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Die Ziele der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Widerspiegelung im Schaffen von Martin Opitz

Titre: Die Ziele der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Widerspiegelung im Schaffen von Martin Opitz

Dossier / Travail , 2007 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Förster Markus (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Am 18. Januar 2007, fast vierhundert Jahre nach der Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft, ließen Vertreter mehrerer Sprachpflegevereine und Bürger der Stadt Köthen/ Anhalt jene erste deutsche Sprachgesellschaft wiederaufleben. So fand an diesem Donnerstagabend die Gründungsveranstaltung der „Neuen Fruchtbringenden Gesellschaf zu Köthen/ Anhalt- Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache“ statt. Der Oberbürgermeister begrüßte die Wiederbelebung, da die Bachstadt nun wieder auf dem gleichen Wege wie damals sei, sich „zu einem Zentrum der deutschen Sprache zu entwickeln[.]“ Diese Hausarbeit möchte einen Überblick über jene ursprünglich erste deutsche Sprachgesellschaft geben, die 1617 von Fürst Ludwig I. von Anhalt- Köthen ins Leben gerufen wurde und in diesem Jahr ihre Renaissance erlebte. Im ersten Teilabschnitt meiner Arbeit werde ich zu Beginn auf die sprachliche Situation und den Status der deutschen Sprache im 17. Jahrhundert eingehen. Laut vielen Sprachwissenschaftlern liegt hier nämlich der Ausgangspunkt für die Gründung vieler Sprachgesellschaften in Deutschland. Es gilt anzumerken, dass man unter dem Terminus Sprachgesellschaften ganz allgemein Zusammenschlüsse, die sich mit Sprache beschäftigten, versteht. Wobei die Art und Intensität ihrer Arbeit von ganz unterschiedlicher Qualität und Quantität sein konnte. Heutzutage verwendet man den Begriff Sprachgesellschaften in der wissenschaftlichen Forschung für jene Verbindungen, die zu Zeiten des Barocks entstanden sind. Ich möchte darauf hinweisen, dass beispielsweise aber auch in der Romantik oder Anfang des 20. Jahrhunderts ähnliche Institutionen entstanden sind. Diese bezeichnet man heute üblicherweise als „Einrichtungen zur Sprachpflege [.]“ Weitergehend gehe ich dann näher auf die erste deutsche Sprachgesellschaft, die Fruchtbringende Gesellschaft ein. Hierbei werde ich mich bemühen, die wesentlichen Merkmale jener Institution sowie Zielstellungen herauszuarbeiten.
Schwerpunkt meiner Arbeit wird es im zweiten Teil sein, das Schaffen des Schriftstellers und Mitglieds der Fruchtbringenden Gesellschaft Martin Opitz vorzustellen. Laut Karl F. Otto sind in jener Zeit eine Vielzahl von Werken im Kontext der Sprachbewegung entstanden, wobei meist offen bleibt ob jene Werke als Ergebnis der Spracharbeit der Sozietäten gelten können oder ob sie unabhängig von der Sozietätsarbeit entstanden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Fruchtbringende Gesellschaft im 17. Jahrhundert

2.1 Historischer Kontext

2.2 Die Institution Fruchtbringende Gesellschaft

2.3. Ziele der ersten deutschen Sprachgesellschaft

3. Martin Opitz und sein Einfluss auf die deutsche Sprache

3.1 „Der Vater der deutschen Dichtkunst“- eine umstrittene Person des 17. Jahrhunderts

3.2 Die Ziele von Martin Opitz und seine Bedeutung für die deutsche Sprache

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und Ziele der Fruchtbringenden Gesellschaft als erste deutsche Sprachgesellschaft des 17. Jahrhunderts und analysiert deren Wechselwirkung mit dem Schaffen von Martin Opitz. Ziel ist es darzulegen, wie Opitz' literarische Forderungen und seine Übersetzertätigkeit mit den Bestrebungen der Gesellschaft zur Sprachpflege, Stärkung der deutschen Identität und Eindämmung fremdsprachlicher Einflüsse korrespondieren.

  • Sprachliche Situation und Status des Deutschen im 17. Jahrhundert
  • Die Institution der Fruchtbringenden Gesellschaft: Aufbau, Ritus und Leitsätze
  • Martin Opitz als „Vater der deutschen Dichtkunst“ im Spannungsfeld der Kritik
  • Die Rolle der Übersetzungsarbeit als Mittel zur Sprachbildung
  • Rezeption und Wirkung der Sprachgesellschaften im historischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Ziele von Martin Opitz und seine Bedeutung für die deutsche Sprache

Sucht man nach Verbindungen zwischen der Fruchtbringenden Gesellschaft und Martin Opitz, so lassen sich solche schon vor der eigentlichen Mitgliedschaft des Gekrönten finden. So widmete er „die erste von ihm selbst besorgte Ausgabe seiner Gedichte von 1625 niemand anderem als Fürst Ludwig“, dem damaligen Vorsitzenden der ersten deutschen Sprachgesellschaft. Diese Huldigung in Opitz Werk belegt die Akzeptanz der Reformbemühungen der Fruchtbringenden Gesellschaft sowie die Stellung des Fürsten innerhalb dieser Vereinigung. Man kann hierbei auch erkennen, dass Opitz sein Schaffen nicht in Konkurrenz dem der ersten deutschen Sprachgesellschaft gegenüberstellt. Vielmehr zeigt sich, dass er seine Werke und seine Ideen als Teil derer verstanden wissen will. Doch lassen sich nicht erst seit 1625 erste Zusammenhänge finden, die jene These belegen.

So findet man auch schon Übereinstimungen im Jahre 1617, ein Jahr nach der Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft, wenn man Opitzs „Aristarchus sive de contemptu linguae Teutonicae (Aristarchus oder Über die Verachtung der deutschen Sprache)“ genauer betrachtet. Hierbei handelt es sich um eine Programmschrift die eine volkssprachliche Literatur fordert. Wobei bezeichnenderweise die gesamte Schrift von Martin Opitz selbst, wenn auch in polemisch leidenschaftlicher Form, in Latein verfasst worden ist. Der Autor vertritt innerhalb des Werkes die Meinung, dass „die lateinische Sprache[…] abgewirtschafte [habe], [und eine] unverfälschte deutsche Sprache müsse deren Platz einnehmen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft 1617 und erläutert den Kontext der damaligen sprachlichen Situation.

2. Die Fruchtbringende Gesellschaft im 17. Jahrhundert: Dieses Kapitel behandelt den historischen Kontext, die institutionelle Struktur und die zentralen Zielsetzungen der ersten deutschen Sprachgesellschaft.

3. Martin Opitz und sein Einfluss auf die deutsche Sprache: Es erfolgt eine Analyse des Wirkens von Martin Opitz sowie eine Untersuchung der inhaltlichen Übereinstimmungen zwischen seinen Forderungen und den Zielen der Fruchtbringenden Gesellschaft.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet die historische Bedeutung der Sprachgesellschaften und betont deren nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Sprache trotz einer oft kritischen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Fruchtbringende Gesellschaft, Martin Opitz, Sprachgesellschaften, Deutsche Sprache, Sprachpflege, 17. Jahrhundert, Barock, Sprachreinigung, Übersetzung, Übersetzungsarbeit, Patriotismus, Identität, Literaturtheorie, Palmenorden, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Zielsetzungen der Fruchtbringenden Gesellschaft im 17. Jahrhundert und untersucht, wie der Schriftsteller Martin Opitz diese Ziele in seinem literarischen und theoretischen Schaffen umsetzte und weiterentwickelte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die sprachliche Situation im 17. Jahrhundert, die Institution der Sprachgesellschaften als Zusammenschluss zur Pflege der deutschen Sprache sowie die Rolle von Übersetzung und Normierung bei der Etablierung des Deutschen als Literatursprache.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Einfluss der Fruchtbringenden Gesellschaft auf das Werk von Martin Opitz darzulegen und aufzuzeigen, inwieweit seine Schriften die Bestrebungen der Sozietät nach einer reinen, kunstvollen deutschen Sprache stützten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem geistesgeschichtlichen Ansatz, der durch die Analyse von Programmschriften (z.B. Opitz' „Buch von der Deutschen Poeterey“) und die Auswertung zeitgenössischer Sekundärliteratur eine vergleichende Untersuchung der Zielsetzungen vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der historische Kontext (Kleinstaaterei, Dreißigjähriger Krieg) und die institutionellen Merkmale der Gesellschaft beleuchtet. Danach wird die Rolle von Martin Opitz als „Vater der deutschen Dichtkunst“ und seine Übersetzertätigkeit analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Sprachgesellschaft, Fremdwortpurismus, Tugendhaftigkeit, Übersetzungsarbeit, Barockliteratur und der Einfluss von Fremdsprachen auf das Deutsche im 17. Jahrhundert.

Welchen Stellenwert hatte die Übersetzungsarbeit innerhalb der Fruchtbringenden Gesellschaft?

Die Übersetzungsarbeit wurde von der Gesellschaft hoch geschätzt und nahezu als Pflicht angesehen. Sie diente als Methode zur Schulung des rhetorischen Ausdrucks und zur Verdeutschung von Wissen, um die deutsche Sprache wissenschaftlich und kulturell zu etablieren.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der damaligen Sprachgesellschaften?

Der Autor relativiert die oft negative Forschungskritik, indem er auf die Bedeutung der Neologismen und die Etablierung deutscher Publikationen verweist, auch wenn die Eindämmung lateinischer oder französischer Einflüsse nur bedingt erfolgreich war.

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Résumé des informations

Titre
Die Ziele der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Widerspiegelung im Schaffen von Martin Opitz
Université
University of Potsdam
Note
1,3
Auteur
B.A. Förster Markus (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
19
N° de catalogue
V130525
ISBN (ebook)
9783640392247
ISBN (Livre)
9783640392186
Langue
allemand
mots-clé
Ziele Fruchtbringenden Gesellschaft Widerspiegelung Schaffen Martin Opitz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Förster Markus (Auteur), 2007, Die Ziele der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Widerspiegelung im Schaffen von Martin Opitz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130525
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