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Die Einstellung gegenüber Trans* Menschen in Deutschland

Título: Die Einstellung gegenüber Trans* Menschen in Deutschland

Tesis (Bachelor) , 92 Páginas

Autor:in: Eda Mutlu (Autor)

Ciencias Culturales - GLBT / LGBTIQ
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Obwohl das Thema Transsexualismus aktuell und interessant für die Wissenschaft ist, gibt es zu dieser Thematik bisher wenig Forschung. Um die Relevanz dieses Themas zu betonen, ist im Rahmen dieser empirischen Arbeit die Einstellung gegenüber Trans*Menschen in Deutschland untersucht worden. Zur Erfassung der Einstellung wurde der von Landén und Innala (2000) konstruierter Fragebogen und die von Nagoshi et al. (2008) konstruierte Skala zur Transphobie verwendet. Dabei wurde analysiert, welche Faktoren, unter besonderer Berücksichtigung des Alters, der Berührungspunkte mit dem Thema Transsexualität sowie der traditionellen Geschlechterrollen Einfluss nehmen. Die Probanden, mit einer Gesamtstichprobe von 216 Personen, wurden bezüglich des Alters in zwei Teilstichproben eingeteilt.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse dieser Untersuchung, dass Männer und Frauen, sowie die beiden Teilstichproben, sich teilweise in deren Antworten unterscheiden, wobei in den Unterschieden eine klare Tendenz zu erkennen ist, dass Männer und die ältere Teilstichprobe eher eine negativere Einstellung gegenüber Trans*Menschen haben. Ebenfalls konnte die Wirksamkeit der vermehrten Berührungspunkte mit Trans*Themen aufgezeigt werden. Somit weisen Personen, die öfter mit Trans*Themen in Kontakt kamen, geringere Werte in der Transphobie-Skala auf. Die Berechnungen zeigen ebenfalls einen statistisch positiven Zusammenhang zwischen den traditionellen Geschlechterrollen und den negativeren Einstellungen gegenüber Trans*Menschen auf. Dementsprechend sind Personen, deren Einstellungen den traditionellen Geschlechterrollen zuzuordnen sind, negativer gegenüber Trans*Menschen eingestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Gliederung der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Geschichtliche Entwicklung

2.2 ICD-11 Geschlechterinkongruenz

2.3 Definition Einstellung

2.4 Weitere Begrifflichkeiten

2.4.1 Intersexualität

2.4.2 Trans*

2.4.3 Queer

2.4.4 Transmann

2.4.5 Transfrau

2.4.6 LGBTIQ

2.4.7 Cis-Geschlecht

2.4.8 Drag Queen

2.4.9 Drag King

2.4.10 Transphobie / Trans*Phobie

2.4.11 Coming-Out

2.5 Traditionelle Geschlechterrollen

2.6 Heteronormativität

2.7 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)

2.8 Ätiologie

2.8.1 Psychoanalytischer Ansatz

2.8.2 Biomedizinischer Ansatz

2.8.3 Lerntheoretischer Ansatz

2.9 Einfluss der (sozialen) Medien auf die Einstellung

2.10 Gender-Paradox

3 Forschungsstand und Hypothesen

3.1 Aktueller Forschungsstand

3.2 Herleitung der Hypothesen

4 Methode

4.1 Datenbereinigung

4.2 Stichprobe

4.3 Datenerhebung

4.4 Fragebogen

4.5 Statistische Auswertung

5 Ergebnisse

5.1 Ergebnisse der H1 und H2

5.2 Ergebnisse der H3

5.3 Ergebnisse der H4

6 Diskussion

6.1 Interpretation der Ergebnisse H1

6.2 Interpretation der Ergebnisse H2

6.3 Interpretation der Ergebnisse H3

6.4 Interpretation der Ergebnisse H4

6.5 Stärken und Schwächen der Arbeit

6.6 Empfehlungen für die weiterführende Forschung und Praxis

6.7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Einstellungen der deutschen Bevölkerung gegenüber Trans*Menschen, um die wissenschaftliche Lücke in diesem Bereich zu schließen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit sozio-demografische Faktoren wie Alter und Geschlecht sowie persönliche Berührungspunkte mit dem Thema und traditionelle Geschlechterrollenvorstellungen die Toleranz gegenüber Trans*Personen beeinflussen.

  • Analyse der Einstellungen gegenüber Trans*Identitäten in Deutschland
  • Einfluss von sozio-demografischen Variablen (Geschlecht, Alter)
  • Rolle von Kontaktpunkten mit Trans*Themen auf die Transphobie-Werte
  • Zusammenhang zwischen traditionellen Geschlechterrollen und Akzeptanz

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschichtliche Entwicklung

Das Phänomen, dass Menschen, vorübergehend oder vollständig, in gegengeschlechtlichen Rollen leben, existierte bereits in der Antike (Vetter, 2010). Einer der wichtigsten Pioniere des 20. Jahrhunderts, in Bezug auf die Trans*Geschichte, ist der Mediziner und Sexualforscher Magnus Hirschfeld (1868-1935), der vor allem durch seinen Einsatz für Homosexuelle als „drittes Geschlecht“ und für seine Bemühung um Akzeptanz hinsichtlich der sexuellen Orientierung des Einzelnen bekannt wurde (Spörri, 1997).

1910 konzipierte Hirschfeld die Lehre der sexuellen Zwischenstufen (Zwischenstufentheorie), bei der vier Gruppen von Geschlechtsmerkmalen differenziert wurden. Hirschfeld unterschied zwischen Geschlechtsorganen sowie sonstigen körperlichen Merkmalen, dem Sexualtrieb und anderen seelischen Eigenschaften (Ant, 2000). In seiner Theorie setzte Hirschfeld voraus, dass sich alle Eigenschaften beim Menschen in der Dichotomie Mann / Frau beschreiben lässt. „(...) Fast alle Menschen haben, - in unterschiedlichem Maße und in unterschiedlichen Kombinationen - (...)“ (Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V., o. J., S. 2), nach Hirschfeld, „männliche“ als auch „weibliche“ Eigenschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse an Einstellungen gegenüber Trans*Menschen im Kontext aktueller gesellschaftlicher Normen vor.

2 Theoretischer Hintergrund: Bietet einen Überblick über Begrifflichkeiten, historische Entwicklung, Ätiologie-Ansätze sowie soziologische Konzepte wie Heteronormativität.

3 Forschungsstand und Hypothesen: Fasst bestehende Studien zusammen und leitet daraus die spezifischen Hypothesen zur Untersuchung ab.

4 Methode: Erläutert das Vorgehen bei der Datenerhebung, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten Fragebogenskalen.

5 Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Auswertungen der erhobenen Daten in Bezug auf die Hypothesen.

6 Diskussion: Interpretiert die gefundenen Ergebnisse, reflektiert Stärken und Schwächen der Arbeit und gibt Handlungsempfehlungen.

Schlüsselwörter

Transsexualität, Transphobie, Geschlechterrollen, Heteronormativität, Identität, Einstellung, Empirische Studie, Trans*Menschen, Gender-Paradox, Psychologie, Akzeptanz, Diversität, Sozialpsychologie, Geschlechtsidentität, Vorurteile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen in Deutschland zur Thematik Transsexualität eingestellt sind und welche Faktoren diese Einstellungen prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Einflussfaktoren Geschlecht, Alter, Erfahrungen mit Trans*Themen sowie der Verbindung zu traditionellen Geschlechterbildern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ermitteln, ob bestimmte demografische oder psychologische Faktoren mit einer negativeren Einstellung gegenüber Trans*Personen korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, deren Daten statistisch mithilfe von IBM SPSS, Kreuztabellen und Korrelationsanalysen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung, die Herleitung der Hypothesen sowie die empirische Analyse der gesammelten Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Transphobie, traditionelle Geschlechterrollen, Heteronormativität und empirische Einstellungsforschung.

Zeigen Männer und Frauen signifikante Unterschiede in der Akzeptanz?

Die Ergebnisse deuten auf eine Tendenz hin, dass Männer in bestimmten Aspekten negativere Einstellungen gegenüber Trans*Personen aufweisen als Frauen.

Welche Rolle spielt das Alter bei der Einstellung zu Trans*Themen?

Es deutet sich an, dass eine Tendenz zu einer negativeren Einstellung bei älteren Probanden im Vergleich zu jüngeren vorliegt.

Wie wirkt sich Kontakt zu Trans*Themen auf die Transphobie aus?

Es wurde ein statistisch moderater negativer Zusammenhang festgestellt: Je mehr Kontakt eine Person mit Trans*Themen hat, desto geringer ist in der Regel das Ausmaß der Transphobie.

Final del extracto de 92 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Einstellung gegenüber Trans* Menschen in Deutschland
Universidad
Fresenius University of Applied Sciences Köln
Autor
Eda Mutlu (Autor)
Páginas
92
No. de catálogo
V1303498
ISBN (Ebook)
9783346774811
ISBN (Libro)
9783346774828
Idioma
Alemán
Etiqueta
einstellung trans* menschen deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eda Mutlu (Autor), Die Einstellung gegenüber Trans* Menschen in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303498
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