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Demokratie, Autokratie und Wirtschaftsentwicklung

Title: Demokratie, Autokratie und Wirtschaftsentwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel M. Rother (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Diese Arbeit strebt an, losgelöst von den verschiedenen wissenschaftlichen Strömungen, die Korrelation zwischen Demokratie, Autokratie und Wirtschaftsentwicklung zu beleuchten. Genauer die Frage zu beantworten: Hängt die Wirtschaftliche Entwicklung von der Regierungsform ab? Als Basisliteratur wurde der Texte „Political Regimes and Economic Growth“ von Przeworski und Limongi (1993) verwendet. Dessen Hauptaussage ist, dass politische Institutionen bzw. Strukturen wichtig für das wirtschaftliche Wachstum seinen. Gleichzeitig erfasse das Denken in den Kategorien von Regierungssystemen nicht die entscheidenden Unterschiede im Bezug auf wirtschaftliche Förderungen. Hilfreich für diese Arbeit war auch der Text „Wirtschaftliche Entwicklung und Demokratie“ von Sunde (2006). Zwar entwickelt der Autor keine eigene These, doch gibt er einen sehr guten und umfassenden Überblick über das breite Spektrum der wissenschaftlichen Literatur über die Korrelation verschiedener Regierungssysteme zur Wirtschaftsentwicklung. Der Essay „Do Democratic Transitions Bad Outcomes?“ von Rodrik und Wacziard (2004) beschäftigt sich empirisch mit der kurzfristigen wirtschaftlichen Ergebnis dem Übergang zur Demokratie. Die Hauptthese ist, dass dieser Übergang kurzfristig positive Wirkungen zeigt, und dass Demokratie eher Perioden langsamen Wachstums zu folgen scheinen, anstatt diesen voranzugehen. Ebenfalls hilfreich war der Aufsatz „What does political economy tell us about economic development – and vice versa?“ von Keefer (2004). Der Autor behandelt die drei Säulen der politischen Ökonomie – das kollektive Handeln, die Institutionen und die politischen Marktstörungen. Seiner Ansicht nach, helfen diese die Frage zu beantworten, warum entwickeln sich einige Staaten und andere nicht? [...] Der Hauptteil dieser Arbeit ist in sechs Unterkapitel gegliedert; es wird untersucht wie die wirtschaftliche Entwicklung von verschiedenen Faktoren wie Bildung, politische Partizipation, Eigentumsrechte, Interessenvertretung oder dem Wahlsystem beeinflusst wird. Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Zusammenfassung, welche ein Resümee zieht und zukünftige Betätigungsfelder der Wissenschaft aufzeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Faktoren Wirtschaftsentwicklung: Demokratie vs. Autokratie

II. a) Ist die Bildung Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung?

II. b) Mindert politische Partizipation Investitionen?

II. c) Wer schützt besser Eigentumsrechte – Demokraten oder Autokraten?

II. d) Sind Demokraten die besseren Interessenvertreter?

II. e) Produzieren Autokratien effektiver?

II. f) Ist das Wahlsystem ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung?

III. Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Korrelation zwischen politischen Regierungssystemen und wirtschaftlicher Entwicklung. Ziel ist es, losgelöst von einseitigen wissenschaftlichen Strömungen zu klären, inwieweit die Regierungsform tatsächlich ausschlaggebend für das wirtschaftliche Wachstum eines Landes ist und welche institutionellen Faktoren dabei eine Rolle spielen.

  • Bedeutung von Bildung und Humankapitalakkumulation für das Wachstum
  • Einfluss politischer Partizipation auf Investitionsentscheidungen
  • Schutz von Eigentumsrechten in demokratischen versus autokratischen Systemen
  • Rolle von Interessengruppen und Wahlsystemen bei der politischen Willensbildung
  • Vergleich der Effizienz von Demokratie, Autokratie und Bürokratie

Auszug aus dem Buch

II. c) Wer schützt besser Eigentumsrechte – Demokraten oder Autokraten?

Die Idee, dass die Demokratie Eigentumsrechte schützt ist eine jüngere Erfindung; die klassische Ansicht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war, dass das Allgemeine Wahlrecht und die Bildung von Gewerkschaften eine Bedrohung für das Eigentum seien. Somit könne Kapitalismus nicht neben Demokratie bestehen.

Rückblickend waren diese Befürchtungen wohl zu ausgeprägt, denn heute gibt es 14 Staaten weltweit, welche im letzten halben Jahrhundert sowohl kapitalistisch als auch demokratisch waren. Dennoch sollte diese klassische Sichtweise dem modisch gewordenen Zusammenhang, dass Demokratie durch die Sicherung der Eigentumsrechte stets auch wirtschaftliche Entwicklung bringt in Frage stellen.

North und Weingast argumentieren, dass Demokratien am besten die Eigentumsrechte schützen können. Je wahrscheinlicher es sei, dass ein Souverän die Eigentumsrechte zu seinen Gunsten ändert, desto weniger Investitionsmittel würden ins Land fließen. Deshalb sei es nicht genug, dass bestimmte Gesetze erlassen würden, die Regierung müsse auch zu diese zur Prämisse ihres eigenen Handelns machen. Allerdings erwähnt North nur in einem Punkt deutlich, dass die Institutionen, die diese Rechte sichern sollen, demokratisch sein müssten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Diskussion über die Korrelation von Demokratie und Wirtschaftsentwicklung ein und stellt die theoretischen Ansätze der Modernisierungstheorie sowie neuere institutionelle Sichtweisen vor.

II. Faktoren Wirtschaftsentwicklung: Demokratie vs. Autokratie: Das Hauptkapitel analysiert kritisch verschiedene Einflussfaktoren wie Bildung, politische Partizipation, Eigentumsrechte und Wahlsysteme auf den wirtschaftlichen Erfolg.

II. a) Ist die Bildung Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung?: Dieser Abschnitt beleuchtet den Zusammenhang zwischen staatlichem Bildungsaufwand, Humankapital und wirtschaftlicher Entwicklung in Abhängigkeit vom Regierungssystem.

II. b) Mindert politische Partizipation Investitionen?: Es wird untersucht, ob demokratische Prozesse durch Umverteilungsdruck und Konsumsteigerung Investitionen hemmen und ob Diktaturen hier einen Effizienzvorteil bieten.

II. c) Wer schützt besser Eigentumsrechte – Demokraten oder Autokraten?: Hier wird der Schutz von Eigentumsrechten als zentrale Voraussetzung für Investitionen analysiert, wobei das Spannungsfeld zwischen staatlicher Garantie und staatlicher Enteignungsgefahr thematisiert wird.

II. d) Sind Demokraten die besseren Interessenvertreter?: Dieser Teil hinterfragt die Rolle von Interessengruppen und die Glaubwürdigkeit politischer Entscheidungen für die Förderung wirtschaftlicher Stabilität.

II. e) Produzieren Autokratien effektiver?: Es erfolgt eine theoretische Untersuchung der Effektivität von Regimen basierend auf dem Modell der Staatsquote und dem Output von Demokratie, Autokratie und Bürokratie.

II. f) Ist das Wahlsystem ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung?: Dieser Abschnitt analysiert, wie verschiedene Wahlsysteme (Mehrheitswahlrecht vs. Verhältniswahlrecht) die Anreizstrukturen für Politiker und damit die wirtschaftspolitische Ausrichtung beeinflussen.

III. Zusammenfassung und Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eher demokratische Strukturen als die Demokratie per se das Wachstum fördern, wobei stabile politische Institutionen der Schlüssel zum Erfolg sind.

Schlüsselwörter

Demokratie, Autokratie, Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftswachstum, Institutionen, Eigentumsrechte, Humankapital, Politische Partizipation, Interessenvertretung, Wahlsystem, Investitionen, Staatsquote, Politische Ökonomie, Entwicklungsländer, Modernisierungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen politischen Regierungssystemen und der wirtschaftlichen Entwicklung von Staaten.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die Arbeit behandelt unter anderem die Rolle von Bildung, den Schutz von Eigentumsrechten, die Auswirkung politischer Partizipation auf Investitionen sowie den Einfluss von Wahlsystemen auf das Wirtschaftswachstum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet, ob die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes maßgeblich von der jeweiligen Regierungsform abhängt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf Basis bekannter politikökonomischer Theorien und empirischer Studien verschiedene Erklärungsansätze gegenüberstellt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in sechs Kapitel, die spezifische Faktoren wie Humankapital, Interessengruppen und die Effizienz politischer Systeme in Bezug auf das Wirtschaftswachstum prüfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demokratie, Autokratie, Wirtschaftsentwicklung, Eigentumsrechte, politische Institutionen und Humankapital.

Welche Rolle spielt Humankapital laut der Arbeit?

Es besteht ein Diskurs darüber, ob Bildung der Hauptmotor für Entwicklung ist oder ob andere institutionelle Strukturen eine wichtigere Rolle spielen; die empirischen Ergebnisse dazu werden in der Arbeit als nicht eindeutig bewertet.

Wie beeinflussen Wahlsysteme das politische Handeln?

Die Arbeit zeigt auf, dass Wahlsysteme Anreizstrukturen für Politiker schaffen, die dazu führen können, dass nationale Interessen zugunsten individueller oder sektoraler Interessen vernachlässigt werden.

Gibt es ein "liberales Dilemma" bezüglich des Staates?

Ja, die Arbeit beschreibt, dass der Staat einerseits Eigentumsrechte schützen muss, um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, andererseits aber selbst die größte potenzielle Gefahr für dieses Eigentum darstellt.

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Details

Title
Demokratie, Autokratie und Wirtschaftsentwicklung
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Wirtschaftswissenschaft)
Course
Wirtschaftsentwicklung
Grade
1,3
Author
Daniel M. Rother (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V131098
ISBN (eBook)
9783640370481
ISBN (Book)
9783640370528
Language
German
Tags
Demokratie Autokratie Wirtschaftsentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel M. Rother (Author), 2008, Demokratie, Autokratie und Wirtschaftsentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131098
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