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Eine frühe Form der Frauenemanzipation?

Die religiöse Frauenbewegung im Hoch- und Spätmittelalter

Título: Eine frühe Form der Frauenemanzipation?

Trabajo Escrito , 2007 , 16 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Robert Griebsch (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit der religiösen Frauenbewegung im Hoch- und Spätmittelalter und der Fragestellung, ob diese Bewegung eine frühe Form der Frauenemanzipation war. Besonders interessant ist hierbei die Untersuchung, inwieweit die Frau des Mittelalters ihrem vorher bestimmten und durchgeplanten Leben entkommen konnte oder wollte.

Die Ausführungen beginne ich mit einer allgemeinen Darstellung zur Stellung der Frau im Mittelalter. Dieser Punkt beinhaltet allerdings keine kontroverse Erklärung, sondern soll schlicht Motive vermitteln, die dazu führten, dass sich Frauen Bettelorden oder Beginengemeinschaften anschlossen. Es ist also nicht mein Anspruch, die Lebensverhältnisse konkret und detailliert kritisch zu reflektieren, sondern schlicht darzustellen, welche Umstände dazu führten, dass Frauen den Weg in die freiwillige Armut wählten. Im nächsten Punkt werde ich die Bettelorden der Prämonstratenser und der Zisterzienser genauer beleuchten, sowie das Beginentum näher vorstellen. Zum Schluss untersuche ich anhand gängiger Emanzipations-Definitionen, ob das Leben der Frauen in den Beginengemeinschaften eine frühe Emanzipationsbewegung war. Ich beschränke mich auf die Beginen, da diese bis zu einem bestimmten Zeitpunkt unabhängig von jeglicher Kontrolle waren und auch sein wollten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Stellung der Frau im Mittelalter

3 Die religiöse Frauenbewegung

3.1 Der Zisterzienser-Orden

3.2 Die Prämonstratenser

3.3 Die Beginen

4 Ist die religiöse Frauenbewegung eine Form der Frauenemanzipation?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die religiöse Frauenbewegung des Hoch- und Spätmittelalters mit der zentralen Fragestellung, ob diese als eine frühe Form der Frauenemanzipation verstanden werden kann und inwieweit Frauen durch den Eintritt in religiöse Gemeinschaften bestehenden patriarchalen Abhängigkeiten entkommen konnten.

  • Die gesellschaftliche Stellung der Frau im Mittelalter unter patriarchalen Strukturen
  • Die Motive für den Eintritt in religiöse Lebensformen (Bettelorden und Beginen)
  • Die Organisation und Lebensweise der Zisterzienserinnen, Prämonstratenserinnen und Beginen
  • Die kirchenrechtliche und gesellschaftliche Reaktion auf die beginische Autonomie
  • Die kritische Prüfung des Emanzipationsbegriffs in Bezug auf mittelalterliche Bewegungen

Auszug aus dem Buch

3 Die religiöse Frauenbewegung

Ein nicht zu unterschätzender Teil der Armutsbewegung seit dem 11. Jahrhundert war die religiöse Frauenbewegung. Diese ist sowohl durch den großen Zustrom von Frauen zu den Orden der Zisterzienser und der Prämonstratenser dokumentiert, aber auch durch die Bildung der Beginengemeinschaften um 1200. Die Frauen kamen meist aus dem Adel oder dem reichen städtischen Bürgertum. Oft handelte sich um Mädchen, die sich einer von Eltern oder Vormund vorbestimmten Heirat verweigerten und die freiwillige Armut vorzogen oder um Ehefrauen, die sich aus der Ehe lösen wollten.

Die religiöse Frauenbewegung war zwar nicht weltlich, aber zeigte ein Interesse an der gesellschaftlichen Umwelt. Dies trug dazu bei, dass eine Radikalisierung der Hinwendung zu Armen und Ausgestoßenen zu realisieren war. Die neuen Bewegungen, die der Bettelorden, und später die der Beginen, besinnen sich zurück auf das Evangelium des armen Jesus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert die Fragestellung der Hausarbeit und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf die religiöse Frauenbewegung sowie deren Emanzipationspotential ein.

2 Die Stellung der Frau im Mittelalter: Dieses Kapitel beleuchtet die patriarchale Vormachtstellung und die fehlende gesellschaftliche Autonomie der Frau, die als zentrale Motive für den Eintritt in religiöse Orden dienen.

3 Die religiöse Frauenbewegung: Hier wird der historische Kontext der Armutsbewegungen dargestellt und die Entwicklung der Zisterzienserinnen, Prämonstratenserinnen sowie der Beginen detailliert analysiert.

4 Ist die religiöse Frauenbewegung eine Form der Frauenemanzipation?: Das Fazit stellt moderne Emanzipationsbegriffe den historischen Tatsachen gegenüber und kommt zu dem Schluss, dass trotz eines Aufbruchs zu neuen Lebensformen keine bewusste Emanzipationsbewegung im modernen Sinne vorlag.

Schlüsselwörter

Religiöse Frauenbewegung, Mittelalter, Frauenemanzipation, Beginen, Zisterzienser, Prämonstratenser, freiwillige Armut, Patriarchat, Eheverständnis, Armutsbewegung, Emanzipation, Autonomie, Orden, Vita religiosa, Frauenklöster.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der religiösen Frauenbewegung im Hoch- und Spätmittelalter und untersucht deren Entwicklung als Fluchtmöglichkeit aus patriarchalen Zwängen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Frau in der mittelalterlichen Gesellschaft, die Entstehung der Zisterzienser- und Prämonstratenserorden sowie insbesondere das Beginenwesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die religiöse Frauenbewegung als frühe Form der Frauenemanzipation eingestuft werden kann oder ob die historischen Bedingungen gegen diese Einordnung sprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse historischer Quellen und Forschungsliteratur durch, um die Lebensumstände und Motive der betroffenen Frauen darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Lebensverhältnisse der Frau im Mittelalter, die verschiedenen religiösen Gruppierungen und die juristischen sowie gesellschaftlichen Konflikte der Beginen mit der Kirche dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Frauenemanzipation, Beginen, Armutsbewegung, patriarchale Abhängigkeit und religiöse Autonomie charakterisiert.

Was unterscheidet Beginen von den Frauen in den Orden?

Beginen lebten ohne feste Ordensregel, waren ökonomisch unabhängig und nicht institutionell an die strengen Regeln der Klöster oder eine dauerhafte kirchliche Kontrolle gebunden.

Warum wurde die Beginenbewegung von der Kirche verfolgt?

Die Kirche betrachtete die religiöse Autonomie der Beginen sowie das Fehlen männlicher Kontrolle oder klarer Ordenszugehörigkeit als problematisch und potenziell ketzerisch.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich der Frauenemanzipation?

Der Autor schlussfolgert, dass die Frauenbewegung zwar eine Abkehr von traditionellen Rollenmodellen darstellte, aber keine bewusste, organisierte Emanzipationsbewegung mit dem Ziel der gesellschaftlichen Gleichberechtigung war.

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Detalles

Título
Eine frühe Form der Frauenemanzipation?
Subtítulo
Die religiöse Frauenbewegung im Hoch- und Spätmittelalter
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Geschichte)
Curso
Armut im Mittelalter
Calificación
2
Autor
Robert Griebsch (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
16
No. de catálogo
V130934
ISBN (Ebook)
9783640375257
ISBN (Libro)
9783640375028
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eine Form Frauenemanzipation Frauenbewegung Hoch- Spätmittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robert Griebsch (Autor), 2007, Eine frühe Form der Frauenemanzipation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130934
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