In der folgenden Arbeit wird die Frage beantwortet, wie Schüler*innen in Deutschland von Rassismuserfahrungen geprägt sind und welche Konsequenzen diese Erfahrungen auf ihre weiteren Bildungschancen bringen.
Dadurch dass unser Forschungsgegenstand in dem Falle die Erfahrungen von Rassismus ist, wird zunächst im Sinne der Geradheit erläutert, was Rassismus überhaupt definiert. Des Weiteren wird erläutert, was genau den institutionellen Rassismus ausmacht. Weswegen hier der institutionelle Rassismus hervortritt, wird im Folgenden näher beschrieben.
Im dritten Kapitel kommen wir dann zu dem Punkt, wo schrittweise die Forschungsfrage beantwortet wird. Hierfür gehen wir zunächst auf eine Allgemeinheit von Rassismuserfahrungen seitens der Schüler*innen ein, um dann im nächsten Schritt konkretere Kenntnisse über Einflüsse auf Bildungschancen zu erlangen. Anschließend wird vorgeführt auf welche Arten Schüler*innen in Begegnung mit Rassismus kommen können. Als eine ganz relevante Art Diskriminierung auszuüben, wird dann die Sprache untersucht.
Letztendlich folgt im Fazit eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse zu der Forschungsfrage.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Forschungsgegenstände
2.1 Rassismus
2.2 Institutioneller Rassismus
3 Rassismus innerhalb von Schulen
3.1 Rassismuserfahrungen von Schüler*innen
3.2 Beeinflussungen auf Bildungschancen
3.3 Wie Rassismus auftreten kann
3.4 Sprache als Diskriminierungsmittel
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern Schüler*innen in Deutschland durch Rassismuserfahrungen in ihrem schulischen Alltag geprägt werden und welche Auswirkungen diese Erfahrungen auf ihre weiteren Bildungschancen haben.
- Analyse von Rassismus und institutionellem Rassismus im Bildungskontext
- Untersuchung von Rassismuserfahrungen von Schüler*innen in der Grundschule
- Einfluss von Rassismus auf schulische Bildungschancen und Übergangsempfehlungen
- Rolle von Sprache als Diskriminierungsmittel im Schulalltag
Auszug aus dem Buch
3.3 Wie Rassismus auftreten kann
Es wurde gezeigt, dass Rassismus auf viele verschiedene Arten auftreten kann. Im folgenden werden einige dieser Arten beispielhaft vorgeführt.
Institutionelle Akteure, sprich Lehrkräfte, zeigen durch ihr Handeln ihre persönlichen Meinung zu Einstellungen von Institutionen (vgl. Wellgraf 2021: 15). So können differenzierte Meinungen in Schulen zu Geltung kommen. Denn Lehrkräfte sind diejenigen, die durch gewählten Unterrichtsmaterial den Unterricht leiten und die Schüler*innen lehren. Daher ist es wichtig, unter welchen Kriterien und welcher Vorsicht Unterrichtsstunden vorbereitet werden.
Schüler*innen können in einer Umfrage vorzeigen: rassistische Kontexte aus Schulbüchern rauszufiltern, zu erläutern warum diese rassistisch sind und weshalb sie diese Unterrichtsmaterialien vermeiden wollen (vgl. Marmer 2013: 25). So wird in einem Schulbuch Afrika als ein armes, verhungertes, exotisches und hilfloses `Land´ beschrieben (vgl. Marmer 2013: 26-27). Im vergleich hingegen wird der Westen mit dem Wohlstand verbunden (vgl. Marmer 29013: 28). Da diese Informationen allerdings nicht der vollständigen Wahrheit entsprechen, liegt eine Diskriminierung vor, die Seitens der Schülerschaft erkannt wurde.
Außerdem gibt es Berichte von Schüler*innen, die selber Rassismus erleben mussten. So erzählen ehemalige Schüler*innen, dass sie es in ihrer Schulzeit nicht gerade leicht hatten. Aufgrund von Ethnie, Kultur oder Hautfarbe mussten viele Kinder sich dem Rassismus gegenüberstellen (vgl. Rösch 2019: 18). Das Ziel der Schulen, jedem die selbe Chancengleichheit auf Bildung zu bieten, ohne Diskriminierung oder Erniedrigungen wäre somit nicht erreicht (vgl. Rösch 2019: 20).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Rassismen in Schulen ein, stellt die Forschungsfrage und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Forschungsgegenstände: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie Rassismus und institutionellen Rassismus, um das theoretische Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
3 Rassismus innerhalb von Schulen: Dieser Hauptteil analysiert die konkreten Rassismuserfahrungen von Schüler*innen, deren Auswirkungen auf Bildungschancen sowie die manifestierte Diskriminierung durch Unterrichtsmaterialien und Sprache.
4 Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet reflektierend die eingangs gestellte Forschungsfrage.
Schlüsselwörter
Rassismus, institutioneller Rassismus, Bildungschancen, Chancengleichheit, Schule, Schüler*innen, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Lehrkräfte, Schulbücher, Sprache, Identität, Sozialisation, Ausgrenzung, Differenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Untersuchung von Rassismuserfahrungen von Schüler*innen in Deutschland und deren Konsequenzen im Schulkontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf institutionellen Rassismus, die Auswirkungen auf Bildungschancen und die Rolle der Sprache als diskriminierendes Mittel in der Schule.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Schüler*innen durch Rassismuserfahrungen geprägt werden und ob diese Erfahrungen ihre weiteren Bildungswege beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen und Erkenntnisse aus verschiedenen Studien zum Thema Rassismus zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die konkreten Erscheinungsformen von Rassismus in Schulen, die Übergangsphase nach der Grundschule und sprachliche sowie inhaltliche Diskriminierungen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rassismus, institutionelle Diskriminierung, Chancengleichheit, schulische Lernumgebung und Migrationshintergrund.
Warum ist gerade die Übergangsphase nach der Grundschule für die Untersuchung so relevant?
Weil in dieser Phase wichtige Entscheidungen über Schul- und Karrierewege getroffen werden, bei denen rassistische Vorurteile von Lehrkräften die Chancengleichheit massiv gefährden können.
Wie trägt die Sprache zur Diskriminierung im Unterricht bei?
Sprache wird oft unbewusst oder gezielt genutzt, um Schüler*innen durch negative Konzepte oder einseitige Bildungsangebote, die nur die Mehrheitsgesellschaft repräsentieren, auszugrenzen.
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- Ceyda Yesil (Autor), Wie werden Schüler und Schülerinnen in Deutschland von Rassismuserfahrungen im Bezug auf weitere Bildungschancen geprägt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1305626