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Empathie zeigen versus professionelle Distanz wahren. Der Umgang mit Adressatinnen, die unter traumatischen Gewalterfahrungen leiden

Título: Empathie zeigen versus professionelle Distanz wahren. Der Umgang mit Adressatinnen, die unter traumatischen Gewalterfahrungen leiden

Tesis (Bachelor) , 2022 , 58 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Katharina Swoboda (Autor)

Trabajo social
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Der Internationale Verband der Sozialarbeiter beschloss 2018, die „Erklärung zu ethischen Grundsätzen der globalen Sozialarbeit” zu implementieren. Sinn dieser Prinzipien ist es, einen möglichst hohen Standard in der Sozialen Arbeit weltweit zu erreichen. Die Grundsätze umfassen unter anderem die Förderung der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit.

Hieraus kann geschlossen werden, dass in der Sozialen Arbeit nicht nur angemessen für die Adressatinnen und Adressaten gesorgt werden soll, sondern auch für sich selbst als Sozialarbeiterin und Sozialarbeiter. Was der Internationale Verband für Sozialarbeiter in Grundsatz 9.6 für notwendig erachtet, in die weltweiten Prinzipien der Fachkräfte aufzunehmen, soll in dieser Arbeit näher erörtert werden. Um angemessen für sich persönlich, beruflich und gesellschaftlich sorgen zu können, sind zwei Aspekte unausweichlich: Das Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz und Selbstfürsorge. Um das Thema jedoch auf einen Bereich der Sozialen Arbeit einzuschränken, soll es in dieser Thesis ausschließlich um die Arbeit mit Frauen mit traumatischen Gewalterfahrungen gehen. Daher wird sich in dieser Arbeit folgenden Forschungsfragen angenähert:
• Wie können Fachkräfte der Sozialen Arbeit Empathie für Adressatinnen mit traumatischen Gewalterfahrungen zeigen und gleichzeitig professionelle Distanz wahren?
• Wie können Fachkräfte der Sozialen Arbeit auf Selbstfürsorge in der Arbeit mit Frauen mit traumatischen Gewalterfahrungen achten?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung mit Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

2. Nähe und Distanz als Herausforderung in der professionellen Beziehungsgestaltung

2.1 Die Begriffe der Nähe und Distanz

2.2 Die Balance von Nähe und Distanz

2.3 Die Herausforderung der individuellen Wahrnehmung auf das Spannungsverhältnis

3. Definition traumatische Gewalterfahrung

3.1 Mögliche Folgen von traumatischen Gewalterfahrungen der Betroffenen

3.2 Die Individualität von traumatischen Gewalterfahrungen und Resilienz

3.3 Zur Bedeutung von Nähe und Distanz in der Arbeit mit Frauen mit traumatischen Gewalterfahrungen

4. Die Herausforderung des professionellen Umgangs mit von traumatischer Gewalt betroffenen Frauen

4.1 Sekundäre Traumata und deren Auswirkungen

4.2 Methoden der Psychohygiene

4.3 Resilienz und Resilienzförderung

5. Traumaspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten der Fachkräfte für Soziale Arbeit

6. Zusammenführung der Erkenntnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit adressiert das grundlegende Spannungsfeld zwischen der notwendigen Empathie in professionellen Beziehungen und der gleichzeitigen Wahrung professioneller Distanz bei der Arbeit mit traumatisierten Frauen. Ziel ist die Erarbeitung von Strategien zur Selbstfürsorge und Resilienzförderung, um Fachkräften eine langfristige und gesunde Berufsausübung zu ermöglichen.

  • Professionelle Beziehungsgestaltung und Abgrenzung
  • Traumadefinition und Auswirkungen auf das Individuum
  • Strategien der Psychohygiene und Selbstfürsorge
  • Bedeutung von Resilienz und Resilienzförderung
  • Traumaspezifische Kompetenzen in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Individualität von traumatischen Gewalterfahrungen und Resilienz

Die Auswirkungen einer traumatischen Gewalterfahrung sind von verschiedenen Faktoren abhängig, von denen im Folgenden einige beschrieben werden sollen. Der Entwicklungsstand und das Alter zum Zeitpunkt der Traumatisierung ist entscheidend, so auch der gesellschaftliche Umgang mit traumatischen Gewalterfahrungen und das soziale Umfeld (Schulze, Loch und Gahleitner 2017: 8). Des Weiteren sind auch grundsätzliche Einstellungen zum Leben ausschlaggebend dafür, wie eine Erfahrung verarbeitet wird. Hierzu zählen unter anderem die Ressourcen und Resilienz von Menschen. Resilienz wird in diesem Kapitel nur kurz im Zusammenhang mit traumatisierten Frauen beschrieben und wird in Kapitel 4.3 in Bezug auf die Resilienz und Resilienzförderung vertieft.

Macht ein Kind oder Jugendliche eine traumatische Gewalterfahrung hat das schwerwiegendere Auswirkungen als im Erwachsenenalter. Kinder und Jugendliche sind stark auf ein fürsorgliches soziales Umfeld angewiesen, um die kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten zu entwickeln (Schulze, Loch und Gahleitner 2017: 8). Nach der Traumatisierung kommt es meistens zu Entwicklungsverzögerungen, da versucht wird, das Trauma zu bewältigen und einzuordnen und nicht die Umwelt altersentsprechend neugierig zu erkunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung mit Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung führt in die ethischen Grundsätze der Sozialen Arbeit ein und definiert das Spannungsfeld zwischen Nähe, Distanz und Selbstfürsorge in der Arbeit mit traumatisierten Frauen.

2. Nähe und Distanz als Herausforderung in der professionellen Beziehungsgestaltung: Das Kapitel beleuchtet das grundlegende Konzept von Nähe und Distanz als dynamisches Spannungsfeld, das für eine professionelle Beziehungsgestaltung unerlässlich ist.

3. Definition traumatische Gewalterfahrung: Hier werden verschiedene Gewaltformen definiert und die komplexen biopsychosozialen Auswirkungen einer Traumatisierung auf die betroffenen Individuen analysiert.

4. Die Herausforderung des professionellen Umgangs mit von traumatischer Gewalt betroffenen Frauen: Dieses Kapitel thematisiert sekundäre Traumatisierung bei Fachkräften und stellt Methoden der Psychohygiene sowie Resilienzförderung vor.

5. Traumaspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten der Fachkräfte für Soziale Arbeit: Abschließend werden die notwendigen traumasensiblen Kompetenzen zusammengefasst, die Fachkräfte benötigen, um Frauen in ihrem individuellen Heilungsprozess professionell zu begleiten.

6. Zusammenführung der Erkenntnisse und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Relevanz der Thematik für die Praxis sowie zukünftige offene Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Nähe und Distanz, Trauma, Gewalterfahrung, Selbstfürsorge, Resilienz, Sekundäre Traumatisierung, Psychohygiene, Berufsbelastung, Traumapädagogik, Beziehungsgestaltung, Professionelle Haltung, Bindungstheorie, Supervision, Fallarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Thesis untersucht, wie Fachkräfte in der Sozialen Arbeit mit traumatisierten Frauen Empathie zeigen und dabei gleichzeitig professionelle Grenzziehungen einhalten können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Balance von Nähe und Distanz, die Definition und Auswirkungen von Traumatisierungen sowie Strategien für Selbstfürsorge, Resilienz und Psychohygiene bei den Fachkräften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, praktische Ansätze und theoretische Grundlagen zu erarbeiten, die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter dabei unterstützen, trotz der hohen emotionalen Belastung durch Traumabearbeitung professionell und gesund zu bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit aktuellen Fachdiskursen zu den Themen Traumapädagogik, professionelles Handeln und psychische Gesundheit in sozialen Berufen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Einordnungen zum Spannungsfeld Nähe/Distanz, eine detaillierte Auseinandersetzung mit traumatischen Gewalterfahrungen und die Analyse methodischer Möglichkeiten der Psychohygiene im Arbeitsalltag.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie professionelle Distanz, sekundäre Traumatisierung, Selbstfürsorge, Traumapädagogik und institutionelle Rahmenbedingungen beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Studien?

Der Fokus liegt spezifisch auf der Verknüpfung der Traumaarbeit mit Frauen mit dem konkreten Selbstschutz und der professionellen Rollenfindung der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Warum ist das Kapite 3.2 zur Individualität so wichtig?

Es unterstreicht, dass Traumatisierungen nicht pauschal behandelt werden können, sondern dass Alter, Lebenserfahrung und soziale Ressourcen der Frauen entscheidend für den therapeutischen und betreuenden Zugang sind.

Welche Rolle spielt die Führungskultur in Bezug auf Resilienz?

Die Arbeit hebt hervor, dass Führungskräfte eine Vorbildfunktion haben und eine fehlerfreundliche sowie wertschätzende Teamkultur essentiell ist, um die Resilienz der Mitarbeitenden zu stärken.

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Detalles

Título
Empathie zeigen versus professionelle Distanz wahren. Der Umgang mit Adressatinnen, die unter traumatischen Gewalterfahrungen leiden
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Calificación
2,3
Autor
Katharina Swoboda (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
58
No. de catálogo
V1307982
ISBN (PDF)
9783346780935
ISBN (Libro)
9783346780942
Idioma
Alemán
Etiqueta
empathie distanz umgang adressatinnen gewalterfahrungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Swoboda (Autor), 2022, Empathie zeigen versus professionelle Distanz wahren. Der Umgang mit Adressatinnen, die unter traumatischen Gewalterfahrungen leiden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1307982
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