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Der Konflikt der Hegelschen Rechtsphilosophie mit dem Liberalismus

Título: Der Konflikt der Hegelschen Rechtsphilosophie mit dem Liberalismus

Trabajo de Seminario , 2008 , 22 Páginas

Autor:in: Christoph Meister (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Hegels Rechtsphilosophie als einen Verfassungsentwurf zu verstehen, dessen höchste Priorität in der Sicherung der Freiheit liegt, fällt bei einer ersten Lektüre keineswegs leicht. Der hegelsche Staat, eine Erbmonarchie mit einem komplexen Gesellschaftssystem aus Zünften, staatlichen Behörden und anderen Organen, scheint dem Individuum jede persönliche Freiheit zu nehmen und ihn in einem komplexen System der Bedürfnisse und Pflichten zu ersticken.
Dies macht die beißende Kritik Karl Poppers auf den ersten Blick verständlich.
Popper widmet Hegel ein Kapitel seines Texts über die offene Gesellschaft, das zwischen Spott, Polemik und offenem Hass jede mögliche Form der Antipathie enthält. Er wirft Hegel eine „Revitalisierung des Mythos von der Horde“ vor, die Einführung einer autoritären Staatsideologie, die im Auftrag der preußischen Obrigkeit entwickelt worden war, um die Etablierung einer offenen, freiheitlichen Demokratie in Deutschland zu verhindern.
In dieser Arbeit soll die Auseinandersetzung der hegelschen Rechtsphilosophie mit dem Liberalismus untersucht werden. Das Problem, eine allgemein gültige Definition von Liberalismus zu geben, soll durch Karl Popper gelöst werden, dessen Kontrast zu Hegel als Ausgangspunkt eines Vergleichs genommen wird. Dabei ist zunächst die Herkunft und Grundstruktur der Rechtsphilosophie zu untersuchen, desweitern die Staatskonzeption Hegels. An Hand der Vertragstheorie soll die Inkompatibilität beider Systeme gezeigt werden, um dann über die Frage der Souveränität zum eigentlichen Schlüsselbegriff, nämlich der Freiheit, zu kommen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ursprung der Hegelschen Rechtsphilosophie. Aufklärungskritik und der Streit mit der Historischen Rechtsschule.

3. Der Staat und die Freiheit

i. Der Staatsgedanke bei Hegel

ii. Der Vertrag bei Hegel. Definition und die daraus folgende Kritik an einem Gesellschaftsvertrag

iii. Das Problem der Souveränität.

iv. Der Freiheitsbegriff bei Popper und Hegel

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auseinandersetzung zwischen der hegelschen Rechtsphilosophie und dem modernen Liberalismus, wobei insbesondere die Staatskonzeption Hegels im kritischen Kontrast zur Perspektive von Karl Popper analysiert wird. Ziel ist es, durch eine Untersuchung der hegelschen Vertragstheorie und der Frage der Souveränität aufzuzeigen, warum Hegels Verständnis von Freiheit grundlegend mit liberalen Ansätzen inkompatibel ist und welche Konsequenzen dies für die Struktur des Staates hat.

  • Grundlagen und Herkunft der hegelschen Rechtsphilosophie
  • Kritik an der liberalen Vertragstheorie und dem Gesellschaftsvertrag
  • Analyse des hegelschen Staatsgedankens und der Rolle des Staates
  • Untersuchung des Souveränitätsbegriffs bei Hegel und Popper
  • Gegenüberstellung des hegelschen Freiheitsverständnisses mit liberalen Freiheitsbegriffen

Auszug aus dem Buch

ii. Der Vertrag bei Hegel. Definition und die daraus folgende Kritik an einem Gesellschaftsvertrag

Hegel entwickelt seinen Vertragsbegriff aus dem zuvor erarbeiteten Eigentumsgedanken. Zusammen bilden diese beide Abschnitte den zivilrechtlichen Teil des abstrakten Rechts, auf den mit den Paragraphen §82-104 das Strafrecht unter der Bezeichnung „Das Unrecht“ folgt.

In den dem Vertragsteil vorangestellten Paragraphen entwirft Hegel den Gedanken des Privateigentums. Jede Person als Rechtssubjekt muss zwangsläufig über Eigentum verfügen, da nur so der Wille gegenständlich werden kann. Eigentum ist daher „eine unentbehrliche Grundlage der Verwirklichung der Person“. Es ist nun notwendig, dass sich Personen gegenseitig als Eigentümer anerkennen, wozu Hegel den Vertragsbegriff einführt. Eigentum und Vertrag bedingen sich daher gegenseitig. Im Übergangsparagraphen §71 bezeichnet Hegel den Vertrag als Kodifizierung des gemeinsamen Willens im Hinblick auf das Eigentum. Durch einen Kaufvertrag, der durch den Willen beider Vertragspartner zu Stande kommt, wird beispielsweise das Eigentumsverhältnis eines bestimmten Gegenstands im Hinblick auf eine Geldzahlung geregelt. Hegel beschreibt den Vertrag im Folgenden genauer und betont, dass sich ein solcher Abschluss immer auf die Willkür der Vertragspartner stützt. Der Vertrag wird „durch sie gesetzt“, ist also nur Ausdruck des gemeinsamen Willens. Er ist nicht an und für sich allgemein. Desweiteren kann sich ein Vertrag, da er ja aus dem Eigentumsgedanken hervorgeht, immer nur auf eine „einzelne äußerliche Sache“ beziehen, denn nur sie ist Eigentum und damit der Willkür unterworfen, sie entäußern zu können. Alle Verträge, die sich nicht auf Eigentum beziehen sind somit nach Hegel nicht Teil des abstrakten Rechts und daher nicht als Verträge im eigentlichen Sinne zu behandeln. Daher Hegels Vorwurf an Kant, eine Schändlichkeit wie einen Ehevertrag entworfen zu haben. Nach Hegels Verständnis würde dies bedeuten, einen Kauf- oder Mietvertrag über den Partner abzuschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, Hegels Rechtsphilosophie als einen Verfassungsentwurf zu verstehen, und skizziert die geplante Untersuchung des Konflikts mit dem Liberalismus anhand der Popper'schen Kritik.

2. Der Ursprung der Hegelschen Rechtsphilosophie. Aufklärungskritik und der Streit mit der Historischen Rechtsschule.: Das Kapitel erläutert Hegels Polemik gegen das unkritische Infragestellen von Rechten und Gesetzen sowie seine Suche nach einer Synthese zwischen Vernunftrecht und Historizität.

3. Der Staat und die Freiheit: Hier wird Hegels Staatskonzeption analysiert, die den Staat als notwendigen Rahmen für die Verwirklichung der Freiheit begreift.

i. Der Staatsgedanke bei Hegel: Dieses Unterkapitel führt in Hegels Idee des Staates als „absolut unbewegten Selbstzweck“ ein, der über den Interessen einzelner Bürger steht.

ii. Der Vertrag bei Hegel. Definition und die daraus folgende Kritik an einem Gesellschaftsvertrag: Hier wird dargelegt, warum ein Vertrag für Hegel nur auf Eigentumsverhältnisse anwendbar und als Grundlage für die Staatsgründung ungeeignet ist.

iii. Das Problem der Souveränität.: Dieses Unterkapitel behandelt die Gegenüberstellung von Poppers Theorie der „unkontrollierten Souveränität“ mit Hegels Auffassung einer logisch notwendigen, prinzipiellen Souveränität.

iv. Der Freiheitsbegriff bei Popper und Hegel: Das letzte Unterkapitel arbeitet die Divergenz zwischen dem liberalen Verständnis von Freiheit als Abwesenheit von Zwang und Hegels Vorstellung von Freiheit als inhaltliche Bestimmung durch den Staat heraus.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Inkompatibilität der Freiheitsbegriffe den Kern des Konflikts bildet und eine Überwindung ohne eine genauere Bestimmung des Begriffs nicht möglich ist.

Schlüsselwörter

Hegel, Karl Popper, Rechtsphilosophie, Liberalismus, Staat, Freiheit, Vertragstheorie, Souveränität, Eigentum, Wille, Sittlichkeit, Aufklärungskritik, Vernunftrecht, Gesellschaftsvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Konflikt zwischen der hegelschen Rechtsphilosophie und dem modernen Liberalismus, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, wie Hegel den Staat und die Freiheit definiert.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Kritik an der Aufklärung und an Vertragstheorien, das hegelsche Staatsverständnis, der Souveränitätsbegriff sowie der Begriff der Freiheit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht die Inkompatibilität beider Systeme und geht der Frage nach, warum der hegelsche Freiheitsbegriff den liberalen Vorstellungen eines vertragsbasierten Staates entgegensteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine vergleichende ideengeschichtliche Untersuchung, die Hegels Rechtsphilosophie im Licht der liberalen Kritik durch Karl Popper analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Hegelschen Rechtsphilosophie, entwickelt Hegels Staatsverständnis, kritisiert die Vertragstheorie als Basis des Staates und kontrastiert die Souveränitäts- und Freiheitsbegriffe von Hegel und Popper.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hegel, Rechtsphilosophie, Liberalismus, Freiheit, Souveränität und Staat definieren.

Warum lehnt Hegel den Gesellschaftsvertrag als Basis für den Staat ab?

Nach Hegel stützt sich ein Vertrag auf Willkür und Eigentumsverhältnisse, während der Staat eine logische Notwendigkeit darstellt, die über dem bloßen Willen der Einzelnen steht.

Wie definiert Hegel das Verhältnis von Freiheit und Staat?

Hegel sieht den Staat als die notwendige Voraussetzung, um die Freiheit des Einzelnen erst zu verwirklichen, da er den Menschen aus der Willkür der bloßen Triebe in eine substantielle Freiheit überführt.

Was ist laut der Arbeit Poppers Hauptkritikpunkt an Hegel?

Popper wirft Hegel vor, eine autoritäre Staatsideologie zu revitalisieren, die dem Individuum die Freiheit nimmt und den Staat als absoluten, nicht hinterfragbaren Zweck setzt.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Konflikt der Hegelschen Rechtsphilosophie mit dem Liberalismus
Universidad
University of Marburg  (Gesellschaftswissenschaften und Philosophie)
Curso
Hegels Rechtsphilosophie
Autor
Christoph Meister (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
22
No. de catálogo
V130734
ISBN (Ebook)
9783656660422
ISBN (Libro)
9783656660408
Idioma
Alemán
Etiqueta
konflikt hegelschen rechtsphilosophie liberalismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Meister (Autor), 2008, Der Konflikt der Hegelschen Rechtsphilosophie mit dem Liberalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130734
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