Bestimmte Situationen oder Aufgaben in unserem Leben wirken unüberwindbar. Anforderungssituationen an uns Menschen wirken neu und schwierig und stellen uns vor die Aufgabe gelöst zu werden. Jeder Mensch besitzt die grundlegende Fähigkeit, sich diesen Problemen entgegenzustellen, diese Fähigkeit, Selbstwirksamkeit genannt, beschreibt Bandura (1994) in seiner sozial-kognitiven Lerntheorie als eine psychologische Handlung in Bezug auf die Leistungsmotivation bei Menschen.
Je positiver ein Mensch seine eigenen Kompetenzen und persönlichen Fähigkeiten einschätzt, desto leistungsfähiger und gewillter ist er auch in schwierigen Belastungssituationen zu bestehen. Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung sind demzufolge erfolgsmotivierter als Menschen, die in schwierigen Situationen nicht auf ihre Kompetenzen und Fähigkeiten vertrauen können. Die Selbstwirksamkeit wird durch positive Erfahrungen und intrinsische Motivation geprägt. Der Glaube daran, selbst etwas bewirken oder ermöglichen zu können, befähigt uns Menschen motiviert und standhaft zu bleiben.
Inhaltsverzeichnis
1 Selbstwirksamkeitserwartung
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Messung spezifischer Selbstwirksamkeitserwartung zu dem Thema „sportliche Aktivität“
1.3 Studien „Selbstwirksamkeitserwartung“
2 Gesundheitspsychologische Handlungsfelder
2.1 Körperliche Aktivität
3 Beratungsgespräch – Fallbeispiel 1
3.1 Eingliederung und Zielsetzung
3.2 Rolle des Beraters und die ersten Schritte einer gesundheits-psychologischen Beratung
3.3 Gesprächsverlauf
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext gesundheitspsychologischer Interventionen, analysiert aktuelle Studienlagen zur körperlichen Aktivität und demonstriert anhand eines konkreten Fallbeispiels die praktische Anwendung beratungsmethodischer Schritte zur Verhaltensänderung.
- Theoretische Grundlagen und Messmethodik der Selbstwirksamkeitserwartung
- Bedeutung körperlicher Aktivität für die Prävention von Zivilisationskrankheiten
- Analyse gesundheitspsychologischer Handlungsfelder in Deutschland
- Strukturierung und methodische Gestaltung eines Beratungsgesprächs
- Strategien zur Förderung von Eigenverantwortung und langfristiger Verhaltensmotivation
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung
Bestimmte Situationen oder Aufgaben in unserem Leben wirken unüberwindbar. Anforderungssituationen an uns Menschen wirken neu und schwierig und stellen uns vor die Aufgabe gelöst zu werden. Jeder Mensch besitzt die grundlegende Fähigkeit sich diesen Problemen entgegenzustellen, diese Fähigkeit, Selbstwirksamkeit genannt, beschreibt Bandura (1994) in seiner sozial-kognitiven Lerntheorie als eine psychologische Handlung in Bezug auf die Leistungsmotivation bei Menschen.
Je positiver ein Mensch seine eigenen Kompetenzen und persönlichen Fähigkeiten einschätzt, desto leistungsfähiger und gewillter ist er auch in schwierigen Belastungssituationen zu bestehen. Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung sind demzufolge erfolgsmotivierter als Menschen, die in schwierigen Situationen nicht auf ihre Kompetenzen und Fähigkeiten vertrauen können. Die Selbstwirksamkeit wird durch positive Erfahrungen und intrinsische Motivation geprägt. Der Glaube daran, selbst etwas bewirken oder ermöglichen zu können, befähigt uns Menschen motiviert und standhaft zu bleiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Selbstwirksamkeitserwartung: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konstrukt der Selbstwirksamkeit nach Bandura und stellt eine empirische Befragung zum Thema sportliche Aktivität sowie zwei weitere Studien zu Rehabilitationsmaßnahmen und Schmerzbewältigung vor.
2 Gesundheitspsychologische Handlungsfelder: Hier wird die Relevanz körperlicher Aktivität als präventiver Gesundheitsfaktor dargelegt, wobei aktuelle Daten zur Bewegungssituation in Deutschland und verschiedene Interventionsansätze der Krankenkassen und Behörden beleuchtet werden.
3 Beratungsgespräch – Fallbeispiel 1: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis, indem anhand eines Fallbeispiels die Phasen und Methoden eines Beratungsgesprächs zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens bei einer Klientin dargestellt werden.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitspsychologie, körperliche Aktivität, Verhaltensänderung, Prävention, Beratungsgespräch, Rehabilitation, Motivation, Eigenverantwortung, Interventionsprogramme, Zielsetzung, Gesundheitsmanagement, Lebensstil, Schmerzbewältigung, Ressourcenstärkung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Steuerung von Gesundheitsverhalten, insbesondere unter Berücksichtigung der Selbstwirksamkeitserwartung und praxisnaher Beratungsansätze.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Selbstwirksamkeit, die Bedeutung von regelmäßiger körperlicher Aktivität für die Prävention sowie die professionelle Gestaltung von Beratungsgesprächen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Stärkung der Selbstwirksamkeit und geeignete Beratungsmethoden eine nachhaltige Veränderung hin zu gesundheitsförderlichem Verhalten induziert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung verwendet?
In der Arbeit wird ein Mix aus theoretischer Literaturanalyse und einer exemplarischen, kleinskaligen empirischen Befragung zur Selbstwirksamkeit sowie die Anwendung eines Fallbeispiels zur Beratung verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Definitionen auch der aktuelle Stand der sportlichen Aktivität in Deutschland und die spezifischen Phasen eines Beratungsgesprächs (Eingliederung, Zielsetzung, Umsetzung) detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitspsychologie, körperliche Aktivität, Verhaltensänderung und Beratungsmethodik.
Welche Rolle spielt die „Kontemplationsphase“ im vorgestellten Fallbeispiel?
Sie beschreibt den Zustand der Klientin, die zwar eine Absicht zur Veränderung bildet, den notwendigen Schritten jedoch noch ratlos gegenübersteht und den Berater zur Motivationsunterstützung benötigt.
Warum ist das „Barrierenmanagement“ nach dem SORK-Modell für die Klientin relevant?
Es dient dazu, Störfaktoren im sozialen Umfeld der Klientin frühzeitig zu identifizieren und einen Handlungsplan zu erstellen, um Rückfälle in alte inaktive Verhaltensmuster zu verhindern.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Scholz (Autor:in), 2018, Psychologie des Gesundheitswesens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1312449