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Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II

Titel: Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II

Hausarbeit , 2003 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dorothee Raff (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Der moderne Wahn des Versorgungsstaates" führt am Ende nicht zu mehr Eigenverantwortung der Bürger, sondern macht aus ihnen "soziale Untertanen". Diese Warnung Ludwigs Erhards aus dem Jahr 1956 gewinnt bei der aktuellen Diskussion über die Zusammenführung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe zu einem Arbeitslosengeld II (ALG II) immer mehr an Bedeutung.
Das momentane System gewährt Leistungsberechtigten je nach Ausgangssituation unbefristet Arbeitslosenhilfe (ALHI) oder Sozialhilfe (SOHI), deren Höhe unterschiedlich ist. Durch das Arbeitslosengeld II soll dieser Konstruktionsfehler eliminiert werden und mehr Effizienz und Gerechtigkeit erreicht werden. Darüber hinaus muß sich Arbeit im Vergleich zu den Transferleistungen lohnen. Durch drastische Sanktionen bei der Ablehnung einer Erwerbstätigkeit soll zusätzlich der Anreiz zur Annahme einer Arbeit erhöht und eine Reduktion der (Langzeit-) Arbeitslosigkeit erreicht werden. Zwar werden sich große Veränderungen nur bei Berücksichtigung von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage verwirklichen lassen, jedoch werden wir im folgenden nur auf die Steigerung des Anreizes auf der Arbeitsangebotsseite eingehen, die durch Senkung der Transferleistungen erreicht werden soll. Damit soll die Notwendigkeit der Reform unterstrichen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Sozialhilfe (SOHI)

3) Arbeitslosenhilfe (ALHI)

4) Arbeitslosengeld II (ALG II)

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Problematik des bestehenden Systems aus Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe sowie die Notwendigkeit einer Reform durch die Zusammenführung zum Arbeitslosengeld II (ALG II), um Anreize zur Arbeitsaufnahme zu steigern und die Effizienz des Sozialstaates zu verbessern.

  • Strukturelle Analyse von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe als Transferleistungen
  • Untersuchung der Anreizstrukturen und der Problematik der "Sozialhilfefalle"
  • Diskussion von Modellen zur Ausgestaltung des Arbeitslosengeldes II
  • Evaluierung der Auswirkungen auf Langzeitarbeitslosigkeit und Beschäftigungsanreize
  • Betrachtung der administrativen Anforderungen und der Finanzierungsträger

Auszug aus dem Buch

4) Arbeitslosengeld II (ALG II)

Um diese Probleme der Arbeitslosigkeit und der daraus folgenden staatlichen Transferleistungen zu begrenzen, wurde mit den Vorschlägen der Hartz -Kommission am 16.August 2002 unter anderem auch die Zusammenlegung von ALHI und SOHI zum so genannten Arbeitslosengeld II vorgeschlagen.

Aufgrund zweier unterschiedlicher Leistungs- und Betreuungssysteme für langzeitarbeitslose Menschen haben sich ineffiziente Doppelzuständigkeiten für denselben Personenkreis gebildet, was zu einer Erhöhung des Gesamtaufwandes führt, der reduziert werden soll. Parallel dazu sollen bei Ablehnung einer zumutbaren Arbeit die Bezüge gekürzt werden oder ganz wegfallen, wodurch die Bemühungen der Erwerbsfähigen um Arbeit verstärkt werden soll. Gleichzeitig soll durch die Bildung von Job-Centern eine wirkungsvollere Arbeitsvermittlung erreicht werden. Ein zusätzlicher Anreiz zur Arbeitsannahme soll durch höhere Freibeträge und die Eingliederung in die gesetzliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gesetzt werden, was bei Gewährung von Sozialhilfe nicht der Fall ist. Nach dem Prinzip "fördern und fordern" werden durch das ALG II mehr Gerechtigkeit und Effizienz erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Reform des deutschen Sozialsystems, um Eigenverantwortung zu stärken und Langzeitarbeitslosigkeit durch das Arbeitslosengeld II zu reduzieren.

2) Sozialhilfe (SOHI): Dieses Kapitel definiert die Sozialhilfe als subsidiäre Leistung zur Sicherung des Existenzminimums und diskutiert die damit verbundenen finanziellen Anreizprobleme.

3) Arbeitslosenhilfe (ALHI): Der Abschnitt erläutert die Arbeitslosenhilfe als staatlichen Transfer und thematisiert die Bedürftigkeitsprüfung sowie die Auswirkungen auf den Arbeitsanreiz.

4) Arbeitslosengeld II (ALG II): Hier werden die Reformvorschläge zur Zusammenführung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe sowie verschiedene Modelle für das ALG II und deren ökonomische Implikationen vorgestellt.

5) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nur durch die Zusammenführung zu einem einheitlichen System und konsequente Sanktionen das Ziel eines lohnenden Faktors Arbeit erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Arbeitslosengeld II, ALG II, Hartz-Kommission, Transferleistungen, Langzeitarbeitslosigkeit, Eigenverantwortung, Sozialhilfefalle, Arbeitsanreiz, Existenzminimum, Beschäftigungsförderung, Reform, Lohnabstand, Sozialbudget

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Strukturprobleme der deutschen Transferleistungen für Arbeitslose und Erwerbsunfähige und diskutiert die Reformschritte hin zum Arbeitslosengeld II.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen das Sozialhilfesystem (SOHI), die Arbeitslosenhilfe (ALHI) und die geplante Zusammenlegung zu einem neuen System (ALG II), inklusive der Anreizstrukturen für Erwerbstätige.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine Reform der Transferleistungen mehr Effizienz, Gerechtigkeit und vor allem stärkere Arbeitsanreize für Empfänger geschaffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf volkswirtschaftlicher Literatur, Statistiken und aktuellen Reformvorschlägen der Hartz-Kommission sowie der Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der aktuellen Sozial- und Arbeitslosenhilfe, die Analyse der Konstruktionsfehler des derzeitigen Systems sowie die Vorstellung und Bewertung dreier unterschiedlicher Modelle für das Arbeitslosengeld II.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Reform, Langzeitarbeitslosigkeit und Transferleistungen.

Warum wird das Konzept der "Sozialhilfefalle" in der Arbeit als kritisch angesehen?

Die Arbeit erläutert, dass durch die restriktive Anrechnung von Hinzuverdiensten bei der Sozialhilfe kaum finanzielle Anreize bestehen, eine Teilzeit- oder Vollzeitarbeit anzunehmen, da das Nettoeinkommen nicht merklich über dem Transferniveau liegt.

Welche Rolle spielen die Kommunen bei der Reformdiskussion?

Die Arbeit diskutiert die Verlagerung der Kostenverwaltung auf die Kommunen, um durch lokale Verantwortung eine effizientere und passgenauere Arbeitsvermittlung sowie eine bessere Einbindung in psychosoziale Beratungsangebote zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Veranstaltung
Öffentliche Finanzen
Note
1,3
Autor
Dorothee Raff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V130872
ISBN (eBook)
9783640369010
ISBN (Buch)
9783640369485
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialhilfe Arbeitslosenhilfe Arbeitslosengeld
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorothee Raff (Autor:in), 2003, Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130872
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Leseprobe aus  17  Seiten
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