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Klassische Entwicklungstheorien im kritisch-systematischen Überblick

Title: Klassische Entwicklungstheorien im kritisch-systematischen Überblick

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel M. Rother (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
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[...] Diese Arbeit beschäftigt sich mit den „klassischen“ Entwicklungstheorien. Ziel ist es, eine Einführung in die Thematik der Entwicklungstheorien zu geben sowie exemplarisch einige Theorien wiederzugeben und diese kritisch zu bewerten. Um festzustellen, was Entwicklungstheorien im Allgemeinen und „Klassische“ im Besonderen charakterisiert, folgt zunächst in Teil A eine definitorische Einführung in diesen Sachverhalt. Darauf aufbauend wird in den Kapiteln B bzw. C exemplarisch Entwicklungstheorien mit exogener bzw. endogener Ursache herausgearbeitet. Aufgrund der Komplexibilität und der Anzahl der verschiedenen Entwicklungstheorien, kann nur eine kleine Auswahl an Theorien betrachtet und erläutert werden. Der Fokus wurde deshalb auf den jeweils bedeutendsten endogenen und exogenen Theorien gelegt. Aufgegriffen werden als Beispiele für die exogenen Theorien: der Marxistische Ansatz sowie die darauf fußende Dependenztheorie. Beide benennen die Abhängigkeit unterentwickelter Länder von den Industrieländern als Hauptursache für fehlende Entwicklung. Die Stufentheo-rie, welche (basierend auf Marx) eine stufenartige Entwicklung für jedes Land annimmt, sowie die Dualismustheorie, welche parallel in einem Land vorhandene ineffektiv agierende Wirtschaftszweige für Unterentwicklung verantwortlich macht, werden als Vertreter der en-dogenen Theorien betrachtet.
Aufgrund der Vielzahl an Entwicklungstheorien und der Schwierigkeiten bei der Abgrenzung solcher in „klassische“, stand eine große Anzahl an Literatur zur Bearbeitung dieses Themas zur Verfügung. Diese Arbeit basiert jedoch im Wesentlichen auf Standartlehrbüchern, wie etwa „Economic Development“ von Michael Todaro und Stephen Smith oder „Wirtschaftsprobleme der Entwicklungsländer“ von Hans-Rimbert Hemmer. Nützliche Hinweise auf zu-künftige Entwicklungen in diesem Feld lieferte Reinold Thiele mit seiner Zusammenfassung von Artikel der Zeitschrift „Entwicklung und Zusammenarbeit“ in dem Buch „Neue Aufsätze zur Entwicklungstheorie“. Erwähnenswert ist auch das Helmut Walter Buch „Wachstums- und Entwicklungstheorie“, welches nicht nur einen guten Überblick über die Entwicklungstheorie im Allgemeinen liefert, sondern auch sehr anschaulich die Stufentheorien nach Marx und Rostow darstellt, erläutert und kommentiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A. Einführung in die Entwicklungstheorien

B. Exogene Theorien

I. Marxistischer Ansatz

II. Neokoloniale Dependenztheorie

C. Endogene Theorien

III. Stufentheorie nach Rostow

IV. Dualismustheorie

Resümee und Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, klassische Entwicklungstheorien in einen kritisch-systematischen Überblick zu bringen. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche theoretische Ansätze das Phänomen der Unterentwicklung erklären und welche Implikationen sich daraus für Entwicklungsländer sowie die westliche Entwicklungshilfe ergeben.

  • Grundlagen und Definitionen von Entwicklungstheorien
  • Klassifizierung in exogene und endogene Erklärungsansätze
  • Analyse des Marxismus und der Dependenztheorie als exogene Modelle
  • Untersuchung der Stufentheorie nach Rostow und der Dualismustheorie als endogene Modelle
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit dieser Theorien auf reale Wirtschaftsentwicklungen

Auszug aus dem Buch

I. Marxistischer Ansatz

Die Schriften von Karl Marx beeinflussten die Entwicklungstheoretiker wohl am nachhaltigsten: Sowohl Rostows Stufentheorie, wie auch die Dependenztheorien nehmen die Gedanken Marx auf, entwickelten sie weiter und führen sie z.T. in andere Richtungen. Die Marxsche Entwicklungstheorie wird von vielen Akademikern als die umfassendste und in sich geschlossenste Entwicklungstheorie bezeichnet. Marx interpretierte ausgehend von den Pfeilern der Dialektik und des Historischen Materialismus die Entwicklungsgeschichte als eine Abfolge von erfolgreichen Versuchen des Menschen die von der Natur in den Weg gelegten materiellen Widerstände aufzuheben.

Nach Marx Auffassung stellt die Gesellschaft einen sich ständig entwickelnden Organismus dar. In diesem dominieren die materiellen Produktionsbeziehungen – die sog. „Produktionsweise“. Für Marx stellt die Produktionsweise der materiellen Güter den Faktor dar, welcher die gesellschaftliche Entwicklung bestimmt. Die Produktionsweise bezeichnet das jeweilige Verhältnis von „Produktionskräften“ zu den „Produktionsverhältnissen“. Wobei der Begriff „Produktionskräfte“ den Stand der Fähigkeiten und technische Hilfsmittel, welcher sich Menschen bedienen können bezeichnet, und der Begriff „Produktionsverhältnis“ sich das Produktionseigentum und deren Aneignung durch den Menschen ausdrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Entwicklungsunterschiede zwischen Nationen ein und stellt den Fokus auf klassische Entwicklungstheorien vor.

A. Einführung in die Entwicklungstheorien: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Theorien für die Entwicklungspolitik und liefert definitorische Grundlagen.

B. Exogene Theorien: Hier werden Theorien behandelt, die Unterentwicklung primär auf äußere Einflüsse und Abhängigkeitsverhältnisse zurückführen.

I. Marxistischer Ansatz: Dieses Kapitel analysiert die Marxsche Gesellschaftstheorie als Grundlage für viele weitere entwicklungstheoretische Überlegungen.

II. Neokoloniale Dependenztheorie: Das Kapitel beschreibt die Abhängigkeit unterentwickelter Länder von den Industrienationen als strukturelles Hindernis.

C. Endogene Theorien: Hier werden Ansätze vorgestellt, die die Ursachen für Unterentwicklung innerhalb der betroffenen Länder lokalisieren.

III. Stufentheorie nach Rostow: Es wird das Modell eines universellen, stufenweisen wirtschaftlichen Entwicklungsprozesses erläutert.

IV. Dualismustheorie: Das Kapitel analysiert die Spaltung von Volkswirtschaften in einen traditionellen und einen modernen Sektor.

Resümee und Schluss: Abschließend werden die behandelten Theorien kritisch gewürdigt und die Grenzen ihrer Erklärungsmacht aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Entwicklungstheorie, Unterentwicklung, Marxistischer Ansatz, Dependenztheorie, Stufentheorie, Walt Rostow, Dualismustheorie, Produktivkräfte, Produktionsverhältnisse, Modernisierungstheorie, Weltwirtschaft, Industrialisierung, Kapitalismus, Entwicklungshilfe, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet einen kritischen und systematischen Überblick über klassische Theorien, die versuchen, das Phänomen der Unterentwicklung von Nationen zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Einordnung von Entwicklungstheorien in exogene und endogene Ursachen sowie die detaillierte Betrachtung bedeutender Ansätze wie den Marxismus, die Dependenztheorie, Rostows Stufentheorie und die Dualismustheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Einführung in die Thematik zu geben, die Theorien exemplarisch wiederzugeben und deren Aussagekraft kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturarbeit und dem systematischen Vergleich verschiedener entwicklungstheoretischer Erklärungsmodelle basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung exogener Ansätze (Marxismus, Dependenztheorie) und endogener Ansätze (Stufentheorie, Dualismustheorie).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind hierbei insbesondere der Begriff der „klassischen“ Entwicklungstheorie, Abhängigkeit (Dependenz), Produktionsweisen und strukturelle Dualismen innerhalb von Volkswirtschaften.

Wie unterscheidet sich Rostows Stufentheorie von der marxistischen Auffassung?

Während Marx den Klassenkampf als notwendigen Katalysator durch Revolutionen sieht, betont Rostow eine kontinuierliche, stufenweise Entwicklung, die primär auf einem Gemeinschaftsgefühl und friedlichem Wachstum basiert.

Warum wird die Dualismustheorie in der Arbeit als kritisch hinterfragt?

Die Theorie wird kritisiert, weil sie historische Ursachen, wie den Kolonialismus, ausblendet und die Unterentwicklung des traditionellen Sektors als bloßes Überbleibsel statt als Folge kapitalistischer Durchdringung missversteht.

Kann Unterentwicklung laut dieser Arbeit rein endogen oder exogen erklärt werden?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Aufteilung in rein endogene oder exogene Theorien kaum praktikabel ist und meist eine Verquickung beider Ursachenbereiche vorliegt.

Wie bewertet der Autor den Nutzen der „großen“ Entwicklungstheorien heute?

Die Arbeit resümiert, dass diese Theorien sich als unzulänglich erwiesen haben, um Unterentwicklung umfassend zu erklären, weshalb seit den 1990er Jahren die Sinnhaftigkeit allumfassender Theorieansätze in der Forschung debattiert wird.

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Details

Title
Klassische Entwicklungstheorien im kritisch-systematischen Überblick
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Wirtschaftswissenschaft)
Course
Volkswirtschaftliches Hauptseminar: Außenwirtschaft
Grade
2,0
Author
Daniel M. Rother (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V131099
ISBN (eBook)
9783640371693
ISBN (Book)
9783640371921
Language
German
Tags
Klassische Entwicklungstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel M. Rother (Author), 2008, Klassische Entwicklungstheorien im kritisch-systematischen Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131099
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