Geschichtsdidaktischer Unterrichtsentwurf - Exkursion zu Burg Greifenstein


Hausarbeit, 2009
17 Seiten, Note: 13 Punkte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse des historischen Gegenstandes

3. Geschichtsdidaktische Analyse

4. Methodische und mediale Entscheidungen

5. Zusammenstellung der Lernmaterialien

6. Formulierung der Lernziele und Skizze des Unterrichtsverlaufs
Grobziele
Feinziele
Unterrichtsverlauf

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dem folgenden, geschichtsdidaktischen Entwurf beziehe ich mich auf eine Exkursion zu einer früheren Ritterburg. Als einen hierfür möglichen außerschulischen Lernort habe ich mich für die Burg Greifenstein entschieden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1]

Diese Exkursion soll in einer vierten Grundschulklasse durchgeführt werden und ist somit Teil einer Unterrichtseinheit des Sachunterrichtes. Das Hauptthema um welches es sich hierbei handelt ist: „Das Leben auf einer Burg im Mittelalter“. Die Exkursion soll unter anderem zu einer Reflektion des bisher zu dem Thema, während des Unterrichtes, Gelernten dienen und wird daher am Ende der Unterrichtseinheit durchgeführt. Gleichzeitig dient sie auch dazu, den Schülern bewusst zu machen, dass das damalige Leben auf einer Burg eine bereits vergangene Geschichte ist und somit in der heutigen Zeit nur noch durch die Hilfe von solchen Beispielen wie der Burg Greifenstein Vermutungen aufgestellt werden können.

Dieses Thema und die dazugehörige Exkursion beziehen sich ebenfalls auf ein Lernfeld zum Sachunterricht, welches im hessischen Rahmenplan für die Grundschule angegeben ist. Als Lernfeld ist hier die „Zeit“ mit dem hiesigen, zugehörigen Thema „Das Leben auf einer Burg im Mittelalter“ zu betrachten. „Zeit“ befindet sich im Rahmenplan unter dem Abschnitt „B3 Sachunterricht“ -> „2.2.7 Zeit“. Dort ist nachzulesen, dass Kinder aus dem 3. bzw. 4. Schuljahr verstärkt in die historische Dimension der Zeit eingeführt werden sollen. Sie sollen dabei lernen, dass unser heutiges Wissen über die Vergangenheit durch frühere Gegenstände, alte Fotos, Berichte / Erzählungen, Denkmäler und, wie in dem hiesigen Fall, durch Ruinen uns vermittelt wird. Sie sollen dadurch angeregt werden, selbst sowohl über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken.[2]

2. Sachanalyse des historischen Gegenstandes

Bei dem von mir angewandten „Gegenstand“ handelt es sich um die Burg Greifenstein, zu welcher diese Exkursion durchgeführt werden soll. Die Burg Greifenstein befindet sich im hessischen Lahn-Dill-Kreis in der dortigen, gleichnamigen Gemeinde Greifenstein. Auch der dortige Ort, welcher sich um die Burg herum befindet, heißt Greifenstein. Ein genaueres Entstehungsdatum der Burg Greifenstein und seinem Umfeldes ist, ähnlich wie bei fast allen Ortschaften, die sich während des Frühmittelalters beziehungsweise zu Beginn des Hochmittelalters entwickelt haben, leider nicht zu bestimmen. Jedoch muss die Burg Greifenstein während oder vor dem 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Die älteste Quelle, die dies belegt, ist eine Urkunde, in welcher der Name Greifenstein das erste Mal erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1160. Mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit wurde Ende des 13. Jahrhunderts Burg Greifenstein fast komplett zerstört. Wann genau dies jedoch passierte, ist nur anhand von Vermutungen zu bestimmen, welche durch verschiedene Quellen bestärkt werden. Beispielsweise wird in einer Königsurkunde aus dem Jahre 1300 und einer aus dem Jahre 1304 zu dem Ort Greifenstein von einem Berge, anstatt von einer Burg, gesprochen. Dies deutet auf eine damalige, deutliche Verwüstung der Burg Greifenstein hin. Heutzutage wird vermutet, dass die Zerstörung im Jahr 1298 stattfand.[3] Am Ende des 14. Jahrhunderts ließen die Grafen von Nassau und Solms-Burgsolm die Burg Greifenstein wieder aufbauen und errichteten hierbei auch die Doppeltürme, welche auch heute noch dort stehen.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg Greifenstein nur selten bewohnt und verfiel immer weiter, obwohl verschiedener Aufbesserungen durchgeführt wurden. Erst zum Beginn des 17. Jahrhunderts bewohnte die Burg Greifenstein wieder eine selbstständige Grafschaft aus der Linie Solms-Braunfelder, womit auch ein weiterer Ausbau der Burg Greifenstein stattfand. Hierbei wurde sie immer weiter zu einem barocken Schloss ausgebaut. Auch eine kleine Kirche, welche im barocken Stil aufgebaut ist, wurde zu dieser Zeit angebaut. Hierbei entstand eine „Doppelkirche“, da sie auf die frühere Wehrkirche gesetzt wurde, welche während des 15. Jahrhunderts erbaute wurde und auch heute noch besichtigt werden kann. Zwar überstand die Burg Greifenstein, wegen ihrer ideale Lage, den 30 Jährigen Krieg ohne größere Schäden, als jedoch zum Ende des 17. Jahrhunderts die Solms-Braunfelder Linie ausstarb, verfiel auch die Burg Greifenstein, in den darauf folgenden Jahrhunderten, immer weiter zu einer Ruine.[5]

Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts, im Jahr 1969, gründete sich der Greifenstein-Verein, welcher sich bis heute um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege der Burg Greifenstein kümmert und ihn betreut. Heute sind bei einem Rundgang größtenteils nur noch die Grundrisse von einzelnen Räumen zu erkunden. Jedoch sind auch noch einige Räume komplett erhalten, wie beispielsweise die beiden Doppeltürme, welche von Besuchern begangen werden können. Ebenso gibt es dort noch die „alte Rossmühle“, in welcher zur früheren Zeit Getreide, durch Pferdeantrieb, gemahlen wurde und sich Heute das Deutsche Glockenmuseum, welches fast 50 Glocken bietet[6], befindet. Und auch die beiden Kirchen sind für Besucher immer noch frei zugänglich. Jeden Sonntag wird außerdem Gottesdienst in der barocken Kirche gehalten.[7]

[...]


[1] Dieses Bild basiert auf dem Bild „Gesamtansicht der Burg Greifenstein“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Oliver Abels.

[2] Hessisches Kultusministerium: Rahmenplan Grundschule, 1. Auflage, 1995, Seite 135.

[3] Reese, Bernd: Greifenstein im Westerwald – Geschichte der Burg und Siedlung, Im Eigenverlag des Greifensteinvereins, 1990, Seite 51.

[4] Reese, Bernd: Greifenstein im Westerwald – Geschichte der Burg und Siedlung, Im Eigenverlag des Greifensteinvereins, 1990. (Umschlag).

[5] Greifenstein-Verein e. V.: „Burg Greifenstein” (2005),

http://www.burg-greifenstein.net/burg_gs/downloads/grv_bedeutung.pdf (Stand: 06.03.2009).

[6] Greifenstein-Verein e. V.: „Burg Greifenstein” (2005),

http://www.burg-greifenstein.net/burg_gs/greifenstein-verein/dgm/dgm.php (Stand: 13.03.2009).

[7] Mamilade: “mamilade Ausflugtips” (2009)

http://www.mamilade.de/burg/greifenstein/kinder/ausflug/2006620-burg_greifenstein.html

(Stand: 13.03.2009).

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Geschichtsdidaktischer Unterrichtsentwurf - Exkursion zu Burg Greifenstein
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Einführung in die Geschichtsdidaktik
Note
13 Punkte
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V131579
ISBN (eBook)
9783640397211
ISBN (Buch)
9783640396917
Dateigröße
577 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichtsdidaktik, Didaktik, Lehramt, Grundschule, Grundschullehramt, Burg, Greifenstein, Exkursion, Entwurf, Ritterburg, Leben, Mittelalter
Arbeit zitieren
Eike Peter Hansen (Autor), 2009, Geschichtsdidaktischer Unterrichtsentwurf - Exkursion zu Burg Greifenstein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131579

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