Virtuelle Teams


Seminararbeit, 2002
15 Seiten

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs „virtuell“

3. Virtuelle Teams
3.1. Definition des Begriffs „virtuelle Teams“
3.2. Gründe für virtuelle Teams
3.3. Techniken für virtuelle Teams
3.4. Führung des virtuellen Teams
3.5. Erfolgsfaktoren des virtuellen Teams

4. Fazit und Ausblick

Abbildungsverzeichnis:

Abb. 1 : Ergebnisorientiertes Arbeiten

Abb. 2: Anordnung nach virtueller Distanz

Abb. 3: Verschiedene Kommunikationsmedien

1. Einleitung

In unserer Zeit treten mehr und mehr virtuelle Organisationen auf. Dies fängt bei virtuellen Unternehmen an, wo unabhängige Firmen miteinander kooperieren, geht über virtuelle Universitäten, welche die Lehre virtualisieren und im Internet zur Verfügung stellen, bis hin zu virtuellen Welten, die in Computerspielen oder Simulationen auftauchen.

Weitere virtuelle Erscheinungsformen werden sich in der Zukunft auch noch entwickeln, und so zur „Virtualisierung“ unserer Gesellschaft beitragen. Hier ist beispielsweise an virtuelle Wahlen oder virtuelle Verwaltungen zu denken.

Neben diesen verschiedenen virtuellen Erscheinungsformen sind auch die virtuellen Teams schon häufig im Einsatz und werden in der Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen.

Doch was sind virtuelle Teams? Wo genau treten sie auf, wie werden sie geführt und was sind ihre Erfolgsfaktoren?

2. Definition des Begriffs „virtuell“

Die Begriffe „virtuell“ und „Virtualität“ sind in der heutigen modernen und zukunftsorientierten Welt zu Schlagworten geworden, die oft anzutreffen sind. Doch was bedeuten diese Worte wirklich und wie ist ihr Inhalt zu verstehen?

„Virtuell“ stammt von dem lateinischen Wort virtus ab, was soviel wie Tüchtigkeit und Mannhaftigkeit bedeutet. In der heutigen fachsprachlichen Einordnung steht es für „nicht wirklich“, „scheinbar“ und „der Anlage nach als Möglichkeit vorhanden“. ( Brockhaus, Band 23, S. 344) Dies ist also z. B. ein Gegenstand, den man mit dem eigenen Auge sehen kann, der aber nicht auf einem Bildschirm erscheint oder real fassbar ist.

„Virtualität“ bedeutet im lateinischen die „innewohnende Kraft“ und die „Möglichkeit“. Das Gegenstück zur Virtualität ist die Realität. Jedoch gibt es viele Dinge, die sowohl virtuell als auch real existieren.

Damit die Bezeichnung „Virtualität“ auch im richtigen Kontext verwendet wird, müssen die folgenden vier Merkmale gegeben sein. Es müssen konstituierende Charakteristika, fehlende physikalische Attribute, spezielle Zusatzspezifikationen und Nutzeffekte vorliegen.

Wenn man dies nun auf das Beispiel einer „virtuellen Operation“ bei Medizinstudenten überträgt, bedeutet es, dass Verhaltensmerkmale, die bei der realen Operation auftreten genauso bei der virtuellen auftreten müssen.

Als physikalisches Attribut fehlt eine reale Person, die operiert wird. Als spezielle Zusatzspezifikation wird eine hochspezialisierte Computer-Ausstattung benötigt. Als Nutzeffekt tritt ein, dass keine lebende Person oder Leiche dafür benötigt wird.

Der Begriff „virtuell“ wird in den Bereichen Physik, Informatik und Wirtschaft verwendet.

In der Informatik tritt er in Form von virtuellen Speichern und virtueller Realität auf. Die virtuelle Realität ist eine simulierte Wirklichkeit oder künstliche Welt, die von Computern erschaffen worden ist, und in den Personen mit Hilfe technischer Geräte (elektronische Brille, Datenhandschuhe) agieren können. Dies wird etwa bei Computerspielen und Simulationen eingesetzt. Der virtuelle Speicher bewirkt die Erweiterung des Arbeitsspeichers durch den Sekundärspeicher zu geringeren Kosten und höherer Speicherkapazität.

In der Physik gibt es virtuelle Leistungen, die zur Berechnung von Formeln verwendet werden, weiter treten virtuelle Bewegungszustände, Bilder und Elementarteilchen auf.

Im Bereich Wirtschaft gibt es die Bezeichnung „virtuelles Produkt“, jedoch ist dieser Begriff mit Vorsicht zu genießen, da bei Dienstleistungen das Merkmal „physikalische Attribute“ nicht vorhanden sein muss. Daneben gibt es im Bereich Wirtschaft die „virtuelle Wertschöpfungskette“. Hier wird davon ausgegangen, dass Informationen als direkter Beitrag zur Wertsteigerung angesehen wird. (vgl. Brütsch, D.: Virtuelle Unternehmen, S. 37ff)

3.1. Definition „virtueller Teams“

Zuerst einmal zeichnet sich ein Team dadurch aus, dass es die gleiche Zielsetzung verfolgt. Die einzelnen Teammitglieder üben eine sehr starke, gegenseitige Verbindung aus. Teams kennzeichnen sich dadurch, dass sie sehr eng zusammen arbeiten und ein Gefühl der Gruppenzusammengehörigkeit entwickeln. Ein Team entsteht dann, wenn es ein oder mehrere Aufgaben bewältigen soll. (vgl. Heimburg, v.Y.: Virtuelle Teams erfolgreich führen, S. 25)

Ein Team ist nicht nur die Summe der einzelnen Mitarbeiter. Es zeichnet sich auch durch „Synergie, Kooperation, Ideenentwicklung und gegenseitiges Fördern, Antreiben und Fordern“ aus. (Prof. Dr. F. L. Holl, http://hyperwave.fh-brandenburg.de/rootscollection/lehre/teamarbeit.ws9899/virtuelle.teams/html/sld001.htm) Es arbeitet immer ergebnisorientiert und strebt auf das Ziel hin.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Ergebnisorientiertes Arbeiten

Wissenschaftler geben die optimale Teamgröße mit 4 bis 7 Leuten an, als maximale Zahl werden 15 bis 25 Teammitglieder genannt. (vgl. Lipnack, J.: Virtuelle Teams, S. 157)

Dies alles sind Beschreibungen, die sowohl für reale als auch virtuelle Teams gelten. Um jedoch den Begriff des „virtuellen Teams“ zu vergeben, müssen noch weitere Merkmale erfüllt sein.

„Im Gegensatz zum konventionellen Team arbeitet ein virtuelles Team über Raum-, Zeit- und Organisationsgrenzen hinweg und benutzt dazu Verbindungsnetze, die durch Kommunikationstechnologien ermöglicht werden.“ (Lipnack, J.: Virtuelle Teams, S. 31)

So kann ein virtuelles Team im Prinzip Tag und Nacht arbeiten, wenn die einzelnen Teammitglieder auf verschiedene Zeitzonen aufgeteilt sind. Auch kann sich ein virtuelles Team dadurch auszeichnen, dass es Unternehmens- oder Organisationsgrenzen sprengt und darüber hinaus mit anderen Mitarbeitern ein virtuelles Team bildet.

Das entscheidende Merkmal von virtuellen Teams ist aber, dass sie nicht an Ortsgrenzen gebunden sind. Diese nicht vorhandenen Ortsgrenzen können sich in einem anderen Stockwerk, einem anderen Gebäude, einem anderen Ort oder einem anderen Land wiederspiegeln.

Nach der Aussage von Professor Tom Allen muss man als Team innerhalb von 15 Metern arbeiten, damit sich dies positiv auswirkt. Alles über 15 Metern entspricht nicht mehr der Nähe, „um einen Vorteil daraus zu ziehen, dass man sich an demselben Ort befindet.“ (Lipnack, J.: Virtuelle Teams, S. 33)

Somit kann man Teams, die außerhalb der 15 Meter-Regel zusammen arbeiten, schon als virtuelles Team bezeichnen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Anordnung nach virtueller Distanz

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Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Virtuelle Teams
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart  (Fachhochschule Stuttgart)
Autor
Jahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V13086
ISBN (eBook)
9783638188326
ISBN (Buch)
9783638777513
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
Schlagworte
Virtuelle, Teams
Arbeit zitieren
Wolfgang Krumm (Autor), 2002, Virtuelle Teams, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13086

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