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Das elektrische Leitungsnetz im liberalisierten Strommarkt

Title: Das elektrische Leitungsnetz im liberalisierten Strommarkt

Term Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Behr (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Im Mittelpunkt dieser Ausarbeitung steht die Liberalisierung der wirtschaftlichen Vorschriften des Energiesektors und damit einhergehend die Reform im elektrischen Leitungsnetz. In wieweit konnten überhaupt die wirtschaftlichen Bestimmungen des elektrische Leitungsnetz liberalisiert werden? Inwieweit bleibt ein staatlicher Einfluss bestehen? Welche Investitionen werden nach der Liberalisierung am elektrischen Leitungsnetz getätigt? Aus diesen Teilfragen wird eine Leitfragestellung gestellt.

Welche Effekte hat die Liberalisierung der wirtschaftlichen Bestimmungen des Energiesektors auf das elektrische Leitungsnetz?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung

1.2 Fragestellung

1.3 These

2 Die Liberalisierung im Energiesektor

2.1 Begriffsbestimmungen

2.1.1 Liberalisierung – Privatisierung – Deregulierung

2.1.2 Elektrizitätsübertragungsnetz

2.2 Die Liberalisierung des Energiesektors

2.3 Die Liberalisierung und das elektrische Leitungsnetz

2.4 Auswirkung sowie kritische Auseinandersetzung der Liberalisierung

3 Elektrische Leitungsnetz

3.1 Bestandsanalyse

3.1.1 E.ON Netz GmbH

3.1.2 Vattenfall Europe Transmission AG

3.1.3 RWE Transportnetz Strom GmbH

3.1.4 EnBW Transportnetz AG

3.1.5 Zusammenfassung Bestandsanalyse ÜNB

3.2 Netzzustand und -ausbau

3.2.1 Netznutzungsentgelte

3.2.2 Netzzustand

3.2.3 Netzausbau

4 Ausblick und Fazit

4.1 Ausblick

4.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Liberalisierung des Energiesektors auf das elektrische Leitungsnetz in Deutschland. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich die wirtschaftliche Neuordnung auf den Netzzustand, die Investitionstätigkeit der Netzbetreiber und die Versorgungssicherheit auswirkt.

  • Analyse des Liberalisierungsprozesses im deutschen Strommarkt
  • Untersuchung der strukturellen Bedingungen der Übertragungsnetzbetreiber
  • Evaluierung des Netzzustands und der Investitionsbedarfe
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf den Netzausbau

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemdarstellung

Jahrzehnte waren Infrastrukturdienste in Deutschland gesetzlich geschützte Monopole, um ein „universelles und kontinuierliches Angebot an Leistungen bereitzustellen“ (SCHEELE 2007:35, 41). Dies wiederum führte zur „Universalisierung der Infrastrukturdienste“ (MONSTADT 2007:18). Wurden erst nur Städte und Industriegebiete an das elektrische Leitungsnetz angeschlossen, so änderte sich dies durch die „politische Intervention“ in Richtung Förderung von „elementaren Infrastrukturgütern“ der ländlichen und ärmeren Regionen (EBD.:18). Diese „Infrastrukturleistungen“ machten die Urbanisierung in der uns bekannten Form möglich (EBD. 2008:187).

Nach dieser Expansionsphase setzte die Regressionsphase ein (EBD. 2007:19 & 2008:187). Ineffizienz, Innovationsmüdigkeit, Finanzknappheit nahmen in den öffentlichen Unternehmen zu (SCHEELE 2007:43f.). Das elektrische Leitungsnetz veraltete und wurde marode. Seit Ende der 1970er Jahre gingen weltweit Staaten über, ihre aufgebauten Infrastrukturdienste zu privatisieren und die Märkte zu öffnen (SCHEELE 2007:37, 48 & MONSTADT 2007:19). Dadurch erhofften sich die Staaten eine Verringerung der Haushaltsprobleme (SCHEELE 2007:43f.).

Der Paradigmenwechsel begann in Deutschland am 29. April 1998. Das „Gesetz zur Förderung der Energiewirtschaft“, aus dem Jahre 1935, wurde durch das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) abgelöst (MONSTADT & NAUMANN 2003:5 & 9). Bei der europäischen Ratssitzung zu Lissabon (‚Lissabon-Strategie’) im März 2000 wurde angestrebt, dass die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“, durch unter anderem der „Öffnung bisher abgeschirmter und geschützter Sektoren“ (SCHEELE 2007:39) wird. Die Annahme war, dass bei der Bereitstellung der Stromversorgung an Privatunternehmen, die darin verknüpften Ziele besser erreicht werden können (EBD.:36) sowie ein „diskriminierungsfreier Markt“ (BNETZA 2008a:5) entsteht. Dies gilt es anhand des elektrischen Leitungsnetzes zu untersuchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Infrastrukturmonopole und den darauffolgenden Paradigmenwechsel durch die Liberalisierung ein, aus dem sich die zentrale Forschungsfrage der Arbeit ableitet.

2 Die Liberalisierung im Energiesektor: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie Liberalisierung, Privatisierung und Deregulierung und beleuchtet den rechtlichen Rahmen sowie die regulatorischen Anforderungen für den Strommarkt.

3 Elektrische Leitungsnetz: Hier erfolgt eine detaillierte Bestandsanalyse der vier großen Übertragungsnetzbetreiber sowie eine Untersuchung des Netzzustands, der Netznutzungsentgelte und der notwendigen Netzausbaupläne bis 2015.

4 Ausblick und Fazit: Das abschließende Kapitel diskutiert zukünftige Entwicklungen wie die Dezentralisierung durch erneuerbare Energien und zieht das Fazit, dass die vollständige Liberalisierung des Netzes als gescheitert angesehen werden kann.

Schlüsselwörter

Liberalisierung, Strommarkt, elektrisches Leitungsnetz, Übertragungsnetzbetreiber, Netzzugang, Privatisierung, Deregulierung, Netzregulierung, Netzausbau, Versorgungssicherheit, Infrastruktur, Energiewirtschaftsgesetz, Monopol, Netznutzungsentgelte, Dezentralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Liberalisierung des deutschen Energiesektors auf das elektrische Leitungsnetz und die Netzbetreiber.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen der regulatorische Rahmen, die Bestandsaufnahme der Übertragungsnetzbetreiber sowie die Herausforderungen bei Netzzustand und Netzausbau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Effekte die Liberalisierung auf das elektrische Leitungsnetz hat und ob die damit verbundenen Ziele, wie etwa ein diskriminierungsfreier Zugang, erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Liberalisierungsprozesses und einer praktischen Analyse der Netzdaten und Berichte der Bundesnetzagentur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Liberalisierungsgeschichte und eine detaillierte Bestandsaufnahme der Netzbetreiber (E.ON, Vattenfall, RWE, EnBW) inklusive technischer Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Liberalisierung, Strommarkt, Übertragungsnetzbetreiber, Netzausbau und Netzregulierung beschreiben.

Welche Rolle spielt die BNetzA laut dieser Analyse?

Die Bundesnetzagentur fungiert als Regulierungsbehörde, deren Befugnisse jedoch laut Autor nur begrenzt zu Kosteneinsparungen oder Investitionsanreizen für die Betreiber führen.

Wie bewertet der Autor den Erfolg der Liberalisierung in Bezug auf das Stromnetz?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die gewünschte Vielfalt im Stromsektor nicht eingetreten ist und die Liberalisierung hinsichtlich des elektrischen Leitungsnetzes weitgehend gescheitert ist.

Warum wird über eine staatliche „Netz AG“ diskutiert?

Aufgrund geringer privater Investitionsanreize und des natürlichen Monopolcharakters des Netzes wird eine Rückführung in staatliche Hand als Option diskutiert, um die Versorgungssicherheit konfliktfreier zu gewährleisten.

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Details

Title
Das elektrische Leitungsnetz im liberalisierten Strommarkt
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Geographie)
Grade
1,3
Author
Sebastian Behr (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V130954
ISBN (eBook)
9783640367849
ISBN (Book)
9783640368150
Language
German
Tags
elektrische Leitungsnetz Liberalisierung Strommarkt Energiemarkt Geographie Netzzustand Netzausbau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Behr (Author), 2009, Das elektrische Leitungsnetz im liberalisierten Strommarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130954
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