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Entfremdung und Verdinglichung bei Marx und Lukács, Horkheimer/Adorno und Habermas sowie Honneth, Nussbaum und Böhme

Eine Einführung

Titre: Entfremdung und Verdinglichung bei Marx und Lukács, Horkheimer/Adorno und Habermas sowie Honneth, Nussbaum und Böhme

Etude Scientifique , 2009 , 19 Pages , Note: 1

Autor:in: Andre Schuchardt (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Bei der Entfremdung werden organische Beziehungen aufgehoben oder verkehrt, bei der Verdinglichung kann alles und jeder zum Ding, zum Objekt, zum Fetisch werden. Beide Begriffe gehen Hand in Hand. Diese Abhandlung soll in die Begriffe der Entfremdung und vor allem der Verdinglichung einführen, welche wiederum Marx salonfähig gemacht und Lukács genauer definiert hat.
Die Abhandlung beginnt bei Marx und geht über Lukács, Horkheimer, Habermas, Honneth und Nussbaum hin zu Böhme.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marx und Lukács: Die entfremdete Arbeit

3. Marx und Lukács: Verdinglichte Beziehungen

4. Horkheimer/Adorno: Die rationale Kultur

5. Habermas: Rationalität bei Weber, Lukács und Horkheimer

6. Honneth: Bedingungen und drei Formen der Verdinglichung

7. Nussbaum: Verdinglichte Sexualität als etwas Schönes

8. Böhme: Der expandierende Fetischismus

9. Schluss

10. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine systematische Einführung in die zentralen Begriffe der Entfremdung und Verdinglichung, indem sie deren theoretische Entwicklung von den Ursprüngen bei Marx und Lukács bis hin zu zeitgenössischen Positionen nachzeichnet. Ziel ist es, die philosophische Herleitung der Konzepte zu verdeutlichen und deren fortbestehende Relevanz in der modernen Gesellschaft zu analysieren.

  • Historische Grundlagen der Entfremdung und des Warenfetischismus bei Karl Marx und Georg Lukács.
  • Kulturkritische Perspektiven auf Rationalisierungsprozesse durch Horkheimer, Adorno und Habermas.
  • Differenzierung der Verdinglichung durch Axel Honneth als sozialpsychologischer Prozess.
  • Diskurs über sexuelle Verdinglichung und deren ambivalente Bewertung bei Martha C. Nussbaum.
  • Analyse des modernen Fetischismusbegriffs und dessen Bedeutung für die gegenwärtige Moderne nach Hartmut Böhme.

Auszug aus dem Buch

3. Marx und Lukács: Verdinglichte Beziehungen

1867 widmete Marx in seinem Hauptwerk 'Das Kapital' ein Kapitel der Ware und warum sie zum Fetisch werden würde. Damit übertrug er den ethnologischen Begriff des Fetischs auf die Ökonomie.

Zunächst erklärt er, dass die Ware als Gebrauchswert entweder vorhandene Bedürfnisse befriedigt oder neue weckt. Als Form hingegen wird sie zur gesellschaftlichen Form, zur gegenständlichen Form der Arbeit. Fetischismus nun ist nach Marx ein gesellschaftliches Verhältnis des Menschen: die Produkte werden 'belebt', eigenständige, im Verhältnis untereinander und zum Menschen stehende Gestalten. Die Ware ist eigentlich ein Gebrauchsgegenstand, der von unabhängiger Privatarbeit erstellt wurde. Das Produkt erhält im Kapitalismus aber zwei Seiten: Nutzen für andere, Wert für den Produzenten. Dadurch, dass Produkte gleichgesetzt werden, wird auch die menschliche Arbeit gleichgesetzt. Da der Wert eines Produktes aber unklar ist, versucht der Mensch ihn zu bestimmten. Dies geschieht durch die Anrechnung der benötigten Arbeitszeit. Der Produzent fängt an sein Erzeugnis als Ware und nicht mehr als etwas besonders zu sehen. Über den Austausch von Waren werden auch die Menschen Tauschwerte. So nennt Marx die Ökonomie den Fetischismus des Monetersystems.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die begriffliche Verknüpfung von Entfremdung und Verdinglichung ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2. Marx und Lukács: Die entfremdete Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die marxistische Fundierung des Entfremdungsbegriffs sowie dessen Weiterentwicklung durch Georg Lukács im Kontext der ökonomischen Verhältnisse.

3. Marx und Lukács: Verdinglichte Beziehungen: Es wird analysiert, wie der Warencharakter menschliche Beziehungen zu objektivierten, dinghaften Strukturen transformiert.

4. Horkheimer/Adorno: Die rationale Kultur: Das Kapitel untersucht die Gefahren einer durch Rationalisierung geprägten Medienkultur und die damit einhergehende soziale Gleichschaltung.

5. Habermas: Rationalität bei Weber, Lukács und Horkheimer: Eine vergleichende Analyse der Rationalisierungstheorien und deren Auswirkungen auf die menschliche Identität und Lebenswelt.

6. Honneth: Bedingungen und drei Formen der Verdinglichung: Axel Honneths Versuch einer Neudefinition der Verdinglichung als anerkennungstheoretisches Defizit wird hier kritisch beleuchtet.

7. Nussbaum: Verdinglichte Sexualität als etwas Schönes: Eine Diskussion der These, dass Verdinglichung im Kontext sexueller Beziehungen nicht zwangsläufig negativ oder erniedrigend sein muss.

8. Böhme: Der expandierende Fetischismus: Dieses Kapitel thematisiert die Beständigkeit des Fetischismus als eine die Moderne durchdringende, irrationale Praxis.

9. Schluss: Zusammenfassung der theoretischen Entwicklung der Begriffe und ihrer Bedeutung für die Zukunft.

10. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Entfremdung, Verdinglichung, Warenfetischismus, Marxismus, Rationalisierung, Kritische Theorie, Kapitalismus, Subjektivität, Autonomie, Anerkennung, Sexuelle Verdinglichung, Moderne, Kulturkritik, Fetisch, Objektbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht und historische Einordnung der Begriffe Entfremdung, Verdinglichung und Fetischismus in der philosophischen Tradition.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die ökonomischen Ursprünge der Entfremdung, die kulturkritische Analyse rationaler Gesellschaften sowie sozialpsychologische und ethische Aspekte der Verdinglichung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung dieser Konzepte von Marx bis zu zeitgenössischen Denkern wie Böhme oder Nussbaum nachzuvollziehen und ihre Bedeutung für unser Verständnis von zwischenmenschlichen Beziehungen und moderner Gesellschaft zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine hermeneutische Herangehensweise, indem sie/er klassische und moderne philosophische Texte analysiert, gegenüberstellt und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Denker: Er beginnt bei Marx und Lukács, führt über Horkheimer, Adorno und Habermas zu Honneth, Nussbaum und schließt mit einer Betrachtung von Hartmut Böhme ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Entfremdung, Verdinglichung, Warenfetischismus und Kritische Theorie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Nussbaums Sichtweise von der klassischen Kritik?

Nussbaum bricht mit der meist pejorativen Verwendung des Begriffs der sexuellen Verdinglichung und argumentiert, dass diese unter bestimmten Bedingungen des gegenseitigen Respekts auch als positiv oder bereichernd empfunden werden kann.

Welchen Beitrag leistet Honneth zur Verdinglichungstheorie?

Honneth erweitert das Verständnis, indem er die Verdinglichung nicht mehr rein ökonomisch begründet, sondern als ein Scheitern der Anerkennung und als ein sozialpsychologisches Phänomen analysiert.

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Résumé des informations

Titre
Entfremdung und Verdinglichung bei Marx und Lukács, Horkheimer/Adorno und Habermas sowie Honneth, Nussbaum und Böhme
Sous-titre
Eine Einführung
Université
University of Leipzig
Note
1
Auteur
Andre Schuchardt (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
19
N° de catalogue
V131184
ISBN (ebook)
9783640542260
ISBN (Livre)
9783640542185
Langue
allemand
mots-clé
entfremdung verdinglichung fetisch fetischismus philosophie marx lukács nussbaum feminismus sex ökonomie gesellschaft moderne böhme honneth
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andre Schuchardt (Auteur), 2009, Entfremdung und Verdinglichung bei Marx und Lukács, Horkheimer/Adorno und Habermas sowie Honneth, Nussbaum und Böhme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131184
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Extrait de  19  pages
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