Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Gestion d'entreprise - Généralités

Konzepte der „Musikfirma der Zukunft“

Titre: Konzepte der „Musikfirma der Zukunft“

Dossier / Travail , 2006 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dipl. Kfm. Erik Groeneveld (Auteur)

Gestion d'entreprise - Généralités
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Musikindustrie sieht sich einem starken Druck und einer weitgehenden Veränderung der bisherigen Marktstrukturen gegenüber. Zwar wurde im Jahr 2004 „lediglich“ ein vergleichsweise moderater Umsatzrückgang von 3,6% verzeichnet, jedoch ist der Gesamtumsatz von 1998 mit 2,7 Mrd. € auf ein Niveau von 1,7 Mrd. € im Jahr 2004 gefallen (vgl. IFPI 2005, S. 11). Hinzu kommt ein großes Rentabilitätsproblem (vgl. Kusek/Leonhard 2005, S. 108f.): Im Jahr 2001 gab es in den USA 6455 CD-Veröffentlichungen, davon haben lediglich 112 einen Gewinn generiert, d.h. den Break-Even-Point erreicht – dies entspricht 1,7% (vgl. Lau 2002, S. 42). Angesichts solcher Zahlen sollte man denken, die Musikindustrie würde alles in Bewegung setzen, dies zu ändern.Für den Umsatzrückgang macht die Musikindustrie den stetigen Anstieg von illegalen Musikkopien (CD-Brennen) und die illegale Verbreitung von Musik über das Internet (bspw. über „File-Sharing“) verantwortlich (vgl. IFPI 2004, S. 7f.). Weitere Gründe – z.B. eventuelle eigene Versäumnisse - räumt sie nicht ein. Ob diese genannten Gründe für die eklatanten Umsatzrückgänge überhaupt bzw. einzig und allein angeführt werden können, wird in der Literatur zum Teil bezweifelt (Friedrichsen et al. 2004, S.67) und scheint bei den großen Erfolgen bspw. eines Eminem, der besonders häufig in den Tauschbörsen zu finden ist und gleichwohl erfolgreiche Plattenverkäufe verzeichnet, unwahrscheinlich (vgl. Friedrichsen et al. 2004, S. 150). Bis heute liegt kein eindeutiges neues Geschäftskonzept der Musikindustrie vor, welches die Umsatzsituation deutlich verbessern könnte. Im Gegenteil: die Musikindustrie versucht vielmehr ihre alten Strukturen zu erhalten, indem sie im Wesentlichen zwei Strategien verfolgt. Erstens die Anwendung technischer Kopierschutze und zweitens eine juristische Vorgehensweise gegen Verstöße gegen das Urhebergesetz (vgl. IFPI 2005b, S. 22) und eine damit verbundene Verschärfung des Urhebergesetzes zugunsten der Musikindustrie.
Mittlerweile hat die Musikindustrie das Internet als Vertriebskanal akzeptiert und führt hierauf den leichteren Umsatzrückgang zurück. Der Umsatzanteil der verkauften Musik im Internet beschränkt sich im Jahr 2004 zwar auf 0,7%, dennoch wird das Potential erkannt und man geht sogar ab 2005 von einem Ende des Umsatzrückganges aus (vgl. IFPI 2005, S. 13).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Begriffsabgrenzung

2 Voraussetzung für die Musikfirma der Zukunft: der Online Music Store

2.1 Wichtige Eigenschaften eines Online Music Stores

2.1.1 Angebot

2.1.2 Preis

2.1.3 Zahlungssystem

2.1.4 Such- und Empfehlungssystem

2.1.5 Tonqualität

2.1.6 Benutzerfreundlichkeit / Transparenz

2.1.7 Zusätzliche Leistungen

2.2 Online Music Stores: eine Auswahl

2.2.1 Vergebliche Versuche der Musikindustrie: Musicnet, Pressplay und Popfile

2.2.2 Erfolgreiches Beispiel eins: T-Online mit Musicload

2.2.3 Erfolgreiches Beispiel zwei: Apple mit iTunes

3 Konzepte der Musikfirma der Zukunft

3.1 Alternative 1: Plattenfirmen gibt es noch

3.1.1 Die Gläserne Plattenfirma - ein theoretisches Konzept

3.1.2 Motor Music GmbH - eine praktische Umsetzung

3.2 Alternative 2: Der Künstler macht es selbst

3.2.1 Etablierte Band: Einstürzende Neubauten / die Toten Hosen

3.2.2 Newcomer Band: Wir sind Helden / Kettcar

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die notwendige Transformation der Musikindustrie im digitalen Zeitalter. Das primäre Ziel besteht darin, bestehende und zukünftige Geschäftskonzepte zu analysieren, die durch das Internet als zentralen Distributionskanal ermöglicht werden, um den Herausforderungen durch illegale Tauschbörsen und veränderte Marktdynamiken zu begegnen.

  • Analyse der notwendigen Eigenschaften erfolgreicher Online Music Stores
  • Bewertung von Praxisbeispielen wie Musicload und iTunes
  • Untersuchung neuer Konzepte für Musikfirmen ("Gläserne Plattenfirma")
  • Evaluation von Strategien für den direkten Vertrieb durch den Künstler

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Gläserne Plattenfirma - ein theoretisches Konzept

Dieses theoretische Konzept geht auf Friedrichsen et al. (2004) zurück. Sie führten im Jahr 2002 eine Online-Studie über das Nutzungs- und Kaufverhalten von Musikkonsumenten durch. Darauf aufbauend entwickelten sie das Konzept der „Gläsernen Plattenfirma“.

Folgende Kernelemente sind für Friedrichsen et al. (2004, S. 146ff.) von Bedeutung:

- Transparenz

Die Konsumenten sollten nachvollziehen bzw. miterleben können, wie ein Künstler vorgeht und ein Song entsteht. Also eine Art „Making-of“ Berichterstattung. Als Beispiel hierfür wird die erfolgreiche RTL Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar“ oder MTVs „The Osbournes“ angeführt. Hier spielt das multimediale Potential und die Möglichkeit der Personalisierung im Internet eine große Rolle.

- Schaffung eines Qualitätsbewusstseins

Konsumenten sollten in der Lage sein, Inhalte zu prüfen und sie mit anderen Inhalten zu vergleichen. Dies funktioniert in der Regel mit Hilfe von Rezensionen. Jedoch handelt es sich bei Musikstücken um Erfahrungsgüter, d.h. die Qualität kann erst nach dem Konsum beurteilt werden. Folglich ist das Vorhören von großer Bedeutung. Dies kann man im Radio, TV, bei einem Live-Konzert oder eben im Internet. Der Konsument kann mit Hilfe des Internets sehr komfortabel die Songs der Künstler anhören und bei Gefallen runterladen.

- Emotionalisierung

Dass Musik eine emotionale Wirkung hat, ist wohl unzweifelhaft. Für die Fans besteht ein Interesse an ihren Stars, das weit über das künstlerische Schaffen hinausgeht. Für die Musikindustrie bedeuten diese Fans treue Kunden, die nicht nur Musik kaufen, sondern auch an „Merchandising“ und Informationen über den Star interessiert sind. Hier sehen Friedrichsen et al. einen Grund, warum eine CD einer digitalen Kopie vorgezogen werden könnte: dem „Tonträger als Gesamtkunstwerk“ ( Friedrichsen et al. 2004, S. 153).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beschreibt den durch illegale Kopien und Internetnutzung ausgelösten Strukturwandel in der Musikindustrie und die Herausforderung für Unternehmen, neue Geschäftsmodelle zu finden.

2 Voraussetzung für die Musikfirma der Zukunft: der Online Music Store: Dieses Kapitel arbeitet wichtige Qualitätskriterien für digitale Musikportale heraus und analysiert deren Umsetzung bei Anbietern wie Musicload und iTunes.

3 Konzepte der Musikfirma der Zukunft: Hier werden alternative Unternehmensmodelle vorgestellt, die entweder auf einer transparenten, modernen Plattenfirmenstruktur oder dem direkten Selbstvertrieb durch die Künstler basieren.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Musikindustrie sich neu erfinden muss, um durch Mehrwertdienste und engere Künstler-Fan-Beziehungen langfristig im digitalen Markt zu bestehen.

Schlüsselwörter

Musikindustrie, Online Music Store, Musikportal, Digitalisierung, Online-Vertrieb, Major Labels, Independent Labels, Internet, Geschäftsmodelle, Musikstreaming, Filesharing, Digital Rights Management, Künstlerbindung, Musikmarkt, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen in der Musikindustrie durch die Digitalisierung und analysiert, wie sich Musikfirmen anpassen müssen, um in einer Zukunft des Online-Vertriebs erfolgreich zu sein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Eigenschaften moderner Online Music Stores, der Vergleich verschiedener digitaler Vertriebskonzepte sowie die Frage, ob traditionelle Plattenfirmen in ihrer jetzigen Form überlebensfähig sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, alternative Konzepte für "Musikfirmen der Zukunft" darzustellen, zu vergleichen und zu bewerten, wobei ein besonderer Fokus auf dem Internet als neuem Distributionskanal liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und nutzt bestehende Studien und Branchenberichte, um die technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Musikbranche einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Erfolgsfaktoren von Online-Plattformen erörtert und anhand von Beispielen wie iTunes und Musicload bewertet. Anschließend werden zukunftsweisende Modelle wie die "Gläserne Plattenfirma" und der Selbstvertrieb durch Künstler diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Musikindustrie, Online-Vertrieb, Digitalisierung, Geschäftsmodelle und Künstlerbindung definieren.

Wie unterscheidet sich die "Gläserne Plattenfirma" von traditionellen Labels?

Dieses Konzept setzt verstärkt auf Transparenz, die Aufhebung der Anonymität des Künstlers durch direkten Fankontakt im Internet und eine emotionale Einbindung der Fans über das rein Musikalische hinaus.

Warum wird der Selbstvertrieb durch Künstler als viable Option angesehen?

Durch soziale Medien und eigene Webseiten können Künstler die Produktions- und Vertriebskosten senken und eine direkte, profitablere Beziehung zu ihren Fans aufbauen, ohne zwingend auf die Strukturen großer Major-Labels angewiesen zu sein.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Konzepte der „Musikfirma der Zukunft“
Université
University of Frankfurt (Main)  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Dipl. Kfm. Erik Groeneveld (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
21
N° de catalogue
V130803
ISBN (ebook)
9783640368808
ISBN (Livre)
9783640369201
Langue
allemand
mots-clé
Konzepte Zukunft“
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Kfm. Erik Groeneveld (Auteur), 2006, Konzepte der „Musikfirma der Zukunft“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130803
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint