1.1.2 Bulimie

1.2. Zur Risikogruppe von Anorexie und Bulimie

1.2.1 Die Adoleszenz und ihre Entwicklungsaufgaben

1.2.2 Der Zusammenhang von Adoleszenz und Essstörungen

1.3 Risikofaktoren und Ursachen

1.3.1 Biologische Faktoren

1.3.2 Familiäre Faktoren

1.3.3 Soziokulturelle Faktoren

1.3.4 Individuelle Faktoren

1.3.5 Die Körperbildstörung

2. Prävention von Essstörungen

2.1 Arten von Präventionen

2.2 Präventive Ansätze allgemein

2.3 Präventive Ansätze in Kunsttherapie und Sozialer Arbeit

3. Körperbemalung in der Therapie, Pädagogik und Prävention

3.1 Körperbemalung damals und heute

3.2 Klient*innen und Ziele der Körperbemalung

3.3 Einfluss auf den Menschen

3.4 Ansätze zur Förderung von Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein durch Körperbemalung

4. Verwendung der Körperbemalung zur Prävention von Essstörungen in der Sozialen Arbeit

4.1 Auftrag der Sozialen Arbeit

4.2.1 Rechtliche Aspekte und Kompetenzanforderungen

4.2.2 Möglichkeiten und Grenzen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die pädagogische Körperbemalung als unterstützende Methode in der Sozialen Arbeit zur Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz eingesetzt werden kann, indem sie durch Empowerment sowie Body Positivity und Body Neutrality das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung fördert. Dabei wird beleuchtet, wie diese Methode zur Stärkung der psychischen Resilienz gegenüber gesellschaftlichen Schönheitsidealen beitragen kann.

  • Grundlagen und Diagnosekriterien von Anorexie und Bulimie
  • Risikofaktoren und Bedeutung der Adoleszenz für die Entstehung von Essstörungen
  • Präventive Ansätze in der Sozialen Arbeit und Kunsttherapie
  • Wirkungsweise von Körperbemalung (taktile und visuelle Reize) auf die Körperwahrnehmung
  • Möglichkeiten und Grenzen der Implementierung von Körperbemalung in Präventionsprogramme

Auszug aus dem Buch

3.3 Einfluss auf den Menschen

Es wurde bereits die Verbreitung der Körperbemalung und Körperinszenierung in unserer Gesellschaft zu verschiedenen Epochen aufgezeigt. Hierbei wurde ebenfalls deutlich, dass neben dem Aspekt der Verschönerung des Körpers auch die Rollenvielfalt, die Identität und das Selbstbewusstsein durch die Körperkunst eine Rolle spielen. Auch wurde aufgezeigt, dass sich die Körperbemalung durchaus für therapeutische und präventive Zwecke anbietet. Folgend soll somit aufgezeigt werden, inwiefern die Körpermalerei durch Berührung, Farbeinwirkung und die Verbindung von taktilen und visuellen Sinnesreizen einen Einfluss auf den Menschen hat.

Aus einer Umfrage von Gesine Marwedel zu Bodypainting aus Modelsicht im Jahre 2018 ergab sich, dass der Prozess, die Kunst auf die Haut zu malen, von 88% der Bemalten als „angenehm und wohltuend“ empfunden wurde. Dies ist unter anderem auf die streichenden Bewegungen des Pinsels zurückzuführen, die positive Gefühle erzeugen (vgl. Marwedel 2019, S. 58) und als Massage wahrgenommen werden (vgl. Marwedel 2019, S. 23). Wie bereits benannt stellt unsere Haut das größte Organ des Menschen dar und dient als Grenze zu unserer Außenwelt. Die Rezeptoren, die unter unserer Haut liegen, ermöglichen es, Reize zu erfassen und an das Gehirn weiterzuleiten, um dort als Schmerz, Druck, Berührung, Vibration oder Temperatur wahrgenommen zu werden (vgl. Leschnik 2021, S. 11). Schließlich interpretiert das Gehirn diese Reize und leitet sie an das zentrale Nervensystem weiter, in welchem daraufhin bestimmte Reaktionen ausgelöst werden (vgl. Wagener 2000, S. 76). Somit wird es dem Menschen ermöglicht, durch leichte Reizungen die Form oder Struktur eines Gegenstandes zu erkennen (vgl. Wagener 2000, S. 73).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Essstörung: Dieses Kapitel erläutert die Krankheitsbilder Anorexie und Bulimie, ihre Risikofaktoren sowie die besondere Bedeutung der Adoleszenz als Risikophase für deren Entstehung.

2. Prävention von Essstörungen: Hier werden präventive Ansätze allgemein sowie spezifische Programme in der Kunsttherapie und Sozialen Arbeit vorgestellt, um Risikofaktoren entgegenzuwirken.

3. Körperbemalung in der Therapie, Pädagogik und Prävention: Dieses Kapitel untersucht die Tradition der Körperbemalung, ihre Wirkung auf den Menschen durch taktile und visuelle Reize sowie Ansätze zur Förderung von Selbstbewusstsein.

4. Verwendung der Körperbemalung zur Prävention von Essstörungen in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel verknüpft die bisherigen Erkenntnisse, analysiert den Auftrag der Sozialen Arbeit und diskutiert die Möglichkeiten sowie Grenzen der Implementierung von Körperbemalung in Schulkontexten.

5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Bachelorarbeit und bewertet die Eignung der Körperbemalung als nonverbales Instrument zur Prävention von Essstörungen.

Schlüsselwörter

Körperbemalung, Essstörungen, Adoleszenz, Soziale Arbeit, Prävention, Körperwahrnehmung, Selbstbewusstsein, Anorexie, Bulimie, Body Positivity, Body Neutrality, Empowerment, Kunsttherapie, Körperbildstörung, Resilienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob pädagogische Körperbemalung ein geeignetes Instrument in der Sozialen Arbeit zur Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz sein kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen von Magersucht und Bulimie, die psychologischen Herausforderungen der Adoleszenz sowie kunsttherapeutische Methoden zur Stärkung des Körperbildes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu erforschen, wie durch Körperbemalung und gezielte Empowerment-Prozesse das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung gestärkt werden können, um eine psychische Dekompensation in Form einer Essstörung zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt primär eine Literaturrecherche und wertet wissenschaftliche Studien sowie Erfahrungsberichte aus, um einen theoretischen Zusammenhang zwischen Körperbemalung und Prävention herzustellen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wirkung von taktiler Reizverarbeitung auf der Haut, die Bedeutung von Körperbildkonzepten und wie diese durch künstlerische Prozesse in der Sozialen Arbeit beeinflusst werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Körperbemalung, Essstörungsprävention, Adoleszenz, Sozialarbeit, Körperwahrnehmung, Selbstwertstärkung und Empowerment.

Welche Rolle spielt die Adoleszenz bei der Entstehung von Essstörungen in dieser Arbeit?

Die Adoleszenz wird als kritische Entwicklungsphase identifiziert, in der hoher Leistungsdruck und eine verzweifelte Suche nach Identität das Risiko erhöhen, eine Essstörung als Bewältigungsstrategie zu wählen.

Wie kann Körperbemalung bei der Prävention konkret helfen?

Durch die Gestaltung des eigenen Körpers können Mädchen ihre Körperwahrnehmung positiv beeinflussen und durch die "lebende Leinwand" lernen, ihre Individualität abseits von Schlankheitsidealen zu schätzen.

Sind die Ergebnisse zur Wirkung wissenschaftlich bewiesen?

Die Autorin weist darauf hin, dass die spezifische Wirksamkeit von Körperbemalung als Prävention noch nicht abschließend wissenschaftlich belegt ist, weist aber auf die hohe Relevanz positiver Erfahrungsberichte aus der Praxis hin.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Körperbemalung in der Sozialen Arbeit. Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz und Förderung der Body Positivity
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
2,0
Autor
Lara Büscher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
50
Katalognummer
V1303151
ISBN (PDF)
9783346771810
ISBN (Buch)
9783346771827
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Körperbemalung Prävention Essstörung Essstörungen Soziale Arbeit psychische Erkrankungen Adoleszenz Mädchen junge Erwachsene Körperkunst Bulimie Magersucht Anorexie Entwicklungsaufgaben Risikofaktoren Ursachen Präventive Ansätze Kunsttherapie Pädagogik Recht Soziale Arbeit Recht Kompetenzanforderungen Sozialarbeiter Schulsozialarbeit Ressourcenorientierung social work Selbstbewusstsein stärken Körperwahrnehmung Körperbild Bodypainting Selbstwahrnehmung Malen Körper Bemalung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lara Büscher (Autor:in), 2022, Körperbemalung in der Sozialen Arbeit. Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz und Förderung der Body Positivity, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303151
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Leseprobe aus  50  Seiten
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