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Bertolt Brechts Regiearbeit und neue Schauspielkunst

Title: Bertolt Brechts Regiearbeit und neue Schauspielkunst

Essay , 2007 , 10 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. Caroline Wloka (Author)

German Studies - Comparative Literature
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1. Einleitung

In meiner vorliegenden Arbeit werde ich versuchen, einen Überblick über die Regiearbeit von Bertolt Brecht zu geben und dabei gleichzeitig die verschiedenen Aspekte seiner neuen Schauspielkunst aufzeigen. Am Anfang meiner Arbeit werde ich kurz auf Brechts Ansichten und Vorbilder eingehen als er noch jung war. Ich werde versuchen aufzuzeigen, worauf Brecht schon in jungen Jahren Wert gelegt hat und wer damals seine Vorbilder in Bezug auf seine Dichtung waren. Brecht hatte eine bestimmte Art an sich seine Arbeit zu einer Kollektivarbeit zu machen bei der alle Mitarbeiter Teil einer großen Sache waren. In meiner Arbeit habe ich versucht herauszufinden, wie jemand der so bekannt ist wie Bertolt Brecht, während seiner Proben mit den Schauspielern umgegangen ist, also schwerpunktmäßig Regie geführt hat. Die Arbeit mit dem Schauspieler, sieht für jeden Regisseur anders aus. Mich, hat es besonders interessiert herauszufinden, ob Brecht einen bestimmten Zugang zu den Schauspielern gehabt hat, um seine neue Schauspielkunst auf die Bühne zu bringen. Aus diesem Grund bildet die neue Schauspielkunst Brechts einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit. Um diese genau zu beleuchten, werde ich in meiner Arbeit einen kleinen Exkurs zu den Grundlagen des epischen Theaters machen. Außerdem werde ich versuchen Brechts Verfremdungseffekt deutlich herauszustellen, da dieser gleichzeitig eine wichtige Grundlage seiner neuen Schauspielkunst bildete. Meiner Auffassung nach, spielt der Verfremdungseffekt eine sehr wichtige Rolle in Bezug auf das Publikum. Aus diesem Grund, erschien es mir wichtig in meiner Arbeit auf diesen Punkt noch einmal speziell einzugehen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Anfang

2.1 Bertolt Brechts Regiearbeit bei den Proben

2.2 Brechts Regiearbeit für das Theater

3. Hintergrund des epischen Theater

3.1 Die Wirkung des Verfremdungseffektes in Bezug auf das Publikum

3.2 Brechts neue Technik der Schauspielkunst

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Regiearbeit von Bertolt Brecht sowie die Prinzipien seiner neuen Schauspielkunst. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie es Brecht gelang, seine theoretischen Konzepte – insbesondere den Verfremdungseffekt und die Vermeidung von Einfühlung – in die praktische Probenarbeit umzusetzen und dabei ein Theater zu schaffen, das den Zuschauer zu einem aktiven, kritischen Denkprozess über gesellschaftliche Missstände anregt.

  • Die Entwicklung und praktische Anwendung der Regiearbeit von Bertolt Brecht
  • Grundlagen des epischen Theaters und dessen historische Einordnung
  • Der Verfremdungseffekt (V-Effekt) als zentrales Element der Publikumsansprache
  • Die neue Schauspieltechnik: Vom Identifikationszwang zur kritischen Distanz

Auszug aus dem Buch

2.1 Bertolt Brechts Regiearbeit bei den Proben

Brecht saß während der Proben meistens im Zuschauerraum und hatte eine sehr unauffällige Spielleitung. Wenn er ins Spiel eingriff gestaltete sich dieses fast unmerklich und sehr unauffällig. Er hätte niemals direkt eine Probe unterbrochen und dadurch in einen Schaffensprozess eingegriffen. Auch mit Verbesserungsvorschlägen ging er sehr sparsam um und hat niemals versucht durch seine Regie den Schauspielern etwas aufzudrängen, was ihm vorschwebte. Brecht versuchte seine Arbeit mit den Schauspielern zu einem gemeinsamen Schaffensprozess zu gestalten, und verhalf dabei durch seine Regiearbeit jedem einzelnen Schauspieler zu seiner persönlichen Stärke.

Als Metapher wird hierfür oft das Bild eines Kindes verwendet, das versucht kleine Zweige mit einer Gerte aus einem Tümpel am Ufer in den Fluss zu dirigieren, so dass diese ins Schwimmen kommen. In Bezug auf das zu probende Stück nimmt Brecht immer die Haltung eines Nichtswissenden ein, um dadurch gleichzeitig alles hinterfragen zu können. Durch seine Haltung sah es oft so aus, als hätte er selbst keine Ahnung von seinem Stück und würde dieses nicht einmal im Ansatz kennen. Brecht geht es dabei darum, dass ihm der Schauspieler auf der Bühne zeigen soll, worum es in dem jeweiligen Stück geht. Dabei hatte Brecht überhaupt keine konkreten Vorstellungen, sondern wollte alles erst bei den Proben herausfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über Brechts Regiearbeit und Schauspielkunst zu geben, wobei der Fokus bewusst nicht auf der Biografie, sondern auf der praktischen Umsetzung seiner Theorien liegt.

2. Der Anfang: Dieses Kapitel beleuchtet Brechts frühe literarische Einflüsse und die Entwicklung seines künstlerischen Selbstverständnisses sowie den Beginn seiner spezifischen Regiehaltung.

2.1 Bertolt Brechts Regiearbeit bei den Proben: Das Kapitel beschreibt den kooperativen und unauffälligen Probenstil Brechts, der den Schauspieler zur Selbstständigkeit und persönlichen Stärke anregt.

2.2 Brechts Regiearbeit für das Theater: Hier werden Brechts Methoden zur Gestaltung von Dynamik und Gestik auf der Bühne sowie sein Anspruch an ein lehrreiches und unterhaltendes Theater thematisiert.

3. Hintergrund des epischen Theater: Es wird die historische Entstehung des epischen Theaters durch Brecht und Piscator erläutert und die Abgrenzung zur traditionellen Einfühlung dramatisiert.

3.1 Die Wirkung des Verfremdungseffektes in Bezug auf das Publikum: Dieses Kapitel analysiert die Funktion des V-Effekts, das Vertraute zu verfremden, um beim Zuschauer eine kritische, nicht-illusionäre Haltung hervorzurufen.

3.2 Brechts neue Technik der Schauspielkunst: Die Ausführungen behandeln die Abkehr von der Identifikation mit der Rolle zugunsten der Technik des Zeigens und der Distanzierung des Schauspielers.

4. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung von Brechts Bedeutung für das Theater und hält fest, dass sein Streben nach Veränderbarkeit des Menschen und gesellschaftlichem Erkenntnisgewinn zeitlos bleibt.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Regiearbeit, Schauspielkunst, episches Theater, Verfremdungseffekt, V-Effekt, Einfühlung, Identifikation, gesellschaftliche Missstände, dialektisches Theater, Probenarbeit, Bühnenillusion, Theaterwissenschaft, kritischer Denkprozess, soziales Verhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Regiearbeit von Bertolt Brecht und der von ihm entwickelten neuen Schauspielkunst, insbesondere unter dem Aspekt der praktischen Umsetzung in Probenprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte des epischen Theaters, der Verfremdungseffekt (V-Effekt), die Gestaltung der Probenarbeit sowie die spezifische neue Technik der Schauspielkunst, die den Schauspieler distanziert agieren lässt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Brecht seine Theorien in die theaterpraktische Arbeit umsetzte und ob die von ihm geforderte Vermeidung der Einfühlung tatsächlich die gewünschte aktive Auseinandersetzung beim Publikum erzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Primärtexten Brechts, einschlägiger theaterwissenschaftlicher Literatur sowie Berichten aus der Probenpraxis des Berliner Ensembles.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des epischen Theaters, die Analyse der Wirkweise des V-Effekts auf das Publikum sowie die detaillierte Darstellung von Brechts neuer Schauspieltechnik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Brecht, Regiearbeit, episches Theater, Verfremdungseffekt, Distanzierung und Schauspieltechnik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Brechts Regiearbeit von einer konventionellen Spielleitung?

Im Gegensatz zu autoritären Stilen agierte Brecht als unauffälliger Beobachter, der auf eine gemeinsame Erarbeitung der Szene setzte, statt den Schauspielern fertige Vorstellungen aufzuzwingen.

Welche Bedeutung hat der Verfremdungseffekt für die Arbeit des Schauspielers?

Er dient als Werkzeug, um die Identifikation mit der Rolle zu verhindern, sodass der Schauspieler die Figur nicht "verkörpert", sondern "zeigt", was dem Publikum wiederum eine kritische Haltung gegenüber den dargestellten Inhalten ermöglicht.

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Details

Title
Bertolt Brechts Regiearbeit und neue Schauspielkunst
College
University of Vienna  (Theater Film und Medienwissenschaft )
Grade
1
Author
Mag. Caroline Wloka (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V131120
ISBN (eBook)
9783640905508
ISBN (Book)
9783640905348
Language
German
Tags
bertolt brechts regiearbeit schauspielkunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Caroline Wloka (Author), 2007, Bertolt Brechts Regiearbeit und neue Schauspielkunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131120
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