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Der Terror der 30er Jahre

Titre: Der Terror der 30er Jahre

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 22 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Vadim Bolbat (Auteur)

Histoire de l'Europe - Époque guerres mondiales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Geschichte der UdSSR in den 30er Jahre tritt in die neue Phase, die durch den endgültige Verfestigung personelle Macht Stalins innerhalb der Partei und die Ausweitung der Kontrolle des Staates über alle Bereiche des Lebens ihrer Bürger charakterisiert. Die in Visier gestellten Ziele, die das Land neue industrielle Gesicht und kollektive Bauernwirtschaft geben sollte, ließen sich nicht ohne die massive Gewaltanwendung zu realisieren. Es zeigte sich bald, dass der Terror durch die Sicherheitsorgane in der Wahrnehmung der politischen Führung unverzichtbar ist und alleine die Eliminierung aller wirklichen oder imaginären Feinde den Weg zum Sozialismus ebnet. Zur Aussperrung der Opfer des Regimes bedürfte es ein effiziente Lagersystem, in dem die aus der Gesellschaft Ausgeschlossene wenn schon nicht jeden Widerstand gegen stalinistischen Staat aufgeben sollte, dann zum wirtschaftlichen Zwecken ausgebeutet werden konnte. Die Repressionen liefen auf die Einrichtung neuer Strafkolonien des Gulags hinaus. Der Terror lieferte den Lagereinrichtungen des Gulags immer neue Kontingente der „in sozialer Hinsicht fremden Elemente“ und hielt damit das Lagersystem, die überwiegend mit politischen Gefangenen aufgefüllt wurde, am Laufen. Es ist daher sinnvoll sich mit den Massenrepressionen und deren historischen Hintergründen zu beschäftigen, um auch das Verständnis für den Ausbau und innere Vorgänge des Gulags in den 30er Jahre zu gewinnen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Kampagne gegen bürgerlichen Spezialisten

1.1. Schachty-Prozess

1.2. Prozessen gegen „Industriepartei“ und „Bauernpartei“

2. Die Verfolgungen der Kirche und Religion

3. Die Überprüfungen der Parteiangehörigkeit

4. Die Ruhepause vor dem Sturm

5. Mord an Kirov als Auslöser neuer Gewaltwelle

6. Der Großen Terror

6.1. Die Moskauer Schauprozesse

6.2. Die Säuberungen des Parteiapparates.

6.3. Der Terror gegen die Bevölkerung

6.4. Die Säuberungen in der Armee

7. Die Verfolgungen der Nationalminderheiten

8. Die Beurteilung des Terrors

8.1. Die Rolle des Stalins

8.2. Die Funktionen des Terrors

Schlussbetrachtung.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den stalinistischen Terror in der Sowjetunion während der 1930er Jahre und analysiert dabei sowohl die politischen Hintergründe als auch die Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen sowie den Ausbau des Gulag-Systems.

  • Die systematische Ausschaltung bürgerlicher Spezialisten und religiöser Institutionen.
  • Der Einfluss des Kirov-Mordes auf die Intensivierung staatlicher Gewaltmaßnahmen.
  • Die Mechanismen der Moskauer Schauprozesse und die Säuberung des Parteiapparates.
  • Die Rolle Stalins und die funktionale Einordnung des Terrors zur Festigung seiner Macht.
  • Die Verfolgung von Nationalminderheiten als Teil der stalinistischen Repressionspolitik.

Auszug aus dem Buch

6.1. Die Moskauer Schauprozesse

Die Moskauer Prozesse waren ein aufsehenerregendes Ereignis, ein Medienspektakel, das die Aufmerksamkeit der eigens dafür aus dem Ausland herbeigerufenen Beobachter auf sich ziehen musste und vor allem ablenken sollte von den Geschehnissen hinter den Kulissen und auf den Nebenschauplätzen: der massiven Repression aller sozialen Schichten.

Bald nach dem Anschlag gegen Kirov wurden erste die ehemalige Wortführer der Opposition Zinov’ev und Kamenev verhaftet, denen die Vorbereitung des Terroraktes und Trozkismus zu Last gelegt wurden. Aus Beweismangel wurden sie zunächst nur zu einer Haftstrafe verurteilt und in den Ural gebracht. Der spektakuläre Prozess blieb ihnen aber nicht erspart. Der Prozess bestand ausschließlich darin Altbolschewisten als Agenten der Gestapo zu entlarven. „Ich fordere, dass diese tollwütigen Hunde allesamt erschossen werden“, so schloss der Staatsanwalt Vyšinskijs sein Plädoyer, und das Gericht folgte der Forderung in vollem Umfang. Die Angeklagten hatten vorher ein Schuldeingeständnis abgelegt, das restlos erfunden war. Kamenev bekannte, gemeinsam mit Trotzki und Zinov’ev „Leiter und Organisator“ einer Verschwörung gegen Kirov gewesen zu sein. Zinov’ev bezichtigte sich, durch „fehlerhaften Bolschewismus“ „über den Trotzkismus zum Faschismus“ gelangt zu sein. Das Ganze spielte sich nicht in irgendwelchen NKVD-Kellern ab, sondern vor der Weltöffentlichkeit ab. Westliche Diplomaten und Korrespondenten wurden ausdrücklich eingeladen, auf der Tribüne Platz zu nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Festigung der Macht Stalins und die Notwendigkeit des Terrors zur Durchsetzung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ziele im Rahmen des GULag-Systems.

1. Die Kampagne gegen bürgerlichen Spezialisten: Das Kapitel behandelt den Kampf gegen Experten und Fachleute der Vorkriegszeit, die durch gezielte Prozesse wie den Schachty-Prozess diskreditiert wurden.

2. Die Verfolgungen der Kirche und Religion: Hier wird der staatliche Kirchenkampf beschrieben, der durch gesetzliche Verbote und sozialen Druck die religiöse Ausübung massiv einschränkte.

3. Die Überprüfungen der Parteiangehörigkeit: Dieses Kapitel beschreibt die „Generalsäuberungen“ der Partei, durch die der Machtanspruch gesichert und das Parteiaufgebot bereinigt wurde.

4. Die Ruhepause vor dem Sturm: Es wird eine kurze Phase relativer Entspannung und ökonomischer Liberalisierung in den Jahren 1933–1934 analysiert, bevor der Terror erneut eskalierte.

5. Mord an Kirov als Auslöser neuer Gewaltwelle: Die Ermordung Sergej Kirovs wird als zentraler Wendepunkt dargestellt, der zur drastischen Verschärfung der innenpolitischen Repression führte.

6. Der Großen Terror: Das Kapitel beleuchtet detailliert die Moskauer Schauprozesse, die Säuberungen innerhalb der KPdSU, die Gewalt gegen die breite Bevölkerung sowie den massiven Schlag gegen das Militär.

7. Die Verfolgungen der Nationalminderheiten: Hier wird aufgezeigt, wie ethnische Minderheiten durch gezielte Sonderaktionen und systematische Deportationen in den Terror einbezogen wurden.

8. Die Beurteilung des Terrors: Abschließend wird die zentrale Rolle Stalins und die ideologische Funktionalität des Terrors als Instrument zur Sicherung eines totalitären Staates bewertet.

Schlussbetrachtung.: Das Fazit fasst zusammen, dass der Terror ein integraler Bestandteil des stalinistischen Systems war, um durch Kriegszustände in Friedenszeiten eine absolute Perfektion des Totalitarismus zu erreichen.

Schlüsselwörter

Stalinismus, GULag, Terror, Sowjetunion, Moskauer Schauprozesse, NKWD, Repression, Säuberungen, Politbüro, Industrialisierung, Parteiapparat, Totalitarismus, Ideologie, Deportation, Opposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Geschichte und Entwicklung des stalinistischen Terrors in der Sowjetunion während der 1930er Jahre sowie dessen Einfluss auf die Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Themen zählen unter anderem die Repressionen gegen Fachleute, die Verfolgung der Kirche, die Säuberungen in Partei und Armee sowie die systematische Unterdrückung nationaler Minderheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den historischen Kontext und die internen Mechanismen der stalinistischen Gewalt sowie deren Notwendigkeit aus Sicht der politischen Führung für den Ausbau des Lagersystems zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Verwendung von Archivdaten und fachwissenschaftlicher Literatur zur Geschichte der UdSSR.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Phasen der Repression, beginnend mit dem Kampf gegen bürgerliche Spezialisten über den Großen Terror bis hin zur Rolle Stalins als zentralem Akteur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Stalinismus, GULag, NKWD, Repression und Totalitarismus bilden den inhaltlichen Kern dieser Untersuchung.

Welche Bedeutung kommt dem Mord an Kirov zu?

Der Mord an Kirov fungierte als Auslöser für eine neue, verschärfte Gewaltwelle, die es Stalin ermöglichte, politisches Klima zu beeinflussen und massenhafte Verhaftungen zu legitimieren.

Wie lässt sich die Rolle Stalins charakterisieren?

Stalin agierte nicht nur als Oberschiedsrichter, sondern initiierte und dirigierte den Terror aktiv, wobei er Listen von Verhafteten persönlich billigte und als oberster Stratege fungierte.

Welches Schicksal ereilte die „bürgerlichen Spezialisten“?

Sie wurden im Zuge der Kulturrevolution als „Schädlinge“ diffamiert, aus ihren Positionen entfernt und häufig zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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Résumé des informations

Titre
Der Terror der 30er Jahre
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Department für Geschichte)
Cours
GULAG. Zur Geschichte des stalinistischen Lagersystems.
Note
1,7
Auteur
Vadim Bolbat (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
22
N° de catalogue
V131358
ISBN (ebook)
9783640414604
ISBN (Livre)
9783640412570
Langue
allemand
mots-clé
Terror Jahre
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vadim Bolbat (Auteur), 2008, Der Terror der 30er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131358
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Extrait de  22  pages
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