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Eine psychoanalytisch-pädagogische Betrachtung der emotionalen Befindlichkeit eines Volksschulkindes. Inwiefern kann R.s auffälliges Verhalten während der Lernstunde im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt stehen?

Titre: Eine psychoanalytisch-pädagogische Betrachtung der emotionalen Befindlichkeit eines Volksschulkindes. Inwiefern kann R.s auffälliges Verhalten während der Lernstunde im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt stehen?

Thèse de Bachelor , 2012 , 25 Pages , Note: 2

Autor:in: Daniela Spreitzenbart (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit wird analysiert, inwieweit man die Verhaltensweisen, die von einem zehnjährigen Jungen aus der Lerngruppe der Autorin gezeigt werden, aus psychoanalytisch-pädagogischer Sichtweise verstehen kann. Zudem wird der Frage nachgegangen, inwieweit R.s Verhalten im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt steht. Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern kann R.s auffälliges Verhalten während der Lernstunde im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt stehen?

Im Laufe der Recherche wurde anhand der Theorien und Beobachtungsprotokolle eine Art Muster erkannt und die Hypothese entwickelt, dass R. den ödipalen Konflikt womöglich noch nicht ganz überwunden hat, da einige Szenen als womöglich mütterliche Repräsentanz, Kastrationsangst (im Sinne Freuds), Größenwahn und insbesondere seine negative Einstellung zum weiblichen Geschlecht (welche im ödipalen Sinn auch durch das Schikanieren der Frau lustbetont erlebt werden kann oder auch kulturabhängig ist) verstanden werden konnten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Methode der `Work Paper Discussion`

3. Die emotionale Entwicklung der Kinder

3.1. Die orale Phase

3.2. Die anale Phase

3.3. Die ödipale Phase

3.4. Die Latenzphase

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das auffällige Verhalten eines zehnjährigen Volksschülers anhand psychoanalytisch-pädagogischer Theorien während der Hausaufgabenbetreuung. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern dieses Verhalten – insbesondere Störungen, Abwertungen des weiblichen Geschlechts und ein dominantes Auftreten – im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt stehen kann.

  • Psychoanalytische Betrachtung der kindlichen emotionalen Entwicklung
  • Analyse von Fallbeispielen aus Beobachtungsprotokollen
  • Untersuchung ödipaler Konflikte und der Kastrationsangst
  • Reflexion über Macht, Größenwahn und Geschlechterrollen im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.3.5. Der Größenwahn

„Ich bin der Mann und habe die Macht. Ich kämpfe für Gerechtigkeit!“ schreit R.. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Emmet, Jordan und R. lachen. „Wie kommst du denn auf das, R., du hast doch schon einmal so etwas Ähnliches über Gerechtigkeit gesagt. Woher kommt denn das?“ interessiert es mich. „Na eigentlich gehört das ja so >Wir sind Lehrer, wir haben immer Recht und kämpfen für die Gerechtigkeit<, das ist so ein Spruch über Lehrer!“ erklärt mir R. und lächelt.

(siehe: Protokoll 7, Seite 3)

R. hat sichtlich ein Bild von sich und vom Geschlecht des Mannes. Zudem scheint es, als würde er seine Kinderrolle nicht akzeptieren und sich nicht mit dieser identifizieren zu können, was auf eine ödipale Krise hindeuten lässt. Er weiß scheinbar nicht, wo er steht. Der Schüler möchte vermutlich schon ein Mann sein und hat eine Phantasie darüber, wie er gerne wäre. Dieses Bild erläutert er mehrfach in den Protokollen. Er stellt es dar. R. wäre gerne groß, stark, machtvoll, klug. Er gesteht es sich nicht ein, noch Kind zu sein. Es wirkt so, als wäre er darin befangen. Womöglich fühl er sich klein und unsicher und versucht dies abzuwehren und mittels störendem grandiosem Verhalten in den Lernstunden zu überspielen. Man erkennt auch immer wieder, dass der Schüler sich selbst nicht einschätzen kann. Er ist nicht realistisch in der Art, wie er ist und über sich spricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt den Ausgangspunkt der Arbeit in einem pädagogischen Praktikum und formuliert die Hypothese, dass das störende Verhalten des Schülers R. auf einen ungelösten ödipalen Konflikt hindeuten könnte.

2. Die Methode der `Work Paper Discussion`: Dieses Kapitel erläutert die auf psychoanalytischen Grundannahmen basierende Beobachtungsmethode, die zur Analyse der im Lernclub entstandenen Protokolle herangezogen wird.

3. Die emotionale Entwicklung der Kinder: Der theoretische Hauptteil befasst sich mit den Instanzen der Psyche, psychosexuellen Entwicklungsphasen und der Bedeutung des ödipalen Konflikts für die Entwicklung eines Jungen.

3.1. Die orale Phase: Einführung in die erste Phase der kindlichen Entwicklung, in der Lustgewinn primär über den Mundraum erlebt wird.

3.2. Die anale Phase: Betrachtung der Phase, in der die Kontrolle über Ausscheidungsorgane und der Kampf um Autonomie gegenüber elterlichen Erwartungen im Vordergrund stehen.

3.3. Die ödipale Phase: Zentrale Analyse des Ödipuskomplexes, der Kastrationsangst und der Identifikationsprozesse mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil.

3.4. Die Latenzphase: Untersuchung der Phase vom sechsten bis zwölften Lebensjahr, in der die Sexualentwicklung ruht und das Kind sich auf schulische und soziale Aufgaben konzentrieren sollte.

4. Resümee: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass R.s Verhalten als Abwehrmechanismus für innere Konflikte gedeutet werden kann, betont jedoch die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Ödipuskomplex, Kastrationsangst, Pädagogik, Lernstunde, Größenwahn, Geschlechterrolle, Kindesentwicklung, Identität, Rivalität, Verhalten, Selbstwertgefühl, unbewusst, Triebtheorie, Latenzphase.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychoanalytisch-pädagogischen Untersuchung des Verhaltens eines zehnjährigen Volksschülers während der Hausaufgabenbetreuung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die kindliche emotionale Entwicklung, der ödipale Konflikt, Kastrationsangst, Geschlechterstereotype sowie Macht- und Anerkennungsbedürfnisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, ob das auffällige, störende Verhalten des Kindes R. (z.B. Abwertung von Frauen, Imponiergehabe) als Ausdruck eines ungelösten ödipalen Konflikts verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der `Work Paper Discussion` und setzt diese in Beziehung zu psychoanalytischen Theorien, um Protokollausschnitte aus ihrem pädagogischen Praktikum zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Entwicklungsphasen (oral, anal, ödipal, Latenz) und verbindet theoretische Konzepte von Anna Freud und anderen mit konkreten Verhaltensweisen von R.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Psychoanalyse, Ödipuskomplex, Kastrationsangst, Lernstunde, Größenwahn und Geschlechterrolle.

warum fokussiert sich die Arbeit speziell auf den „Größenwahn“ des Schülers?

Der Größenwahn ist ein häufiges Verhaltensmuster bei R., das als Kompensation für ein geschwächtes Selbstwertgefühl und als Ausdruck der Identifikation mit einer idealisierten Männerrolle gedeutet wird.

Wie deutet die Autorin R.s negative Einstellung gegenüber dem weiblichen Geschlecht?

Sie interpretiert diese Abwertung als einen Mechanismus zur Bewältigung von Kastrationsangst und als Versuch, eigene Unsicherheiten hinter einem dominanten und „überlegenen“ Männerbild zu verbergen.

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Résumé des informations

Titre
Eine psychoanalytisch-pädagogische Betrachtung der emotionalen Befindlichkeit eines Volksschulkindes. Inwiefern kann R.s auffälliges Verhalten während der Lernstunde im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt stehen?
Université
University of Vienna  (Bildungswissenschaften)
Cours
SE BM 24 Bachelorarbeit I – Work Discussion – Lernen durch Beobachtung und Reflexion von Arbeitsprozessen.
Note
2
Auteur
Daniela Spreitzenbart (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
25
N° de catalogue
V1304875
ISBN (PDF)
9783346822499
ISBN (Livre)
9783346822505
Langue
allemand
mots-clé
Psychoanalyse Pädagogik Sigmund Freud Anna Freud Ödipuskomplex Orale Phase Anale Phase Latenzphase
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniela Spreitzenbart (Auteur), 2012, Eine psychoanalytisch-pädagogische Betrachtung der emotionalen Befindlichkeit eines Volksschulkindes. Inwiefern kann R.s auffälliges Verhalten während der Lernstunde im Zusammenhang mit einem ungelösten ödipalen Konflikt stehen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1304875
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Extrait de  25  pages
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