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Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe. Das Lautlese-Tandem als Methode zur Förderung der Leseflüssigkeit

Titel: Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe. Das Lautlese-Tandem als Methode zur Förderung der Leseflüssigkeit

Seminararbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Lesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit knüpft an die alarmierenden Ergebnisse der PISA-Studie 2000 und 2019 an, aus denen hervorgeht, dass viele Kinder und Jugendliche (rund ein Fünftel der Schüler:innenschaft) große Probleme beim Lesen haben. Sie können altersangemessene Texte nicht ausreichend verstehen und verarbeiten. Dabei ist Lesen eine Schlüsselkompetenz, es bildet das Fundament für die Qualifizierung in Ausbildung und Beruf und ist insofern unzweifelhaft "Basis der Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben." Wenn Menschen lesen können, eröffnen sich ihnen viele Lebensbereiche - nicht lesen zu können hingegen kann verheerende Auswirkungen auf die Lebensbiographie der Schüler:innen haben.

In der Hausarbeit wird das Mehrebenen-Diagramm der Lesekompetenz nach C. Rosebrock und D. Nic (2010) erläutert, anschließend wird in die Lesefördermaßnahme 'Lautlese-Tandem' eingeführt und exemplarisch erarbeitet. Das Lautlese-Tandem ist eine kooperative Lernform, mittels derer die Lesekompetenzen der SuS systematisch verbessert werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Exkurs: Lesesozialisation

3. Lesekompetenz – Definition

4. Mehrebenenmodell nach Rosebrock / Nix (2010)

a. Prozessebene

b. Subjektebene

c. Soziale Ebene

5. Leseflüssigkeit diagnostizieren – Das Lautleseprotokoll

6. Leseflüssigkeit fördern - Das Lautlese-Tandem

7. Fazit und didaktische Reflexion

8. Bibliografie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik basaler Lesedefizite bei Schülern einer fünften Gymnasialklasse auseinander und evaluiert Möglichkeiten der systematischen Leseförderung zur Steigerung der Lesekompetenz.

  • Analyse der Ursachen heterogener Lesekompetenzen durch die Lesesozialisationsforschung.
  • Einführung in das didaktische Mehrebenenmodell der Lesekompetenz nach Rosebrock und Nix.
  • Erläuterung des Lautleseprotokolls als diagnostisches Instrument für Lehrkräfte.
  • Vorstellung und methodische Einbettung des Lautlese-Tandems als effektive kooperative Lernform.

Auszug aus dem Buch

Ablauf des Lautlese-Tandems

Ein Lautlese-Tandem setzt sich aus einer starken Leser*In (hier: Trainer*In) und einer schwächeren Leser*In (hier: Sportler*In) zusammen. Auf ein Starsignal beginnen beide im Chor einen altersangemessenen Text halblaut vorzulesen. Um ein geeignetes Lesetempo finden zu können, ist der/die stärkere Leser*In zu Rücksichtnahme angehalten, da sie/er mit dem Finger den gelesenen Text verfolgt. Sobald beim Vorlesen ein Fehler gemacht wird, wird das Lesen unterbrochen. Anschließend wird der/dem Sportler*In eine kurze Selbstkorrekturzeit (etwa vier Sekunden) geboten. Sofern der Fehler nicht eigenständig korrigiert wird, ist der/ die Trainer*In dazu aufgerufen, ihn zu verbessern. Danach wird der Satz wiederholt synchron halblaut vorgelesen. Insgesamt sollte (je nach Textumfang) der Text etwa viermal in Gänze gelesen werden, bis der/die Sportler*In mindestens 100 Worte pro Minute flüssig lesen kann und nicht mehr als zwei sinnentstellende Fehler auf 100 Worte macht. Soweit sich der/die Sportler*In beim Lesen sicher fühlt, besteht die Möglichkeit, ihn/sie auf ein zuvor vereinbartes Zeichen eigenständig halblaut vorlesen zu lassen. Sobald ein Fehler unterläuft, wird dieser nach bekanntem Verfahren verbessert und das chorische, synchrone Lesen wird erneut am Satzanfang aufgenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Problematik basaler Lesedefizite bei Schülern und benennt die Forschungsfrage zur Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe.

2. Exkurs: Lesesozialisation: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss des soziokulturellen Umfelds auf den Erwerb von Lesekompetenz und die Entstehung von Leistungsheterogenität.

3. Lesekompetenz – Definition: Die theoretische Einordnung des Lesekompetenzbegriffs erfolgt hier unter Berücksichtigung kognitionspsychologischer Theorien und deren Weiterentwicklung im PISA-Kontext.

4. Mehrebenenmodell nach Rosebrock / Nix (2010): Hier wird das Hauptmodell der Arbeit vorgestellt, das Lesen als Bündel von Teilfähigkeiten auf einer Prozess-, Subjekt- und sozialen Ebene definiert.

5. Leseflüssigkeit diagnostizieren – Das Lautleseprotokoll: Das Kapitel führt das Diagnoseinstrument des Lautleseprotokolls ein, mit dem Lesegeschwindigkeit und Dekodierungsgenauigkeit systematisch erfasst werden können.

6. Leseflüssigkeit fördern - Das Lautlese-Tandem: Diese Sektion beschreibt die methodische Umsetzung des Lautlese-Tandems als bewährte kooperative Fördermaßnahme für den Deutschunterricht.

7. Fazit und didaktische Reflexion: Das Fazit fasst die Relevanz der systematischen Leseförderung zusammen und betont die Bedeutung von Freude am Lesen für den Bildungserfolg.

8. Bibliografie: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete Literatur und Quellen auf, die der fachlichen Fundierung der Arbeit dienen.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Leseflüssigkeit, Lautlese-Tandem, Lesesozialisation, Mehrebenenmodell, Diagnose, Lesedidaktik, Sekundarstufe, Bildungsförderung, Lesemotivation, Kooperatives Lernen, Unterrichtspraxis, Leseprotokoll, Lesedefizite, Deutschunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie basale Lesedefizite bei Schülern der fünften Gymnasialklasse diagnostiziert und durch systematische Förderung abgebaut werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Lesesozialisation, der Definition von Lesekompetenz, diagnostischen Instrumenten für Lehrkräfte und der praktischen Anwendung von Lautleseverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie durch eine gezielte didaktische Beschreibung der Lesekompetenz und die Integration systematischer Fördermethoden die Leseflüssigkeit verbessert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix sowie der Analyse einschlägiger Lese- und Sozialisationsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Modellierung von Leseprozessen, die Vorstellung des Lautleseprotokolls zur Diagnose und die detaillierte Anleitung zur Durchführung von Lautlese-Tandems im Unterricht.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lesekompetenz, Lautlese-Tandem, Leseflüssigkeit, Diagnose sowie die Förderung in der gymnasialen Sekundarstufe.

Warum ist das "Mehrebenenmodell" für diese Arbeit von Bedeutung?

Es verknüpft kognitive Prozesse mit der Subjektebene und sozialen Dimensionen, was ein ganzheitliches Verständnis von Leseförderung im Unterricht erst ermöglicht.

Welche Rolle spielt die "Anschlusskommunikation" im Modell?

Sie beschreibt die soziale Einbettung des Lesens und betont, dass Austausch und Interaktion zentrale Motoren für die Weiterentwicklung literarischer Kompetenzen sind.

Was unterscheidet das Lautlese-Tandem von anderen Methoden?

Als kooperative Peer-Tutoring-Form hebt es sich durch die Kombination aus partnerschaftlichem Training und systematischem, fehlerorientiertem Lesen ab.

Welche Voraussetzungen muss eine Lehrkraft für die Einführung schaffen?

Neben der fundierten Diagnose ist die Planung von Vorbereitungsstunden essenziell, in denen die Methode vorgestellt und Regeln mit den Schülern gemeinsam erarbeitet werden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe. Das Lautlese-Tandem als Methode zur Förderung der Leseflüssigkeit
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (FB 09: Germanistik und Kunstwissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die Literaturdidaktik
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1303949
ISBN (PDF)
9783346773029
ISBN (Buch)
9783346773036
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leseförderung Lesetandem Didaktik Deutsch Schule Sekundarstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe. Das Lautlese-Tandem als Methode zur Förderung der Leseflüssigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303949
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Leseprobe aus  19  Seiten
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