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Multimodal Interaction Design

Die multimodale Wechselwirkung und ihre Bedeutung für den Gestaltungsprozess

Title: Multimodal Interaction Design

Scientific Essay , 2009 , 14 Pages

Autor:in: Rainer Hirt (Author)

Communications - Miscellaneous
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Täglich interagieren wir mit Maschinen. Wir schreiben Kurznachrichten, be-dienen DVD-Player, Mikrowellen oder verwenden Park und Geld-Automaten. Wir finden uns demzufolge täglich wieder als Teil eines Systemes – dem Mensch-Maschine-System. Die Kommunikation in diesem System, in Form von Benutzerschnittstellen, nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Sie entscheidet über die Funktions- und Gerbrauchsqualität bzw. -tauglichkeit (Usability) einer Maschine.
Aktuelle Interface-Entwicklungen wie Multitouch-, PointSceens (Frauenhofer) oder die aktuelle kontrollerlose Spielkonsole Xbox 360 (Gesten- und Stimmnavigation) zeigen hierbei mögliche zukünftige Interakationsstandards.
Wie sich dabei visuelle und akustische Gestaltungs-Elemente gegenseitig beeinflussen und welche Wechselwirkungen sich ergeben, soll im ersten Teil dieses Beitrages behandelt werden. Im Anschluss werden Fragen zur Gestaltung vorgestellt. Kreativmethoden für die gestalterische Annäherung multimodaler Design-Elemente bilden den Abschluss dieses Artikels.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Audiovisuelle Wechselwirkung

3. Fragen zur Gestaltung

1. Nutz-Kriterien (nach Bernsen (1998); Weber (2007)

2. Absichten/Ziele:

4. Gestalterische Annäherung

A.) Onomatopoesie

B.) Quellen-Klangbeschreibung (nach Flückiger, 2001)

C.) Intersensorielle Beschreibung & Annäherung

D.) Visuelle Klang-Interpretation

E.) Geräusch-Notationen: Visuelle Darstellung geräuschhafter Abläufe

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung multimodaler Wechselwirkungen für den modernen Gestaltungsprozess von Benutzerschnittstellen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie visuelle, akustische und haptische Reize intuitiv kombiniert werden können, um die Usability zu erhöhen und Benutzern eine leichtere Orientierung in komplexen technischen Systemen zu ermöglichen.

  • Grundlagen der audiovisuellen Wahrnehmung und dominierende Effekte (z.B. Bauchredner-Effekt).
  • Einfluss multimodaler Gestaltung auf die Usability von Mensch-Maschine-Systemen.
  • Kriterien für den Interface-Designprozess zur Vermeidung redundanter Reize.
  • Methoden zur gestalterischen Annäherung an Klang und multimodale Designelemente.
  • Entwicklung visueller Notationssysteme für Produktklänge und akustische Abläufe.

Auszug aus dem Buch

Audiovisuelle Wechselwirkung

Durch die multimodale Stimulation kombinieren sich Sehen und Hören (und weitere Sinneseindrücke) welche sich in verschiedenen Effekten oder Illusionen bemerkbar machen.

Am Beispiel des Bauchredner-Effekts (Ventriloquismus-Effekt; vgl. Drosdowski, 1990), erstmals von Howard und Templeton (Howard & Templeton, 1966) erforscht, kann eine einfache Wechselwirkung aufgezeigt werden. Die Stimme wird mehr der sich bewegenden Puppe als dem Mund des Künstlers zugeordnet. In diesem Effekt sah man im Übrigen ein Indiz für die grundsätzliche Dominanz visueller Reize. Dass die Dominanz des Sehsinns jedoch nicht absolut zu sein scheint, wies eine Versuchsanordnung der Arbeitsgruppe um Richard Ragot (N'Diaye, 2004) nach. Die Forscher stellten fest, dass Menschen, vorrausgesetzt ihre Aufmerksamkeit ist auf den Hörsinn gelegt, auf einen akustischen Stimulus schneller reagieren als auf einen visuellen.

Auf eine weitere akustischer Dominanz sties Ladan Shams des japanischen Psychophysiklabors Shijomo (Shams, 2000). Die Forscherin fand herraus, dass akustische Signale die Wahrnehmung visueller Reize beeinflussen können, selbst wenn sie eigentlich nicht zu Ihnen passen. Dafür zeigte Sie den Probanden für einen kurzen Augenblick eine kleine Scheibe im Zentrum eines Computerbildschirms und spielte dabei einen kurzen Ton ein – je nach Versuchsanordnung ein-, zwei- oder dreimal. Die Scheibe tauchte immer nur ein einziges Mal auf. Dennoch nahmen die Versuchspersonen genau so viele optische Signale wahr, wie sie gehört hatten. Es scheint also, dass ein auditiver Reiz die Wahrnehmung eines nicht existenten visuellen Ereignisses vortäuschen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Mensch-Maschine-System ein und verdeutlicht die Relevanz von Benutzerschnittstellen für die Qualität und Bedienbarkeit technischer Geräte.

2. Audiovisuelle Wechselwirkung: Dieses Kapitel erläutert anhand wissenschaftlicher Versuche, wie sich visuelle und akustische Reize gegenseitig beeinflussen und zu spezifischen Wahrnehmungseffekten führen.

3. Fragen zur Gestaltung: Hier werden Kriterien für Interface-Designer vorgestellt, um multimodale Elemente sinnvoll und zielgerichtet im Designprozess einzusetzen.

4. Gestalterische Annäherung: Dieser Teil beschreibt fünf kreative Methoden, die Designern helfen, Klänge zu beschreiben und in ein visuelles Gestaltungssystem zu übersetzen.

Fazit: Die Schlussfolgerung betont die Notwendigkeit, multisensorische Reize als Schlüsselrolle in der künftigen Entwicklung und Evaluation von Interfaces zu verstehen.

Schlüsselwörter

Multimodale Wechselwirkung, Interface Design, Mensch-Maschine-System, Usability, Audiovisuelle Wahrnehmung, Klangdesign, Gestaltungsanforderungen, Intersensorielle Analogie, Onomatopoesie, Wahrnehmungseffekte, Benutzerschnittstellen, Produktklang, Multimodale Zeichensprache, Interface-Gestaltung, Multisensuelle Reize.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung der Interaktion verschiedener Sinneskanäle, insbesondere Sehen und Hören, bei der Gestaltung von Benutzerschnittstellen für technische Systeme.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die menschliche Wahrnehmung, die Wechselwirkung von Audio- und visuellen Reizen sowie praktische Methoden für Designer zur Entwicklung intuitiver Interfaces.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Einfluss multimodaler Reize auf den Gestaltungsprozess zu beleuchten und aufzuzeigen, wie diese für eine verbesserte, intuitive Bedienung genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse psychophysikalischer Studien zu Wahrnehmungseffekten sowie auf Ansätze aus dem Kommunikationsdesign.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die audio-visuelle Wechselwirkung, definiert Kriterien für die Gestaltung von Schnittstellen und stellt fünf spezifische Kreativmethoden für die multimodale Gestaltung vor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind Multimodalität, Interface-Design, Usability, akustische Identifikation und intermodale Analogien.

Was besagt der Bauchredner-Effekt im Kontext der Arbeit?

Der Effekt zeigt, wie die menschliche Wahrnehmung visuelle und akustische Informationen verknüpft, wobei die Stimme einer optischen Quelle (der Puppe) zugeordnet wird, was als Grundlage für Designüberlegungen dient.

Warum sind die vorgestellten Kreativmethoden wie die "Onomatopoesie" für Designer wichtig?

Da es an einem universellen Vokabular für Klänge mangelt, helfen diese Methoden Designern dabei, Klangkonzepte zu verbalisieren, zu visualisieren und somit in einen Gestaltungsprozess zu integrieren.

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Details

Title
Multimodal Interaction Design
Subtitle
Die multimodale Wechselwirkung und ihre Bedeutung für den Gestaltungsprozess
Author
Rainer Hirt (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V130869
ISBN (eBook)
9783640365432
ISBN (Book)
9783640365609
Language
German
Tags
Multimodal Interaction Audio Branding Audio Interaction Interaction Design
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rainer Hirt (Author), 2009, Multimodal Interaction Design, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130869
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