Die Arbeit beschäftigt sich mit der Mediation. Dabei wird geklärt, was Mediation eigentlich ist, wie sie abläuft und welche Prinzipien dahinterstehen. Zudem werden der Umgang mit der Verschwiegenheit und der Unterschied zwischen Mediations- und Gerichtsverfahren beleuchtet. Es folgt ein Einblick, bei welchen Konfliktlagen die Mediation empfehlenswert ist und welche Vor- und Nachteile eine Mediation in den Räumlichkeiten einer Partei hat.
Inhaltsverzeichnis
AUFGABE 1
AUFGABE 2
AUFGABE 3
AUFGABE 4
AUFGABE 5
AUFGABE 6
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Modulabschlussarbeit im Studiengang „Master of Mediation“ untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen von Mediationsverfahren. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Abgrenzung zur juristischen Streitbeilegung sowie der Analyse von Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Konfliktlösung.
- Prinzipien und Grundsätze der Mediation (Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Neutralität)
- Phasenmodell der Mediation und die Rolle des Mediators
- Vergleichende Analyse: Mediation versus Gerichtsverfahren
- Anwendungsbereiche der Mediation bei zwischenmenschlichen Konflikten
- Methodische Aspekte der Raumgestaltung und Prozessstruktur
Auszug aus dem Buch
Wie läuft eine Mediation ab?
Nachdem sich die Medianden auf einen Mediator geeinigt haben, werden zunächst alle Formalitäten besprochen, um eine verbindliche Mediationsvereinbarung schließen zu können. Hierzu gehören unter anderem Ziel und Zweck des Mediationsverfahrens, der zeitlichen Ablauf sowie das Honorar des Mediators und ggf. die Erläuterung des Unterschieds gegenüber einem Gerichtsverfahren. Hierzu zählt ebenfalls die Überlegung welche Alternativen die Parteien hätten, sollte die Mediation zu keinem Ergebnis kommen (sog. Best Alternative To a Negotiated Agreement) sowie die Überlegung unter welchen Gesichtspunkten der Konflikt betrachtet werden soll (z.B. nötiges Fachwissen von weiteren Experten).
Als nächstes wird ein erstes Treffen vereinbart, bei dem alle Beteiligten an einem Tisch sitzen. Nach einer allgemeinen Vorstellung aller Anwesenden, erläutert der Mediator das bevorstehende Verfahren. Dabei erklärt er die allgemeinen Phasen einer Mediation sowie die Möglichkeit weitere Experten hin zu ziehen zu können oder auch Einzelgespräche führen zu können. Er beschreibt die fünf Prinzipien der Freiwilligkeit, Selbstverantwortung, Vertraulichkeit, Informiertheit und Neutralität/ Allparteilichkeit, die wie bereits erwähnt in Aufgabe 2 näher erläutert werden und verdeutlicht noch einmal die Rolle des Mediators.
Zusammenfassung der Kapitel
AUFGABE 1: Definiert den Begriff Mediation als außergerichtliche Methode zur Konfliktbearbeitung und führt in die zentralen Grundsätze wie Freiwilligkeit und Selbstverantwortlichkeit ein.
AUFGABE 2: Analysiert die Prinzipien der Neutralität, Freiwilligkeit, Selbstverantwortlichkeit und Informiertheit als wesentliche Säulen für das Handeln eines Mediators.
AUFGABE 3: Erläutert die Bedeutung der Verschwiegenheitspflicht und deren rechtliche sowie praktische Umsetzung im Mediationsprozess, auch bei Teammediationen.
AUFGABE 4: Stellt den Vergleich zwischen juristischer Streitbeilegung durch Gerichte und dem kooperativen Ansatz der Mediation dar, um Unterschiede in Zielsetzung und Ergebnisqualität aufzuzeigen.
AUFGABE 5: Untersucht Konfliktlagen, in denen eine Mediation sinnvoll ist, und bewertet die Eignung der Mediation unter Berücksichtigung von Glasls Konfliktmodell.
AUFGABE 6: Diskutiert die Vor- und Nachteile der Wahl des Mediationsortes (neutraler Raum vs. private Räumlichkeiten einer Partei) und spricht eine klare Empfehlung für neutrale Settings aus.
Schlüsselwörter
Mediation, Konfliktmanagement, Mediationsgesetz, Neutralität, Freiwilligkeit, Selbstverantwortlichkeit, Vertraulichkeit, Interessensklärung, Gerichtsverfahren, Streitbeilegung, Konsens, Kooperatives Verhandeln, Prozessstruktur, Kommunikationsförderung, Konfliktursachen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Mediationsverfahrens und dessen praktische Umsetzung im Rahmen des Masterstudiums Mediationswissenschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Mediationsprinzipien (Neutralität, Vertraulichkeit etc.), der Vergleich mit anderen Konfliktlösungsmodellen sowie die methodische Gestaltung des Mediationsprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Wirkungsweise der Mediation zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Konflikte durch ein strukturiertes, interessenorientiertes Verfahren nachhaltig gelöst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche und rechtsdogmatische Analyse, um Begriffe, gesetzliche Grundlagen und prozessuale Phasen der Mediation wissenschaftlich fundiert darzulegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in sechs Aufgabenbereiche, die von der Definition des Mediationsbegriffs über die rechtlichen Prinzipien bis zur praktischen Empfehlung zur Raumwahl reichen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Schlagworte sind Mediation, Selbstverantwortung, Neutralität, Vertraulichkeit und Konfliktlösung.
Warum wird von einer Mediation in den Räumlichkeiten der Parteien abgeraten?
Es wird abgeraten, da dies dem Grundsatz der Neutralität und Unabhängigkeit des Mediators widersprechen kann und das Risiko für Störfaktoren oder einseitige Einflüsse erhöht.
Welche Rolle spielt die Vertraulichkeit laut Mediationsgesetz?
Die Vertraulichkeit regelt die Verschwiegenheitspflicht des Mediators und der in den Prozess eingebundenen Personen, um einen geschützten Raum für die Lösungsfindung zu gewährleisten.
- Citation du texte
- Angelika Paul (Auteur), 2022, Mediation anstatt Gerichtsverfahren. Ablauf, Prinzipien und Ort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1312828