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Medien und Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Medien und Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 12 Punkte

Autor:in: Elisabeth Enders (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die Wichtigkeit der Medien nimmt in der heutigen Informationsgesellschaft immer mehr zu. Wurde früher noch von einer einseitigen Abhängigkeit zwischen Politik und Medien gesprochen, wird in der heutigen Forschung die erweitere These der gegenseitigen Abhängigkeit bzw. des gegenseitigen Austausches beider Instanzen vertreten. Nicht nur die Politik an sich ist auf die Informationsfunktion der Medien angewiesen, auch die Medien werden von der Politik zu ihren Vorteilen instrumentalisiert. Beide Bereiche stehen in einem wechselseitigen Austausch zueinander, wobei Medien sowohl als Akteure als auch als Vermittlungsinstanz im politischen Prozess betrachtet werden können. Im Folgenden wird das Mediensystem in der Bundesrepublik Deutschland betrachtet, die Funktionen und Rollen der Medien dargestellt sowie eine Verknüpfung der Massenmedien zur Politik hergestellt, hinsichtlich der Frage, inwiefern das deutsche Mediensystem die demokratische Gesellschaft beeinflusst und ob man im 21. Jahrhundert von einer Entwicklung hin zu einer Mediokratie sprechen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Massenmedien –kurzer Überblick über das Mediensystem In der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Presselanschaft in Deutschland

2.2 Hörfunk in Deutschland

2.3 Fernsehen in Deutschland

2.4 Das Internet

3. Funktionen der Medien im politischen Prozess

3.1 Informationsfunktion

3.2 Meinungsbildungsfunktion

3.3 Kritik- und Kontrollfunktion

3.4 Politische Funktion

4. Die Rolle der Medien

4.1 Agenda-Setting-Hypothese

4.2 Knowledge-Gap-Hypothese

4.3 Involvement-Hypothese

5. Mediokratie und Politainment - Gefährdung für die Demokratie?

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das wechselseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Mediensystem und dem politischen Prozess in der Bundesrepublik Deutschland, um zu analysieren, inwieweit moderne Medienformen die demokratische Gesellschaft beeinflussen und ob eine Entwicklung hin zur Mediokratie zu konstatieren ist.

  • Struktureller Überblick über das deutsche Mediensystem
  • Die Funktionen der Medien im politischen Prozess
  • Wissenschaftliche Hypothesen zur Medienrolle (Agenda-Setting, Knowledge-Gap, Involvement)
  • Phänomene der Mediokratie und des Politainments
  • Herausforderungen für die politische Bildung und demokratische Teilhabe

Auszug aus dem Buch

2.4 Das Internet

Seit den 90er Jahren entwickelt sich mit dem World Wide Web eine völlig neue Form der Massenmedien und damit eine neue Form der Massenkommunikation. Nicht nur, dass es unzählige Möglichkeiten für den Nutzer gibt, Informationen - im weitesten Sinne - zu erhalten, auch die Möglichkeit, einer aktiven Beteiligung, vom passiven Rezipienten zum aktiven Kommunikator zu werden, stellt das Besondere an diesem Massenmedium dar. Zwar gibt es kleine Bereiche sich auch an den anderen Medien wie beispielsweise Hörfunk oder Fernsehen in „Offenen Kanälen“ zu beteiligen, welche aber einen größeren „Mehraufwand“ bedeuten als die aktive und passive Nutzungsmöglichkeit des World Wide Webs.

Viele andere Medienformen nutzen diese Möglichkeit für sich. Viele Zeitungen publizieren, indem sie ihre aktuellen Ausgaben stellen oder sogar „Able-Formen ihres ursprünglichen Formats im Internet entwickelt haben, Online-Radiosender haben sich ebenso entwickelt, wie sogenannte Online- Fernseh-Streams o.ä. Besonders im Bereich der Politik kann man eine stark frequentierte Nutzung des Internets beobachten. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel schöpft dieses Medium politisch mit ihrem wöchentlichen Video-Podcast aus, indem sie zu aktuellen Themen Stellung nimmt und somit jeder jederzeit Zugriff auf diese Informationsvermittlung haben kann und nicht auf Sendezeiten anderer Medien angewiesen ist. Insgesamt kann man aber feststellen, dass der Informationszugriff auf politische Themen und Informationen eher einen geringeren Stellenwert als bei den anderen Massenmedien zu scheinen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel von einer einseitigen Abhängigkeit zu einer gegenseitigen Durchdringung von Politik und Medien in der modernen Informationsgesellschaft.

2. Massenmedien –kurzer Überblick über das Mediensystem In der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Einblick in die verschiedenen Gattungen der Massenmedien, von Presse über Rundfunk bis hin zum Internet.

3. Funktionen der Medien im politischen Prozess: Hier werden die zentralen Aufgaben der Medien definiert, darunter die Informations-, Meinungsbildungs-, Kritik- und Kontrollfunktion sowie ihre allgemeine politische Funktion.

4. Die Rolle der Medien: Das Kapitel analysiert den Einfluss der Medien auf die Rezipienten anhand wissenschaftlicher Modelle wie der Agenda-Setting-, Knowledge-Gap- und der Involvement-Hypothese.

5. Mediokratie und Politainment - Gefährdung für die Demokratie?: Es wird kritisch diskutiert, ob die zunehmende Inszenierung von Politik und die Verschmelzung mit Entertainment-Formaten die demokratische Substanz gefährden.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien zwar eine Brückenfunktion erfüllen, aber eine kritische Medienkompetenz unerlässlich ist, um in einer zunehmenden Mediokratie mündige Entscheidungen zu treffen.

Schlüsselwörter

Medien, Demokratie, Bundesrepublik Deutschland, Politische Kommunikation, Mediokratie, Politainment, Agenda-Setting, Knowledge-Gap, Involvement-Hypothese, Massenmedien, Politische Bildung, Mediennutzung, Inszenierung, Informationsgesellschaft, Kritikfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen dem Mediensystem und dem politischen System in der Bundesrepublik Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Funktionen der Medien, die Analyse spezifischer Medienwirkungen sowie die kritische Reflexion über moderne Entwicklungen wie Politainment.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Medien auf den politischen Prozess zu beleuchten und zu klären, ob eine Verschiebung hin zur Mediokratie die demokratische Teilhabe beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Verknüpfung bekannter medienwissenschaftlicher und politikwissenschaftlicher Hypothesen mit aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen.

Was bildet den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Mediensystems, eine Analyse der Medienfunktionen und eine Erörterung der Auswirkungen medialisierter Politik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mediokratie, Politainment, mediale Inszenierung und politischer Prozess.

Wie unterscheidet sich das Internet von klassischen Medien laut Text?

Besonders hervorgehoben wird die Möglichkeit des Nutzers, vom passiven Konsumenten zum aktiven Kommunikator zu werden.

Warum wird die Entwicklung zum "Politainment" kritisch gesehen?

Autoren wie Dörner kritisieren, dass dabei oft eine Inszenierung statt inhaltlicher Substanz geboten wird, was das Durchschauen politischer Prozesse für Bürger erschwert.

Welche Rolle spielt der Bildungshintergrund bei der Medienrezeption?

Die Knowledge-Gap-Hypothese verdeutlicht, dass der Bildungshintergrund stark beeinflusst, wie effektiv Informationen für die politische Bildung genutzt werden können.

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Details

Title
Medien und Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland
College
University of Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Das politische System der Bundesrepublik Deutschland
Grade
12 Punkte
Author
Elisabeth Enders (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V131433
ISBN (eBook)
9783640374199
ISBN (Book)
9783640373949
Language
German
Tags
Mediendemokratie Mediokratie Massenmedien Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Enders (Author), 2009, Medien und Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131433
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