Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten im Jugendalter


Hausarbeit, 2009

27 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.2 Anlass und Problemstellung, Aufbau der Arbeit

2 Hauptteil
2.1 Jugend und Gesundheit
2.1.1 Einfluss sozialer Ungleichheit auf Mortalität
2.1.2 Einfluss sozialer Ungleichheit auf Morbidität
- Chronische Erkrankungen und Behinderungen
- Unfälle und Verletzungen
2.1.3 Selbsteinschätzung der Gesundheit- Bedeutung der Gesundheit im Jugendalter
2.1.4 Psychosomatische Beschwerden und Symptome
2.1.5 Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
2.2 Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesunheitsverhalten der Jugendlichen
2.2.1 Tabakkonsum
2.2.2 Alkoholkonsum

3. Förderung des Gesundheitsverhalten in der Praxis

4. Schlussteil, Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anhang

I. Soziale Ungleichheit, gesundheitliche Ungleichheit, Bergriffserklärung

II. Definition zur Lebensphase „Jugendalter“

III. Beschreibung der WHO Studie

„Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)“

1. Einleitung

1.1 Anlass und Problemstellung, Aufbau der Arbeit

In den letzten Jahren hat das öffentliche Interesse am Thema „Gesundheit und soziale Ungleichheit“ zugenommen.

Besonders im Bezug auf Jugendliche, löst dieses Thema Betroffenheit aus, da diese den sozialen Verhältnissen, Lebensumständen und Umwelt, in der sie leben meist ausgeliefert sind. Doch genau diese Voraussetzungen bestimmen ihr seelisches und körperliches Wohlbefinden, was für eine gesunde Entwicklung sehr wichtig ist.

Kinder und Jugendliche können ihren sozialen Status nicht selbst beeinflussen, daher betrachtet man dies als sehr unfair, wenn sie sozial benachteiligt sind und ihre Chancen, ein gesundes Leben zu führen, schlecht stehen. Meist zieht sich dies durch ihr gesamtes Leben.

Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Frage, inwiefern sich der sozio-ökonomische Status auf die Mortalität, Morbidität und auf das Gesundheitsverhalten im Jugendalter auswirkt.

Festzustellen ist auch die allgemeine gesundheitliche Lage der heutigen Jugendgeneration.

Auch in der Wissenschaft hat dieser Themenbereich viel Platz eingenommen, als erstes zu nennen ist die HBSC Studie der WHO, mit der ich mich hier überwiegend befasst habe (ausführliche Beschreibung der Studie im Anhang).

Auch das Bundesministerium für Gesundheit setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. So gibt es etliche Studien und Präventionskonzepte für ein „besseres“ Gesundheitsverhalten im Jugendalter.

Als Anlass für dieses Themenwahl ist meine ehrenamtliche Tätigkeit auf Jugendfreizeiten beim Kreisjugendring Backnang zu nennen, da ich dort ausschließlich mit Jugendlichen arbeite.

Vor jeder Freizeit ist genau dieses Thema bei uns Leitern sehr gefragt, vor allem was das rauchen und Alkohol trinken angeht.

Ebenso habe ich bereits in meiner Ausbildung zur Erzieherin eine Arbeit über das Jugendalter geschrieben und erkannt, dass mich diese Lebensphase sehr interessiert und ich auch motiviert bin in meinem späteren Berufsleben in diesem Bereich zu arbeiten.

Zu Beginn der Arbeit wird ein Überblick über die aktuelle, gesundheitliche Lage der Jugend gegeben, was in folgenden Bereichen Mortalität und Morbidität weitergeführt wird. Hinzu kommt des weiteren der Einfluss des sozio-ökonomischen Status´ der Eltern und der Jugendlichen selbst. Spezifischer wird dabei auf chronische und psychosomatische Krankheiten eingegangen.

Nicht nur dadurch lässt sich die Gesundheit im Jugendalter bestimmen, sondern auch speziell an dem gesundheitsrelevantem Verhalten der Jugendlichen, dazu mehr in Punkt 2.2, mit näheren Erläuterungen bezüglich des rauchens und Alkohol trinkens.

Klar ist jedoch, dass nicht durch durch Tabakkonsum und Alkohol, das Gesundheitsverhalten beeinflusst wird. Hinzu kommen viele weitere Faktoren wie Sportliche Aktivitäten, Essgewohnheiten, Medienkonsum, Drogenkonsum etc. die die HBSC Studie untersucht.

Meine Arbeit beschränkt sich jedoch nur auf die oben benannten Faktoren (Tabak und Alkohol).

Zum Abschluss der Arbeit, werde ich, kurz gefasst, auf Präventionsmaßnahmen für ein positives Gesundheitsverhalten der Jugendlichen, eingehen

Als Arbeitsgrundlagen, verwende ich einige Bücher, die Studien beschreiben und in Schaubildern Zusammenfassen. Ebenso habe ich beim Bundesministerium für Gesundheit einige PDF Dateien angefordert, die ebenso Fragebögen für Jugendliche und Eltern Statistiken die diese Fragebögen zusammenfassen und beschreiben.

2. Hauptteil

2.1 Jugend und Gesundheit

„Die Gesundheit ist unzweifelhaft eines der bedeutendsten „Güter“

nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft“ (Richter 2005, 61)

Am bedeutsamsten ist hier die körperliche, psychische und soziale Gesundheit in der Jugend, da diese sehr relevant für die gesellschaftliche Zukunft sind.

Da früher das Jugendalter als relativ Krankheits- und Beschwerdefreie bzw. als gesundheitlich unspektakuläre Zeit bezeichnet wurde, war das öffentliche Interesse hier eher gering (Kolip 1999b, in Richter 2005, 61)

In den letzten Jahren jedoch rückte das öffentliche Interesse im Bezug auf Gesundheit und Gesundheitsverhalten in der Jugendphase immer mehr in den Vordergrund.

Die eigentliche Lage der Gesundheit im Jugendalter wurde dabei eher außer Acht gelassen. Vielmehr interessierte man sich für Themen wie Gesundheitserziehung, -förderung sowie Gesundheitsverhalten.

Nun gibt es einige Studien, die sich mit der gesundheitlichen Lage der Jugend befasst wie z.B die HBSC Studie.

Laut statistischer Routinedaten lässt sich erkennen, dass sich die gesundheitliche Lage der Jugend in den letzten Jahren verbessert hat. Der Grund darin liegt vor allem an der fortschreitenden Verbesserung der Lebenslage und verbesserten hygienischen Verhältnissen. Ein weiterer Grund für die Verbesserung liegt an der leicht erreichbaren und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung. So können selbst schwere Erkrankungen durch genetische Fehler, mit gutem Erfolg behandelt werden.

Ebenso sind für Statistiken Infektionsbedingte Krankheiten und Kindersterblichkeit, nahezu unbedeutend geworden (Siegrist et al. 1998).

Dies findet in Statistiken darin Niederschlag, dass laut ihnen nur eine Person von Hundert, unter 25 Jahren stirbt.

In keinem anderen Lebensabschnitt erhält man so niedrige Mortalitätsraten, wie im Jugendalter.

Davon gehen 20% der Todesfälle auf Krankheiten zurück. Der größte Teil von Sterbefällen geschieht aufgrund von Unfällen, Vergiftungen oder Selbstmorde (Dürr 1999).

Entwicklungstendenzen der Statistiken zeigen weitere Verbesserungen auf, so liegt die Lebenserwartung bei Fünfzehn jährigen bei 60,3 Jahren, bei Männern und bei Frauen 66,4 Jahren, im Jahre 1997. Das bedeutet, dass die Lebenserwartung im letzten Jahrzehnt um zwei Jahre angestiegen ist (Hackauf/Winzen 1999).

Somit gilt der Lebensabschnitt der Jugendphase, als relativ gesund.

Dennoch muss man auch andere Indikatoren der Gesundheit hinzuziehen und nicht nur auf Infektionskrankheiten eingehen, so ändert sich das Gesundheitsbild im Jugendalter etwas mehr.

In den westlichen Industrieländern ergeben sich aus deren Lebensbedingungen, neue Gesundheitsbeeinträchtigungen. Diese sind auf den ersten Blick meist nicht Lebens- bedrohlich, doch können die Lebensqualität sehr beeinträchtigen.

Die Rede ist hier von chronischen Krankheiten (z.B Asthma, Allergien), psychosomatische Krankheiten, emotionale Befindlichkeitsstörungen sowie psychische Auffälligkeiten.

Nun bekommen auch Themen wie die psychosomatische Gesundheit der Jugendlichen, neben Themen wie Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum, eine größere Bedeutung. Hinzu kommen auch noch Unfälle durch Risikoverhalten (Kolip 1999b).

Der Grund dafür: Jugendliche sind mit der Fülle an Entwicklungsaufgaben überfordert und sind somit auch alters- und statusbedingten Gesundheitsrisiken ausgesetzt.

Jugendliche stehen unter enormem, gesellschaftlichem Druck, vor allem was die Bildung angeht. Gute schulische Leistungen werden nicht nur von den Eltern erwartet, sondern auch von den Lehrern. Jugendliche sind ebenso ihrer Familiärer Lebenssituation ausgesetzt und nicht selten leiden Jugendliche sehr darunter. Doch nicht nur Erwachsene üben Druck auf Jugendliche aus, sondern auch die Peer Group spielt eine große Rolle im Jugendalter, so stehen Jugendliche ebenso auch unter einem Sozialisationsdruck.

Einige Belastungen sind Entwicklungstypisch und treten nur in dieser Altersspanne auf, meistens werden diese jedoch mit ins Erwachsenenalter mitgenommen (Hurrelmann 2000).

Dies Bedeutet, dass schon im Jugendalter die Weichen der Gesundheit im Erwachsenenalter festgelegt werden, vor allem aber was gesundheitsrelevantes Verhalten betrifft, wie z.B Tabak- und Alkoholkonsum. Auch werden Stile im Umgang mit dem Körper eingeübt und das Verhalten im Bezug auf Gesundheit gefestigt.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen der Gesundheit im Jugendalter (vgl. West 1999, 13)

Zum einen, die Phase maximaler Gesundheit, die Aufmerksamkeit richtet sich hier auf Indikatoren des zugrunde liegenden Gesundheitspotential oder auf Indikatoren zukünftiger Morbidität.

Zum anderen lässt sich die jugendliche Gesundheit in Frage stellen, somit rückt die hohe Prävelenz verschiedener Gesundheitsprobleme ins Zentrum.

Weitere Betrachtungsweisen ergeben sich auch aus der sogenannten Lebenslauf- Perspektive (West 1999/Siegrist 2001).

Daher sollten vielmehr die Auswirkungen auf die Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit im späteren Leben richten und nicht nur auf das Gesundheitsverhalten im Jugendalter. Denn wie zahlreiche Studien bereits ermittelt haben, ist die Adoleszenz für die Gesundheit und den sozio-ökonomischen Status im Erwachsenenalter von großer Bedeutung (für Deutschland: Brasche et al. 2001).

Dies eröffnen eine andere Sichtweise der gesundheitlichen Bedeutung im Jugendalter, die für die ungleiche Entwicklung der Gesundheit besonders relevant ist.

2.1.1 Einfluss sozialer Ungleichheit auf Mortalität

Einen ersten Ansatz zur Verbesserung der Gesundheitlichen Lage im Jugendalter, kann man damit bestimmten, indem man zuerst einmal die Daten zur Sterblichkeit und Lebenserwartung (Mortalität) in diesem Altersabschnitt berechnet. Dadurch bieten sich erste Einblicke in gesundheitliche Problembereiche der Jugendlichen, an denen man zu präventiven Maßnahmen ansetzen kann.

Laut Statistiken, sind die Mortalitätsraten in Deutschland und auch in anderen Industrieländern, im letzten Jahrhundert stetig gesunken (vgl. Hackauf/Winzen 1999, in Richter S. 64).

Vor allem durch die Verbesserung der sozialpolitischen Lage, wie der Aufbau eines Gesundheitswesens, Verbot von Kinderarbeit, Jugendarbeitsschutz, Verbesserung der medizinischen Lage und auch die Verbesserung der Wohn- und allgemeinen Lebensbedingungen, sind diese positiven Mortalitätsraten zu verdanken.

Hier sind nun zuerst einmal Alters spezifische Sterbeziffern zu betrachten (siehe Richter S. 65, Tabelle Alters spezifische Sterbeziffern 2000, Statistisches Bundesamt).

Diese Tabelle zeigt einen Alters typischen Verlauf der Mortalität, mit hohen Werten im ersten Lebensjahr und sinkenden Werten zwischen dem fünften und dem fünfzehnten Lebensjahr, bis auf ein Minimum. Von dort an steigt dieser Wert wieder kontinuierlich an.

Man erkennt also, dass die Sterblichkeitsrate zu Beginn des Jugendalters (hier 10-14 Jahre) am niedrigsten ist, man geht daher auch davon aus, dass dieses Alter das Beschwerden loseste bzw. gesündeste ist.

Teilt man jedoch die Schulpflichtige Altersgruppe nach Alter und Geschlecht auf, kann man erkennen, dass die Sterberate auch unterhalb dieser Population ungleich verteilt ist.

Die Mortalitätsrate ist so bei Jungen generell höher als bei Mädchen, wobei man im Alter von 5 bis unter 15 Jahren, kaum geschlechtsspezifische Unterschiede feststellen kann. Dafür aber umso mehr im Alter von 15-19 Jahren, hier zeigt sich bei den Jungen eine, über 50% höhere Sterblichkeitsrate als bei den Mädchen. Dieser Wert hat sich auch seit den 80er Jahren überwiegend gehalten.

Die meisten Todesursachen bei Jungen sind Unfälle, Selbstmorde und zuletzt Krebs.

Bei Mädchen variiert die Reihenfolge dieser Determinanten leicht: Unfälle, Krebs und Selbstmorde.

Somit sind Unfälle wohl die häufigste Todesursache (Hackauf 2002, Seifert 2002, in Richter S. 65).

Nun kommen hierzu noch die Daten sozialer Ungleichheit ins Spiel.

Die Datenlage wie die soziale Ungleichheit mit der Mortalitätsrate im Jugendalter zusammenhängt ist leider sehr unzureichend.

Im deutschen Sprachraum finden sich sogar keine Untersuchen zu diesem Thema (Siegrist et al. 1998, in Richter S. 65).

Die im Folgenden genannte Daten stammen aus England.

Die Forschung ging bisher davon aus, dass sozio-ökonomische Unterschiede in der Gesundheit ein hartnäckiges Merkmal des Lebenslaufes eines Menschen darstellen.

Dies wurde jedoch in den letzten Jahren in Frage gestellt. Ausgangspunkt davon war, dass in Großbritannien häufig alters standardisierte Mortalitätsraten zur Beschreibung gesundheitlicher Ungleichheit berechnet wurden.

So hat West ( 1988, vgl. auch West 1997) in einer Sekundäranalyse aufzeigen können, dass sich ein differenziertes Bild gesundheitlicher Ungleichheit ergibt, wenn man die Altersgruppen verfeinert anwendet.

(siehe Statistik, Richter S. 66, Mortalitätsraten (West 1997))

Hier hat West die ursprüngliche Altersgruppe der 0-15 Jährigen in weitere drei Gruppen eingeteilt ( 1-4, 5-9 und 10-15 jährigen).

Hier zeigen sich vor allem für die Altersgruppen 1-4 Jährigen und die 5-9 Jährigen, deutliche sozio-ökonomische Unterschiede in der Mortalität.

Das Risiko für Kinder der ersten Altersgruppe, frühzeitig zu sterben, ist in der unteren Berufsklasse dreimal so hoch wie in der obersten.

In der dritten Altersklasse (10-15 Jährigen), findet sich kein sozialer Gradient, außer in der untersten Berufsklasse findet sich ein minimal erhöhtes Sterberisiko.

Die Statistik hier zeigt ebenso auf, dass der soziale Gradient ab dem 15 Lebensjahr wieder ansteigt. Ab dem Alter von 20-24 zeigt sich wieder ein deutlicher Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Sterbehäufigkeit.

Zu erwähnen ist auch, dass in dieser Statistik ab dem Alter von 16 Jahren, der eigene Berufliche Status der jugendlichen verwendet wurde, so treten bei Verwendung des eigenen SES auch höhere Werte auf, als bei Statistiken in denen man den SES der Eltern verwendete.

Betrachtet man den höchste Sterblichkeitsdeterminant -Unfall als Todesursache- erkennt man auch dort Unterschiede, die mit dem SES zu tun haben. So zeigen Jugendliche aus der unteren Sozialschicht, deutlich höhere Sterberaten, auf Grund von Unfällen, auf.

Ähnliche Erkenntnisse lassen sich auch bei den Selbstmordquoten feststellen (West 1988, vgl. auch Blane et al. 1994, Pensola/Valkonen 2002, in Richter S. 67).

Zu dieser Sekundäranalyse von West gibt es auch etliche Studien, die vertiefend darauf aufbauen, zu diesen wird hier jedoch Schwerpunktmäßig nicht weiter eingegangen, nachzulesen sind diese jedoch im Buch von Matthias Richter (siehe Quellenangaben, Kapitel 4.3.)

Zusammenfassend jedoch lässt sich sagen, das die soziale Ungleichheit auch einen Einfluss in die Lebenserwartung und -qualität eines Menschen hat, die Werte dazu jedoch im Jugendalter am niedrigsten sind, soweit bisherige Studien reichen.

Im Folgenden Abbild lässt sich nochmal Zusammenfassend darstellen, inwiefern Armut auf die Gesundheit im Kindes- und Jugendalter einwirkt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

http://www.gesundheitberlin.de/images/GrafikenTeil1/Pott1.jpg

2.1.2 Einfluss sozialer Ungleichheit auf Morbidität

Die Angaben zur Mortalität im Jugendalter geben zunächst wenig über die aktuelle gesundheitliche Lage der Jugendlichen preis. Eine wichtige Fortführung dieser Erkenntnisse sind daher Indikatoren der Morbidität, also Krankheitslage, und der subjektiven Gesundheit(Botting/ Bunting 1997).

Hier rückt vor allem die Frage nach der Lebensqualität, statt der Lebenslänge in den Vordergrund.

„Neben das Gesundheitspolitische Ziel „add years to life“ ist „add life to years“ getreten

(Richter, S. 70).“

Dadurch wird klar, dass die Gesellschaft vor einer großen Herausforderung, im Bezug auf die Gesundheit der Jugend, steht. Die Sterblichkeitsrate ist zwar zurückgegangen, jedoch treten nun einige andere Gesundheitsprobleme, um die man sich früher nicht kümmern musste, in den Vordergrund.

Damit sind, Erkältungen, grippale Infektionen, Zahnschäden, Kopfschmerzen,Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Allergien, Hautprobleme und noch viele körperliche, sowie psychosomatisch bedingte Beschwerden gemeint.

Daraus ergibt sich die Tatsache das ca. 40% der Jugendlichen mindestens ein bis zweimal im Quartal zu einer Arztbehandlung gehen, wobei die Stationäre Behandlung in diesem Alter eher selten ist.

Diese Daten stehen natürlich der Tatsache gegenüber, dass das subjektive Gesundheitsbefinden der Jugendlichen „gut“ bis „sehr gut“ ist, den so bezeichnen die meisten Jugendlichen ihren Gesundheitszustand (vgl. Ravens-Sieberer et al. 2003).

Auch hier kommen die Ergebnisse der Untersuchungen aus Großbritannien, Skandinavien und den USA. Da auch hierzu in Deutschland keine untersuchten Ergebnisse der Morbidität unter Einfluss sozialer Ungleichheit finden lassen.

In diesen Studien wurden unterschiedliche Schwerpunkte miteinbezogen, zum einen die Gesundheitsprobleme und auch die Altersgruppen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten im Jugendalter
Hochschule
Fachhochschule Esslingen Hochschule für Technik Esslingen
Veranstaltung
Sozialpolitik, soziale Ungleichheit und Soziale Arbeit
Note
2
Autor
Jahr
2009
Seiten
27
Katalognummer
V131029
ISBN (eBook)
9783640403783
ISBN (Buch)
9783640403615
Dateigröße
591 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einfluss, Ungleichheit, Gesundheitsverhalten, Jugendalter
Arbeit zitieren
Daniela Köble (Autor:in), 2009, Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten im Jugendalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131029

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