Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar

Das kompetente oder das abhängige Kind? Bindungstheorie von Bowlby, Eingewöhnungsmodell nach INFANS und Reggio-Pädagogik

Título: Das kompetente oder das abhängige Kind? Bindungstheorie von Bowlby, Eingewöhnungsmodell nach INFANS und Reggio-Pädagogik

Trabajo Escrito , 2021 , 11 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Aria Emin (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Frage, ob das Kleinkind nun abhängig oder kompetent ist, verlangt erst einmal eine Definition des Begriffes „Kindheitsbild“ und stellt somit den ersten Punkt dieser Arbeit dar. Ebenso muss man zur Beantwortung dieser Frage kurz erwähnen, dass mit Kleinkindern, Kinder im Alter von null bis drei Jahren gemeint sind. Im Weiteren beschäftigen sich Punkt 3 und 4 mit der Abgrenzung beider konträrer Kindheitsbilder. Die Bindungstheorie von Bowlby erscheint als Argument für die Abhängigkeit des Kleinkindes, dessen Zusammenhang mit der Abhängigkeit unter Punkt 3 erläutert wird. Daran anknüpfend stellt das Eingewöhnungsmodell nach INFANS eine mögliche Konsequenz des abhängigen Kindheitsbildes auf die Krippenpädagogik dar und wird unter Punkt 3.1 näher beschrieben. Unter Punkt 4 werden die Ergebnisse der modernen Säuglingsforschung ausgeführt, die für die Kompetenz von Kleinkindern sprechen. Anschließend wird das Konzept der Reggio-Pädagogik erläutert, welches auf dem Bild des kompetenten Kleinkindes aufbaut. Abgerundet wird die Arbeit mit einem Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindheitsbilder

3. Das abhängige Kleinkind

3.1. Das Eingewöhnungsmodell nach INFANS

4. Das kompetente Kleinkind

4.1. Die Reggio-Pädagogik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Bild des abhängigen und des kompetenten Kleinkindes. Dabei wird analysiert, inwiefern moderne pädagogische Konzepte und die Säuglingsforschung dazu beitragen, das Kleinkind als aktives, selbstwirksames Wesen zu begreifen, ohne dabei die fundamentale Bedeutung sicherer Bindungen für eine gesunde Entwicklung zu vernachlässigen.

  • Wandel historischer und aktueller Kindheitsbilder
  • Die zentrale Rolle der Bindungstheorie und psychischer Sicherheit
  • Das Eingewöhnungsmodell nach INFANS als strukturierte Unterstützung
  • Erkenntnisse der modernen Säuglingsforschung zur angeborenen Kompetenz
  • Reggio-Pädagogik als Praxisbeispiel für die Förderung kindlicher Kompetenz

Auszug aus dem Buch

3. Das abhängige Kleinkind

„Wie das Gen der Ort für die Vererbung der biologischen Struktur ist, so ist die psychogene Interaktion zwischen Eltern und Kind der Ort für die Übermittlung der psychischen Struktur“ (Hiltrud 2011, S.394, zit. nach: deMause 2000, S.147).

Dieses Zitat benutzt Hiltrud, um seine These zu unterstützen, dass Kinder nicht nur durch ihre eigene Kraft reifen, sondern von ihrer „frühen Umwelt“ (ebd., S.394) und der Interaktion mit Bezugspersonen geprägt werden. Jeder Säugling wird mit einem Bindungsbedürfnis geboren, welches, nach Bowlby, mit den menschlichen Grundbedürfnissen gleichwertig ist (ebd., S. 395, zit. nach: Bowlby 1982, S.179). Lilith König schreibt dieses Bindungsbedürfnis als „überlebensnotwendig“ (König 2020, S.14). Kleinkinder zeigen bestimmte Verhaltensweisen auf, die die „natürliche Bindungsmotivation“ (Hiltrud 2011, S.395) unterstreichen: Lächeln und Weinen, sich an die Bezugsperson klammern, zu ihr hin krabbeln, oder aktiv nach ihr suchen (vgl. ebd., S.395). Durch die fürsorgliche Reaktion der Bezugsperson gewinnen sie ihre physische und psychische Sicherheit zurück (vgl. ebd., S.395). Bindungsbeziehungen haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kleinkinder, da sie ihre Bezugspersonen als sichere Basis nutzen, um ihre Umwelt zu explorieren (vgl. Laewen 2003, S.18). Sie benötigen die Unterstützung ihrer Bezugsperson besonders in Stresssituationen, um ihr „inneres Gleichgewicht“ (ebd., S.36) aufrecht zu erhalten und sich zu beruhigen. Vor allem bei Verunsicherung oder Angst suchen Kleinkinder die Nähe der Bezugsperson und weisen „Bindungsverhalten“ (ebd., S.37) auf. Bei Unsicherheit sucht das Kleinkind Schutz, bei Sicherheit erkundet es seine Umwelt (vgl. ebd., S.19). Es herrscht eine „[...] Balance von Bindungsverhalten und Explorationsverhalten [...]“ (Hiltrud 2011, S.417, Auslassung A.E.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Kindheitsbildern ein und stellt die forschungsleitende Frage nach der Abhängigkeit oder Kompetenz im Kleinkindalter.

2. Kindheitsbilder: Dieses Kapitel definiert Kindheitsbilder als gesellschaftlich konstruierte Leitbilder, die das pädagogische Handeln in Theorie und Praxis maßgeblich beeinflussen.

3. Das abhängige Kleinkind: Es wird die fundamentale Rolle der Bindung für die psychische und physische Sicherheit sowie die Reifung des Kindes anhand bindungstheoretischer Ansätze erläutert.

3.1. Das Eingewöhnungsmodell nach INFANS: Dieser Abschnitt beschreibt ein konkretes Modell, das den Übergang in die Krippe unter Berücksichtigung früher Bindungsergebnisse strukturierter gestaltet.

4. Das kompetente Kleinkind: Hier werden Erkenntnisse der Säuglingsforschung präsentiert, die zeigen, dass Kinder bereits ab der Geburt über ein breites Spektrum an Fähigkeiten verfügen.

4.1. Die Reggio-Pädagogik: Dieser Teil beleuchtet die Reggio-Pädagogik als Ansatz, der das kompetente Kind in den Mittelpunkt stellt und den Raum als „dritten Erzieher“ interpretiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die beiden Kindheitsbilder einander nicht ausschließen, sondern in einem notwendigen Zusammenspiel stehen.

Schlüsselwörter

Kleinkind, Kindheitsbild, Bindungstheorie, Bindungsbedürfnis, Säuglingsforschung, Eingewöhnungsmodell, INFANS, Kompetenz, Reggio-Pädagogik, Exploration, sichere Basis, pädagogische Praxis, Entwicklung, Interaktion, Betreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Wandel und die Koexistenz unterschiedlicher Kindheitsbilder, specifically das Bild eines abhängigen versus eines kompetenten Kleinkindes im pädagogischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Bindungstheorie, die Bedeutung der frühen Umwelt für die psychische Entwicklung sowie pädagogische Konzepte, die kindliche Kompetenzen fördern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie moderne Pädagogik dem Kleinkind gerecht werden kann, indem sie seine angeborene Kompetenz anerkennt und gleichzeitig die Notwendigkeit stabiler Bindungen wahrt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis relevanter Fachliteratur sowie die Analyse von pädagogischen Modellen wie dem INFANS-Modell und der Reggio-Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des abhängigen Kleinkindes und des kompetenten Kindes, ergänzt durch spezifische Praxisansätze zur Gestaltung kindlicher Bildungsräume.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wesentliche Begriffe sind Bindungssicherheit, pädagogische Ansätze, Säuglingsforschung und das Konzept des "kompetenten Säuglings".

Wie definiert das INFANS-Modell den Übergang in eine Betreuungseinrichtung?

Das Modell betrachtet den Übergang als Prozess, der durch die Beteiligung der Bezugspersonen und die Sicherung kindlicher Bedürfnisse vor einer Überforderung schützt.

Warum wird der Raum in der Reggio-Pädagogik als „dritter Erzieher“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung unterstreicht, dass die Umgebung so gestaltet ist, dass sie zum Forschen, Entdecken und Kommunizieren einlädt und somit aktiv Lernprozesse ohne direkte Instruktion ermöglicht.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Das kompetente oder das abhängige Kind? Bindungstheorie von Bowlby, Eingewöhnungsmodell nach INFANS und Reggio-Pädagogik
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Calificación
1,0
Autor
Aria Emin (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
11
No. de catálogo
V1316147
ISBN (PDF)
9783346795922
Idioma
Alemán
Etiqueta
abhängige Kind kompetente Kind kompetentes Säugling Reggio Pädagogik Infans Eingewöhnungsmodell Kindheitsbilder
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Aria Emin (Autor), 2021, Das kompetente oder das abhängige Kind? Bindungstheorie von Bowlby, Eingewöhnungsmodell nach INFANS und Reggio-Pädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316147
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  11  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint