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Sind psychische Probleme nur Probleme des Lebens?

Ein Kommentar zu Szasz‘ „The Myth of Mental Illness“ mit einem Blick auf die Genetik psychischer Störungen

Título: Sind psychische Probleme nur Probleme des Lebens?

Trabajo Escrito , 2022 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Psicología - Otras
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Szasz beschreibt in seinem Text „The Myth of Mental Illness“, dass mentale Probleme keine mentalen Probleme, sondern ganz normale Probleme des Lebens seien. In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich aufzeigen, dass psychische Störungen sich ganz klar von Problemen des Lebens, die jede Person in ihrem Leben mal erfährt, abgrenzen. Dazu werde ich zunächst eine kurze Zusammenfassung der für meine Hausarbeit relevanten Aspekte des Textes von Szasz darlegen. Im Anschluss komme ich zu der heutigen Definition psychischer Störungen. Daraufhin werde ich mit den vorher aufgezeigten Themen noch einmal einen Bezug auf Szasz beschriebene Probleme des Lebens nehmen, erläutern, warum sich diese von psychischen Störungen unterscheiden und ein Fazit ziehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas S. Szasz‘„The Myth of Mental Illness“

2.1. „Mental Illness as a Sign of brain disease”

2.2. „Mental Illness as a name for problems in living”

2.3. „The Role of Ethics in Psychiatry”

2.4. „Choice, Responsibility, and Psychiatry“

3. Was sind psychische Störungen?

3.1. Definition

3.2. Wie genau werden psychische Störungen charakterisiert?

3.3. Unterschied einer natürlichen Reaktion & einer Störung

4. Genetik psychischer Störungen

4.1. Entwicklung der psychiatrischen Genetik

4.2. Methoden und Ansätze

4.3. Was bedeutet das für die Praxis?

4.4. Befunde der Genetik psychischer Störungen

5. Abschließender Kommentar und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die These von Thomas S. Szasz, dass psychische Störungen lediglich als „Probleme des Lebens“ und nicht als klinische Entitäten zu betrachten seien, und setzt diese in den Kontext moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse zur psychiatrischen Genetik.

  • Kritische Analyse der Theorie des „Mythos“ psychischer Erkrankungen nach Thomas S. Szasz.
  • Gegenüberstellung von alltagssprachlichen „Problemen des Lebens“ und medizinisch definierten psychischen Störungen.
  • Untersuchung genetischer Grundlagen und Dispositionen bei psychischen Störungen.
  • Diskussion der Bedeutung von Gen-Umwelt-Interaktionen für die Entstehung psychischer Leiden.
  • Reflektion über die Rolle gesellschaftlicher Normen bei der Diagnosestellung.

Auszug aus dem Buch

2.1. „Mental Illness as a Sign of brain disease”

In dem ersten Abschnitt „Mental Illness as a Sign of brain disease” erklärt er, dass gängig unter Mental Illness Abweichungen oder Störungen des Verhaltens oder des Denkens einer Person verstanden werden. Er behauptet hingegen, diese Abweichungen seien Störungen des Gehirns und nicht des Verstandes. Krankheiten des Verstandes würden nicht existieren. Es wird angenommen, dass in der Zukunft ein neurologischer Fehler gefunden werden wird, der alle psychische Störungen und abweichende Verhaltensweisen erklärt. Dabei kritisiert er die daraus resultierende Implikation, Menschen können keine Schwierigkeiten oder Probleme im Leben haben. Er stellt dar, dass unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf zum Beispiel Bedürfnisse, Werte, Meinungen oder ähnliches „problems in living“ (Szasz 1961:176), zu Deutsch Probleme des Lebens, seien und diese mittlerweile als Mental Illnesses bezeichnet werden würden. (vgl. Szasz 1961:176)

Er fährt mit einem Vergleich der Symptomatik und des Ursprungs von psychischen Störungen und körperlichen Erkrankungen fort. Körperliche Erkrankungen haben ihren Ursprung in gewissen Organen und äußern sich durch objektiv erfassbare Symptome in diesen. Beispielsweise wenn man sich das Bein bricht, dann hat man Schmerzen im Bein. Psychische Störungen haben ihren Ursprung im Gehirn und äußern sich durch mentale Symptome wie das Denken und die Emotionen einer Person. Ein Wechselspiel oder Überschneidungen beider schließt er aus. Weiterführend beschreibt Szasz zwei fundamentale Fehler des Mythos Mental Illness.

Zum einen, dass nur eine körperliche Erkrankung oder Störung das Auftreten körperlicher oder sensomotorischer Symptome erklären kann und nicht das Auftreten von Emotionen oder komplexen Verhaltensformen. Dies begründet er mit dem Beispiel einer Verbrennung der Haut. Darauf würde eine Person nicht mit einer gewissen Emotion oder einer komplexen Verhaltensweise reagieren, sondern die natürliche Reaktion des Körpers, wie bspw. eine Paralyse, würde eintreten. Auf der anderen Seite können keine gewissen Überzeugungen und Gedanken mit einem Defekt oder einer Störung im zentralen Nervensystem erklärt werden. Wenn eine Person zum Beispiel der Überzeugung sei, dass sie internal am Sterben ist, ist dies nicht körperlich zu erklären. Zum anderen täusche die Analogie zwischen körperlichen und mentalen Symptomen, da das Feststellen psychischer Störungen nicht objektiv sein kann, sondern nur ein Urteil einer anderen Person über die Wahrheit der Äußerungen der Patientin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein, psychische Störungen von allgemeinen Lebensproblemen abzugrenzen und die Relevanz der Szasz'schen Thesen zu hinterfragen.

2. Thomas S. Szasz‘„The Myth of Mental Illness“: Dieses Kapitel fasst die zentralen Argumente von Szasz zusammen, der psychische Erkrankungen als bloßen Mythos und als Reaktion auf Probleme des Lebens interpretiert.

3. Was sind psychische Störungen?: Hier erfolgt eine medizinische Definition psychischer Störungen und die Erläuterung der Schwierigkeit, eine klare Trennlinie zu natürlichem, aber abweichendem Verhalten zu ziehen.

4. Genetik psychischer Störungen: Das Kapitel beleuchtet moderne wissenschaftliche Ansätze der psychiatrischen Genetik, einschließlich der Bedeutung von Genomforschung und Endophänotypen.

5. Abschließender Kommentar und Fazit: Die Autorin reflektiert die Szasz-Analyse vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen sowie moderner biologischer Erkenntnisse und zieht eine abschließende Bilanz.

Schlüsselwörter

Psychische Störungen, Thomas S. Szasz, The Myth of Mental Illness, Psychiatrische Genetik, Probleme des Lebens, Mental Illness, Genomforschung, Endophänotypen, Gen-Umwelt-Interaktion, Diagnostik, Vererbung, Klinische Psychologie, Krankheitsbegriff, Symptomatik, Psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Auseinandersetzung der Theorie von Thomas S. Szasz, der den Begriff der psychischen Krankheit als Mythos ablehnt und stattdessen von Problemen des Lebens spricht, und konfrontiert dies mit heutigen Erkenntnissen der Genetik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die historische psychiatrische Theoriebildung, die Definition und Klassifikation psychischer Störungen sowie aktuelle biologische und genetische Ursachenmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass psychische Störungen wissenschaftlich von bloßen Lebensproblemen abgegrenzt werden können und dass Szasz' Thesen aus heutiger Sicht nur noch begrenzt zeitgemäß sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und vergleicht klassische essayistische Positionen mit modernen Definitionen aus der klinischen Psychologie sowie aktuellen Befunden der Genetik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Szasz-Position, eine klinische Definition psychischer Störungen und eine detaillierte Darstellung zu Methoden und Befunden der modernen psychiatrischen Genetik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Mythos psychischer Krankheit, genetische Dispositionen, klinische Symptomatologie und die historische sowie soziale Konstruktion von Normalität.

Inwiefern spielt der "Darm" eine Rolle in der Argumentation der Autorin?

Die Autorin nutzt das Beispiel der Verbindung zwischen Darm und Gehirn (Enterisches Nervensystem), um das enge Wechselspiel zwischen körperlichen Prozessen und der Psyche zu unterstreichen und Szasz' Fokus auf rein nicht-körperliche Lebensprobleme zu kritisieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des sozialen Umfelds bei der Diagnose?

Die Autorin stimmt Szasz in dem Punkt zu, dass die Einschätzung dessen, was als "psychische Störung" gilt, stark von gesellschaftlichen Normen und der urteilenden Außenwelt abhängt, wobei sie historische Beispiele wie die Pathologisierung von Homosexualität anführt.

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Detalles

Título
Sind psychische Probleme nur Probleme des Lebens?
Subtítulo
Ein Kommentar zu Szasz‘ „The Myth of Mental Illness“ mit einem Blick auf die Genetik psychischer Störungen
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
17
No. de catálogo
V1307978
ISBN (PDF)
9783346780898
ISBN (Libro)
9783346780904
Idioma
Alemán
Etiqueta
sind probleme lebens kommentar szasz‘ myth mental illness blick genetik störungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Sind psychische Probleme nur Probleme des Lebens?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1307978
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