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Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler?

Título: Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler?

Trabajo de Seminario , 2003 , 18 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Bianca Simon (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Einleitung

Ursprünglich lautete das Thema meines Referats: Lernvoraussetzungen – Was sind gute Schüler ?

Da es aber so gut wie keine Literatur über gute Schüler gibt und das Thema momentan sehr aktuell ist, habe ich es kurzerhand umbenannt zu:

Lernvoraussetzungen – Was sind schlechte Schüler ?

In meiner Hausarbeit werde ich zunächst eine Lehrerbefragung von 1959 vorstellen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Definition von „schlechten Schülern“1. Die einzelnen Schülertypen werde ich im dritten Abschnitt dieser Hausarbeit darstellen, um im Anschluss daran zu verdeutlichen, warum Lehrer solche Urteile fällen konnten und vielleicht immer noch fällen.

Der fünfte Abschnitt bezieht sich auf die große Spanne der Lernvoraussetzungen. In Kapitel 6 erläutere ich eine Aussage von einer Autorin, die sich durchaus von anderen Meinungen abhebt.

Am Ende dieser Hausarbeit stelle ich aktuelle Diskussionspunkte rund um die Schulthematik da

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bild eines schlechten Schülers Ende der fünfziger Jahre

2.1 Kategorien der Beurteilung

3. Schülertypen

4. Wie entstanden bzw. entstehen negative Stereotype ?

5. Lernvoraussetzungen

6. Handelnder Unterricht

7. „Schlechte Schüler“ – ein alter Begriff ?

8. Persönliche Einschätzung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich kritisch mit dem historisch geprägten und gegenwärtigen Verständnis von sogenannten „schlechten Schülern“. Das primäre Ziel ist es, die einseitige Zuschreibung von Defiziten auf den Schüler selbst infrage zu stellen und die Bedeutung vielfältiger Lernvoraussetzungen sowie handlungsorientierter Unterrichtskonzepte herauszuarbeiten.

  • Historische Lehrerbefragung von 1959 zum Bild des Schulversagers
  • Analyse von Schülertypen und der Entstehung negativer Stereotype (Halo-Effekt)
  • Systematische Einordnung der Lernvoraussetzungen (familiär, sozial, kognitiv, emotional)
  • Handlungsorientierter Unterricht als pädagogische Alternative zur Etikettierung
  • Diskussion aktueller bildungspolitischer Herausforderungen im Kontext der PISA-Studie

Auszug aus dem Buch

4. Wie entstanden bzw. entstehen negative Stereotype ?

Zunächst gebe ich kurz eine Zusammenfassung der vorherigen Typen. Es kristallisierte sich eine Einstellung heraus, die den Schüler in erster Linie auf ein „Nichtwollen“ reduzierte und erst in zweiter Linie auf ein „Nichtkönnen“. Das Versagen des Schülers wurde meist als schicksalhafte Gegebenheit betrachtet, für die niemand die Schuld traf. Zwar hofften die Lehrer noch, aber eine Förderung war selten.

Bei den Bedingungserklärungen von Schulversagen (Befragung von 1959) fällt eine starke Einseitigkeit auf, mit der Lehrer operierten. Sie sahen die Gründe meist nur im Schüler selbst und gewichteten die Bedingungsfelder äußerst einseitig. Kaum jemand dachte daran, Teile der Umwelt einzubeziehen.

Das Bild, das viele Lehrer vom schlechten Schüler hatten und eventuell noch haben, ist kein sorgfältiges Abwägen positiver und negativer Seiten, sondern ein abwertendes Pauschalurteil. Ebenso wurden immer mehrere negative Merkmale beim schlechten Schüler konstatiert und auch erwartet. Ein damaliger schlechter Schüler war demnach nicht nur faul, sondern auch unaufmerksam, langsam, unordentlich, unehrlich usw.

Diese Form von verstärkter Zuweisung bestimmter Charaktereigenschaften wird auch als „Halo-Effekt“ bezeichnet:

„Beispielsweise können sie, wenn sie jemanden mögen, dazu neigen, ihn auf fast jeder Dimension günstiger zu beurteilen und seine Fehler zu übersehen. Diese Art der Urteilsverzerrung wird als Halo-Effekt bezeichnet.“

Gewöhnlich tritt der „Halo-Effekt“ dann ein, wenn Lehrer eine starke Ungewissheit haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der Motivation zur Auseinandersetzung mit Lernvoraussetzungen sowie der Definition „schlechter Schüler“.

2. Das Bild eines schlechten Schülers Ende der fünfziger Jahre: Untersuchung einer Lehrerbefragung von 1959, die zeigt, wie Lehrer damals den Misserfolg von Schülern bewerteten.

2.1 Kategorien der Beurteilung: Detaillierte Betrachtung der vier Kategorien (körperlich, sozial, persönlich, Umwelt), nach denen Lehrer ihre Schüler beurteilten.

3. Schülertypen: Vorstellung von drei spezifischen Schülertypen (der faule Begabte, der fleißige Unbegabte, der faule Unbegabte), die aus den Beobachtungen der Lehrer abgeleitet wurden.

4. Wie entstanden bzw. entstehen negative Stereotype ?: Diskussion der psychologischen Mechanismen wie des „Halo-Effekts“, die zu einseitigen und abwertenden Urteilen über Schüler führen.

5. Lernvoraussetzungen: Auflistung und Erläuterung verschiedener Faktoren, die Schulerfolg und Misserfolg beeinflussen, von familiären bis hin zu psychomotorischen Aspekten.

6. Handelnder Unterricht: Darstellung des handlungsorientierten Unterrichtskonzepts nach Dr. Christel Manske als Weg, Interessen der Schüler zu wecken und Etikettierungen zu vermeiden.

7. „Schlechte Schüler“ – ein alter Begriff ?: Kritische Reflexion des Begriffs vor dem Hintergrund der PISA-Studie und aktueller bildungspolitischer Lösungsansätze.

8. Persönliche Einschätzung: Reflexion der Autorin über die Bedeutung handlungsorientierten Unterrichts und die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung von Schülern.

Schlüsselwörter

Lernvoraussetzungen, Schlechte Schüler, Schulversagen, Lehrerbefragung, Stereotype, Halo-Effekt, Handlungsorientierter Unterricht, Schülertypen, Bildungssystem, PISA-Studie, Pädagogik, Person-Umwelt-Interaktion, Selbstbewertung, Metakognition, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch das Phänomen, warum bestimmte Kinder von Lehrern als „schlechte Schüler“ abgestempelt werden, und hinterfragt die dabei zugrunde liegenden pädagogischen und sozialen Urteilsprozesse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören die historische Sichtweise auf Schulversagen, die Entstehung von Stereotypen, die Analyse individueller Lernvoraussetzungen und moderne Unterrichtskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Zuschreibung „schlechter Schüler“ eine zu einseitige Sichtweise darstellt, die den Fokus oft falsch auf das Kind allein legt, anstatt das gesamte Umfeld zu berücksichtigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich historischer Daten (Lehrerbefragung 1959) mit aktuellen Diskussionen (PISA) sowie der Auseinandersetzung mit pädagogischen Konzepten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Schülertypen, psychologische Effekte bei der Beurteilung (Halo-Effekt), eine systematische Auflistung von Lernvoraussetzungen und das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lernvoraussetzungen, Stereotype, Halo-Effekt, handlungsorientierter Unterricht und Schulversagen.

Inwiefern beeinflusste die PISA-Studie die Argumentation der Autorin?

Die PISA-Studie von 2001 dient als aktueller Anlass, um die seit Jahrzehnten bestehende Diskussion über das Scheitern im deutschen Bildungssystem zu kontextualisieren und nach zeitgemäßen Reformansätzen zu suchen.

Warum lehnt die Autorin den Begriff „schlechter Schüler“ ab?

Die Autorin argumentiert, dass dieser Begriff das Kind in seinem gesamten Umfeld nicht gerecht betrachtet und die Schuld einseitig beim Schüler sucht, anstatt die wechselseitige Interaktion zwischen Person und Umwelt zu analysieren.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler?
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (FB Pädagogik)
Curso
Seminar: Unterweisung in der betrieblichen Ausbildung. Unterricht an berufsbildenden Schulen
Calificación
2
Autor
Bianca Simon (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
18
No. de catálogo
V13043
ISBN (Ebook)
9783638187961
ISBN (Libro)
9783656059769
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lernvoraussetzungen Schüler Seminar Unterweisung Ausbildung Unterricht Schulen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bianca Simon (Autor), 2003, Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13043
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