In dieser Hausarbeit soll, in Anlehnung zu der empirischen Studie von Racherbäumer und van Ackeren (2015) "Strategien der Qualitätsentwicklung von Schulen in schwieriger Lage", ein Leitfadeninterview der Frage nachgehen: "Welche Erfahrungen und Ansichten haben Eltern sozial benachteiligter Kinder über den schulischen Lernalltag ihrer Kinder gemacht?". Ziel ist es, nicht beachtete Ressourcen der Eltern zu reflektieren und Handlungsstrategien weiterzuentwickeln.
Die vorliegende Hausarbeit ist so aufgebaut, dass zunächst in Kapitel 2 der theoretische Rahmen zu Schulen in sozial deprivierten Lagen sowie der deutsche Forschungsstand vorgestellt wird. Danach folgt in Kapitel 3 der empirische Teil dieser Hausarbeit. In diesem Rahmen werden ausgewählte Teile der Vorgehensweise vorgestellt und begründet. Hierzu zählen die methodische Vorgehensweise, das Forschungsdesign, die Methode der Datenerhebung, die Erstellung des Leitfadens, der Leitfaden für die Interviews und die Methode der Datenauswertung. In Kapitel 4 wird abschließend das Fazit aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Rahmen
2.2 Stand der deutschen Forschung
3 Empirischer Teil
3.1 Methodische Vorgehensweise
3.2 Forschungsdesign
3.3 Datenerhebung
3.4 Die Erstellung des Leitfadens
3.5 Der Leitfaden für die Interviews
3.6 Datenauswertung
4 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erfahrungen und Ansichten von Eltern sozial benachteiligter Kinder im schulischen Lernalltag, um bisher wenig beachtete Ressourcen zu reflektieren und darauf aufbauend Handlungsstrategien für eine verbesserte Bildungsqualität zu entwickeln.
- Schulen in sozial deprivierten Lagen und deren spezifische Herausforderungen
- Die Rolle der sozialen Herkunft für den Bildungserfolg
- Methodik der qualitativen empirischen Sozialforschung
- Einsatz und konzeptioneller Aufbau des problemzentrierten Interviews
- Wechselwirkungen zwischen Schulleitungshandeln und Lernerfolg
Auszug aus dem Buch
3.3 Datenerhebung
Innerhalb dieses Forschungszweigs bietet sich zur Datenerhebung die Interviewführung an. Zu den qualitativen Interviewtechniken zählen insbesondere die Exploration, das offene Interview, das Tiefeninterview, das fokussierte Interview, das narrative Interview und das problemzentrierte Interview. Für die hiesige Untersuchung kommt das problemzentrierte Interview nach Witzel in Betracht. Da es alle Formen der offenen und (semi-)strukturierten Fragen umfasst und so für eine „richtige Balance zwischen zu starker und zu geringer Strukturierung des Vorgehens“ sorgt. Dadurch, dass der Interviewer den Befragten auch so frei wie möglich zu Wort kommen lässt, kommt das problemzentrierte Interview einem offenen Gespräch sehr nahe. Um ein Abdriften des Interviewten von der Thematik zu verhindern, wird es durch den Interviewer problemzentriert bzw. problemorientiert gelenkt und beeinflusst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz sozialer Herkunft in Deutschland und führt in die Fragestellung zur elterlichen Perspektive auf den Lernalltag ein.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Schule in deprivierter Lage und fasst den aktuellen Stand der deutschen Forschung zu Schulentwicklungsprozessen zusammen.
3 Empirischer Teil: In diesem Hauptteil wird das methodische Vorgehen begründet, das Forschungsdesign kontrastiver Fallstudien skizziert sowie die Technik des problemzentrierten Interviews und der Datenauswertung detailliert beschrieben.
4 Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen wie empirischen Erkenntnisse und ordnet die Notwendigkeit elterlicher Einbindung in Schulentwicklungsstrategien vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen ein.
Schlüsselwörter
Bildungsungleichheit, Soziale Benachteiligung, Schulentwicklung, Schuleffektivität, Qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Elternperspektive, Migrationshintergrund, Bildungsarmut, Segregation, Schulklima, Fallstudien, Lehrer-Schüler-Beziehung, Bildungsqualität, Handlungsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von sozial benachteiligten Kindern im schulischen Umfeld und der Frage, wie deren Bildungschancen durch die Einbeziehung elterlicher Sichtweisen verbessert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Themen Bildungsungleichheit, Bedingungen an sogenannten Brennpunktschulen sowie die Relevanz der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Studie geht der Frage nach: „Welche Erfahrungen und Ansichten haben Eltern sozial benachteiligter Kinder über den schulischen Lernalltag ihrer Kinder gemacht?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative empirische Sozialforschung, die insbesondere auf dem methodischen Konzept des problemzentrierten Interviews nach Witzel und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Begründung, stellt das kontrastive Forschungsdesign (Vergleich effektiver vs. weniger effektiver Schulen) vor und erläutert die Datenerhebung und -auswertung anhand eines entwickelten Leitfadens.
Wodurch zeichnet sich die Arbeit aus?
Die Arbeit charakterisiert sich durch einen praxisorientierten Fokus, der Eltern als wichtige, bisher oft unterschätzte Akteure in der Schulentwicklung betrachtet.
Warum wurde das problemzentrierte Interview gewählt?
Diese Methode erlaubt die notwendige Flexibilität, um einerseits tiefgreifende Erfahrungen der Eltern zu erfassen und andererseits durch eine problemorientierte Lenkung den Fokus auf die schulische Thematik zu wahren.
Welche Rolle spielt die Corona-Krise in der Untersuchung?
Die Krise wird als ein Faktor betrachtet, der die bereits bestehenden Herausforderungen für sozial benachteiligte Schulen zusätzlich verschärft hat und neue Handlungsanforderungen unterstreicht.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2020, Sozial benachteiligte Kinder im Lernalltag der Schulen. Welche Erfahrungen und Ansichten haben ihre Eltern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1314049