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Umgang mit Heterogenität in der Berufsausbildung aus betrieblicher Perspektive

Review und Diskussion des Forschungsstands

Titel: Umgang mit Heterogenität in der Berufsausbildung aus betrieblicher Perspektive

Bachelorarbeit , 2019 , 42 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jonte Buchholz (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, bestehende Studien zum Umgang mit Heterogenität in der betrieblichen Ausbildung aus der Perspektive von Unternehmen und Ausbildenden auszuwerten. Schwerpunktmäßig wird der Umgang mit der Heterogenitätsdimension Behinderung betrachtet. Zentrale Erkenntnisse werden in Bezug zueinander gesetzt und diskutiert.

Während zum Thema Inklusion, vor allem im (berufs-) schulischen Kontext, seit einiger Zeit ein lebendiger Diskurs, begleitet von zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen, geführt wird, gibt es zur Berufsausbildung junger Menschen mit Behinderung aus betrieblicher Perspektive relativ wenige Untersuchungen. Im Rahmen der dualen Ausbildung ist jedoch neben der Schule auch der Betrieb als Lernort entscheidend.

Die Qualität der betrieblichen Seite der Ausbildung wird in hohem Maße durch die Arbeit des betrieblichen Ausbildungspersonals beeinflusst, das auch zahlenmäßig die größte Gruppe des berufspädagogisch tätigen Personals darstellt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Perspektive von Betrieben und Ausbildenden einen gewinnbringenden Beitrag zum besseren Verständnis der aktuellen Rahmenbedingungen und Strukturen in der Berufsausbildung leisten kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Ausgangssituation

2 Wesentliche Begriffe

2.1 Heterogenität

2.2 Behinderung

2.3 Inklusion

2.4 Berufsausbildung

2.5 Betriebliches Ausbildungspersonal und Auszubildende

3 Untersuchungsgegenstand und leitende Fragestellungen

4 Vorgehen und Methode

5 Übersicht der diskutierten Studien

Tabelle 1: Übersicht der betrachteten Studien

6 Zusammenführende Diskussion

6.1 Erfahrungen von Unternehmen mit Heterogenität von Auszubildenden

6.2 Herausforderungen und Chancen

6.3 Handlungsmöglichkeiten und deren Bewertung

6.4 Notwendige Rahmenbedingungen und Ressourcen

6.5 Benötigte Einstellungen und Kompetenzen von Ausbildenden

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Forschungsstand zum Umgang mit Heterogenität – mit Fokus auf die Dimension Behinderung – in der betrieblichen Ausbildung aus der Perspektive von Unternehmen und Ausbildenden kritisch zu sichten, zu analysieren und unter Einbeziehung der zentralen Fragestellung zu diskutieren.

  • Erfahrungen von Unternehmen im Umgang mit heterogenen Auszubildenden
  • Identifikation von Herausforderungen und Chancen aus betrieblicher Sicht
  • Analyse notwendiger betrieblicher Rahmenbedingungen und Ressourcen
  • Erforderliche Einstellungen und Kompetenzen von Ausbildenden
  • Bewertung von Handlungsmöglichkeiten zur Gestaltung inklusiver Ausbildungsprozesse

Auszug aus dem Buch

1 Ausgangssituation

Laut aktuellem Berufsbildungsbericht (2019) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nimmt die Menge von potenziellen Auszubildenden tendenziell ab. Als Gründe dafür werden vor allem der demografische Wandel, sowie das Streben junger Menschen in den Hochschulbereich angeführt. Außerdem ist laut dem Bericht eine zunehmende Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt beobachtbar. So blieben im Berichtsjahr 2017/18 insgesamt 57.700 Stellen unbesetzt, 17,7% mehr alsim Vorjahr, während gleichzeitig auch die Zahl der BewerberInnen anstieg, die ohne Ausbildungsplatz geblieben sind (BMBF 2019, S. 12–13). Angesichts dieser Entwicklungen wird schon seit einiger Zeit ein zunehmender Fachkräftemangel prognostiziert (Gans 2011, S. 109; Bußmann 2015).

Die Relevanz dieser Entwicklung lässt sich unter anderem damit begründen, dass beruflich qualifizierte Fachkräfte, definiert als ArbeitnehmerInnen mit anerkanntem nicht akademischen Berufsabschluss 61,2% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ausmachen (Statistisches Bundesamt 2019). Aktuelle Prognosen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes deuten darauf hin, dass trotz der momentanen Ausweitung des Arbeitskräfteangebots durch Zuwanderung und der fortschreitenden Digitalisierung mittelfristig keine zunehmende Erwerbslosigkeit entstehen wird, sondern der Arbeitsmarkt durch eine Knappheit an Erwerbspersonen geprägt ist. Besonders in einzelnen technischen Berufsfeldern, in Bau-, sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen werden bereits deutliche Fachkräfteengpässe beobachtet (BMBF 2019, S.27-29).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ausgangssituation: Erläutert den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel als Treiber für die Auseinandersetzung mit Diversität bei Azubis.

2 Wesentliche Begriffe: Definiert die zentralen Termini Heterogenität, Behinderung, Inklusion, Berufsausbildung sowie das Ausbildungspersonal.

3 Untersuchungsgegenstand und leitende Fragestellungen: Begründet das Forschungsinteresse an der betrieblichen Perspektive und formuliert die zentralen Forschungsfragen.

4 Vorgehen und Methode: Beschreibt das explorative Vorgehen und die Kriterien für die Auswahl der untersuchten wissenschaftlichen Studien.

5 Übersicht der diskutierten Studien: Bietet einen tabellarischen und systematischen Überblick über die in die Arbeit einbezogenen Fachstudien.

6 Zusammenführende Diskussion: Analysiert und diskutiert die Erkenntnisse zu Erfahrungen, Herausforderungen, Chancen und Kompetenzen der Akteure.

7 Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen bzw. weiteren Forschungsbedarf ab.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Berufsausbildung, Inklusion, Behinderung, Ausbildende, betriebliche Ausbildung, Fachkräftemangel, Kompetenzen, Ausbildungspraxis, betriebliche Rahmenbedingungen, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Berufs- und Wirtschaftspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Umgang mit Heterogenität während der betrieblichen Berufsausbildung, wobei der Schwerpunkt explizit auf der Dimension Behinderung und der Perspektive der Unternehmen sowie des Ausbildungspersonals liegt.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Erfahrungen von Betrieben mit diversen Auszubildenden, die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen, nötige personelle und strukturelle Ressourcen sowie die erforderlichen Kompetenzen der Ausbilder.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, einen empirisch fundierten Überblick über den Status quo und Anforderungen bei der Ausbildung heterogener Gruppen zu bieten, um Handlungsmöglichkeiten für die Praxis sowie Ansatzpunkte für die Berufsbildung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um ein exploratives Review von bestehenden wissenschaftlichen Studien, das in Anlehnung an qualitätsgestützte Auswertungsmethoden deduktiv die Fragestellungen beantwortet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die methodische Einordnung, eine Übersicht der betrachteten Studien sowie eine tiefgehende Diskussion über betriebliche Erfahrungen, Herausforderungen, Handlungsmöglichkeiten und benötigte Kompetenzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen neben Heterogenität und Inklusion insbesondere die betriebliche Ausbildung, Ausbildungspersonal, sowie spezifische Förderbedarfe im Kontext betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Welche Herausforderungen identifizieren Unternehmen konkret bei der Ausbildung von Menschen mit Behinderung?

Häufig genannt werden der hohe zeitliche Betreuungsaufwand, fehlendes Fachwissen im Umgang mit speziellen Förderbedarfen sowie Zweifel an der technischen Ausstattung oder der Eignung für den betrieblichen Routineablauf.

Welche Rolle spielt die Unternehmensgröße für den Umgang mit Heterogenität?

Die Forschung zeigt, dass größere Unternehmen aufgrund ihrer Kapazitäten (z. B. Lehrwerkstätten) eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, Menschen mit Behinderung auszubilden, als Kleinstbetriebe.

Warum betonen die Autoren die Relevanz der pädagogischen Kompetenz?

Da viele Ausbildende im Betrieb nebenberuflich oder ohne spezifisch pädagogische Vorbildung tätig sind, wird die Notwendigkeit von Mentoring, Coaching und zielgerichteter Qualifizierung zur Bewältigung von Heterogenität nachdrücklich hervorgehoben.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den Ausbilderschein?

Der Autor konstatiert einen nicht zu unterschätzenden Handlungsbedarf und schlägt vor, die Inhalte des Ausbilderscheins stärker auf den professionellen Umgang mit Heterogenität auszurichten.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umgang mit Heterogenität in der Berufsausbildung aus betrieblicher Perspektive
Untertitel
Review und Diskussion des Forschungsstands
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Wirtschaftspädagogik)
Note
1,7
Autor
Jonte Buchholz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
42
Katalognummer
V1307990
ISBN (PDF)
9783346782632
ISBN (Buch)
9783346782649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang heterogenität berufsausbildung perspektive review diskussion forschungsstands
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonte Buchholz (Autor:in), 2019, Umgang mit Heterogenität in der Berufsausbildung aus betrieblicher Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1307990
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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