Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Der Krankenhaussozialdienst. Konflikt zwischen Berufsidentität und Ökonomie

Titel: Der Krankenhaussozialdienst. Konflikt zwischen Berufsidentität und Ökonomie

Forschungsarbeit , 2021 , 55 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schränken die wirtschaftlichen Ansprüche die Ausführung der sozialen Arbeit ein? Inwiefern wird das Selbstverständnis der sozialen Arbeit durch die Ansprüche der Krankenhausökonomie verändert beziehungsweise in Frage gestellt? Wie können soziale Arbeit und Ökonomie voneinander profitieren? Wie lässt sich das Selbstverständnis der sozialen Arbeit und die ökonomischen Ansprüche des Krankenhauses in der Praxis miteinander vereinbaren?

Diese Fragestellungen werden in den nachfolgenden Kapiteln fachlich aufgegriffen und in Zusammenhang mit den empirisch erhobenen Daten ausgewertet, angefangen mit dem zweiten Kapitel, indem zunächst die Arbeitsfelder der klinischen Sozialarbeit und des Sozialdienstes gegenübergestellt und Begrifflichkeiten in diesem Zusammenhang geklärt werden. Weiterhin wird auf den historischen Verlauf des Kliniksozialdienstes von den Anfängen bis zum heutigen Stand eingegangen und nachfolgend Bezug auf den ökonomischen Hintergrund des Fallpauschalensystems in Krankenhäusern genommen. Das dritte Kapitel befasst sich anschließend explizit mit dem Berufsfeld des Kliniksozialdienstes, sowie seinem Selbstverständnis und setzt dieses in den Kontext des Fremdverständnisses des Wirtschaftsunternehmens Krankenhaus. Zudem werden die aktuellen ökonomischen Auswirkungen aufgezeigt und anschließend wird auf die wirtschaftlichen Ansprüche des Krankenhauses an den Kliniksozialdienst eingegangen. Innerhalb des vierten Kapitels werden dann Ansätze in der Praxis zur Vereinbarkeit des Selbstverständnisses des Kliniksozialdienstes und des ökonomischen Anspruchs des Krankenhauses dargestellt, aber auch die Grenzen dieser. Das fünfte Kapitel greift die vorangegangenen theoretischen Ausführungen auf und verknüpft sie mit den empirisch erhobenen Daten aus der Praxis. Dabei werden zunächst sowohl die Untersuchungsplanung, Samplestruktur, sowie Methoden der Untersuchung aufgelistet, als auch die quantitativen und qualitativen Befunde zusammengefasst dargestellt. Anschließend wird dann im sechsten Kapitel auf die vorherige Darstellung der Befunde nochmal Bezug genommen, indem die Ergebnisse im theoretischen Kontext dieser Ausarbeitung interpretiert und auch die Forschungsfragen in diesem Zusammenhang überprüft werden. Abschließend folgt das Fazit, welches Aufschluss und eventuelle Ausblicke aus der gesammelten Theorie gibt, sowie die Reflexion der Forschungsfragen, welche dieser schriftlichen Ausarbeitung zugrunde liegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis des Buches

1 Einleitung

2 Der Krankenhaussozialdienst und das DRG-System

2.1 Klinische Sozialarbeit vs. Kliniksozialdienst

2.2 Ursprünge des Kliniksozialdienstes

2.3 Einführung der Fallpauschalen

3 Soziale Arbeit vs. Krankenhausökonomie

3.1 Berufsidentität und Selbstverständnis des Kliniksozialdienstes

3.2 Ökonomische Auswirkungen und Ansprüche an den Kliniksozialdienst

4 Vereinbarkeit von Selbst- und Fremdwahrnehmung

4.1 Ansätze und Grenzen in der Praxis

5 Forschungsdesign und Darstellung der Untersuchung

5.1 Untersuchungsplanung, Samplestruktur und Methoden

5.2 Darstellung der quantitativen Befunde und Prüfung der Gütekriterien

5.3 Darstellung der qualitativen Befunde und Prüfung der Gütekriterien

6 Interpretation der Befunde

6.1 Interpretation der Ergebnisse

6.2 Überprüfung der Forschungsfragen

7 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des DRG-Systems und die damit verbundene Ökonomisierung auf die Arbeitsweise sowie die Berufsidentität von Sozialarbeitern im Kliniksozialdienst, um herauszuarbeiten, wie trotz wachsender ökonomischer Anforderungen eine patientenzentrierte Versorgung gewährleistet werden kann.

  • Wirkung ökonomischer Rahmenbedingungen auf die Soziale Arbeit im Krankenhaus
  • Spannungsfeld zwischen professionellem Selbstverständnis und ökonomischem Erfolgsdruck
  • Bedeutung des Entlassungsmanagements für die Klinikökonomie
  • Perspektiven zur Vereinbarkeit von Patientenzentrierung und Wirtschaftlichkeit
  • Methodische Ansätze zur Stärkung der sozialen Dimension in der Patientenversorgung

Auszug aus dem Buch

2.2 Ursprünge des Kliniksozialdienstes

Die Ursprünge der Sozialen Arbeit im Krankenhaus beginnen Ende des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit begannen sich in mehreren Ländern vereinzelte Personengruppen ehrenamtlich in Krankenhäusern zu engagieren. Dies waren vorwiegend Frauen die in Krankenhäusern soziale Hilfe für Patienten anboten. Angefangen mit der Hilfe in Säuglings- und Tuberkulosefürsorgestellen, in denen Fürsorgerinnen den dort tätigen Ärzten assistierten. Den Anlass für diese Entwicklung gab der Wandel des Verständnisses von Krankheit und Gesundheit.

Der Fortschritt der medizinischen Behandlungen und der hygienischen Bedingungen machte es möglich, Patienten nun erfolgreicher zu therapieren und erstmals Krankheiten vollständig zu heilen. Infolgedessen starben die Menschen nicht mehr so leicht an Krankheiten. Mit der Industrialisierung wuchs die Zuzugsrate der arbeitenden Bevölkerung in den Städten konstant. Um die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung zu gewährleisten war ein Ausbau des Versorgungssystems unumgänglich, woraus die Sozialgesetzgebung Bismarcks hervorging, mit der nun auch die breite Masse Zugang zu einer medizinischen Versorgung in Krankenhäusern erhielt. Innerhalb dieser Entwicklung kam der Krankenhausfürsorge die Aufgabe der sozialen Unterstützung in Notlagen zu, um Patienten schnellstmöglich arbeitsfähig aus den Krankenhäusern entlassen zu können.

Daraus wurde die Erkenntnis gewonnen, dass soziale Notlagen und die Gesundheit eines Menschen sich gegenseitig bedingen. Beschränkte sich also das Verständnis von Gesundheit und Krankheit vorher nur auf den Körper und Geist eines Menschen, so wurde dieses nun um den sozialen Aspekt erweitert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Gesundheitsbegriffs, das Dilemma des Sozialdienstes im ökonomisierten Krankenhausumfeld und definiert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.

2 Der Krankenhaussozialdienst und das DRG-System: In diesem Kapitel werden Begriffe der klinischen Sozialarbeit geklärt, der historische Ursprung des Sozialdienstes aufgezeigt und die finanzielle Struktur des DRG-Systems erläutert.

3 Soziale Arbeit vs. Krankenhausökonomie: Dieses Kapitel analysiert das Berufsbild und die Identität des Sozialarbeiters im interdisziplinären Krankenhausumfeld sowie die Auswirkungen ökonomischer Ansprüche auf die psychosoziale Arbeit.

4 Vereinbarkeit von Selbst- und Fremdwahrnehmung: Hier werden Ansätze wie das koordinierte Entlassungsmanagement und die Sozialvisite vorgestellt, die dazu dienen sollen, soziale Ziele mit dem ökonomischen Druck in Einklang zu bringen.

5 Forschungsdesign und Darstellung der Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die Methodik der durchgeführten Querschnittsuntersuchung an der Rostocker Südstadtklinik und präsentiert die quantitativen sowie qualitativen Datenergebnisse.

6 Interpretation der Befunde: Die Ergebnisse aus Theorie und Praxis werden hier zusammengeführt, interpretiert und die Forschungsfragen kritisch überprüft.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Problematik des Identitätskonfliktes zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit einer ausbalancierten Positionierung der Sozialen Arbeit zwischen Wirtschaftlichkeit und humanen Werten.

Schlüsselwörter

Kliniksozialdienst, DRG-System, Krankenhausökonomie, Soziale Arbeit, Berufsidentität, Entlassungsmanagement, Patientenversorgung, psychosoziale Beratung, Gesundheitswesen, Fallpauschalen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, stationäre Behandlung, Patientenwohl, Kostendämpfung, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation des Sozialdienstes im Krankenhaus unter den Bedingungen der zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitswesens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Konflikt zwischen der Berufsidentität als Sozialarbeiter und den betriebswirtschaftlichen Anforderungen durch das DRG-Fallpauschalensystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, inwieweit wirtschaftliche Ansprüche die Soziale Arbeit einschränken und wie sich ein patientenzentriertes Arbeiten mit ökonomischen Zielen wie der Liegezeitverkürzung vereinbaren lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische Querschnittsuntersuchung durchgeführt, die einen Fragebogen mit kombinierten quantitativen und qualitativen Fragestellungen bei Sozialdienstmitarbeitern einer Klinik anwendete.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Kliniksozialdienstes und der Ökonomisierung sowie eine praxisorientierte Analyse der Arbeitsbedingungen von Kliniksozialarbeitern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kliniksozialdienst, DRG, Krankenhausökonomie, Berufsidentität und Entlassungsmanagement sind die prägenden Begriffe.

Welche konkrete Rolle spielt das Entlassungsmanagement?

Es fungiert als zentrale Schnittstelle, an der sowohl der ökonomische Druck (durch Grenzverweildauern) als auch die soziale Notwendigkeit (nachstationäre Versorgung) des Patienten aufeinandertreffen.

Wie wirken sich die DRG-Vorgaben auf die Qualität der Beratung aus?

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Zeitdruck und hohe Fallzahlen zu Qualitätseinbußen führen, insbesondere bei der psychosozialen Kommunikation mit den Patienten.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Krankenhaussozialdienst. Konflikt zwischen Berufsidentität und Ökonomie
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
55
Katalognummer
V1311342
ISBN (PDF)
9783346785572
ISBN (Buch)
9783346785589
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krankenhaussozialdienst konflikt berufsidentität ökonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Der Krankenhaussozialdienst. Konflikt zwischen Berufsidentität und Ökonomie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1311342
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  55  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum