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Fußball und Gesellschaft - Die Entwicklung des Fußballspiels aus sozio-kultureller Sicht

Title: Fußball und Gesellschaft - Die Entwicklung des Fußballspiels aus sozio-kultureller Sicht

Examination Thesis , 2009 , 80 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Daniel Kohlhaas (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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Die Arbeit umfasst eine sozio-historische Analyse, einen Vergleich von Fußball und Arbeit, Professionalisierung und Kommerzialisierung des Fußballspiels, einen Abriss über den Zusammenhang zwischen Fußballsport und Männlichkeit und die Frage danach, ob Fußball Kultur im soziologischen Sinne ist.

Excerpt


Strukturübersicht

1. Einleitung

2. Eine kleine sozialgeschichtliche Einführung in das Fußballspiel

2.1 Anstoß – Wer spielt wo?

2.2 Der gepflegte Ball – Fußball an den Public Schools

2.3 Die Regeln des Spiels

2.4 Gesunde Härte – Fußball und Gewalt

2.5 Ballannahme – Die Verbreitung des Fußballs

3. Fußball und Arbeit

3.1 Fußball wird zum Arbeitersport

3.1.1 Fußball als Kompensation

3.1.2 Fußball als analoge Handlungsformen zur Arbeit

3.2 Einer von uns vs. Judas – Die Rolle des Fußballspielers im Wandel

3.2.1 Der Amateur

3.2.2 Der Profi

4. Auf den Tribünen ist die Hölle los - Fußballfans

4.1 Die historische Entwicklung des Zuschauers

4.2 Zuschauer und ihre Handlungen – Versuch einer Einordnung in das menschliche Handlungssystem

4.2.1 Physiologische Prozesse

4.2.2 Psychische Einstellungen

4.2.3 Soziale Erwartungen

4.2.4 Kulturelle Werte

4.2.5 Die physisch-organische Umwelt

4.3 Fußballfankultur

4.3.1 Die neuen Traditionalisten – Die Ultras

4.3.2 Die dritte Halbzeit – Die Hooligans

5. Fußball als Show – Die Folgen der Kommerzialisierung

6. Abseits – Frauen und Fußball

7. Fußball ist Kultur?!

7.1 Ist Sport Kultur?

7.2 Das soziokulturelle Kapital des Fußballs

8. Abpfiff – Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Fußballspiel aus einer sozio-kulturellen Perspektive und analysiert dessen Entwicklung von einem einfachen Volksspiel zu einem globalen, kommerzialisierten Phänomen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft fungiert und welche Bedeutung das Spiel für die Identitätsbildung, die Arbeitswelt und soziale Strukturen besitzt.

  • Historische Entwicklung und Zivilisierung des Fußballsports
  • Die soziologische Wechselwirkung zwischen Fußball und Arbeitswelt
  • Wandlungsprozesse in der Fankultur und dem Zuschauerverhalten
  • Auswirkungen der Kommerzialisierung auf Vereine, Spieler und Fans
  • Die soziokulturelle Einordnung des Frauenfußballs

Auszug aus dem Buch

2.4 Gesunde Härte - Fußball und Gewalt

Nicht eindeutig Bestandteil des Phasenmodells nach DUNNING, jedoch wichtig im Zusammenhang der Entwicklung des Fußballsports zu einem modernen Sportspiel, ist die Veränderung der körperlichen Gewalt innerhalb des Spiels, die an dieser Stelle einfügend betrachtet werden soll, da sie eng an die Verregelung des Spiels geknüpft ist.

Den folgenden Ausführungen, die sich auf einen Aufsatz von GUNTER A. PILZ, beziehen, liegt die These zugrunde, dass der Fußball kein gesellschaftlicher Freiraum, sondern ein Teilbereich des menschlichen Zusammenlebens ist. PILZ unterscheidet darin körperliche Gewalt in (a) expressive, affektive Gewalt und (b) instrumentelle, rationale Gewalt.

(a) Affektive Gewalt definiert er als gewalttätige Handlungen, die keine Belastung des Gewissens nach sich ziehen, die gesellschaftlichen Standards entspricht und Lustgewinn verschafft.

PILZ verwendet für diese Form der körperlichen Gewalt auch die Typologie von NORBERT ELIAS, in dem er sie mit ‚Angriffslust’ bezeichnet.

(b) Instrumentelle Gewalt oder auch rationale Gewalt, definiert er als weniger lustbetonte, ungehemmt umgesetzte Handlung von gewalttätigen Bedürfnissen, die jedoch kalkuliert, geplant und rational eingesetzt werden und dabei gesellschaftliche und auch sportspezifische Gewaltstandards überschreiten und ein übergeordnetes Ziel verfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Relevanz der soziokulturellen Betrachtung des Fußballs.

2. Eine kleine sozialgeschichtliche Einführung in das Fußballspiel: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Fußballs vom unregulierten Volksspiel zum formalisierten Sport nach.

3. Fußball und Arbeit: Hier werden die Zusammenhänge zwischen Fußball und der industriellen Arbeitswelt, inklusive des Wandels vom Amateur zum Profi, analysiert.

4. Auf den Tribünen ist die Hölle los - Fußballfans: Dieses Kapitel widmet sich der soziologischen Einordnung von Zuschauern, Fans sowie spezifischen Gruppen wie Ultras und Hooligans.

5. Fußball als Show – Die Folgen der Kommerzialisierung: Der Fokus liegt hier auf den ökonomischen Entwicklungen und der Medialisierung, die den Fußball zu einem Produkt machen.

6. Abseits – Frauen und Fußball: Ein kritischer Blick auf die Rolle der Frau in der männlich dominierten Fußballwelt.

7. Fußball ist Kultur?!: Abschließend wird theoretisch diskutiert, ob Fußball im soziologischen Sinne als Kultur definiert werden kann und welches Kapital darin liegt.

8. Abpfiff – Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Fußball als reguliertes und zugleich faszinierendes soziales System zusammen.

Schlüsselwörter

Fußball, Soziologie, Sozialgeschichte, Zivilisationsprozess, Fankultur, Kommerzialisierung, Arbeitersport, Profifußball, Identität, Gewalt, Zuschauer, Ultras, Hooligans, Frauenfußball, Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Fußballs aus sozio-kultureller Sicht und untersucht, wie das Spiel eng mit gesellschaftlichen Strukturen verwoben ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie, der Beziehung zur Arbeitswelt, der Fankultur, der Kommerzialisierung und der Rolle der Frau im Fußball.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Fußball zu einem bedeutenden kulturellen Phänomen entwickelt hat, das weit über ein bloßes Spiel hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse soziologischer Theorien, insbesondere jener von Norbert Elias und Eric Dunning.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Zivilisierung des Spiels, den Wandel zur professionellen Show sowie die soziologische Einordnung der Fankulturen und des Zuschauerverhaltens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Fußball, Soziologie, Zivilisationsprozess, Kommerzialisierung und Fankultur.

Wie unterscheidet sich laut Autor das Handeln von Ultras und Hooligans?

Ultras sehen sich als Hüter der Fankultur und nutzen Kreativität zur Protestform, während Hooligans die Gewalt als Ziel an sich (Erlebnis) suchen und sich vom sportlichen Kontext lösen.

Warum wird der Profifußball als "Show" bezeichnet?

Da er eine Symbiose aus Sport, Kommerz und medialer Präsentation darstellt, bei der wirtschaftliche Interessen zunehmend die ideellen Aspekte dominieren.

Welche Bedeutung hat das "Amateurethos" historisch gespielt?

Es diente den höheren Klassen zur Abgrenzung und zur Aufrechterhaltung von Exklusivität gegenüber den aufkommenden Arbeitervereinen.

Welchen Stellenwert nimmt die "Katharsis" im Kontext des Fußballs ein?

Fußball dient Zuschauern als Ventil für den ungefährlichen Abbau von Spannungen und seelischen Konflikten, vergleichbar mit der Funktion der Tragödie in der Antike.

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Details

Title
Fußball und Gesellschaft - Die Entwicklung des Fußballspiels aus sozio-kultureller Sicht
College
University of Siegen
Grade
1,8
Author
Daniel Kohlhaas (Author)
Publication Year
2009
Pages
80
Catalog Number
V131054
ISBN (eBook)
9783640366286
ISBN (Book)
9783640366033
Language
German
Tags
Fußball Gesellschaft Entwicklung Fußballspiels Sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Kohlhaas (Author), 2009, Fußball und Gesellschaft - Die Entwicklung des Fußballspiels aus sozio-kultureller Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131054
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