Sozial-ökologische Probleme großtechnischer Infrastruktursysteme anhand der Ästhetisierung von Landschaft

Am Beispiel des elektrischen Leitungsnetzes


Seminararbeit, 2009
23 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Fragestellung
1.3 Aufbau und Schwerpunkt der Arbeit

2 Soziale Ökologie, Ästhetisierung von Landschaft und das elektrische Leitungsnetz
2.1 Soziale Ökologie
Genese
Ökologie
Soziales Handeln
Politisierung und Medialisierung
Einstufung von Infrastruktursystemen ins Ökosystem
2.2 Ästhetisierung von Landschaft
Einbettung Ästhetik, Landschaft, soziale Ökologie
2.3 Zusammenfassung

3 Ökologischer Transformationsprozess der Energiewirtschaft und die Probleme der Neuausrichtung des elektrischen Leitungsnetzes anhand der Ästhetisierung von Landschaft
3.1 Begriffsbestimmung elektrisches Leitungsnetz
3.2 Das elektrische Leitungsnetz im ökologischen Transformationsprozess
Transformation
Ökologischer Transformationsprozess
Dezentralisierung der Stromerzeugung
Folgen der Dezentralisierung
3.3 Freileitung versus Erdkabel
Ökonomische Betrachtung
Ökologische Betrachtung
Kostenberechnung der Kabelvarianten
3.4 Zusammenfassung

4 Ausblick und Fazit
4.1 Ausblick
4.2 Fazit

Literatur

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung

Infrastruktursysteme gelten als die „zentralen Bausteine“ einer „modernen Gesellschaft“ (KLUGE & SCHEELE 2003:4). Sie sind „Voraussetzung für die Entwicklungs- und Re- produktionsfähigkeit“ (LUX ET AL 2006:423). Die Genese von Infrastruktursystemen verläuft nicht „raumneutral“, da durch anhaltende räumliche Differenzierungsprozesse, Suburbanisierungsprozessen, als auch der neuen ökologischen Bewegungen, unter- schiedliche Systeme entwickelt werden müssen, um die Versorgung ökonomisch und sozial zugleich zu gewährleisten (WISSEN & NAUMANN 2008:18). Das heißt, Än- derungen im Raum sowie Änderungen der Infrastruktursysteme korrelieren sich. So prägt die Entwicklung einer Stadt, einer Region, eines Landes, das Infrastruktursystem und umgekehrt (MOSS 2008:325f.). Diese Prägung hat jedoch auch Einfluss auf die hie- sige Umwelt. So stören und zerschneiden Infrastruktursysteme langlebige Ökosysteme und verinseln vehement zusammenhängende Flächen (HABER 1993:70). Erhebliche ästhetische Funktionsverluste langlebiger Ökosysteme werden von verschiedenen Ak- teuren deklariert. Daher finden Abwägungen statt, inwiefern Infrastruktursysteme Ein- fluss auf das ästhetische Landschaftsbild haben und wie dies vermieden werden kann. Für die Gesellschaft selbst, haben Infrastruktursysteme lebenserhaltende Funktionen übernommen und fungieren zusätzlich als Medium „zwischen Gesellschaft und Natur“, denn „natürliche, technische, soziale und ökonomische Prozesse und Strukturen sind auf komplexe Weise miteinander verwoben“ (LUX ET AL 2006:423, EICHLER 1993:39).

Der Fokus dieser Arbeit richtet sich auf ein Infrastruktursystem – das elektrische Lei- tungsnetz. Auf der Problematik aufbauend und im Blickfeld der Neuausrichtung des elektrischen Leitungsnetzes, bedingt durch die ökologische Neuausrichtung der Strom- wirtschaft, wird folgend die Fragestellung formuliert.

1.2 Fragestellung

Anhand der Eingangs erwähnten Problematik der Ästhetisierung von Landschaft im Bezug des Ausbaus von Infrastruktursystemen, bilden sich die Fragen:

Wie wird Landschaft ästhetisiert und welche Bedeutung kommt dem elektrischen Leitungsnetz als Infrastruktursystem dabei zu?

Vor welchen Problemen stehen Akteure des Netzausbaus und welche Argumente hat die Gegenpartei?

Welche Ansätze gibt es, um den Konflikt zwischen dem notwendig Netzausbau und der Blockierung dessen aufzulösen?

Im Folgenden wird der Schwerpunkt und darauf stützend der Aufbau der Arbeit erläu- tert.

1.3 Aufbau und Schwerpunkt der Arbeit

Diese Arbeit spezialisiert sich auf die sozial-ökologischen Problematiken eines groß- technischen Infrastruktursystems anhand der Ästhetisierung von Landschaft. Dabei richtet sich der Fokus auf das elektrische Leitungsnetz als ein großtechnisches Infra- struktursystem. Soziales und Ökologisches korrelieren bei großtechnischen Infrastruk- tursystemen und bringen Probleme mit sich (LUX ET AL 2006:423). Zum Beispiel führen Ausbautätigkeiten zur Veränderung des ästhetischen Anblickes von Landschaften. Ein Schwerpunkt liegt in der Ausarbeitung von Konflikten aufgrund der Struktur des elekt- rischen Leitungsnetzes und der Prägung auf die Landschaft. Dazu werden Gründzüge und Grundbegriffe der sozialen Ökologie sowie der Ästhetisierung von Landschaft zu klären sein, um diese dann in Verbindung mit dem elektrischen Leitungsnetz als ein ‚Infrastruktursystem im ökologischen Wandel’ zu bringen. Dieser Wandel wird über den ökologischen Transformationsprozess der Stromwirtschaft und damit verbunden, den strukturellen Ausbau des elektrischen Leitungsnetzes, welcher diese Problematik mit sich bringt, dargestellt. Ein forschungsorientierter Ausblick sowie ein Fazit schließen diese Arbeit ab.

2 Soziale Ökologie, Ästhetisierung von Landschaft und das elektrische Leitungsnetz

2.1 Soziale Ökologie

Soziale Ökologie wird von BECKER (2006:29) als Wissenschaft, „die sich mit der Öko- logie menschlicher Gesellschaften [...] und der Beziehung zwischen Gesellschaft und ihrer natürlichen Umwelt“ beschäftigt, in Kurzform beschrieben.

Die Forschungsgegenstände sind zum einen die „Beziehung der Menschen zu ihrer je- weiligen natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt“ (BECKER & JAHN 2006:80) und zum anderen die „gesellschaftliche[n] Probleme [...] in einem strittigen Diskurs mit Be- zug auf Störung in den Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur“ (JAHN 2003:551). Der grundlegende Baustein aufgrund der „zukünftigen Reproduktion- und Entwicklungsfähigkeit der Gesellschaft“, ist das Konzept der Nachhaltigkeit (BECKER & JAHN 2006:80). Aber wie kommt es zu dieser Forschungsrichtung?

Genese

Andere Wissenschaften griffen Krisenthemen erst während der Krise auf und die Reak- tionen folgte zu spät (BECKER 1987:10). Zudem wurden bei unterschiedlichen Struk- turen eines Untersuchungsgegenstandes auf andere Disziplinen verwiesen, zu ungunsten einer ganzheitlichen Perspektive (EBD.). Ein neues interdisziplinäres Verständnis zwi- schen, Mensch, Kultur und Gesellschaft, als nicht trennbare Beziehung musste geschaf- fen werden (BECKER 2006:34). Nach vielen krisenhaften Entwicklungsstufen dieser Begrifflichkeiten, begann in den 1970er Jahren eine „neue soziale Bewegung“ und eine methodische Integration von Natur- und Sozialwissenschaftlichem entstand (EBD.:51). Dies mündete 1987 in die Forschungsgruppe „Soziale Ökologie“. Dieses Programm wurde aus verschiedenen Ansätzen der Frankfurter Schule gegründet (EBD.:52). Für die Beziehung und des Verständnisses zwischen Gesellschaft und Natur tritt der Termini „Ökologie“ ein (EBD:53).

Ökologie

Ökologie als äußerst komplexer Begriff findet „in der Fülle der Erscheinungen der Umwelt [...] allgemein gültige, möglichst auch einfache Gesetzmäßigkeiten [...] [welche] stets wieder an der Komplexität der Wirklichkeit überprüft werden“ müssen (HABER 1993:4). Dies bedeutet, dass die Forschungsergebnisse kontinuierlich in Frage zu stellen sind.

Den Begriff prägte Haeckel, ohne ihn disziplinär einzubetten (HABER 1993:5, EICHLER 1993:50). Ökologie setzt sich aus den griechischen Wörtern ‚oikos’ (Haus, Haushalt) und ‚logos’ (Wort, Vernunft, Lehre) zusammen. Somit beschreibt der Begriff die „Lehre vom Haus(halt)“ (HABER 1993:5). EICHLER (1993:50) postuliert die wissenschaftliche Ganzheitlichkeit des Terminus, denn „keine Disziplin kann und darf von sich behaupten, ‚die’ Ökologie oder ‚das’ Ökosys- tem zu erforschen“. Die Wechselbeziehungen zu anderen Wissenschaften sind prägnant und Ökologie ist als „Philosophie der Ganzheit“ zu verstehen (EBD.:51). Denn sie um- fasst die „Elementarbedürfnisse der Lebewesen“ (Licht, Wärme, Luft, Wasser, Nah- rung, Raum und Partner-Lebewesen) (HABER 1993:5). Diese gelten zugleich dem Men- schen und zwingen ihn ökologisch zu handeln. Sprich, den „Prozess des Tuns“, indem die physiokratische Lebensweise des Menschens auf die Sicherung der Elementarbe- dürfnisse gerichtet ist, um sich weiterhin reproduzieren zu können (WERLEN 2003:384). Und in Verbindung mit „handeln“ tritt der Begriff ‚sozial’ im Hintergrund der ‚Sozio- logie’ ein.

Soziales Handeln

Nach Weber (2005:11) ist Soziologie „eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich er- klären will“. Beim „sozialen Handeln“ orientiert sich der Handelnde auf das Verhalten anderer und handelt danach (ebd.:12). Das soziale Handeln ist dabei bestimmt von Zweckrationalität, Wertrationalität sowie aus Affekt und Tradition (ebd.).

Die Bausteine Ökologie und Soziologie gilt es im weiteren Verlauf zu verknüpfen.

Die genannten Elementarbedürfnisse „existieren bei sozialisierten Menschen nur in subjektiv und gesellschaftlich interpretierter Form“ (HUMMEL & BECKER 2006:207). Das heißt, die menschlichen Bedürfnisse sind keine rein „symbolisch überformte biolo- gische Notwendigkeit“. Sie sind sozial geprägt, denn (soziales) Handeln dient auch der Bedürfnisbefriedigung (EBD.:208). Wo diese Elementarbedürfnisse für den Menschen als gefährdend wahrgenommen werden, führen diese zu politisch und medial geführten Debatten (EBD.:209).

Politisierung und Medialisierung

Natur rückt „als politische Kategorie ins Zentrum“ und setzt sich mit der „Politik der Umweltbewegung, der Parteien und der staatlichen Institutionen“ auseinander (BECKER 2006:53). Eine der bedeutendsten Debatten fand im Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Hier wurde über die Zukunft der Umwelt und der gesellschaftlichen Entwicklung dis- kutiert und das Leitbild der Nachhaltigkeit rückte in den Fokus vieler Staaten (BECKER & JAHN 2006:57f.). Zunehmend werden ökologische und soziale Probleme in der Ge- sellschaft wahrgenommen und in Politik sowie Medien thematisiert. In den letzten Jah- ren stieg das gesellschaftliche Bewusstsein für die Gefährdung unserer natürlichen Le- bensbedingungen (BECK 1993:26). Die Medien dienen als Sprachrohr der Wissenschaft und trotz der für die Individuen nicht immer wahrnehmbaren Gefahren, werden diese zunehmend ins Bewusstsein gerufen (EBD.:29f.).

Einstufung der Infrastruktursysteme in ein Ökosystem

Die ökologische Forschung betrachtet Erscheinungen in der Umwelt. Diese Umwelt ist vom physiokratischen Handeln der Menschen unterschiedlich geprägt beziehungsweise überformt (HABER 1993:70f.). Unterschiedliche Autoren haben sich somit zur Aufgabe gemacht, die Ökosysteme in zwei Hauptkategorien zu unterteilen (u.a. Troll, Sukopp, Leser, Eichler, Haber). Diese sind zum einen das „biologisch geprägte Ökosystem“ und zum anderen das „technisch geprägte Ökosystem“ (HABER 1993:72f. in Anlehnung an SUKOPP 1972). Je nach Beeinflussungsgrad des Menschen, werden die biologisch ge- prägten Ökosysteme weiter aufgesplittert. Zur Einbettung von Infrastruktursystemen ist das technisch geprägte Ökosystem relevant. Dieses so genannte „Techno-Ökosystem“ ist „vom Menschen bewusst für kulturell-zivilisatorisch-technische Aktivitäten geschaf- fen“ (EBD.:72). Es hat für die Gesellschaft „lebenserhaltende Funktionen eingenom- men“, jedoch besitzt es selbst gesundheitliches Gefährdungspotential (EICHLER 1993:39). Das Techno-Ökosystem ist die „Extremform der Unnatürlichkeit“, wird je- doch von den „durchdringenden biologischen Ökosystem“ beeinflusst (EBD., HABER 1993:72). Diese Tatsache wird im weiteren Verlauf (Kapitel 3) deutlich.

2.2 Ästhetisierung von Landschaft

Was ist Landschaft? Diese Frage wird ständig neu debattiert (vgl. HARD 2002:133). Und was ist dann die Ästhetik von Landschaft beziehungsweise was ist eine ästhetische Landschaft?

RICHTER (1999:129) verwendet für das „ästhetische Verhältnis des Menschen zur Land- schaft“ das Explikat „Landschaftsschönheit“. Er postuliert, dass die „heimatliche Land- schaft“ der subjektive Maßstab „für die Beurteilung des ästhetischen Wertes einer Ge- gend“ ist.

Der Begriff ‚Ästhetik’, als die sinnliche subjektive Wahrnehmung des ‚Schönen’, wurde von Alexander Gottlieb Baumgarten 1735 geprägt und sollte gar als eine eigenständige Disziplin etabliert werden. (GAREIS-GRAHMANN 1993:21, DUDERSTADT 2007:1). Der Begriff Landschaft stammt aus der Malerei und Dichtung des 17.Jh. (GAREIS- GRAHMANN 1993:23). Allegorisiert wurde der Begriff als „emotional aufgefasstes Na- turbild und [seine] künstlerische Darstellung“ (ebd.). Landschaft ist somit ein philoso- phisch und ästhetisch belegter Terminus (WITTKAMP 2001:o.A.). Der Maßstab einer schönen beziehungsweise ästhetischen Landschaft ist die englische Gartenlandschaft.

Wie bereits angeführt, ist die heimatliche Prägung der Menschen von Bedeutung, ob eine Landschaft bevorzugt wird oder nicht. Und dennoch gibt es, unabhängig der indi- viduellen Prägung, ein allgemeines, wohlbefindliches Landschaftsbild. Dies sind „Park- ähnliche Landschaften mit offenen Grünflächen, [...] kleinen Wasserflächen und Hügeln für [Fernblicke]“ (RICHTER 1999:130). Dagegen belasten „zersiedelte und verbaute Ge- gend[en] unser Gemüt“. Sprich, Unüberschaubarkeit stört das Wohlbefinden sowie die Geborgenheit von Individuen und somit die Ästhetik (EBD.:131f.). Die Problematik ei- nes großtechnischen Infrastruktursystems in einer ‚Landschaftsschönheit’ wird deutlich.

Einbettung Ästhetik, Landschaft, soziale Ökologie

Heutige Begriffsbestimmungen der Landschaft orientieren sich nach der Sicht des je- weiligen Verfassers. Im Kontext eines anorganischen großtechnischen Infrastruktursys- tems, wird Landschaft in dieser Arbeit als kulturhistorisches gewachsenes Gebilde mit seinen ganzen bautechnischen Prägungen verstanden (vgl. GAREIS-GRAHMANN 1993:25). Dabei kann die Verknüpfung von Kultur und Natur als Landschaft verstanden werden (WITTKAMP 2001: o.A.). Die durch menschliche Sinne wahrnehmbare Qualität spielt eine entscheidende Rolle, um sozial-ökologische Probleme von Infrastruktursys- temen anhand der Ästhetisierung von Landschaft ausfindig zu machen. Die Sinne wie Sehen (visuell), Hören (auditiv), Riechen (olfaktorisch), fungieren als Aufnahmeme- dium der Landschaft (GAREIS-GRAHMANN 1993:21). Die kognitiven Kräfte wie Erken- nen, Begreifen, Erfahren dienen der Beurteilung der Ästhetik von Landschaft. Denn

Ästhetik befasst sich „mit der Wahrnehmung durch die Sinne“ und der Beurteilung durch den Verstand – Kognition und Emotion (ERZEN 2004:22, DUDERSTADT 2007:7).

Ökologie befasst sich mit der Gesamtheit der physischen und formalen Erscheinungen der Umwelt. Diese ist durch das Handeln der Menschen geprägt und geht im Verständ- nis der sozialen Ökologie eine Beziehung mit dem Menschen ein. Die Verknüpfung der Begrifflichkeiten sieht ERZEN (2004:22) in der Wahrnehmung. Die Ökologie sowie die Wechselbeziehung zwischen Kultur und Natur (Landschaft), „werden durch das spezi- fische Verständnis von Ästhetik und [...] ästhetischer Wahrnehmung bestimmt“ (EBD.:23). Dies bedeutet, der Mensch als Physiokrat prägt seine Umwelt nach seinen ästhetischen, intellektuell gesteuerten Wahrnehmungsvorstellungen von Landschaft (RICHTER 1999:129f., ERZEN 2004:22f.). Durch die menschliche Physiokratie ist Land- schaft jedoch im engeren Sinne als kulturell geprägt, beziehungsweise als Kulturland- schaft zu verstehen (BÄTZING 2000:199).

2.3 Zusammenfassung

Die soziale Ökologie als transdisziplinäre Wissenschaft, untersucht „gesellschaftliche Naturverhältnisse“ (JAHN 2003:7). Der Mensch rückt in den Fokus, wenn es um seine Elementarbedürfnisse und damit verbunden, um Mensch-Umwelt Beziehungen geht. Die allgemeine biologische Ökologie dient der Begriffsbestimmung, welche auf die soziale Ökologie übertragen wird. Infrastruktursysteme sind als technisch geprägtes Ökosystem zu verstehen, da sie vom Menschen bewusst geschaffen wurden. Diese zer- schneiden Landschaften, was wiederum als unästhetisch empfunden wird. Die Qualität dieser Landschaft gilt für die Sinneswahrnehmung des Menschen als gestört. Diese Tat- sache „bietet einen kritischen Zugang zur Beschreibung und Analyse ökologischer Problemlagen“ (LUX ET AL 2006:433) anhand der Ästhetisierung von Landschaft, wenn der Bau großtechnischer Infrastruktursystemen debattiert wird.

Im folgenden Verlauf der Arbeit wird das elektrische Leitungsnetz im Kontext der ökologischen Transformation der Stromwirtschaft in den sozial-ökologischen For- schungsprozess eingebettet.

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Details

Titel
Sozial-ökologische Probleme großtechnischer Infrastruktursysteme anhand der Ästhetisierung von Landschaft
Untertitel
Am Beispiel des elektrischen Leitungsnetzes
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Human- und Geoökologie
Autor
Jahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V130957
ISBN (eBook)
9783640382477
ISBN (Buch)
9783640382798
Dateigröße
732 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Ökologie, Infrastruktursystem, Landschaft, Ästhetik, elektrische Leitungsnetz
Arbeit zitieren
Sebastian Behr (Autor), 2009, Sozial-ökologische Probleme großtechnischer Infrastruktursysteme anhand der Ästhetisierung von Landschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130957

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