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Der EU-Integrationsprozess zwischen 1947 und 1963

Eine Prozessanalyse mit Hilfe der politikwissenschaftlichen Integrationstheorien

Título: Der EU-Integrationsprozess zwischen 1947 und 1963

Trabajo de Seminario , 2008 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Robert Griebsch (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Die erste Phase des EU-Integrationsprozesses begann 1958 - liest man diese These im Aufsatz von Tsebelis und Garrett, so ergeben sich zwangsläufig einige Fragen, die sich nur beantworten lassen, wenn man der Argumentation anderer Autoren folgt. Diese setzen die erste Phase des Prozesses zwischen 1947 und 1957 an. Demnach sei mit dem Marshallplan das Fundament für den Prozess gelegt wurden. Aus diesem Grund behandelt diese Arbeit die Jahre 1947 bis 1963 und deren Bedeutung für den EU-Integrationsprozess. Das Jahr 1963 als Endpunkt kann aus zweierlei Gründen gewählt werden. Zum einen lehnte der französische Staatschef Charles de Gaulle am
14. Januar 1963 den Beitrittswunsch Großbritanniens zur EWG ab und sorgte dafür, dass der Integrationsprozess nachhaltig ins Stocken geraten ist, zum anderen wurde am 22. Januar 1963 mit dem Elysée-Vertrag der wichtigste (symbolische) (P)Akt für die nachhaltige Integration Westeuropas geschlossen: Die deutsch-französische Freundschaft, welche natürlich auch Auswirkungen auf den Integrationsprozess hatte.

Ich werde zunächst versuchen, die Integrationstheorien der Internationalen Beziehungen zu charakterisieren, im Anschluss den europäischen Einigungsprozess zu kennzeichnen und zum Schluss aufzuzeigen, welche Integrationstheorie den EU-Integrationsprozess
zwischen 1947 und 1963 „am Besten“ widerspiegelt. Dabei werde ich versuchen zu zeigen, dass man Claus Gierings These, der Funktionalismus charakterisiere die sektorale Integration zwischen 1947 und 1963 eindeutig am Treffendsten, zustimmen muss.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Integrationstheorien der Politikwissenschaft

2.1 Föderalismus

2.2 Funktionalismus und Neofunktionalismus

2.3 Intergouvernementalismus

2.4 Synkretismus

3 Der EU-Integrationsprozess zwischen ´47 & ´63

3.1 Das „European Recovery Program“

3.2 Die Londoner Sechsmächtekonferenz

3.3 Der Brüsseler Vertrag

3.4 Der Schuman-Plan und die Montanunion

3.5 Der Pleven-Plan und die EVG

3.6 Die Pariser Verträge

3.7 Die Römischen Verträge und die EFTA

3.8 Der Elysée-Vertrag

4 Analyse des Prozesses – eine Systematisierung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den europäischen Integrationsprozess im Zeitraum von 1947 bis 1963 und analysiert, inwieweit politikwissenschaftliche Integrationstheorien diesen Prozess erklären können, mit einem besonderen Fokus auf die Bedeutung sektoraler Integration.

  • Entwicklung des europäischen Einigungsprozesses (1947-1963)
  • Charakterisierung verschiedener Integrationstheorien (Föderalismus, Funktionalismus, Intergouvernementalismus)
  • Rolle Großbritanniens und Frankreichs in den Integrationsschritten
  • Analyse des Einflusses von Schlüsselereignissen wie Marshallplan, Schuman-Plan und Elysée-Vertrag
  • Bewertung des Funktionalismus als Leitbild für die sektorale Integration

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Londoner Sechsmächtekonferenz

Die Londoner Sechsmächtekonferenz fand zwischen dem 23. Februar und dem 1. Juni 1948 - mit einer Sitzungspause vom 7. März bis 19. April 1948 - statt. Während der ersten Phase (23.02.-06.03.1948) sprach unter anderem Bevin vor den Vertretern Frankreichs, aus den Beneluxstaaten, aus den USA und natürlich Großbritanniens. Bevin vertrat die Auffassung, dass die westliche Besatzungszone als gleichberechtigter Partner im European Recovery Program behandelt werden sollte. Der neu zu bildende Weststaat solle in der Lage sein, einen Beitrag zum Wiederaufbau Europas zu leisten. Außerdem sollten die Kosten der Besatzer verringert werden. Bevin sprach ebenfalls vom „Kampf um Köpfe“. Die westdeutsche Bevölkerung dürfe keinesfalls auf den Kommunismus reinfallen. Zwischen den Sitzungsperioden verließ der Sowjetmarschall Wassili Sokolowski den Alliierten Kontrollrat und setzte damit einen symbolischen Schlusspunkt unter die Vier-Mächte-Verwaltung.

Während der zweiten Sitzungsphase, am 27. April 1948, stellte Bevin den britischen Vorschlag zur Diskussion, der dem von Frankreich größtenteils ähnelte. So sollte ein westdeutscher Staat aufgebaut werden. Es solle eine verfassungsgebende Versammlung gewählt werden, die eine Verfassung für den Staat erstellt. Bevin stellte die „guiding lines“ vor, also die Prinzipien, die als Maßstäbe gelten, damit die Verfassung anerkannt werde. Diese „guiding lines“ sahen unter anderem vor, dass die Gesetzgebung in zwei Kammern statt findet. Eine Kammer solle die Länder repräsentieren. Falls die Deutschen ein Staatsoberhaupt wünschen, so solle dieses nicht direkt gewählt werden können und keine Notstandsgesetze erlassen dürfen. Erziehung, Kultur, Religion, das Polizeiwesen und die lokale Verwaltung sollen dezentral organisiert, also Sache der Länder sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung (1947–1963) und stellt die These auf, dass der Funktionalismus den Prozess der europäischen Integration in dieser Phase am treffendsten beschreibt.

2 Die Integrationstheorien der Politikwissenschaft: In diesem Kapitel werden zentrale theoretische Ansätze wie Föderalismus, Funktionalismus, Neofunktionalismus und Intergouvernementalismus charakterisiert und kritisch beleuchtet.

3 Der EU-Integrationsprozess zwischen ´47 & ´63: Das Kapitel bietet eine detaillierte historische Prozessanalyse der wichtigsten Integrationsschritte, von den Anfängen des Marshallplans bis zur Unterzeichnung des Elysée-Vertrags.

4 Analyse des Prozesses – eine Systematisierung: Abschließend werden die historischen Befunde mit den zuvor vorgestellten Theorien verknüpft, wobei der Autor zur Schlussfolgerung gelangt, dass eine sektorale Integration gemäß funktionalistischer Logik vorherrschend war.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, EU-Integrationsprozess, Integrationstheorien, Föderalismus, Funktionalismus, Neofunktionalismus, Intergouvernementalismus, Marshallplan, Schuman-Plan, Montanunion, Elysée-Vertrag, Sektorintegration, Großbritannien, Frankreich, Westeuropa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der europäischen Integration zwischen 1947 und 1963 und untersucht diese anhand politikwissenschaftlicher Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die historischen Integrationsschritte, die Rolle europäischer Großmächte sowie die theoretische Einordnung des Einigungsprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass der Funktionalismus das am besten geeignete theoretische Leitbild ist, um den sektoralen Integrationscharakter dieser Zeit zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine hermeneutische Untersuchung, bei der vorhandene Sekundärliteratur ausgewertet und mit der zentralen Fragestellung abgeglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich einer chronologischen Analyse bedeutender Etappen wie dem Marshallplan, den Brüsseler Verträgen, der Gründung der Montanunion und den Pariser Verträgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sektorintegration, Europäische Integration, Funktionalismus sowie die zentralen Verträge des untersuchten Zeitraums.

Warum wurde das Jahr 1963 als Endpunkt der Untersuchung gewählt?

1963 markiert durch die Ablehnung des britischen EWG-Beitritts durch de Gaulle und den Abschluss des symbolträchtigen Elysée-Vertrags eine Zäsur im Integrationsprozess.

Welche Rolle spielte Großbritannien bei den Integrationsbestrebungen?

Großbritannien agierte ambivalent, verhinderte häufig supranationale Vollmachten in Organisationen und favorisierte zwischenstaatliche Kooperationen gegenüber einer tieferen Integration.

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Detalles

Título
Der EU-Integrationsprozess zwischen 1947 und 1963
Subtítulo
Eine Prozessanalyse mit Hilfe der politikwissenschaftlichen Integrationstheorien
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie)
Curso
Einführung in die Internationalen Beziehungen (Proseminar)
Calificación
1,3
Autor
Robert Griebsch (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
19
No. de catálogo
V130932
ISBN (Ebook)
9783640388394
ISBN (Libro)
9783640388486
Idioma
Alemán
Etiqueta
EU-Integrationsprozess Eine Prozessanalyse Hilfe Integrationstheorien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robert Griebsch (Autor), 2008, Der EU-Integrationsprozess zwischen 1947 und 1963, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130932
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