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Psychologische Forschungsmethoden: Autoritarismus und Gerechte-Welt-Glaube

Titel: Psychologische Forschungsmethoden: Autoritarismus und Gerechte-Welt-Glaube

Hausarbeit , 2021 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stephanie Demps (Autor:in)

VWL - Statistik und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen streben stets nach Gerechtigkeit. Die Vorstellung, dass die Welt gerecht ist und jeder das bekommt, was er verdient beschäftigte bereits 428 v. Chr. den griechischen Philosophen Platon. „Dieser Glaube erlaubt es den Menschen, ihre soziale und physikalische Umwelt so zu behandeln, als sei sie geordnet und gerecht. Der Glaube an Gerechtigkeit erfüllt somit wichtige adaptive Funktionen“. Was Menschen konkret als gerecht oder ungerecht empfinden, ist von persönlichen Bedürfnissen und dem sozialen Umfeld abhängig. Menschen aus dem gleichen sozialen Umfeld oder aus Gruppen haben oft ähnelnde Vorstellungen, was sie als gerecht oder ungerecht empfinden. Gerechtigkeit entsteht somit im sozialen Miteinander, ist ein Ergebnis von zwischenmenschlicher Interaktion und ein Persönlichkeitskonstrukt. Das Erleben von Gerechtigkeit wird bereits in der Kindheit geprägt. Hier spielen auch Autoritäten eine Rolle. Insbesondere die Gerechtigkeitserfahrung in der Schule, bzw. gegenüber Lehrkräften im Sinne eines subjektiven Erlebens von Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit prägt die positive oder negative Einstellung gegenüber Autoritäten. Karl Marx beschrieb bereits im Jahr 1932, dass aus der Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel schließlich auch die Verfügung über die Gedanken, Orientierung und Einstellung der Menschen, die ökonomische Struktur der Gesellschaft ein spezifisches Autoritätsverhältnis hervorbringt. Somit entsteht Autoritarismus zwangsläufig mehr oder weniger stark ausgeprägt in jedem Angestelltenverhältnis. Während der Corona-Pandemie konnte man die Konstrukte Glaube an eine gerechte Welt und Autoritarismus, hinsichtlich der Restriktionen, der Impfstoffverteilung und der Diskussion um Rechte für geimpfte und ungeimpfte Personen in den Medien verfolgen und innerhalb seiner sozialen Umwelt beobachten. Auch hier dominiert auf der einen Seite der Wunsch nach Gerechtigkeit und der Glaube an Autoritäten, in Form des Staates, respektive der Politik. An dieser Stelle öffnet sich die Frage, ob und inwieweit es einen bedeutenden Zusammenhang zwischen dem Konstrukt Autoritarismus und Gerechte-Welt-Glaube gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2 Theorie und Forschungsstand

2.1 Theoretischer und empirischer Forschungsstand

2.2 Fragestellung und Hypothese

3 Methode

3.1 Stichprobenbeschreibung

3.2 Untersuchungsdesign

3.3 Datenerhebung: Instrumente und Messgeräte

3.4 Durchführung

3.5 Datenanalyse

4 Ergebnisse

4.1 Deskriptive Auswertung der Daten

4.2 Prüfung zur Voraussetzung parametrischer Verfahren

4.3 Statistische Auswertung der Daten

4.4 Weitere Befunde

5 Diskussion

5.1 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse

5.2 Kritische Betrachtung der Studie und Ausblick

5.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem psychologischen Konstrukt des Autoritarismus und dem Gerechte-Welt-Glauben. Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung zu prüfen, ob Personen mit autoritären Zügen eine stärkere Tendenz aufweisen, an eine gerechte Welt zu glauben, in der jeder das bekommt, was er verdient.

  • Analyse der theoretischen Fundierung von Autoritarismus und Gerechte-Welt-Glaube
  • Empirische Überprüfung der Korrelation zwischen beiden Konstrukten
  • Anwendung von deskriptiven und statistischen Auswertungsmethoden
  • Reflektion über Einflussfaktoren wie soziodemografische Daten und situative Kontexte

Auszug aus dem Buch

Autoritarismus

Die Forschung von Adorno aus dem Jahr 1950 prägt bis heute das Verständnis der autoritären Persönlichkeit. In der Untersuchung „The Authoritarian Personality“ setzte sich Adorno mit dem Thema Autoritarismus und den Phänomenen des Gehorsams gegenüber Autoritäten auseinander. Die Autoritarismusforschung versucht zu erklären, welche Persönlichkeitsmerkmale einen Menschen besonders anfällig dafür machen, Autoritäten bedingungslos zu folgen. Das Konstrukt ist durch den Glauben an Autoritäten, autoritäre Unterordnung und Intoleranz gegenüber anderen Personen gekennzeichnet und bewertet auf einer sozialen Ebene ab (Petzel, 2009, S.7). In der Forschung entspricht der Begriff Autoritär häufig einer Orientierung an Sicherheit und Wert- und Normsystemen in der Gesellschaft. Autonomie wird als Diskrepanz zu Autoritarismus und autoritären Verhalten gewertet. Autoritarismus wird des Weiteren als eine bestehende Gesellschaftsordnung gesehen (Genkova, 2012, S. 173). Die Einstellung gegeben über institutionellen Autoritäten wird bereits in der Schule erworben und bleibt über den schulischen Kontext hinaus erhalten. Die Erfahrung mit Autoritäten, in Form von Lehrkräften, prägt früh die zukünftige positive oder negative Einstellung gegenüber anderen Institutionen (Dalbert, 2013, S.111)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des menschlichen Gerechtigkeitsstrebens ein und stellt die Relevanz des Zusammenhangs zwischen dem Autoritarismus-Konstrukt und dem Glauben an eine gerechte Welt sowie die Forschungsfrage dar.

2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden die theoretischen Grundlagen beider Konstrukte dargelegt, der Forschungsstand zusammengefasst und die zentrale Hypothese für die empirische Untersuchung formuliert.

3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenauswahl, die verwendeten Messinstrumente sowie das methodische Vorgehen zur Datenerhebung und anschließenden Analyse.

4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die deskriptiven Analysen der Stichprobe sowie die statistische Prüfung der Normalverteilung und der Korrelation zwischen den beiden Variablen.

5 Diskussion: In der Diskussion werden die gewonnenen Daten interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext bestehender Forschungsergebnisse eingeordnet, bevor ein abschließendes Fazit gezogen wird.

Schlüsselwörter

Autoritarismus, Gerechte-Welt-Glaube, Sozialpsychologie, Korrelation, Persönlichkeitskonstrukt, Empirische Studie, Skalenwerte, Reliabilität, Datenerhebung, Statistik, Soziodemografie, Werte, Normen, Institutionalisierte Autorität, Gerechtigkeitspsychologie

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Forschungsarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Zusammenhang zwischen der Ausprägung autoritärer Persönlichkeitsmerkmale und der Überzeugung, dass die Welt ein gerechter Ort ist (Gerechte-Welt-Glaube).

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel der Arbeit ist die empirische Bestätigung der Hypothese, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Autoritarismus und dem Gerechte-Welt-Glaube existiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin nutzt ein korrelatives Design mit Fragebogenerhebungen (Autoritarismusskala AUS und Allgemeine Gerechte-Welt-Skala GWAL), die statistisch mittels Software (JASP) und Pearson-Korrelation sowie Poweranalysen ausgewertet werden.

Was charakterisiert das Konstrukt Autoritarismus in dieser Studie?

Autoritarismus wird als ein Konstrukt beschrieben, das durch Gehorsam gegenüber Autoritäten, autoritäre Unterordnung und eine gewisse Intoleranz gegenüber abweichenden Personen gekennzeichnet ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die theoretische Definition psychologischer Konstrukte, die methodische Durchführung einer Online-Umfrage sowie die statistische Auswertung zur Hypothesenprüfung.

Warum ist dieser Zusammenhang relevant?

Das Verständnis dieser Zusammenhänge hilft dabei, das soziale Miteinander, die Einstellung gegenüber Autoritäten und das Verhalten von Menschen in der Gesellschaft besser deuten und vorhersagen zu können.

Wie wurde die Stichprobe für die Studie zusammengestellt?

Die Stichprobe bestand aus insgesamt 75 verwertbaren Datensätzen von Personen ab 18 Jahren, rekrutiert über das Netzwerk der Autorin in sozialen Medien.

Welche Einschränkungen werden für die Ergebnisse diskutiert?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Stichprobe keine repräsentative Bevölkerungsstruktur darstellt, das Alter der Teilnehmenden verhältnismäßig niedrig ist und Effekte wie „Faking Good“ oder soziale Erwünschtheit die Validität beeinflusst haben könnten.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychologische Forschungsmethoden: Autoritarismus und Gerechte-Welt-Glaube
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )
Note
1,0
Autor
Stephanie Demps (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1305712
ISBN (PDF)
9783346774651
Sprache
Deutsch
Schlagworte
FOST Statistik Forschungsmethoden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Demps (Autor:in), 2021, Psychologische Forschungsmethoden: Autoritarismus und Gerechte-Welt-Glaube, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1305712
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Leseprobe aus  28  Seiten
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