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Methoden zur Heranführung an Gedichte im Deutschunterricht. Einsatz und Wirkung prosodischer Mittel und (Un)Möglichkeiten einer stimmigen Hörfassung

Title: Methoden zur Heranführung an Gedichte im Deutschunterricht. Einsatz und Wirkung prosodischer Mittel und (Un)Möglichkeiten einer stimmigen Hörfassung

Essay , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject German - Genres
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Auf die Fragen, wie man einen Sprechausdruck beschreiben kann, wodurch sich eine (un)stimmige Sprechfassung auszeichnet und wie ein kreativer Gedichtzugang im Rahmen eines schüler:innenorientierten Unterrichts gewährleistet werden kann, soll diese Ausarbeitung Antworten finden. Dafür werde ich im Analyseteil meinen eigenen Sprechausdruck hinsichtlich seiner Wirkung untersuchen und herausstellen, inwiefern sich meine persönliche Idee vom Gedicht "Der Mördermarder" akustisch widerspiegelt. Im zweiten Teil werde ich die neuen Erkenntnisse auf das Gedicht "Der Panther" von Rainer Maria Rilke übertragen und mich fragen, welche Aspekte des Sprechausdrucks für eine stimmige Sprechversion förderlich wären. Das letzte Kapitel beinhaltet Überlegungen bezüglich exemplarischer Methoden, die im Unterricht zur Hinführung zum Gedicht förderlich wären. Das Fazit beinhaltet eine kurze Reflexion der Erkenntnisse und schließt mit weiteren praktischen Überlegungen für einen kreativen, schüler:innen-orientierten Lyrikunterricht in der Schule ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der eigenen Sprechfassung – Der Mördermarder

2.1. Zur persönlichen Idee des Gedichts

2.2. Einsatz und Wirkung prosodischer Mittel

2.3. Evaluation und Bewertung der Stimmigkeit

3. Transfer auf das Patengedicht – Der Panther

3.1. Zur persönlichen Idee des Gedichts

3.2. (Un)Möglichkeiten einer stimmigen Sprechversion

4. Transfer auf die Schule

4.1. Exemplarische Methoden zur Heranführung an Gedichte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das produktive Sprechen von Lyrik, wobei der Fokus auf der Analyse des eigenen Sprechausdrucks sowie der Übertragung dieser Erkenntnisse auf schulische Vermittlungsmethoden liegt. Ziel ist es, durch die Reflexion über prosodische Mittel und die individuelle Interpretation zu einem tieferen Verständnis stimmiger Sprechfassungen zu gelangen und didaktische Zugänge für einen identitätsorientierten Literaturunterricht abzuleiten.

  • Didaktik der Mündlichkeit im Literaturunterricht
  • Analyse prosodischer Mittel und stimmiger Sprechfassungen
  • Produktive und kreative Aneignung von Gedichten
  • Methoden zur Hinführung von Schülerinnen und Schülern an Lyrik
  • Rolle der Hörfassungen bei der Vermittlung lyrischer Texte

Auszug aus dem Buch

Der Marder als Marder; Strophe 1

Den ersten Vers spreche ich in leise und in langsamen Tempo, mit mitteltiefer Tonhöhe. Die Satzmelodie ist insgesamt gleichmäßig. Für die Wirkung des Gesprochenen muss auch der semantische Gehalt des Eingangsverses bedacht werden: Das bedachtsame Sprechen, die erstmalige Präsentation des Mardermörders und der Rückgriff auf den Titel lassen mich als Hörende Unheilvolles erwarten. Im Folgevers spreche ich insgesamt schneller und setze eine kurze psychologische Pause hinter das stark betonte Wort „Marder“. Auch hebe ich das Wort „blau“ deutlich hervor. Meine Tonhöhe ist im Vergleich zum ersten Vers höher und die Satzmelodie ist als abwechslungsreich zu beschreiben. Diese deutliche Verschiedenheit des Sprachausdrucks hat beim Zuhören die Wirkung eines Perspektivwechsels auf mich.

Der zweite Vers wirkt insgesamt melodisch und dynamisch unruhig und transportiert gemeinsam mit der Pause, die wie ein ‚Schreckatem‘ wirkt, das Angstempfinden des im Bau sitzenden Marders.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation des Essays, Lyrik ausgehend von einer produktiven Didaktik der Mündlichkeit zu erschließen und eigene Sprecherfahrungen zu reflektieren.

2. Analyse der eigenen Sprechfassung – Der Mördermarder: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse und Bewertung der persönlichen Interpretation von Robert Gernhardts Gedicht durch den gezielten Einsatz prosodischer Gestaltungsmittel.

3. Transfer auf das Patengedicht – Der Panther: Hier werden die erarbeiteten Erkenntnisse aus dem ersten Teil auf Rilkes Gedicht übertragen, um Wege zur Entwicklung einer stimmigen, individuell empfundenen Sprechversion aufzuzeigen.

4. Transfer auf die Schule: Es werden methodische Ansätze beschrieben, die es Lehrkräften ermöglichen, Schülern einen produktiven und persönlichen Zugang zu Gedichten durch auditive Impulse und experimentelles Sprechen zu vermitteln.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der gleichberechtigten Begegnung von Individuum und Text zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Lyrik im Unterricht als einen kreativen und anspruchsvollen Prozess zu begreifen.

Schlüsselwörter

Didaktik der Mündlichkeit, Gedichtvortrag, Sprechausdruck, Prosodische Mittel, Lyrikunterricht, Literaturdidaktik, Kreatives Schreiben, Stimmigkeit, Identitätsorientierung, Schülerorientierung, Interpretation, Sprechkunst, Transformation, Hörfassung, Literaturunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der produktiven Gestaltung von Gedichtvorträgen und der Frage, wie durch gezielten Sprechausdruck eine stimmige Interpretation erzeugt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Didaktik der Mündlichkeit, der Einsatz prosodischer Mittel zur Textanalyse sowie die methodische Vermittlung von Lyrik in der Schule.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den eigenen Sprechausdruck zu reflektieren und daraus Ansätze zu entwickeln, wie ein schülerorientierter Zugang zu lyrischen Texten gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die Selbstreflexion und Analyse der eigenen Sprechfassungen sowie literaturbasierte fachdidaktische Konzepte, um fachliche Interpretationen zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Robert Gernhardts „Der Mördermarder“, den Transfer auf Rilkes „Der Panther“ und die Reflexion über schulische Methoden wie den Einsatz von Hörfassungen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Schlagworten gehören Lyrikunterricht, Sprechausdruck, Stimmigkeit, kreative Methodik und die Verbindung von Textrezeption mit der eigenen Lebenswelt.

Wie unterscheidet sich die Sprechfassung des „Mördermarders“ von der des „Panthers“?

Während beim „Mördermarder“ die Transformation und Spannung im Vordergrund stehen, zielt die Interpretation des „Panthers“ auf die Vermittlung einer melancholischen und düsteren Atmosphäre ab.

Warum ist die Arbeit für angehende Lehrkräfte relevant?

Sie betont die Notwendigkeit, Studierende frühzeitig für vielfältige, produktive Methoden der Lyrikvermittlung zu sensibilisieren, um der weit verbreiteten Ablehnung („Lyrik nervt!“) entgegenzuwirken.

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Details

Title
Methoden zur Heranführung an Gedichte im Deutschunterricht. Einsatz und Wirkung prosodischer Mittel und (Un)Möglichkeiten einer stimmigen Hörfassung
College
University of Marburg  (Sprachwissenschaften)
Course
Didaktik Deutsch
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1304066
ISBN (PDF)
9783346772787
ISBN (Book)
9783346772794
Language
German
Tags
Gedichte Sprache Deutschunterricht Mündlichkeit Der Panther Rilke Unterricht Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Methoden zur Heranführung an Gedichte im Deutschunterricht. Einsatz und Wirkung prosodischer Mittel und (Un)Möglichkeiten einer stimmigen Hörfassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304066
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