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Vergleich Sozialwissenschaftlicher Theorien - Theorievergleich Parsons Rational Choice

Título: Vergleich Sozialwissenschaftlicher Theorien - Theorievergleich Parsons Rational Choice

Trabajo Escrito , 2008 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Bjoern Cebulla (Autor)

Sociología - General y Teorías
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1 Einleitung
Fast alle soziologischen Theorien – ganz gleich, ob Handlungs- oder Systemtheorien –
beschäftigen sich mit den Aktivitäten zwischen den Akteuren Ego und Alter ggf. auch
Tertius. Dabei ist das Verhältnis von Ego und Alter durch aufeinander abgestimmte
Erwartungserwartungen gekennzeichnet. Das heißt, die Aktivitäten der Akteure werden
dadurch charakterisiert, dass sie hochkomplexe Formen wechselseitig voneinander
abhängigen Verhaltens aufweisen. Daher können Phänomene wie bspw. die soziale
Ordnung, Werte oder Normen nicht verstanden werden, wenn nur das Handeln einzelner
Akteure berücksichtigt wird (vgl. Lindemann 2005: 51). Sie müssen als neue
Struktur verstanden werden, die sich gegenüber den Aktivitäten der Einzelnen verselbständigt
– als emergente Phänomene. Dieser gesamte Sachverhalt wird als Emergenzkonstellation
bezeichnet (vgl. ebd.).
Da die Emergenzkonstellation allen soziologischen Theorien als theoretischer Konsens
zugrunde liegt, plädiert Lindemann (2005: 49) dafür sowohl Handlungs- als auch
Systemtheorien anhand dieses abstrakten Vergleichsmaßstabes einander gegenüberzustellen.
Wenn das Konzept der Emergenzkonstellation als Ausgangspunkt für den
Vergleich von soziologischen Theorien gewählt wird, stellen sich vorrangig folgende
Fragen:
1. Wie wird die Konstellation zwischen den Akteuren (Ego, Alter und ggf. Tertius)
konzipiert?
2. Wie stellt sich das Verhältnis von Akteurs-Aktivitäten bzw. Erwartungserwartungen
und der emergenten Ordnung dar?
In der vorliegenden Arbeit soll anhand der Emergenzkonstellation ein Vergleich der
Theorie von Talcott Parsons mit dem Rational-Choice-Ansatz erfolgen. Es soll u.a.
gezeigt werden, dass die beiden verschiedenen Theorien nicht unbedingt gegensätzliche
Paradigmen darstellen, sondern dass sie sich eher als systematische Variationen
und Spezifikationen der Emergenzkonstellation begreifen (vgl. Lindemann 2005: 51).
Dazu werden im zweiten und dritten Kapitel die jeweiligen Theorien und ihre Besonderheiten
erläutert, um eine Grundlage für den im vierten Kapitel folgenden Theorievergleich
zu schaffen. Abschließend werden im fünften Kapitel die zentralen Ergebnisse
zusammengefasst.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Talcott Parsons: Das Problem sozialer Ordnung und das normativistische Modell des Handelns

3 Rational Choice: Die Generalisierung des zweckrationalen Handlungstyps

4 Theorievergleich: Parsons – Rational Choice

4.1 Normen

4.2 Handeln und Menschenbild

4.3 Erwartungen

4.4 Lösung des Problems sozialer Ordnung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Theorie von Talcott Parsons mit dem Rational-Choice-Ansatz anhand des Konzepts der Emergenzkonstellation zu vergleichen. Dabei wird untersucht, wie die beiden Ansätze das Verhältnis von Akteurs-Aktivitäten und emergenten sozialen Ordnungen konzipieren und ob sie als gegensätzliche Paradigmen oder vielmehr als systematische Variationen innerhalb der soziologischen Theoriebildung zu begreifen sind.

  • Analyse der Emergenzkonstellation als abstrakter Vergleichsmaßstab
  • Gegenüberstellung des normativistischen Modells nach Parsons und des rationalen Handlungstyps
  • Untersuchung von Normen, Handeln und Menschenbild in beiden Theorien
  • Diskussion von Lösungsmechanismen für das Problem sozialer Ordnung (z.B. Sanktionen, Netzwerke)
  • Einordnung der Ansätze in Bezug auf starke und schwache Emergenz

Auszug aus dem Buch

Talcott Parsons: Das Problem sozialer Ordnung und das normativistische Modell des Handelns

Die Theorie von Parsons beschäftigt sich mit dem „Hobbesian problem of order“ und mit seiner Kritik an Hobbes’ Erklärung, wie Ordnung zustande kommt bzw. erhalten wird (vgl. Parsons 1951: 36). Als Soziologe der sozialen Ordnung versucht Parsons die Stabilität von Gesellschaft zu erklären indem er sich in seinen frühen Werken auf den Nachweis der konstitutiven Bedeutung von Werten und Normen für menschliches Handeln und für die Sicherung der sozialen Ordnung konzentriert (vgl. Schneider 2005a: 179).

Parsons’ Hauptaugenmerk liegt darauf die Elemente einer allgemeinen Theorie des sozialen Handelns zu ergründen. Mit dem „action frame of reference“ legt er ein kategoriales Schema zugrunde, welches alle erforderlichen Elemente beinhaltet, um den Begriff der Handlung zu definieren. Parsons analysiert das Handeln aus der subjektiven Perspektive des Akteurs. Dabei sieht er die zur Erreichung eines bestimmten Ziels zur Verfügung stehenden Mittel als kontrollierbare Aspekte und die zugrunde liegenden Bedingungen als vom Akteur unveränderbare Aspekte einer Handlungssituation an (vgl. Schneider 2005a: 84).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Problem der Emergenzkonstellation ein und definiert den Vergleichsmaßstab für die Gegenüberstellung von Handlungs- und Systemtheorien.

2 Talcott Parsons: Das Problem sozialer Ordnung und das normativistische Modell des Handelns: Dieses Kapitel erläutert den "action frame of reference" und die zentrale Bedeutung von Werten und Normen bei Parsons zur Lösung des Hobbesianischen Ordnungsproblems.

3 Rational Choice: Die Generalisierung des zweckrationalen Handlungstyps: Hier werden die Grundannahmen des Rational-Choice-Ansatzes dargelegt, insbesondere das Nutzenmaximierungsprinzip und die Behandlung des Ordnungsproblems als Reihe von Teilproblemen.

4 Theorievergleich: Parsons – Rational Choice: Dieses Kapitel führt den systematischen Vergleich anhand der Kriterien Normen, Handeln, Menschenbild, Erwartungen und Lösungsstrategien für soziale Ordnung durch.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet beide Theorien im Hinblick auf ihre Ausprägung von schwacher beziehungsweise starker Emergenz.

Schlüsselwörter

Soziologische Theorie, Emergenzkonstellation, Talcott Parsons, Rational Choice, soziale Ordnung, normative Integration, Nutzenmaximierung, Handeln, Systemtheorie, AGIL-Schema, doppelte Kontingenz, Sanktionen, Normen, Wertorientierung, Emergenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht zwei zentrale soziologische Strömungen: die handlungstheoretische Systemtheorie von Talcott Parsons und den Rational-Choice-Ansatz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen das Problem sozialer Ordnung, die Konzeption des Handelns, die Rolle von Normen und der Vergleich von Emergenzformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Theorien anhand des abstrakten Vergleichsmaßstabs der "Emergenzkonstellation" aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen theoretischen Vergleich, der mittels Literaturanalyse und der Anwendung des Konzepts der Emergenzkonstellation erfolgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Theorien zunächst getrennt und vergleicht sie anschließend direkt hinsichtlich Normen, Menschenbild, Erwartungssicherheit und der Entstehung von Ordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Soziale Ordnung, Parsons, Rational Choice, Emergenz, Normen und Nutzenmaximierung.

Wie unterscheidet sich das Menschenbild der beiden Ansätze?

Während Parsons einen normativ geleiteten Akteur postuliert, der in soziale Systeme eingebettet ist, geht der Rational-Choice-Ansatz vom Modell des rationalen Egoisten aus, der seine Ziele mittels Kosten-Nutzen-Kalkulation verfolgt.

Was versteht Parsons unter "doppelter Kontingenz"?

Sie beschreibt das Problem, dass Interaktionspartner ihre Erwartungen wechselseitig aufeinander abstimmen müssen, wobei das Verhalten des einen vom Verhalten des anderen abhängt.

Wie erklärt der Rational-Choice-Ansatz die Entstehung von Normen?

Normen werden hier als Mittel zur Minimierung von Transaktionskosten oder als Ergebnis wiederholter, strategischer Interaktionen und Koordinationsspiele verstanden.

Was bedeutet die Unterscheidung zwischen "schwacher" und "starker" Emergenz in diesem Kontext?

Schwache Emergenz bedeutet, dass soziale Phänomene auf individuelles Handeln zurückführbar sind (bottom-up), während starke Emergenz soziale Strukturen als übergeordnete Steuerungselemente ansieht, die das Handeln von oben beeinflussen (top-down).

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Vergleich Sozialwissenschaftlicher Theorien - Theorievergleich Parsons Rational Choice
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Curso
Soziologische Theorien
Calificación
1,0
Autor
Bjoern Cebulla (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
17
No. de catálogo
V131174
ISBN (Ebook)
9783640367061
ISBN (Libro)
9783640781089
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vergleich Sozialwissenschaftlicher Theorien Theorievergleich Parsons Rational Choice
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bjoern Cebulla (Autor), 2008, Vergleich Sozialwissenschaftlicher Theorien - Theorievergleich Parsons Rational Choice, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131174
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