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Oswald von Wolkenstein 'Es fügt sich'

Autobiographische Elemente mittelalterlicher Lyrik

Titre: Oswald von Wolkenstein 'Es fügt sich'

Dossier / Travail , 2002 , 15 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Michael Bylsma (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Über das Leben von Oswald von Wolkenstein ist mehr überliefert als über irgendeinen anderen mittelalterlichen Dichter. Das liegt daran, dass seine Autobiographie in Urkunden, Briefen und vor allem Liedern umfangreich dokumentiert ist.
Sein Fundus beinhaltet 130 Lieder und zwei Reimpaarreden. Er zeichnet sich durch eine Vielfalt von Themen und Formen aus, bestehend aus Liebesliedern in sogenannter Ich-Form, Tageliedern und Pastourellen, Liebesdialogen und Minneallegorien, Trink- und Scheltliedern sowie Reise- und geistlichen Liedern. Oswald widmete sich rund ein Dutzend mal dem Genre des Tagelieds. Generell nimmt das Thema Liebe bei ihm einen dominierenden Platz ein.
Diese Fakten lassen „Oswalds künstlerisches Werk insgesamt besehen hervorragend überliefert“1 erscheinen und sind „im Bereich der Lyrik zu den umfangreichsten des Mittelalters“2 zu zählen.
Fraglich ist, ob diese Niederschriften Fiktion oder Erlebtes sind, was es zu klären gilt.
Im folgenden werde ich versuchen, anhand Oswalds von Wolkenstein zu zeigen, inwieweit man den Begriff Autobiographie auf seine Werke beziehen kann. Dies geschieht abschließend an dem Lied „Es fügt sich“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.: „Autobiographie“ im Mittelalter

a) Definition des Begriffs

b) Minnesang und Autobiographie

c) Kritik und Begründung

d) Fazit: Erlebnislyrik oder Rollenlyrik

2.: Autobiographische Lyrik veranschaulicht am Beispiel von Oswald von Wolkenstein

a) Oswalds von Wolkenstein neu geschaffener Stil

b) Beispiele für mögliche autobiographische Angaben in Oswalds Lyrik

c) Fazit: Nachruf und Überlieferung

d) „Es fügt sich“ als Dokument zur Belegung Oswalds Biographie

3.: Schluss: Fiktion oder Wirklichkeit, Rollenspiel oder Selbstdarstellung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das lyrische Werk von Oswald von Wolkenstein als Autobiographie verstanden werden kann und ob die darin enthaltenen Lebensberichte als historisch faktisch oder als fiktive, stilisierte Selbstdarstellung zu werten sind.

  • Bedeutung des Begriffs "Autobiographie" im Kontext des Mittelalters
  • Unterscheidung zwischen Erlebnislyrik und Rollenlyrik
  • Analyse von Oswald von Wolkensteins Werken hinsichtlich autobiographischer Elemente
  • Rolle von Topoi und bewusster Stilisierung in der mittelalterlichen Dichtung
  • Verhältnis von historischer Wahrheit und literarischer Fiktion im Spätmittelalter

Auszug aus dem Buch

b) Beispiele für mögliche autobiographische Angaben in Oswalds Lyrik

Über Oswald von Wolkenstein gibt es sowohl belegte biographische Daten, als auch welche, die weder urkundlich festgehalten wurden, sondern lediglich in seinen Liedern auftauschen. Den Einstieg in die Biographie Oswalds scheint man schon in den frühen Jahren zu finden. Nachdem er um 1387 als adeliger Zehnjähriger sein Elternhaus auf der Burg Wolkenstein im Grödnertal verlassen hatte, zog er als Knappe eines Ritters durch viele Länder. Dabei lernte er viele verschiedene Berufsrichtungen, Fähigkeiten und vor allem Sprachen, wovon er als 40jähriger 1416 rückblickend in seinem Lied zu erzählen scheint.

„Ich han gelebt wol vierzig jar leicht minner zwai mit toben, wüten, tichten, singen mangerlai;“ (Kl. 18, 97-98)

„Es fügt sich, do ich was von zehen jaren alt, ich wolt besehen, wie die werlt gestalt.“ (Kl. 18, 1-2)

[...] „durch manig kunkreich, lant und stet, in fürsten höfen hin und her, ain tail der haidenschaft entwer, als dann ain ritter zü gebiert“ (Kl. 112 „Mich fragt ain ritter“, 4-7)

An diesen Textauszügen soll man als erstes Oswalds Jugendjahre und Erlebnisse festmachen können. Mit 40 Jahren, so sagt er selbst, habe er zum einen seine Begabung in der Kunst entdeckt, worauf er wohlwissend hinweist, als auch die Welt bereist, um Kulturen und deren Sprachen kennen zu lernen. Als Knecht genoss der jugendliche Wolkenstein eine harte militärische Ausbildung, wurde an Höfe geschickt, um dort zu dienen und höfische Umgangsformen zu erlernen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der mittelalterlichen Autobiographie am Beispiel von Oswald von Wolkenstein und die Problemstellung hinsichtlich der Abgrenzung von Fiktion und Realität.

1.: „Autobiographie“ im Mittelalter: Erläuterung der Schwierigkeiten, den modernen Begriff der Autobiographie auf mittelalterliche Texte anzuwenden, und Einordnung des Minnesangs als repräsentative Selbstdarstellungsform.

2.: Autobiographische Lyrik veranschaulicht am Beispiel von Oswald von Wolkenstein: Konkrete Untersuchung von Oswalds Leben und Werk anhand ausgewählter Liedtexte und deren Bezug zu urkundlich belegten Ereignissen.

3.: Schluss: Fiktion oder Wirklichkeit, Rollenspiel oder Selbstdarstellung: Zusammenfassende Bewertung von Oswalds Strategien der Selbstdarstellung, die eine Mischung aus gelebter Realität und gezielter literarischer Überhöhung darstellen.

Schlüsselwörter

Oswald von Wolkenstein, Autobiographie, Mittelalter, Minnesang, Erlebnislyrik, Rollenlyrik, Es fügt sich, Topoi, Selbstdarstellung, Fiktion, Dichtung und Wahrheit, Spätmittelalter, Literaturgeschichte, biographische Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die Lieder Oswalds von Wolkenstein als authentische autobiographische Zeugnisse gelten können oder ob sie als fiktive, stilisierte Literatur zu bewerten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von historischer Biografie und literarischem Text im Mittelalter, die Bedeutung von Topoi und die Frage der künstlerischen Selbstdarstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, inwieweit der Begriff der Autobiographie auf Oswald von Wolkenstein anwendbar ist und wie viel von seinem Geschriebenen auf realen Erlebnissen basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Dokumente und Urkunden mit den Liedtexten des Dichters vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Begriffs „Autobiographie“ im Mittelalter sowie einer detaillierten Analyse von Oswald von Wolkensteins Liedern, insbesondere des Werks „Es fügt sich“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autobiographie, Oswald von Wolkenstein, Erlebnislyrik, Rollenlyrik und Selbstdarstellung charakterisiert.

Wie geht Oswald von Wolkenstein mit seiner eigenen Lebensgeschichte in den Liedern um?

Oswald nutzt Übertreibungen und setzt sich gezielt in Rollen in Szene, um Anerkennung zu gewinnen und seinen Nachruf für die Nachwelt zu sichern.

Warum wird im Text zwischen „Erlebnislyrik“ und „Rollenlyrik“ unterschieden?

Die Unterscheidung ist notwendig, da das „Ich“ in mittelalterlichen Texten selten direkt mit dem realen Autor gleichzusetzen ist, sondern oft konventionellen literarischen Mustern folgt.

Welche Rolle spielt das Lied „Es fügt sich“ für die Untersuchung?

Es dient als zentraler Meilenstein, da es die Jugendjahre und den Werdegang Oswalds dokumentiert und einen Einblick in die Verbindung von realen Fakten und künstlerischer Stilisierung bietet.

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Résumé des informations

Titre
Oswald von Wolkenstein 'Es fügt sich'
Sous-titre
Autobiographische Elemente mittelalterlicher Lyrik
Université
University of Duisburg-Essen
Cours
Minnesang
Note
2,7
Auteur
Michael Bylsma (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
15
N° de catalogue
V131452
ISBN (ebook)
9783640414710
ISBN (Livre)
9783640412860
Langue
allemand
mots-clé
Oswald Wolkenstein Es fügt sich Minnesang
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Bylsma (Auteur), 2002, Oswald von Wolkenstein 'Es fügt sich', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131452
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Extrait de  15  pages
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