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Gisle imperatrix consors regni - Notwendige Teilhaberin des Königtums

Titre: Gisle imperatrix consors regni - Notwendige Teilhaberin des Königtums

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 24 Pages , Note: 1,7

Autor:in: André Schmidt (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Seminararbeit soll der Lebensweg sowie die Rolle der Königin und Kaiserin GISELA an der Seite ihres Gatten KONRADs II. anhand zeitgenössischer Quellen näher betrachtet werden. Dabei sollen die einzelnen Etappen der „consortium regni“ – Forschung für ein besseres Verständnis der Problematik in einen geschichtlichen Kontext eingeordnet werden, um dem Wesensgehalt der so unscheinbar anmutenden Formel „consors regni (imperii)“ nachgehen zu können. Neben einem kurzen Abriss der sozialgeschichtlichen Veränderungen des Mittelalters soll der Schwerpunkt dieser Arbeit auf die „Gesta Chuonradi II. imperatoris“ WIPOs und deren Wirkung gelegt werden. Ein besonderes Augenmerk soll dabei der Fragestel-lung gewidmet sein, weshalb der Kaplan WIPO in seinem Tatenbericht KONRADs II., der nicht nur eine Auflistung seiner Leistungen ist, sondern in dem auch staatstheoretische Vorstellungen eingeflossen sind, ungewöhnlicherweise ein Kapitel dem Hof und der Königin GISELA gewidmet hat. Im Speziellen soll der Versuch einer kritischen Interpretation und Bewertung dieses ausgewählten Textabschnittes unternommen werden, indem auch der Frage, inwieweit die Mitwirkung GISELAs an der Herr-schaft KONRADs ein bezeichnendes Licht auf die gesellschaftspolitischen Wandlungen des 11. Jh. geworfen hat, nachgegangen werden soll.
Als wissenschaftliche Grundlage zur Klärung dieser Fragen dient unter anderem die von Werner TRILLMICH überarbeitete Übersetzung der schriftlichen Überlieferungen des zeitgenössischen Autors WIPO aus der kritischen Edition: Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters, FREIHERR-VOM STEIN-Gedächtnisausgabe. Aber auch Sekundärliteratur wie die Monographien FROMMERs „Spindel, Kreuz und Krone, Herrscherinnen des Mittelalters“, JÄSCHKEs „Notwendige Gefährtinnen“ und Thilo VOGELSANGs „Die Frau als Herrscherin im hohen Mittelalter“ sowie aktuelle Aufsätze HUSCHNERs „Kaiserin Gisela, Klügste Beraterin Kon-rads II.“, THOMAs, „Kaiserin Gisela“ ebenso wie „Consors regni - ... und machte sie zur Genossin seiner Herrschaft“ von Gudrun Pamme – VOGELSANG werden hierfür herangezogen, um die Untersuchungen der mittelalterlichen Geschichtsforschung sowie den Forschungsstand mit einzubeziehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Studien zur „consors regni“ – Formel

2.1 Das Problem „consortium regni“

2.2 Hellenismus und Spätantike

2.3 Die christliche Ehe des Mittelalters

2.4 Das frühe Mittelalter

2.5 Die Ottonische Kaiserzeit

2.6 Die Salische Kaiserzeit

3 Gesta Chuonradi II. imperatoris

3.1 Der Schriftsteller und Kaplan Wipo

3.1.1 Der Burgunder am deutschen Hof

3.1.2 Der geistliche Berater und Mahner

3.1.3 Wipos christliches Idealbild des Königtums

3.2 Das Werk Gesta Chuonradi II. imperatoris

3.3 Über die Einrichtung des Hoftages und der Königin

3.3.1 Probleme um die Hochzeit der Gisela und Konrad II.

3.3.2 Die klügste Beraterin Konrads II.

3.3.3 Gisela und Heinrich III.

4 Folgen des Investiturstreits und der Säkularisierung

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Lebensweg und die politische Rolle der Königin und Kaiserin Gisela an der Seite ihres Gatten Konrad II. auf Grundlage zeitgenössischer Quellen, insbesondere der Gesta Chuonradi II. imperatoris von Wipo, um die Bedeutung der „consors regni“-Formel und den gesellschaftspolitischen Wandel im 11. Jahrhundert zu beleuchten.

  • Historische Einordnung der „consors regni“-Formel vom Hellenismus bis zur Salierzeit.
  • Analyse des Werkes und des christlichen Weltbildes des Kaplans Wipo.
  • Untersuchung der politischen Einflussnahme Giselas bei Ämterbesetzungen und in der Friedensstiftung.
  • Bewertung der erzieherischen Rolle Giselas gegenüber ihrem Sohn Heinrich III.
  • Reflektion über die Entwicklung der Herrscherinnenrolle im Kontext des aufkommenden Investiturstreits.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Der geistliche Berater und Mahner

WIPO war weder Annalist noch Chronist und erst recht kein Historiker. Als Kaplan erfüllte er priesterliche Aufgaben und wollte mit seinen Werken geistlicher Berater und Mahner sein, nicht nur Hofdichter und Lobredner seines Herrscherhauses, wie bis Anfang des 19. Jh. angenommen wurde. Seine Werke, die von einen reinem Latein geprägt sind, dienen moralisch-pädagogischeren Zielen. Stilistische Anklänge und Zitate CICEROs, CAESARs, OVIDs und anderer Autoren in großer Zahl zeugen von seiner Belesenheit in der antiken Literatur. Um den eigenen Gedankengängen größeres Gewicht zu verleihen, zitierte er oft die heilige Schrift als theologische Literatur und verband sie geschickt mit verwandten deutschem Dichtungsgut wie EGBERT VON LÜTTICH oder OTLOH.

Darüber hinaus verstand es WIPO meisterlich, seine erzieherischen Absichten durch spannende Darstellung rhetorisch schmackhaft zu machen. Er wollte nützliche beispielhafte Darstellungen, Idealbilder und keinen Portraitcharakter vorführen, um die Qualität des Herrschers an der Rechtswahrung zu demonstrieren. Dabei scheute er bei der Erteilung moralischer und politischer Ratschläge nicht zurück auch geistliche Kritik zu üben oder sogar vertrauliche Dinge zu erwähnen. Die von ihm gewählten meist knappen und treffenden Formulierungen haften leicht im Gedächtnis. Seine Erzählungen sind meist um einen anekdotischen, zuverlässigen Kern komponiert und oft kunstvoll zu dramatischer Prägnanz gesteigert, so dass man als Historiker mit Sorgfalt und Argwohn die politische oder rechtliche Tragfähigkeit seiner Berichte kritisch hinterfragen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Thematik der Königin Gisela als „consors regni“ und Vorstellung der wissenschaftlichen Herangehensweise anhand der Gesta Wipos.

Studien zur „consors regni“ – Formel: Untersuchung der historischen und rechtlichen Wurzeln der Mitregentschaftsformel von der Spätantike bis zur Salierzeit.

Gesta Chuonradi II. imperatoris: Analyse des Werkes von Wipo, seines Menschenbildes sowie der Rolle Giselas als politische Beraterin und Mutter.

Folgen des Investiturstreits und der Säkularisierung: Betrachtung des Bedeutungsverlusts der „consors regni“-Konzeption im Zuge gesellschaftlicher Wandlungsprozesse nach dem Investiturstreit.

Schlussbemerkung: Resümee über die historische Bedeutung Giselas als zentrale Figur der Salierzeit und die Funktion der Gesta als erzieherisches Vorbild für Heinrich III.

Schlüsselwörter

Gisela, Konrad II., Wipo, consors regni, Salier, Mittelalter, Kaiserin, Mitregentin, Gesta Chuonradi, Heinrich III., Investiturstreit, Herrscherbild, politischer Einfluss, Geschichtsschreibung, Reichsverfassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung der Kaiserin Gisela und ihre Rolle als „consors regni“ (Teilhaberin am Königtum) an der Seite ihres Ehemannes Konrad II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der rechtlichen Stellung von Königinnen, das Herrscherbild im 11. Jahrhundert und den Einfluss religiöser und politischer Vorstellungen auf die Rolle der Frau als Mitherrscherin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den speziellen politischen Einfluss Giselas kritisch einzuordnen und zu erklären, warum ihr Kaplan Wipo ihr in seinem Tatenbericht ein eigenes Kapitel gewidmet hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse der Gesta Chuonradi II. imperatoris von Wipo, ergänzt durch einen Vergleich mit relevanter moderner Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der „consors regni“-Formel, die Vorstellung des Autors Wipo und eine detaillierte Analyse von Giselas Wirken als Beraterin, Vermittlerin und Erzieherin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gisela, Konrad II., Wipo, consors regni, Salier, Mitregentschaft und die gesellschaftspolitischen Wandlungen im 11. Jahrhundert.

Warum war die Krönung Giselas von der ihres Mannes getrennt?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die genauen Gründe für die Ablehnung durch Erzbischof Aribo von Mainz unbekannt sind, diskutiert aber den Zusammenhang mit kirchenrechtlichen Bedenken wegen verwandtschaftlicher Nähe.

Welche Rolle spielte Gisela bei der Erziehung von Heinrich III.?

Gisela war maßgeblich an der Erziehung ihres Sohnes beteiligt und bemühte sich, ihn durch Studien und die Teilnahme an Regierungsgeschäften auf seine zukünftige Rolle als Kaiser vorzubereiten.

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Résumé des informations

Titre
Gisle imperatrix consors regni - Notwendige Teilhaberin des Königtums
Université
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte )
Cours
Der König und sein Kaplan. Die Gesta Chuonradis Wipos
Note
1,7
Auteur
André Schmidt (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
24
N° de catalogue
V131232
ISBN (ebook)
9783640414475
ISBN (Livre)
9783640408573
Langue
allemand
mots-clé
Gisle imperatrix consors regni Gender Herrscherin Frauen im Mittelalter Kaiserin Gisela Kaiserin consortium regni Christliche Ehe Salier Gesta Chuonradi Wipo Gesta Chuonradi imperatoris Konrad II. GISLE IMPERATRIX Heinrich III.
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
André Schmidt (Auteur), 2004, Gisle imperatrix consors regni - Notwendige Teilhaberin des Königtums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131232
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Extrait de  24  pages
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