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Märchen im Werkstattunterricht der Grundschule - Modelle, Versuche, literaturdidaktische Diskussion

Title: Märchen im Werkstattunterricht der Grundschule - Modelle, Versuche, literaturdidaktische Diskussion

Examination Thesis , 2006 , 78 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Uwe Hauser (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Märchen und ihre Bedeutung sind ein viel diskutiertes und umstrittenes Thema, sowohl in der Psychologie, der Pädagogik, der Ethnologie und der Sozialwissenschaft, nicht zuletzt auch in der Literaturwissenschaft und Deutschdidaktik. Da Märchen schon seit langem in verschiedenen Klassenstufen der Grundschule thematisiert werden, gibt es eine ganze Reihe didaktischer und methodischer Konzepte, die zu dieser Literaturgattung entwickelt, erprobt und auch kritisch reflektiert wurden.
Nicht nur diese Vielfalt teilweise widersprüchlicher wissenschaftlicher Betrachtungsweisen, sondern auch die besondere Bedeutung, die Märchen für Kinder haben, sind Anlass, sich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen. .

Märchen scheinen außerdem zwielichtige Gebilde zu sein, die wir auf der einen Seite traditionell, gefühlsmäßig wertschätzen und die wir auf der anderen Seite problematisierend betrachten.
Hinzu kommt, dass der Unterricht in der Schule ständig höheren Anforderungen und Leistungsstandards gerecht werden muss.

Neben einer Betrachtung der Literaturgattung soll hier insbesondere der Frage der besonderen Bedeutung des Märchens für Kinder und der damit verbundenen Konsequenzen für den Deutschunterricht nachgegangen werden.
Besonderes Augenmerk wird dabei auf Märchen im Werkstattunterricht gelegt.

Diese Arbeit liefert neben den Sachanalysen und der Lehrplanlegitimation, sowie den Grundlagen des Werkstattunterrichtes eine detaillierte Betrachtung der am Markt befindlichen Modelle (Stand 2006) für Märchen im Werkstattunterricht. Außerdem liefert sie im zweiten Teil den Versuch, eine eigene Märchenwerkstatt zu liefern, die den Ansprüchen an guten Werkstattunterricht in der Grundschule gerecht wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Märchen im Deutschunterricht der Grundschule

1. Sachanalyse Märchen

1.1. Definition, Entstehungsgeschichte und Merkmale

1.2. Volksmärchen der Brüder Grimm

1.3. Märchenformen

1.4. Wirkung der Märchen auf Kinder

2. Legitimation

3. Literaturdidaktische Diskussion

3.1. Entwicklungsbedingte Voraussetzungen

3.2. Literaturdidaktische Konzepte

3.3. Märchen in der Literaturdidaktik

3.4. Märchen empirisch

4. Werkstattunterricht – Grundlagen und Eignung

Kapitel 2: Modelle von Märchenwerkstätten

1. Märchenwerkstatt, Oldenbourg Verlag

1.1. Anspruch

1.2. Angebot

1.3. Analyse und Bewertung ausgewählter Angebote

1.4. Gesamteindruck

2. Es war einmal..., Verlag an der Ruhr

2.1. Anspruch

2.2. Angebot

2.3. Analyse und Bewertung ausgewählter Angebote

2.4. Gesamteindruck

3. Lernwerkstatt Märchen der Brüder Grimm

3.1. Anspruch

3.2. Angebot

3.3. Analyse und Bewertung ausgewählter Angebote

3.4. Gesamteindruck

4. Märchenzeit, Kaltmeyer Verlag

4.1. Anspruch

4.2. Angebot

4.3. Analyse und Bewertung ausgewählter Angebote

4.4. Gesamteindruck

Kapitel 3: Der Delfin im Sonnenuntergang – ein Versuch

1. Einleitung

2. Lernziele

3. Angebot und Ausstattung

4. Verzeichnis und Beschreibung ausgewählter Angebote

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Märchen für Kinder im Grundschulalter und analysiert, wie diese im Rahmen des Werkstattunterrichts didaktisch sinnvoll eingesetzt werden können, um neben literarischer Bildung auch die Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

  • Sachanalyse und Charakterisierung der Literaturgattung Märchen
  • Literaturdidaktische Einordnung und Legitimierung im Grundschulunterricht
  • Kritische Evaluation bestehender Märchenwerkstätten verschiedener Verlage
  • Entwicklung und Konzeption einer optimierten, fächerübergreifenden Märchenwerkstatt
  • Förderung des produktiven Umgangs mit Märchen durch handlungsorientierte Ansätze

Auszug aus dem Buch

1.1. Definition, Entstehungsgeschichte und Merkmale

„Unter einem Märchen verstehen wir seit Herder und den Brüdern Grimm eine mit dichterischer Phantasie entworfene Erzählung besonders aus der Zauberwelt, eine nicht an die Bedingungen des Lebens geknüpfte wunderbare Geschichte, die hoch und niedrig mit Vergnügen anhören, auch wenn sie diese unglaublich finden (Bolte-Polívka).“ Dies ist nur eine von vielen Definitionen, die Lüthi in seiner Studie „Märchen“ zusammengestellt hat. „Ein von Mund zu Mund weitergegebenes Werk der epischen Dichtung ..., dessen Ziel die Darstellung eines erfundenen Inhaltes ist (Erna V. Pomeranceva)“ oder „Eine von den Bedingungen der Wirklichkeitswelt mit ihren Kategorien Zeit, Raum und Kausalität unabhängige Erzählung wunderbaren Inhaltes, die keinen Anspruch auf Glaubwürdigkeit hat (Kurt Ranke)“ sind weitere Definitionsversuche, die deutlich machen, dass der Begriff des Märchens kaum in einen Satz zu fassen ist. Zur wirklichen Erklärung ist ein Einblick in die Herkunft des Wortes, die Entstehungsgeschichte, und vor allen Dingen in die wesentlichen Merkmale des Märchens notwendig.

Das Wort Märchen, wie wir es heute benutzen, kommt von dem älteren Wort „märlein“. Beide bedeuten „kleine mär, kleine erzählung“1 Als Verkleinerungsform von „Mär“ (mittelhochdeutsch „maere“ = Kunde, Bericht, Erzählung, Gerücht) sind Märchen demnach kleine, kurze Erzählungen. Das Wort erfuhr jedoch eine negative Bedeutungsverschiebung und wird als Gegensatz zur wahren Geschichte gedeutet.2 In der Sturm- und Drangzeit des 18. Jahrhunderts gewannen die Märchen an Prestige und wurden als Quell der Poesie angesehen. Eine weitere Aufwertung erlebten sie im 19. Jahrhundert durch die Sammlungen der Brüder Grimm und Ludwig Bechsteins sowie durch die Werke deutscher Romantiker und Hans Christian Andersens.3

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Märchen im Deutschunterricht der Grundschule: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende sachanalytische und literaturdidaktische Aufarbeitung des Themas und begründet die Bedeutung von Märchen für die kindliche Entwicklung sowie deren Integration in den Grundschulunterricht.

Kapitel 2: Modelle von Märchenwerkstätten: Hier erfolgt eine kritische Bestandsaufnahme und Bewertung von vier kommerziellen Unterrichtsmodellen für Märchenwerkstätten hinsichtlich ihres Anspruchs, ihres Angebots und ihrer didaktischen Qualität.

Kapitel 3: Der Delfin im Sonnenuntergang – ein Versuch: Das abschließende Kapitel stellt ein eigenes, auf den vorangegangenen Analysen basierendes Konzept für eine Märchenwerkstatt vor, inklusive Zielsetzungen und praktischer Umsetzungshinweise.

Schlüsselwörter

Märchen, Grundschule, Werkstattunterricht, Literaturdidaktik, Brüder Grimm, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Leseförderung, Phantasie, Märchenanalyse, Märchenformen, Märchenrezeption, Persönlichkeitsentwicklung, Unterrichtskonzeption, Kreatives Schreiben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Märchen im Werkstattunterricht der Grundschule, ausgehend von einer theoretischen Fundierung bis hin zur praktischen Konzeptualisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Definition und Wirkung von Märchen, die didaktische Legitimation, die Analyse bestehender Lehrmaterialien und die Anforderungen an einen handlungsorientierten Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen von Märchen für den Grundschulunterricht aufzuzeigen und ein fundiertes, praktisch anwendbares Modell für eine Märchenwerkstatt zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und literaturdidaktische Analyse sowie eine kritische Evaluation und Modifikation existierender Unterrichtsmaterialien auf Basis empirischer Erkenntnisse zur kindlichen Märchenrezeption.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen verschiedene auf dem Markt erhältliche Werkstattmodelle gesichtet, analysiert und bewertet, bevor ein eigenes, optimiertes Konzept vorgestellt wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Märchen, Werkstattunterricht, Literaturdidaktik, Handlungsorientierung, Märchenwerkstatt, Grundschule und Leseförderung.

Warum wird in der Arbeit besonders auf den Werkstattunterricht fokussiert?

Da Märchen als "Lebenslernstoff" dienen und die kindliche Imagination besonders fördern, bietet der Werkstattunterricht die ideale Struktur, um diesen Inhalten in einer handlungsorientierten und individualisierten Weise zu begegnen.

Welche Rolle spielt die kritische Bewertung der kommerziellen Lehrmaterialien?

Die Bewertung zeigt auf, dass viele käufliche Materialien Lernziele vermissen lassen oder den literarischen Wert der Märchen durch rein mechanische Grammatikaufgaben gefährden können, was eine sorgfältige Auswahl und Modifikation durch die Lehrkraft unumgänglich macht.

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Details

Title
Märchen im Werkstattunterricht der Grundschule - Modelle, Versuche, literaturdidaktische Diskussion
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Germanistik)
Grade
sehr gut
Author
Uwe Hauser (Author)
Publication Year
2006
Pages
78
Catalog Number
V130580
ISBN (eBook)
9783640508150
ISBN (Book)
9783640508280
Language
German
Tags
Märchen Märchenwerkstatt Werkstattunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Hauser (Author), 2006, Märchen im Werkstattunterricht der Grundschule - Modelle, Versuche, literaturdidaktische Diskussion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130580
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