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Green oder Greenwashing? Eine kritische Betrachtung der sozialen Nachhaltigkeit im Bezug auf die Fast Fashion Branche

Titre: Green oder Greenwashing? Eine kritische Betrachtung der sozialen Nachhaltigkeit im Bezug auf die Fast Fashion Branche

Thèse de Bachelor , 2022 , 80 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Selin Akgül (Auteur)

Gestion d'entreprise - Ethique commerciale, Ethique économique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Inwiefern ist die Fast-Fashion-Branche eine sozial nachhaltige Branche?
Inwiefern ist das CSR-Engagement von H&M hinsichtlich der sozialen Nachhaltigkeit als glaubwürdig zu betrachten und inwiefern unterscheidet sich das von H&M dargestellte soziale CSR-Engagement von der Wirklichkeit?

Fast Fashion ermöglicht den Konsum von Mode zu günstigen Preisen. Wird für einen beliebigen Anlass ein T-Shirt benötigt, kann es etwa bereits für 4,95 € bei bekannten Modeunternehmen der Fast-Fashion-Branche wie H&M, Primark und Zara erworben werden. Das T-Shirt soll modisch und günstig sein; das ist, was die konsumierende Person will und Fast Fashion bietet. Erstere lässt sich von den günstigen Preisen der großen Modekonzerne beeinflussen, die sie dazu bringen, mehr zu kaufen als eigentlich notwendig. Dieser Konsum ist durch stetig neuerscheinende Kleidung fortlaufend.

Informationen wie z. B. ‚Made in Bangladesh‘ im Etikett des T-Shirts sagen dabei nichts über die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter:innen in den Produktionsländern aus. Im Falle eines H&M-T-Shirts für 4,95 € entfallen etwa 2,6 % des Verkaufspreises auf die Näher:innen in Bangladesch. Dies entspricht ca. 0,13 € pro T-Shirt, die den Nähenden zusteht. Nimmt man an, dass die nähende Person in Bangladesch in acht Stunden z. B. 70 T-Shirts produziert, entspricht dies 9,10 € pro Acht-Stunden-Schicht, während Bürger:innen in Industrieländern wie Deutschland einen Stundenlohn von 12 € erhalten. Anhand dessen wird klar, dass ungerechte Verhältnisse herrschen.

Mehr als 60 Millionen Menschen auf der Welt arbeiten in der Textil- und Bekleidungsbranche, und davon ist die Mehrheit in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern tätig. Die Näher:innen in Entwicklungsländern arbeiten in unzumutbaren Zuständen und erhalten wenig Lohn. Dieser ist so gering, dass er weder für die eigene Existenzsicherung noch für die einer Familie ausreicht, dabei ist doch das Ziel der sozialen Nachhaltigkeit, jedem ein schönes Leben zu ermöglichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG

1.2 METHODISCHES VORGEHEN UND STRUKTUR DER ARBEIT

2. FAST FASHION

2.1 DEFINITION DES GESCHÄFTSMODELLS

2.2 MODE UND IHR STELLENWERT IN DER GESELLSCHAFT

2.3 DIE URSACHEN FÜR FAST FASHION

2.3.1 DAS KONSUMVERHALTEN

2.3.2 EINFLUSS VON INFLUENCERN UND SOZIALEN MEDIEN

2.3.3 SCHNELLE GEWINNERZIELUNG UND BINDUNG DER KUNDSCHAFT

2.3.4 GLOBALISIERUNG

2.4 SLOW FASHION ALS GEGENBEWEGUNG

2.5 ZWISCHENFAZIT

3. SOZIALE NACHHALTIGKEIT

3.1 URSPRUNG: DAS DREI-SÄULEN-MODELL

3.2 DIE SOZIALEN ZIELE DER AGENDA 2030

3.3 DAS LIEFERKETTENSORGFAHLTSPFLICHENGESETZ

3.4 CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

3.4.1 CSR-KOMMUNIKATION

3.4.2 CSR-INSTRUMENTE UND MABNAHMEN FÜR MEHR GLAUBWÜRDIGKEIT

3.4.2.1 Code of Conduct

3.4.2.2 Sustainability-Reporting

3.4.2.3 Zertifizierung durch Textilsiegel

3.4.2.4 Beitritt in Sozialstandardinitiativen

3.5 ZWISCHENFAZIT

4. GREENWASHING

4.1 DEFINITION

4.2 KRITIK AN CSR-MABNAHMEN

4.3 METHODEN DES GREENWASHINGS

4.3.1 VERWIRRENDE UND VAGE BEGRIFFE

4.3.2 SELBSTENTWORFENE UND -ERFUNDENE LABELS

4.3.3 UNBELEGTE AUSSAGEN TREFFEN

4.3.4 EINSEITIGE BETRACHTUNG VON PRODUKTMERKMALEN

4.3.5 MANIPULATIVE UND SUGGESTIVE BILDER

4.4 ZWISCHENFAZIT

5. SOZIALE MISSSTÄNDE IN DER MODEBRANCHE

5.1 FALLBEISPIEL: EINSTURZ DES RANA PLAZA IN BANGLADESCH

5.2 FALLBEISPIEL: DIE CORONA-PANDEMIE

5.3 KRITISCHE ARBEITSBEDINGUNGEN UND SOZIALE AUSWIRKUNGEN

5.3.1 NICHT EXISTENZSICHERNDE LÖHNE

5.3.2 ÜBERMÄBIGE ARBEITSZEITEN

5.3.3 FEHLENDE GESUNDHEIT UND SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ

5.3.4 ZWANGS- UND KINDERARBEIT

5.3.5 DISKRIMINIERUNG VON FRAUEN UND CHANCENUNGLEICHHEIT

5.4 ZWISCHENFAZIT

6. KRITISCHE BETRACHTUNG DER SOZIALEN NACHHALTIGKEIT BEI H&M

6.1 DAS UNTERNEHMEN H&M

6.2 CSR AUF SOZIALER EBENE BEI H&M

6.3 EXTERNE BEURTEILUNG UND KRITISCHE BETRACHTUNG DER SOZIALEN NACHHALTIGKEIT

6.4 ZWISCHENFAZIT

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Fast-Fashion-Branche unter Aspekten der sozialen Nachhaltigkeit agiert, und kritisiert H&M als repräsentatives Unternehmen hinsichtlich der Glaubwürdigkeit seines sozialen CSR-Engagements. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Diskrepanz zwischen der Selbstdarstellung der Konzerne und der tatsächlichen ausbeuterischen Praxis in den Produktionsländern.

  • Analyse des Fast-Fashion-Geschäftsmodells und dessen sozio-ökonomische Auswirkungen.
  • Kritische Beleuchtung von Corporate Social Responsibility (CSR) und Greenwashing-Methoden.
  • Untersuchung von sozialen Missständen wie Kinder- und Zwangsarbeit sowie prekären Arbeitsbedingungen.
  • Evaluation der Glaubwürdigkeit von CSR-Instrumenten wie dem „Code of Conduct“ am Praxisbeispiel H&M.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Fast Fashion ermöglicht den Konsum von Mode zu günstigen Preisen. Wird für einen beliebigen Anlass ein T-Shirt benötigt, kann es etwa bereits für 4,95 € bei bekannten Modeunternehmen der Fast-Fashion-Branche wie H&M, Primark und Zara erworben werden. Das T-Shirt soll modisch und günstig sein; das ist, was die konsumierende Person will und Fast Fashion bietet. Erstere lässt sich von den günstigen Preisen der großen Modekonzerne beeinflussen, die sie dazu bringen, mehr zu kaufen als eigentlich notwendig. Dieser Konsum ist durch stetig neuerscheinende Kleidung fortlaufend.

Informationen wie z. B. ‚Made in Bangladesh‘ im Etikett des T-Shirts sagen dabei nichts über die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter:innen in den Produktionsländern aus. Im Falle eines H&M-T-Shirts für 4,95 € entfallen etwa 2,6 % des Verkaufspreises auf die Näher:innen in Bangladesch. Dies entspricht ca. 0,13 € pro T-Shirt, die den Nähenden zusteht. Nimmt man an, dass die nähende Person in Bangladesch in acht Stunden z. B. 70 T-Shirts produziert, entspricht dies 9,10 € pro Acht-Stunden-Schicht, während Bürger:innen in Industrieländern wie Deutschland einen Stundenlohn von 12 € erhalten. Anhand dessen wird klar, dass ungerechte Verhältnisse herrschen.

Mehr als 60 Millionen Menschen auf der Welt arbeiten in der Textil- und Bekleidungsbranche, und davon ist die Mehrheit in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern tätig. Die Näher:innen in Entwicklungsländern arbeiten in unzumutbaren Zuständen und erhalten wenig Lohn. Dieser ist so gering, dass er weder für die eigene Existenzsicherung noch für die einer Familie ausreicht, dabei ist doch das Ziel der sozialen Nachhaltigkeit, jedem ein schönes Leben zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Dynamik der Fast-Fashion-Branche ein und definiert die Problemstellung sowie das methodische Vorgehen.

2. FAST FASHION: Es wird das Geschäftsmodell erläutert, das auf schneller Produktion, geringen Kosten und ständigen Trends basiert, sowie die Gegenbewegung Slow Fashion vorgestellt.

3. SOZIALE NACHHALTIGKEIT: Dieses Kapitel definiert soziale Nachhaltigkeit theoretisch und stellt Instrumente wie Corporate Social Responsibility (CSR) vor.

4. GREENWASHING: Es wird analysiert, wie Unternehmen CSR-Maßnahmen nutzen, um ethisches Handeln vorzutäuschen, ohne die Realität in den Produktionsstätten zu verbessern.

5. SOZIALE MISSSTÄNDE IN DER MODEBRANCHE: Anhand von Fallbeispielen wie Rana Plaza werden prekäre Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen detailliert beleuchtet.

6. KRITISCHE BETRACHTUNG DER SOZIALEN NACHHALTIGKEIT BEI H&M: Hier erfolgt die konkrete Analyse von H&M hinsichtlich der Glaubwürdigkeit ihres CSR-Engagements durch den Vergleich mit externen Studien.

7. FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, ob das Geschäftsmodell Fast Fashion mit sozialer Nachhaltigkeit vereinbar ist.

Schlüsselwörter

Fast Fashion, soziale Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Greenwashing, H&M, Rana Plaza, Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Mindestlohn, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, Modebranche, Näherinnen, Nachhaltigkeitsbericht, Ausbeutung, CSR-Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es bei der Analyse der Fast-Fashion-Branche?

Die Arbeit untersucht kritisch, ob das Fast-Fashion-Modell – charakterisiert durch extrem niedrige Preise und schnelle Kollektionswechsel – mit den Grundsätzen sozialer Nachhaltigkeit vereinbar ist oder ob soziale Standards zugunsten des Profits ignoriert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Der Fokus liegt auf der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit, den Arbeitsbedingungen in Schwellenländern, den Mechanismen des Greenwashings und den Kommunikationsstrategien von Modekonzernen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, inwieweit die Fast-Fashion-Branche sozial nachhaltig ist und wie glaubwürdig H&M seine sozialen CSR-Bemühungen kommuniziert, im Kontrast zur Realität der Produktionsbedingungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Arbeit, basierend auf umfangreicher Literatur- und Internetrecherche, Berichten von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Geschäftsberichten sowie der kritischen Analyse von Unternehmensversprechen vs. tatsächlichen Praktiken.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der sozialen Nachhaltigkeit, zeigt Methoden auf, mit denen Unternehmen durch Greenwashing ihr Image aufpolieren, und dokumentiert Missstände wie mangelnde existenzsichernde Löhne und Sicherheitsdefizite.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Fast Fashion, soziale Ausbeutung, CSR, Greenwashing, Transparenz der Lieferketten und die spezifische Unternehmenspraxis von H&M.

Inwiefern spielt der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes eine Rolle?

Der Einsturz dient als zentrales Fallbeispiel für die katastrophalen Folgen mangelnder Sicherheitsstandards und unterstreicht die Notwendigkeit für konsequentere regulatorische Maßnahmen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Wie bewerten Sie die Glaubwürdigkeit des "Sustainability-Commitment" von H&M?

Trotz der Zertifizierungen und Bekenntnisse zum UN Global Compact zeigen Analysen wie der Firmen-Check, dass H&M bei den Löhnen oft nur den gesetzlichen Mindestlohn zahlt und die soziale Realität in den Fabriken trotz der kommunizierten CSR-Ziele widersprüchlich bleibt.

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Résumé des informations

Titre
Green oder Greenwashing? Eine kritische Betrachtung der sozialen Nachhaltigkeit im Bezug auf die Fast Fashion Branche
Université
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Note
1,7
Auteur
Selin Akgül (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
80
N° de catalogue
V1315522
ISBN (PDF)
9783346797698
ISBN (Livre)
9783346797704
Langue
allemand
mots-clé
green greenwashing eine betrachtung nachhaltigkeit bezug fast fashion branche
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Selin Akgül (Auteur), 2022, Green oder Greenwashing? Eine kritische Betrachtung der sozialen Nachhaltigkeit im Bezug auf die Fast Fashion Branche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315522
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Extrait de  80  pages
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