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Das triadische Strukturmodell der Prävention. Prävention und Intervention im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlungsplanung

Title: Das triadische Strukturmodell der Prävention. Prävention und Intervention im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlungsplanung

Term Paper (Advanced seminar) , 2022 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daline Ostermaier (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Im Rahmen dieser Fallstudie wird die psychotherapeutische Behandlungsplanung für insgesamt drei unterschiedliche fiktive Patienten beleuchtet, wobei insbesondere auf die Auswahl geeigneter Interventionen auf Basis des jeweiligen Präventionsstils eingegangen werden soll. Das Vorgehen orientiert sich dabei möglichst am Strukturmodell der Prävention, sodass im Rahmen der drei Fälle die primäre, die sekundäre sowie die tertiäre Prävention behandelt wird.

Der erste Fall fokussiert insbesondere die kognitiven Umstrukturierung zur primären Prävention einer postpartalen Depression. Der zweite Fall widmet sich der Traumaexposition zur sekundären Prävention einer Traumafolgestörung und der letzte Fall beinhaltet schließlich die kognitive Remediation und Verhaltensaktivierung zur tertiären Prävention bei Schizophrenie.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kognitive Umstrukturierung zur primären Prävention einer postpartalen Depression

2.1 Theoretische Grundlagen zur kognitiven Umstrukturierung

2.2 Darstellung des Fallbeispiels

2.2.1 Therapieanlass für primäre Prävention

2.2.2 Ableitung geeigneter Interventionen und Behandlungsplanung

2.3 Kritische Reflexion

3. Traumaexposition zur sekundären Prävention von Traumafolgestörungen

3.1 Theoretische Grundlagen zu Expositionsmethoden

3.2 Darstellung des Fallbeispiels

3.2.1 Therapieanlass für sekundäre Prävention

3.2.2 Ableitung geeigneter Interventionen und Therapieplanung

3.3 Kritische Reflexion

4. Kognitive Remediation und Verhaltensaktivierung zur tertiären Prävention bei Schizophrenie

4.1 Theoretische Grundlagen zu den Interventionen

4.1.1 Kognitiven Remediation

4.1.2 Verhaltensaktivierung

4.2 Darstellung des Fallbeispiels

4.2.1 Therapieanlass für Tertiäre Prävention

4.2.2 Ableitung geeigneter Interventionen und Behandlungsplanung

4.3 Kritische Reflexion

5. Fazit und Ausblick

6. Anlagen

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die praktische Anwendung des triadischen Strukturmodells der Prävention innerhalb der ambulanten Psychotherapie. Ziel ist es zu veranschaulichen, wie primär-, sekundär- und tertiärpräventive Maßnahmen kontextbezogen in die Behandlungsplanung integriert werden können, um psychische Störungen zu verhindern oder deren Verlauf nachhaltig positiv zu beeinflussen.

  • Anwendung des triadischen Präventionsmodells auf Fallbeispiele.
  • Kognitive Umstrukturierung bei postpartaler Depression (primäre Prävention).
  • Traumaexpositionsverfahren bei Traumafolgestörungen (sekundäre Prävention).
  • Kognitive Remediation und Verhaltensaktivierung bei Schizophrenie (tertiäre Prävention).
  • Kritische Reflexion der Modellanwendung in der psychotherapeutischen Praxis.

Auszug aus dem Buch

2.1 Theoretische Grundlagen zur kognitiven Umstrukturierung

Kognitive Umstrukturierung ist ein Überbegriff für Methoden und Vorgehensweisen, welche in der Regel auf den Ansätzen von Ellis, Beck und Meichenbaum basieren. (Wilken, 2017, S. 298) Ohne weiter ins Detail zu gehen, lässt sich sagen, dass alle drei Ansätze die folgende Grundannahme vertreten. Menschen reagieren nicht auf Ereignisse bzw. Stimuli selbst, sondern auf die individuellen Bewertungen dieser Ereignisse bzw. Stimuli. Solche Bewertungen werden als dysfunktional bezeichnet, sofern sie die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen begünstigen. (Wilken, 2017, S. 298) Oftmals geschehen die Interpretationen eines Ereignisses jedoch unbewusst oder unkontrolliert, sodass meist der Begriff „automatische Gedanken“ verwendet wird. Dabei entstammen die automatischen Gedanken grundlegenden Schemata, die schon in der frühen Kindheit erworben wurden und situationsübergreifend wirksam sind. Solche Schemata zeichnen sich meist durch kognitive Fehler, wie Übergeneralisierung oder Verabsolutierung, aus. (Mühlig & Poldrack, 2020, S. 660) Das Ziel der kognitiven Umstrukturierung ist es schließlich, dysfunktionale Kognitionen (automatische Gedanken und zugrundeliegende Schemata) systematisch auf Realitätsbezug, Logik, Zielgerichtetheit sowie Nützlichkeit zu prüfen und diese ggf. durch alternative, funktionale Konzepte zu ersetzen. (Mahr, 2018, S. 493; Mühlig & Poldrack, 2020, S. 657) Hierbei ist stets ein hoher Realitätsbezug zu erzeugen, sodass mit konkreten Beispielsituationen gearbeitet wird, die dem persönlichen Erleben des Patienten entsprechen. (Wilken, 2017, S. 299) Das Konzept wird im Rahmen folgender vier Schritte realisiert:

1) Exploration der dysfunktionalen Kognitionen

2) Prüfung (Disputation) der als dysfunktional identifizierten Kognitionen

3) Aufbau alternativer funktionaler Kognitionen

4) Training der neuen Kognitionen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das triadische Strukturmodell der Krankheitsprävention ein und erläutert das Ziel der Fallstudie, die Anwendung dieses Modells in drei beispielhaften therapeutischen Szenarien zu demonstrieren.

2. Kognitive Umstrukturierung zur primären Prävention einer postpartalen Depression: Der theoretische Rahmen der kognitiven Umstrukturierung wird erläutert und anhand der fiktiven Patientin Frau A. auf die primärpräventive Behandlung bei erhöhtem Vulnerabilitätsrisiko für eine postpartale Depression angewandt.

3. Traumaexposition zur sekundären Prävention von Traumafolgestörungen: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Expositionsmethoden vor und zeigt deren Einsatz zur sekundären Prävention chronischer Traumafolgestörungen am Fallbeispiel von Frau B.

4. Kognitive Remediation und Verhaltensaktivierung zur tertiären Prävention bei Schizophrenie: Nach der theoretischen Einführung in Remediation und Verhaltensaktivierung wird die tertiärpräventive Behandlung von Herrn C. beschrieben, die auf Funktionswiederherstellung und soziale Wiedereingliederung ausgerichtet ist.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Nützlichkeit des triadischen Präventionsmodells in der Psychotherapie kritisch und plädiert für eine flexible, kontextorientierte Anwendung der Interventionsstrategien.

6. Anlagen: Dieses Kapitel beinhaltet eine übersichtliche Darstellung relevanter Disputationstechniken zur Unterstützung der kognitiven Arbeit.

7. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen gelistet.

Schlüsselwörter

Prävention, Kognitive Umstrukturierung, Postpartale Depression, Traumafolgestörung, Traumaexposition, Kognitive Remediation, Schizophrenie, Verhaltensaktivierung, Triadisches Strukturmodell, Psychotherapie, Fallstudie, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, Interventionsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendung des triadischen Strukturmodells der Prävention (primär, sekundär, tertiär) im Kontext der psychotherapeutischen Praxis anhand von drei fiktiven Fallbeispielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf kognitiven Therapieverfahren, Expositionsmethoden bei Traumata sowie Rehabilitationsstrategien wie der kognitiven Remediation und Verhaltensaktivierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie das Strukturmodell der Prävention sinnvoll in das Handlungsfeld der ambulanten Psychotherapie integriert werden kann und welche praktischen Probleme dabei entstehen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Publikation nutzt die Methode der Fallstudienanalyse, um theoretische Konzepte der evidenzbasierten Psychotherapie auf konkrete Patientenfälle anzuwenden und kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden für drei spezifische Präventionsstufen (primär bei Depression, sekundär bei PTBS, tertiär bei Schizophrenie) theoretische Grundlagen dargelegt und der jeweilige Behandlungsplan für drei Patienten detailliert ausgearbeitet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Krankheitsprävention, kognitive Umstrukturierung, Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT) und Funktionswiederherstellung.

Wie unterscheidet sich die präventive Herangehensweise bei den drei Patienten?

Die Ansätze differenzieren sich durch den Zeitpunkt der Intervention: Die primäre Prävention bei Frau A. soll Erkrankungen verhindern, die sekundäre bei Frau B. zielt auf die rasche Behandlung von Frühsymptomen ab und die tertiäre bei Herrn C. fokussiert die Vermeidung langfristiger Chronifizierung.

Welcher Stellenwert kommt der psychologischen Diagnostik in diesen Behandlungsplänen zu?

Die Diagnostik ist fundamental, um die Indikation für die spezifischen Präventionsinterventionen zu klären und den Behandlungsverlauf mittels Verlaufsmessungen individuell an den Bedarf des Patienten anzupassen.

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Details

Title
Das triadische Strukturmodell der Prävention. Prävention und Intervention im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlungsplanung
College
SRH - Mobile University
Grade
1,0
Author
Daline Ostermaier (Author)
Publication Year
2022
Pages
37
Catalog Number
V1314023
ISBN (PDF)
9783346794321
ISBN (Book)
9783346794338
Language
German
Tags
Prävention Intervention Strukturmodell Spezifitätsmodell primäre Pävention sekundäre Prävention tertiäre Prävention Depression Postpartale Depression Postnatale Depression Trauma Traumafolgestörung Posttraumatische Belastungsstörung PTBS Schizophrenie Kognitive Umstrukturierung Exposition Konfrontation Expositionsverfahren Psychoedukation Kognitive Remediation Behandlungsplanung psychotische Störung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daline Ostermaier (Author), 2022, Das triadische Strukturmodell der Prävention. Prävention und Intervention im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlungsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1314023
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