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Mythos und Denken

Titre: Mythos und Denken

Essai Scientifique , 2005 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Mag. Dr. phil. Lisz Hirn (Auteur)

Philosophie - Divers
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Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, sich dem Mythos in seiner Vielfalt zu nähern und seine Beziehung zum menschlichen Denken zu erläutern bzw. sich einige philosophische Deutungen (der Funktion) des Mythos vor Augen zu führen.
Ist das Motto „Vom Mythos zum Logos“ ein missbrauchter Schlachtruf? Im Folgenden soll die Unhaltbarkeit dieses Mottos bewiesen werden, aber nicht nur das: Der Mythos selbst soll (für das Denken) rehabilitiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

PRÄLUDIUM

1 ΜΥΘΟΣ: Der Versuch einer lapidaren Definition

2 DAS MYTHISCHE IN DER „JÜNGEREN“ PHILOSOPHIEGESCHICHTE

a) Nietzsche und sein Dionysos

b) Mythos und Logos bei Heidegger

c) Odysseus oder Mythos und Aufklärung bei Adorno und Horkheimer

d) Aus Camus´ Mythenwelt: Sisyphos

POSTSKRIPTUM

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielschichtige Beziehung zwischen dem Mythos und dem menschlichen Denken. Dabei wird das weit verbreitete Postulat einer linearen Entwicklung „vom Mythos zum Logos“ kritisch hinterfragt, mit dem Ziel, die anhaltende Relevanz und Nützlichkeit mythischer Denkmuster für die Philosophie und das Verständnis der Welt aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse des Verhältnisses von Mythos und rationalem Denken
  • Philosophische Deutungen des Mythos bei Denkern wie Nietzsche, Heidegger, Adorno, Horkheimer und Camus
  • Vergleichende Betrachtung von Mythos und antiker griechischer Tragödie
  • Die Rolle des Mythos als normierendes und sozialisierendes Medium
  • Die Unmöglichkeit der vollständigen Emanzipation der Moderne vom Mythischen

Auszug aus dem Buch

c) Odysseus oder Mythos und Aufklärung bei Adorno und Horkheimer

Im Exkurs I Odysseus oder Mythos und Aufklärung, der sich im Buch Dialektik der Aufklärung befindet, widmen sich Adorno und Horkheimer u.a. der Beziehung von Epos und Mythos am Beispiel der Odyssee von Homer – und diese soll uns nun interessieren. Beide haben tragen zwei Dinge immanent in sich: Herrschaft und Ausbeutung. Die Aufklärung hat sich seit je als des Mythos´ großer Gegenspieler gesehen, zerstörte ihn öffentlich, während sie das Epos als Roman für ihre Zwecke einsetzte. Übersehen wurde nur, dass sich die Aufklärung ihres mythischen Ursprungs nicht entziehen kann: Die Aufklärung erkennt sich in den Mythen selbst wieder. Führen wir uns diesen Tatsachenverhalt am Beispiel der radikalen Mathematisierung vor Augen. Die Zahl wird zum „Superstar“ der Aufklärung – über Existenz und Essenz von Zahlen lässt sich uns im Unklaren, im Metaphysischen. Was ist das Ziel der totalitären Herrschaft bzw. Unterwerfung?

„Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“

Was war die Funktion des Mythos nach Horkheimer und Adorno? „Der Mythos wollte berichten, nennen, den Ursprung sagen: damit aber darstellen, festhalten, erklären.“ Der Mythos kann der Aufklärung nur verdächtig sein, da ihr Ideal die Einheit, das System ist, aus dem alles ableitbar ist bzw. alles folgt. Aber letztlich ist Aufklärung nicht mehr als „die radikal gewordene, mythische Angst.“

Zusammenfassung der Kapitel

PRÄLUDIUM: Einführung in die Thematik der Arbeit sowie Darlegung der Absicht, den Mythos als für das Denken notwendiges und rehabilitierbares Element darzustellen.

1 ΜΥΘΟΣ: Der Versuch einer lapidaren Definition: Versuch einer adäquaten Begriffsbestimmung des Mythos durch philosophische und vergleichende Ansätze sowie Abgrenzung zur griechischen Tragödie.

2 DAS MYTHISCHE IN DER „JÜNGEREN“ PHILOSOPHIEGESCHICHTE: Überblick über verschiedene philosophische Perspektiven auf den Mythos durch die Analyse ausgewählter Denker wie Nietzsche, Heidegger, Adorno, Horkheimer und Camus.

POSTSKRIPTUM: Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und Bestätigung der These, dass der Mythos auch für das moderne Denken unverzichtbar bleibt.

Schlüsselwörter

Mythos, Logos, Aufklärung, Philosophiegeschichte, Nietzsche, Dionysos, Heidegger, Adorno, Horkheimer, Camus, Sisyphos, Dialektik, Vernunft, Denken, Tragödie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Bedeutung des Mythos und dessen Verhältnis zum menschlichen Denken sowie zur rationalen Aufklärung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition des Mythos, seine Abgrenzung zum Logos, die kritische Betrachtung der Aufklärung sowie die Verwendung mythischer Motive in der Philosophiegeschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unhaltbarkeit des Mottos „Vom Mythos zum Logos“ zu beweisen und den Mythos als wertvolles Element für das menschliche Denken zu rehabilitieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literatur- und philosophiegeschichtliche Analyse, indem sie existierende philosophische Konzepte und Primärtexte vergleichend untersucht und interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Mythos-Verständnisse prominenter Philosophen wie Nietzsche, Heidegger, Adorno, Horkheimer und Camus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Mythos, Logos, Aufklärung, Dialektik und Philosophiegeschichte beschreiben.

Warum zieht die Autorin einen Vergleich zur griechischen Tragödie?

Um das „schwammige“ Verständnis des Mythos zu präzisieren, dient die griechische Tragödie als Analogie, um die Handlungsregulierung und Überindividualität mythischer Erzählungen besser verständlich zu machen.

Wie interpretieren Adorno und Horkheimer den Zusammenhang von Aufklärung und Mythos?

Sie vertreten die These, dass die Aufklärung den Mythos nicht überwinden kann, da sie selbst aus mythischer Angst hervorgeht und sich im Versuch der totalen Rationalisierung paradoxerweise in Mythen verstrickt.

Welche Rolle spielt Camus’ Figur des Sisyphos in der Argumentation?

Sisyphos dient Camus als Beispiel für den absurden Helden, der trotz der Sinnlosigkeit seines Daseins eine bewusste und leidenschaftliche Lebensform findet.

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Résumé des informations

Titre
Mythos und Denken
Université
University of Graz  (Philosophie)
Cours
Seminar
Note
1,0
Auteur
Mag. Dr. phil. Lisz Hirn (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
14
N° de catalogue
V131057
ISBN (ebook)
9783640370344
ISBN (Livre)
9783640369959
Langue
allemand
mots-clé
Mythos Nietzsche Heidegger Horkheimer Adorno Camus Logos Denken
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mag. Dr. phil. Lisz Hirn (Auteur), 2005, Mythos und Denken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131057
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Extrait de  14  pages
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