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Die Regierungszeit Ottos des Großen

Title: Die Regierungszeit Ottos des Großen

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Bylsma (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Heinrich I. und Otto der Große prägen als schillernde Figuren des Hochmittelalters die Geschichte um die Entstehung des deutschen Reiches.
Ihre Herrschaftsgedanken sind zu ihrer Zeit einzigartig und leiten eine neue Ära ein.
In der vorliegenden Arbeit soll als Schwerpunkt die Struktur der Regierungszeit Ottos des Großen dargestellt werden, wie sie der zeitgenössische Mönch Widukind von Corvey schildert.
Hierzu wird kurz auf die Umstände der Entstehung und die Geschichte der Quelle Widukindi res gestae Saxonicae eingegangen. Die Sprache und die Intention des Verfassers stehen im Vordergrund.

Um die Darstellung Widukinds der Geschichte Ottos zu bearbeiten, wird zuvor auf die Regierungszeit Heinrich I. geschaut. Es sollen zum einen Vergleiche zwischen Herrschaft und Nachfolgeregelung von Vater und Sohn gezogen werden, um deutlich zu machen, wie Widukind versucht die Ereignisse zu überliefern.
Im Mittelpunkt sollen die innen-, wie außenpolitischen Krisen der beiden Könige stehen, die zum Schluss mit der Lechfeldschlacht und der Kaiserkrönung Ottos überstanden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Widukind von Corvey

2.1 Sprache, Intention und Tendenz seiner Erzählweise

3. Heinrich I.

3.1 Regierungszeit

3.2 Krisen in der Regierungszeit

3.3 Heinrichs Nachfolgeregelung

4. Otto der Große

4.1 Strukturen in der Regierungszeit

4.2 Innen- und außenpolitische Krisen

4.3 Ottos Nachfolgeregelung

5. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur der Regierungszeit Ottos des Großen, wie sie durch den zeitgenössischen Chronisten Widukind von Corvey in dessen Werk "res gestae Saxonicae" überliefert wird. Ziel ist es, durch eine Analyse der Sprache und Intention des Autors sowie durch den Vergleich der Herrschafts- und Nachfolgekonzepte von Heinrich I. und Otto dem Großen, ein tieferes Verständnis für die Darstellung der ottonischen Königsherrschaft zu gewinnen.

  • Historische Rolle und Herrschaftsverständnis Heinrichs I. und Ottos des Großen.
  • Analyse der "Sachsengeschichte" des Widukind von Corvey als historische Quelle.
  • Untersuchung der innen- und außenpolitischen Krisen während der ottonischen Regierungszeit.
  • Bedeutung der Individualsukzession für die dynastische Stabilität.
  • Die symbolische Bedeutung der Lechfeldschlacht und der Kaiserkrönung Ottos.

Auszug aus dem Buch

3.1 Regierungszeit

Heinrich I. wird um 876 geboren. Er stammt vom sächsischen Adel der Liudolfinger ab und übernimmt die Herzogwürde seines Vaters Otto dem Erlauchten. Zunächst ist er Herzog von Sachsen und König in Ostfranken. König ist zu der Zeit Konrad I., der in den darauf folgenden Jahren in Konkurrenz mit Heinrich steht, bis es zur Einigung kommt. Auf dem Sterbebett empfiehlt Konrad I. Heinrich als seinen Nachfolger.

Widukind beschreibt schon Heinrichs Vorfahren als rein und ungleich mit anderen Völkern, die er als unterlegen ansieht. Die Vorgeschichte Ottos Vaters verleiht den Sachsen einen Ruf, den ihnen bei Widukind Respekt einzubringen scheint. Diesen Ruf nutzen die Regenten als Möglichkeit, ihre Bündnisse mit mächtigen Partnern auszubauen und ihre Macht zu Stärken. Widukind selbst tendiert vor allem in der Beschreibung der Personenmerkmale dazu, diese Macht und Stärke des Sachsenvolkes auszudrücken.

Illis haec loquentibus mirati sunt Franci prestantes corpore et animo viros, mirati sunt et novum habitum, arma quoque et diffusos scapulas caesarie et supra omnia ingentem animi constantiam. Nam vestiti erant sagis et armati longis lanceis et subnixi stabant parvis scutis, habentes ad renes cultellos magnos. Erant etiam qui dicerent tantis ac talibus amicis Francos non indigere; indomitum genus hominum fore, et si presentem terram inhabitarent, eos procul dubio esse, qui Francorum imperium quandoque destruerent.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung Heinrichs I. und Ottos des Großen für die Entstehung des deutschen Reiches ein und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand der Quelle von Widukind von Corvey.

2. Widukind von Corvey: Das Kapitel beleuchtet das Leben und das historiographische Werk des Mönches, wobei der Fokus auf seiner erzählerischen Intention und dem Einsatz antiker Vorbilder liegt.

3. Heinrich I.: Hier werden die Regierungszeit, die "amicitiae-Politik" und die Vorbereitung der Nachfolge durch Heinrich I. analysiert.

4. Otto der Große: Der Hauptteil beschreibt die Herrschaftsstrukturen, die Konflikte innerhalb der Familie sowie die entscheidende Rolle der Ungarnkriege und der Kaiserkrönung für das Bild des Herrschers.

5. Schluss: Die Zusammenfassung resümiert die erfolgreiche Bewältigung innen- und außenpolitischer Krisen und betont die Bedeutung von Otto dem Großen als Vollender des ottonischen Reichsgedankens.

Schlüsselwörter

Otto der Große, Heinrich I., Widukind von Corvey, Sachsengeschichte, Individualsukzession, Mittelalter, Lechfeldschlacht, Kaiserkrönung, Ottonen, Reichsgeschichte, Herrschaftsverständnis, Ungarn, Quellenanalyse, Geschichtsschreibung, Dynastie.

Hufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung der Regierungszeit Ottos des Großen durch den zeitgenössischen Chronisten Widukind von Corvey und untersucht, wie dieser die Herrschaftslegitimation der ottonischen Könige beschreibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Herrschaftsverständnis der Ottonen, die Anwendung der Individualsukzession, die Bewältigung dynastischer Konflikte und die Rolle christlicher Motive in der zeitgenössischen Geschichtsschreibung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Widukind von Corvey durch spezifische erzählerische Mittel und die Hervorhebung bestimmter Tugenden das Bild von Heinrich I. und Otto dem Großen prägte und legitimierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse, die den Text von Widukind von Corvey mit modernen historischen Erkenntnissen kontrastiert und die narrativen Strukturen der Chronik untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die politischen Strukturen und Krisen der ottonischen Herrschaft, die Rolle des Mönches als Chronist sowie die Nachfolgeregelungen und deren Auswirkungen auf die familiäre Stabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Otto der Große, Widukind von Corvey, Sachsengeschichte, Individualsukzession, Kaisertum und Ottonenzeit.

Wie unterscheidet sich Widukinds Darstellung der Kaiserkrönung von der modernen Forschung?

Widukind knüpft die Kaiserkrönung direkt an den Sieg auf dem Lechfeld im Jahr 955, während die moderne Geschichtsforschung dieses Ereignis korrekt auf das Jahr 962 in Rom datiert.

Warum war die "Individualsukzession" ein Konfliktherd für das ottonische Haus?

Die Einführung der Individualsukzession widersprach älteren Vorstellungen, führte zur Benachteiligung der nachgeborenen Brüder und Söhne des Königs und löste dadurch wiederholt interne Aufstände aus.

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Details

Title
Die Regierungszeit Ottos des Großen
College
University of Duisburg-Essen
Course
Die Entstehung des deutschen Reiches
Grade
2,0
Author
Michael Bylsma (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V131423
ISBN (eBook)
9783640414673
ISBN (Book)
9783640412822
Language
German
Tags
Otto der Große Heinrich I Individualsukzession Hausordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Bylsma (Author), 2005, Die Regierungszeit Ottos des Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131423
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