In der vorliegenden Arbeit geht es im Allgemeinen um Jugendverbandsarbeit. Dabei wird zuerst auf die rechtliche Basis und auf die Historie eingegangen. Danach wird der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) genauer ins Auge gefasst.
Hierbei geht es um die Finanzierung des BDKJ auf Bundesebene und es wird die "72-Stunden-Aktion" erläutert.
Die Jugendverbandsarbeit richtet sich an alle Kinder- und Jugendliche aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen. Sie basiert auf freiwilliger Basis. Das bedeutet, dass eine Mitgliedschaft in einer Gruppe, Verband oder Verein die freie Entscheidung eines Jeden ist. Die Teilnahme, Mitarbeit und Mitbestimmung auf allen Ebenen der Gruppen, Verbände und Vereine ist für jeden freigestellt. Oft wird die Verbandsarbeit ehrenamtlich ausgeführt und arbeitet direkt vor Ort mit den Kindern und Jugendlichen. Die kleinen Gruppen vor Ort sind demokratisch organisiert und werden von den Funktionsträgern mandatiert. Die Jugendverbandsarbeit umfasst die folgenden Bereiche: Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendclubs, Straßensozialarbeit, berufsbezogene soziale Arbeit, Kulturpädagogische Aktionen, Nutzer und Betreiber von Bildungsstätten.
Inhaltsverzeichnis
1. Jugendverbandsarbeit
1.1 Rechtliche Basis
1.2 Allgemeines
2. Historie
3. Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
3.1 Finanzierung des BDKJ auf Bundesebene
4. 72-Stunden-Aktion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die institutionellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen der Jugendverbandsarbeit in Deutschland. Dabei wird insbesondere auf die historische Entwicklung, die Organisationsstruktur von Dachverbänden sowie beispielhafte Praxisprojekte der sozialen Arbeit eingegangen.
- Gesetzliche Grundlagen der Jugendarbeit gemäß SGB VIII
- Historische Entwicklung jugendverbandlicher Angebote in Krisenzeiten
- Strukturelle Organisation und Finanzierung des BDKJ
- Praxisbeispiel und Organisationsmethodik der 72-Stunden-Aktion
- Rollenbild und Aufgabenbereiche von Sozialarbeitern in Jugendverbänden
Auszug aus dem Buch
Historie
Zum Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre gab es in Deutschland eine Arbeitsmarktkrise. Dies war der Höhepunkt von fehlenden Ausbildungsplätzen in der Bundes Republik Deutschland und hatte zur Folge, dass viele Jugendliche arbeitslos waren. Jugendliche, die bereits eine Berufsausbildung absolviert hatten oder vor einer Anstellung standen fanden keine betriebliche Beschäftigung.
Die Jugendverbände entwickelten, um dem Problem Abhilfe zu schaffen verschiedenste Angebote, die die Jugendlichen unterstützen sollten und die ihnen eine Hilfe darstellten. Die Angebote nahmen eine beratende Gestalt an, boten Hilfestellungen, waren Projekte, die benachteiligen Jugendlichen Ausbildungs- und Arbeitsplätze schafften. „Zahlreiche jugendverbandliche Initiativen schufen Arbeitslosentreffs, Arbeitslosencafés oder andere Treffpunktmöglichkeiten für Jugendliche ohne Job.“ (Fülbier 2001: 718). Zur Gestaltung der Hilfs-Projekte wurden die Jugendlichen partizipatorisch eingebunden. Der Gedanke der Partizipation stammt aus jugendverbandlicher Praxis.
Anfangs wurden die Hilfs-Projekte von ehrenamtlichen Personen ausgeführt später wurde diese Arbeit von hauptamtlichen qualifizierten Mitarbeitern erledigt. Im Jahr 1985 übernahmen u.a. Gruppierungen wie der Bund deutscher Pfadfinder (BDP), die Naturfreundejugend, die evangelische Jugend, der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Verantwortung für Projekte zur Berufsvorbereitung und Berufsausbildung. Noch immer nicht, waren die Projekte ausreichend um eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten. So entwickelten die Jugendverbände kreative Ideen, um benachteiligte Jugendliche zu integrieren. Sie gründeten beispielsweise soziale Ökohöfe oder Handwerksbetriebe, in denen die Jugendlichen beschäftigt wurden. „Vorteil einer jugendverbandlichen Trägerschaft war für viele Projekte, dass zur Finanzierung Jugendverbände das Startkapital beigetragen haben.“ (Fülbier 2001: 719). Des Weiteren konnten sich die einzelnen Verbände durch ihre gute Vernetzung gegenseitig unterstützen. Die Angebote der Jugendverbände bestehen bis heute.
Zusammenfassung der Kapitel
Jugendverbandsarbeit: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Verankerung der Jugendarbeit im SGB VIII und beschreibt die allgemeinen Merkmale ehrenamtlicher Verbandsarbeit.
Historie: Hier wird die Entstehung jugendverbandlicher Unterstützungsangebote während der Arbeitsmarktkrise der 1970er und 1980er Jahre thematisiert.
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ): Dieser Abschnitt stellt den BDKJ als Dachverband vor und erläutert dessen Struktur sowie die spezifischen Quellen seiner Finanzierung.
72-Stunden-Aktion: Das Kapitel beschreibt das Konzept, die Zielsetzung und die Rolle der Sozialarbeit bei der Umsetzung dieser deutschlandweiten Sozialaktion.
Schlüsselwörter
Jugendverbandsarbeit, BDKJ, SGB VIII, Jugendarbeit, 72-Stunden-Aktion, Partizipation, Ehrenamt, Sozialarbeit, Arbeitsmarktkrise, Integration, Berufsvorbereitung, Jugendhilfe, Jugendorganisationen, Finanzierung, Sozialraumorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit hauptsächlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Strukturen, der Historie und den praktischen Handlungsfeldern der Jugendverbandsarbeit in Deutschland, exemplifiziert durch den Bund der Deutschen Katholischen Jugend.
Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Basis, der historischen Entwicklung während wirtschaftlicher Krisenzeiten, der Organisationsstruktur eines Dachverbandes und einer konkreten Sozialaktion.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Bedeutung und Arbeitsweise von Jugendverbänden im Kontext der sozialen Arbeit und der gesetzlichen Vorgaben näher zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Es handelt sich um eine auf Fachliteratur und offiziellen Quellen basierende deskriptive Analyse relevanter Strukturen der Jugendhilfe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesetzlichen Grundlagen, die historische Herleitung der Verbandsarbeit sowie eine detaillierte Betrachtung des BDKJ und der 72-Stunden-Aktion.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument am besten?
Wichtige Begriffe sind Jugendverbandsarbeit, Partizipation, SGB VIII, soziale Integration und ehrenamtliches Engagement.
Wie finanziert sich der BDKJ auf Bundesebene laut der Ausführung?
Die Finanzierung stützt sich auf Mitgliedsbeiträge, staatliche Fördermittel aus dem Kinder- und Jugendplan sowie Kirchensteuern durch den Verband der Diözesen Deutschlands.
Welche Rolle spielt die Fachkraft in der 72-Stunden-Aktion?
Sozialarbeiter unterstützen bei der Ideenfindung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit der Projekte und fungieren als Ansprechpartner für die Teilnehmergruppen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Jugendverbandsarbeit und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Rechtliche Basis, Historie und Finanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1306257