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Kulturelle Vielfalt als Auftrag der Auswärtigen Kulturpolitik

Die UNESCO-Konvention. Ein Konzept?

Titel: Kulturelle Vielfalt als Auftrag der Auswärtigen Kulturpolitik

Hausarbeit , 2008 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Caroline Schließmann (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Prozess der heutigen Globalisierung bringt radikale Neuerungen mit sich. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem damit einhergehenden Ende des kalten Krieges entwickeln sich weltweit zunehmend mehrpolige Gesellschaftsstrukturen. Gleichzeitig verstärken sich die Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichen Staaten.
Dieweil sich Lebensstile und Konsummuster im Zuge der Globalisierung mehr und mehr angleichen, erstarkt das Bedürfnis nach nationaler kultureller Selbstbestimmung und Betonung der eigenen kulturellen Identität. Dieser Kontrast bietet einerseits Chancen, ist aber auch Anlass zu Verunsicherung und Angst.
In einer Zeit des Wechsels und der Beschleunigung schaffen Grenzverschiebungen bzw. Grenzüberwindungen das Gefühl Teil einer oftmals radikalen Veränderung zu sein, in der sich gewachsene Wertvorstellungen und soziale Gefüge auflösen. Als global agierende, zwischenstaatliche Organisation ist die UNESCO für die sozialen und kulturellen Konflikte, die als Folge dieser Entwicklung auftreten, multilaterales Forum. Die Mehrheit der Mitgliedstaaten der UNESCO sah die Gefahr einer fortschreitenden Reduzierung der Vielfalt der kulturellen Ausdrucksform als so problematisch an, dass in Rekordzeit ein Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Ausdrucksform ausgearbeitet und verabschiedet wurde.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Inhalten und Visionen der UNESCO-Konvention und diskutiert im Zuge dessen derzeitige und zukünftige Möglichkeiten ihrer Umsetzung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Kulturelle Vielfalt: Herausforderung unserer Zeit?

Das UNESCO-Übereinkommen zur Kulturellen Vielfalt

Der scheinbare Widerspruch von Einhalt und Vielfalt

Wiedervorlage: Nationalkultur

Deutsche Kulturpolitik im Zeichen der UNESCO-Konvention

Kultur wahren vs. Kulturwaren

Umsetzung der UNESCO-Konvention: Ein Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung kultureller Identität und Vielfalt im Kontext der Globalisierung und analysiert die Rolle des UNESCO-Übereinkommens sowie die kulturpolitische Ausrichtung des Goethe-Instituts. Dabei steht die zentrale Frage im Fokus, wie in einer zunehmend mehrpoligen Welt eine Balance zwischen der Bewahrung nationaler kultureller Identität und der Öffnung für interkulturellen Austausch gefunden werden kann.

  • Kulturelle Identität und Globalisierung
  • UNESCO-Konvention zum Schutz kultureller Ausdrucksformen
  • Rolle des Goethe-Instituts in der auswärtigen Kulturpolitik
  • Zielkonflikt zwischen Kulturförderung und Warencharakter kultureller Güter
  • Zukunftsperspektiven der internationalen Kulturpolitik

Auszug aus dem Buch

Der scheinbare Widerspruch von Einhalt und Vielfalt

Doch kulturelle Vielfalt bedeutet nicht nur ein bloßes Nebeneinander oder gar Abgrenzen. Die Schwierigkeit besteht vielmehr darin, ob in oder mit eben diesen vielfältigen unterschiedlichen nationalen, regionalen und kulturellen Identitäten etwa eine gemeinsame Europäische Identität gefunden werden kann. Dass gerade das Bewusstsein der eigenen Identität Voraussetzung ist, kulturelle Vielfalt zu ermöglichen, sie in ihren Ausprägungen zu achten und zu respektieren, scheint auf dem Weg hin zu der viel beschworenen europäischen Einheit als nahezu paradox.

Nicht nur vor dem aktuellen Hintergrund religiösen Fundamentalismus', sondern auch in Hinblick auf die Geschichte Europas, insbesondere im Zeitalter ihrer nationalstaatlichen Verfassungen, werden Begriffe wie „nationale Identität“ oder gar „Nationalkultur“ allzu oft als im besten Sinne überholt empfunden.

Identitätsbildung aber besteht in einem dauernden Prozess der Auseinandersetzung mit anderen, in dem wir, um sozial leben zu können, uns von anderen unterscheiden müssen. Das Feststellen von Unterschieden allein macht noch keine Identität, vielmehr geht es darum, „dass die Art und Weise, wie die anderen auf diese Unterscheidung reagieren und sich auf uns beziehen, wenn es ihnen um sich selbst geht, für unser Selbstverhältnis, für das, was wir sind, ganz wesentlich ist.“

Zusammenfassung der Kapitel

Kulturelle Vielfalt: Herausforderung unserer Zeit?: Dieses Kapitel beleuchtet den Begriff der kulturellen Vielfalt im Spannungsfeld von Globalisierung, Migrationsbewegungen und dem menschlichen Bedürfnis nach Identitätsbildung.

Das UNESCO-Übereinkommen zur Kulturellen Vielfalt: Hier wird die Genese der UNESCO-Konvention als völkerrechtliches Instrument beschrieben, welches künstlerische Ausdrucksweisen vor den Risiken einer globalen kulturellen Verarmung schützen soll.

Der scheinbare Widerspruch von Einhalt und Vielfalt: Das Kapitel thematisiert die paradoxe Beziehung zwischen der Suche nach einer gemeinsamen europäischen Identität und der notwendigen Betonung nationaler kultureller Eigenheiten.

Wiedervorlage: Nationalkultur: Anhand eines Symposiums wird die Relevanz des Begriffs der Nationalkultur diskutiert und hinterfragt, ob eine solche in einer globalisierten Welt noch zeitgemäß ist.

Deutsche Kulturpolitik im Zeichen der UNESCO-Konvention: Dieser Abschnitt erörtert die Rolle des Goethe-Instituts als Moderator kultureller Prozesse und wie die UNESCO-Konvention die deutsche auswärtige Kulturpolitik beeinflusst.

Kultur wahren vs. Kulturwaren: Es wird der Zielkonflikt zwischen der Vermarktung kultureller Güter als reine Wirtschaftsgüter und ihrem Wert als Träger von Identität und Bedeutung analysiert.

Umsetzung der UNESCO-Konvention: Ein Ausblick: Das abschließende Kapitel diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung der Konvention durch die EU und den noch fehlenden einklagbaren Status der völkerrechtlichen Verpflichtungen.

Schlüsselwörter

Kulturelle Vielfalt, UNESCO-Konvention, Globalisierung, Nationalkultur, Identitätsbildung, auswärtige Kulturpolitik, Goethe-Institut, Kulturaustausch, Interkulturalität, Kulturwaren, kulturelle Ausdrucksformen, Kulturförderung, europäische Einigung, Völkerrecht, Zielkonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen für die Kulturpolitik in Zeiten der Globalisierung und der Bedeutung kultureller Vielfalt für die Identitätsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das UNESCO-Übereinkommen, die Rolle des Goethe-Instituts und das Spannungsfeld zwischen kultureller Identität, Handel und internationalem Austausch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Vielfalt im Kontext globaler Veränderungen bewahrt werden kann und welche politischen Instrumente dafür zur Verfügung stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf der Auswertung aktueller kulturpolitischer Dokumente, Referentenbeiträge und völkerrechtlicher Übereinkommen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen der Globalisierung auf nationale Identitäten, die rechtliche Verankerung des Kulturschutzes durch die UNESCO sowie die praktischen Ansätze der deutschen Kulturdiplomatie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind kulturelle Vielfalt, Identität, UNESCO-Konvention, Globalisierung und auswärtige Kulturpolitik.

Wie steht das Goethe-Institut zu den Fragen der Nationalkultur?

Das Goethe-Institut versteht Nationalkultur nicht als starre Größe, sondern als eine fluide Konstruktion, wobei das Institut als Moderator im internationalen Kulturaustausch fungiert.

Welcher Zielkonflikt besteht bei kulturellen Dienstleistungen?

Es besteht ein Konflikt zwischen der Betrachtung von Kultur als handelbare Ware einerseits und als öffentliches Kulturgut bzw. Identitätsträger andererseits.

Sind die Ziele der UNESCO-Konvention rechtlich einklagbar?

Nein, die Konvention schafft keine individualrechtlich einklagbaren Folgen; sie basiert primär auf politischen Verpflichtungen nach Treu und Glauben.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kulturelle Vielfalt als Auftrag der Auswärtigen Kulturpolitik
Untertitel
Die UNESCO-Konvention. Ein Konzept?
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Kulturpolitik/Kulturmanagement)
Note
1,7
Autor
Caroline Schließmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V130423
ISBN (eBook)
9783640374083
ISBN (Buch)
9783640373833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kulturelle Vielfalt Auftrag Auswärtigen Kulturpolitik UNESCO-Konvention Konzept
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Schließmann (Autor:in), 2008, Kulturelle Vielfalt als Auftrag der Auswärtigen Kulturpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130423
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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