Es war in der Zeit als die Mauer fiel

Heimreise zur Zeit der Wende


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009

55 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Wie es damals war

Flucht, Neuanfang und Kindheit im "goldenen Westen"

Die Reise

Erinnerungen

Ein Tag in Dresden

Freiberg

Eine wunderbare Begegnung

Dresdner Kunsteindrücke

Das Wunder

Das Abendessen

Heimfahrt

Nachwort der Autorin

Vorwort

Liebe Leser

In folgendem Text geht es um einen wichtigen Teil unserer Geschichte, welcher bis heute bei vielen Menschen nicht verarbeitet ist. Die Trennung zwischen Ost und West ist nach 20 Jahren der Vereinigung leider immer noch nicht ausgestanden. Im Gegenteil, so erfuhr ich kürzlich von einem Mann aus Potsdam, der sich mit dem Thema schon lange beschäftigt, "man driftet eher mehr auseinander". Möglich, dass dies eine von etlichen

Einzelmeinungen ist, aber die Ansicht, dass längst nicht alles "zusammengewachsen ist, was zusammen gehört", scheint weit verbreitet.

In diesem Buch sind eingangs eigene Erfahrungen der Autorin Antje Di Bella, unter anderem aus der Zeit ihrer frühen Kindheit in der damaligen "Ostzone", beschrieben.

Von besonderem Interesse dürften hier aber die lebendig geschilderten Erlebnisse der Rückkehr zur Zeit der Wende sein. Ebenso liebevoll wie auch kritisch werden die vorgefundenen Gegebenheiten und menschlichen Begegnungen dargestellt. Der Text spricht von Hoffnungen, von Freude und Dankbarkeit für die erwartete Freiheit, aber auch von der Angst, großen Illusionen zu erliegen. Was wurde erwartet und was brachte die Realität?

Das können wir uns heute nun selbst beantworten.

Der Text spricht aus dem Herzen vieler, denen es ebenso ergangen ist, wird aber merkwürdigerweise eher von den "Westlern" oder von den schon früh in den Westen Emigrierten bejaht. Er spricht wohl weniger die Menschen an, die geblieben sind, die DDR-Bürger wurden und die im marxistischen Geist erzogen, oft dieses Gedankengut beinahe schon wie eine Religion empfanden. Wohl deshalb wehren sie sich noch immer, ihr einst als tiefes Lebensmuster erkanntes Denken, nun in Frage zu stellen und dafür den westlichen, kapitalistischen Denkmustern zu folgen, die sich zudem auch immer mehr als falsch erweisen.

Eine Frage aber stellt sich heute noch genauso wie vor zwanzig Jahren: Erledigt sich das Problem der Ossi und Wessi- Mentalitäten und Schwierigkeiten in der nächsten Generation von selbst?

Hat der Kommunismus sich nicht von selbst erledigt? Sind wir heute klüger?

Eine der Autorin wichtige, persönliche Frage beantwortete sich ihr schon damals, sozusagen als ein Fazit ihrer Reise in die versinkende DDR:

Wo ist Heimat?

Die Erzählung vermittelt einen ungewöhnlichen Einblick in die Situation zur Zeit des Mauerfalls 1989. Politik wird jedoch nur am Rande thematisiert, auf Wertungen wird verzichtet; die innerdeutsche Geschichte spiegelt sich lediglich in den zahlreichen Begegnungen und Erlebnissen mit den Menschen in der Noch- DDR wider.

Di Bella zeichnet ein lebendiges und realistisches Bild von der Verfasstheit mancher Ostdeutscher zur Wendezeit, welches der Realität näher kommt als die überschwänglichen Jubelbilder und Schönreden, die damals durch die Medien gingen.

Die Autorin schrieb die selbst erlebte Geschichte bereits während Ihrer „Ostreise“ im Jahre 1989 in der Urfassung als Reisetagebuch. Damit ist das Werk heute, fast zwanzig Jahre später, auch ein Zeitdokument und verführt den nunmehr „schlaueren“ Leser unwillkürlich zum Vergleichen und Resümieren. Nicht zuletzt machen viele genau beobachtete Details des inzwischen fast vergessenen DDR- Alltags die Erzählung zum Lese -Erlebnis.

Lutz Eckner, Schriftsteller, Plauen 2008

Wie es damals war:

Flucht, Neuanfang und Kindheit im "goldenen Westen"

Vielleicht waren es die Träume von der Heimat, die ich viele Jahre immer wieder geträumt hatte, und die mich nun drängten die Plätze meiner Kindheit wieder zu sehen. Wahrscheinlich wollte ich etwas wieder finden, was damals, vermeintlich unheilbar, verloren ging.

Meine Gedanken kreisten, seitdem der Grenzübergang bei Herleshausen geöffnet wurde, unaufhörlich um meine Vergangenheit, und das Bedürfnis einfach loszufahren wurde immer stärker. Wie war es eigentlich damals gewesen?

Ganz geheimnisumwittert, im Dunkeln brachte meine Mutter die paar Habseligkeiten, die unserer Familie der Krieg gelassen hatte, im Leiterwagen, Abend für Abend, zu Bekannten, denen sie versuchte zu vertrauen, und denen sie es sagen musste, dass wir für immer fortgehen würden. Das war gewagt, denn wem konnte man in diesem Staat denn eigentlich überhaupt noch vertrauen?

Das Richterehepaar, das vernarrt in mich war und das ahnte, was wir vorhatten, bedrängte mich immer wieder, die Wahrheit zu sagen. Aber ich blieb eisern. Ich versicherte immer wieder, wir würden in vierzehn Tagen wieder zurück sein. Es war mir nämlich völlig klar, dass, wenn ich unser Vorhaben verriete, meine Mutter wegen „des Vorsatzes der Republikflucht“ einige Jahre hinter Gefängnismauern zubringen würde und diese Leute dann die Bahn frei hätten, mich zu adoptieren, wie sie es schon lange beabsichtigten. Immer wieder hatten sie meine Mutter bedrängt, da sie allein erziehend war, mich ihnen zu überlassen. Diese gutsituierten Leute wollten mir eine gute Erziehung und Schule ermöglichen. Aber, was ist das schon, wenn ein Kind dafür von der Mutter getrennt wird, bei der es sich zuhause fühlt. Nein, ich spürte die Gefahr und log diese eigentlich so freundlichen Leute an.

Es war ja nicht nur einmal passiert, dass die Polizei vor unserer Tür stand und meine Mutter abführte. Mehrmals war sie verhaftet worden, weil eine bösartige, allein lebende, alte Nachbarin sie angezeigt hatte. Denn sie hörte gern den Westsender RIAS Berlin. Das war verboten. Für eine Mitgliedschaft in der SED konnte sie sich auch nicht entscheiden. Diese Gründe reichten der Volkspolizei, für den Versuch, sie mit kurzer Haft gefügig machen zu wollen.

Es war nicht so, dass meine Mutter ein intellektueller und politischer Mensch gewesen wäre, aber sie hatte ihre Tradition. Sie war stolz ein Kind aus dem Großbürgertum zu sein. Sie wollte mit der Arbeiterklasse nichts zu tun haben. So konnte sie keine SED wählen und Ihr Kind nicht zu den „Pionieren“ schicken. Natürlich hätte ich so gern auch ein blaues Halstuch getragen und wie die Klassenkameraden nachmittags an den gemeinsamen Spielen teilgenommen. So bettete ich immer wieder, aber meine Mutter sprach: „Unsere Familie war immer in der CDU, wir sind keine Kommunisten! Das sind doch alles Arbeiter, da gehören wir nicht hin!“. Mit dieser Einstellung lebte sie gefährlich, und ich musste verstehen, dass es Zeit war, endgültig die Ostzone zu verlassen.

Es gab ja auch sonst nichts mehr, was uns halten konnte. Wir hatten im Haushalt meiner Großmutter gelebt, und die war im Januar 1954 gestorben, einen Monat nachdem ihre Schwester, Johanna, meine Großtante, im Dezember 1953 einer Gallenerkrankung erlag. Diese beiden Frauen hatten sehr aneinander gehangen und ihr ganzes Leben miteinander verbracht. Meine Oma, sie hieß Martha, wurde bereits als jungverheiratete Frau Kriegerwitwe des Ersten Weltkrieges und Johanna blieb lange unverheiratet. Erst mit über fünfzig vermählte sie sich mit einem Schlachter. Dieser, der einzige Mann in der verbliebenen Familie, war mir immer fremd geblieben. Eigentlich hatte ich sogar Angst vor ihm. Stets etwas unfreundlich, konnte er mit Kindern gar nicht umgehen und wusste sich mir mit keiner netten Geste, keinem warmen Wort zu nähern. Die Oma und die Tante dagegen erfüllten mein Leben mit Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Plötzlich dann, kurz vor Weihnachten, erkrankte die Tante sehr. Als ich sie besuchte, erkannte sie mich nicht, was mich, ein kleines Kind von fünf Jahren, das ich damals war, sehr verzweifelt machte. Ein paar Tage später jedoch stand die geliebte Tante wieder am Fenster und strahlte mir gütig entgegen. Vor lauter Glück über ihre Genesung und darüber, mich wieder in die Arme schließen zu können, schenkte sie meiner Mutter einen Geldschein. Sie hatte schon immer dafür gesorgt, dass wir den Stoff für meine Kleidchen kaufen konnten, die ja auf der alten Singer Nähmaschine selbst genäht wurden. Selig drückte und streichelte sie mich. Wie glücklich ich war, Angst und Trauer fielen zentnerschwer von mir ab. Alles war einen Moment lang wie früher, … am nächsten Morgen aber war sie tot. Heute würde so schnell keiner an einer Gallenerkrankung sterben, doch ein paar Jahre nach dem Krieg gab es in der Ostzone kaum Medikamente.

Die Oma Martha, die für ihr Enkelkind hatte hundert Jahre alt werden wollen, verlor ihren Lebensmut und sie starb vier Wochen später, man könnte sagen, an gebrochenem Herzen.

Innerhalb von ein paar Wochen verlor ich beide lieben Menschen! Das war der große Verlust in meinem Kinderleben.

Im Frühling darauf erkrankte ich schwer an einer Magen-Darm- Erkrankung (Ruhr) und nahm so viel ab, dass bei der nun anstehenden Einschulungsuntersuchung festgestellt wurde, ich müsse unbedingt in Kur.

Der DDR-Staat schickte mich in ein Kindererholungsheim an die Elbe. Das jedoch bedeutete eine Trennung von der Mutter für sechs Wochen. Ich litt unsäglich unter Heimweh und aß nicht und nahm weiter ab. Man hatte ein Einsehen. Schließlich durfte ich nach Hause fahren. Es fand sich eine andere Lösung. Der Staat spendierte uns einen Mutter-und-Kind–Urlaub an der Ostsee. Wir fuhren für zwei Wochen zur Insel Hiddensee. Das war meine erste große Reise.

Hier ist zu erwähnen, dass es damals kein Fernsehen gab, und ein Kino hatte ich auch nie besucht, so dass ich mir nicht vorstellen konnte, was das Meer ist. Die Wenigsten fuhren damals in Urlaub. Und ich durfte ans Meer fahren. Was für eine Aufregung.

In Stralsund angekommen sah ich soviel Wasser! Diese Weite, das war die Ostsee! Und dann ging’s auch gleich auf ein Schiff. Wir fuhren mit der Fähre rüber zur Insel Hiddensee.

Ich entdeckte so viel Neues auf dieser Insel. Die unendliche Weite des Wassers, weißen Sand, Schiffe, Muscheln, Burgen bauen im Sand, mit anderen Kindern in freier Natur spielen.

Im Mai 1954 war nur wenig los auf Hiddensee, aber diese wilde Natur, Wind und Wellen, wunderschöne Wiesen mit hohem Gras und vielen, vielen Gänseblümchen, Osterlämmchen tummelten sich dort, machte so glücklich. Die Sonne schien den ganzen Tag. Obwohl es noch kühl war, bot der Strandkorb genug Schutz vor dem rauen Wind, und wir konnten uns stundenlang am Meer aufhalten. Im Windschatten des Strandkorbes buddelte ich im Sand und bestaunt eimmer wieder das weite Meer. Diese Insel ließ uns gesund werden. Meine Mutter, der die Todesfälle auch sehr zugesetzt hatten, fand ebenfalls wieder neue Lebensfreude.

An dieser Stelle muss ich feststellen, dass nicht alles schlecht war in der DDR.

Zurück zuhause fing ein neuer Lebensabschnitt an.

Meine Mutter ging wieder arbeiten, und ich wurde nun von dem verwidtweten Mann meiner Großtante verwahrt. Ausgerechnet, denn vor dem hatte ich doch immer Angst gehabt. Aber nun saßen wir beide jeden Mittag zusammen am Tisch und aßen Brot mit Butter und Salz. Er erklärte mir, dass er das als Kind auch immer essen musste. Es schmeckte mir. Wurst gab es ja nur einmal die Woche auf Lebensmittelmarken. Die folgenden zwei Monate saß ich nun brav neben ihm und hörte geduldig, aber auch interessiert, seinen Erzählungen aus seiner Vergangenheit zu. Ich begann ihn zu mögen.

Dazu muss ich bemerken, dass ich damals sechs Jahre alt war. Welches Kind würde sich heute stundenlang neben einen alten Mann setzen und seinen Erzählungen zuhören, die ja keine spannenden Märchen waren, sondern Geschichten aus seiner Kindheit, seinem Leben. Eines ist in diesem Zusammenhang doch festzustellen und nochmal zu betonen: Wir hatten damals, Anfang der Fünfziger Jahre keine große Abwechslung, auch kein Fernsehen. Wir wurden nicht durch ständige Berieselung von Geräuschen und immer neue Ablenkungen nervös gemacht. Wir hatten in der freien Zeit nur das Miteinander, das Sich-Austauschen, geduldig und liebevoll, in der Familie. So saßen wir am Abend, oft bei Kerzenschein, zusammen und erzählten Geschichten, mit viel Phantasie und Erinnerungsvermögen. Dabei hatten die Kinder viel Körperkontakt mit ihren Müttern oder Tanten und durch das Zuhören wurde die Phantasie angeregt. Die Menschen waren weniger nervös, trotz der schweren Zeit, die sie hinter sich hatten und trotz der täglichen Sorge ums Überleben und der schweren Arbeit in Haushalt und Fabriken, die sie erledigen mussten.

Als die Schulzeit für mich begann ging der Onkel ins Altersheim.

Neben mir, auf der Schulbank, saß Anna, ein Mädchen, das aus dem erzgebirgigen „Annaberg“ zugezogen war. Bald wurden wir dicke Freundinnen und ihre Familie nahm mich auf, so dass ich nach der Schule eine Bleibe hatte.

In die Schule zu gehen machte mir viel Freude. Ich lernte einfach und schnell.

Es war inzwischen Winter 1955. Meine Mutter, die bei der Kreisverwaltung eine halbe Sachbearbeiterstelle innehatte, musste nun, nach dem Tod der Oma, eine ganztägige

Arbeit finden. Sie fand diese bald in Öderan, einer kleinen Stadt in der Umgebung von Freiberg. Ein Problem war die notwendige morgendlich Anfahrt mit dem Zug. Sie zwang uns um sechs Uhr morgens aus dem Haus zu gehen. Das bedeutete, um halb sechs aufstehen, schnell ein Brot mit Zucker (ohne Butter) und eine Tasse Muckefuck, dann stapften wir durch den tiefen Schnee von der Waisenhausstraße zur Körnerstraße.

Diese Umstände hatten meine Mutter nun doch gezwungen, mich in den Kinderhort zu geben. Um halb sieben morgens wurde ich also im Hort, bei der Putzfrau, abgegeben. Das klingt hart für so ein kleines Kind, aber es machte mir sogar Spaß, denn ich durfte helfen und mit der Bohnermaschine das Parkett bearbeiten. Das gefiel mir.

Eines jedoch konnte ich nicht ertragen: Alle Hortkinder sollten, aus praktischen Gründen, die gleichen Schulaufgaben haben, und deshalb gab es eine Hortklasse. Das hieß für mich, ich musste die Schulklasse wechseln. Es nutzte nichts, obwohl ich mich dagegen sträubte. Meine Leistungen verschlechterten sich abrupt. Die Trennung von meiner Freundin trug dazu bei. Als man das schließlich bemerkte und meine Mutter genug Ärger gemacht hatte, durfte ich zurück und fing mich, wie erlöst, in kurzer Zeit wieder. Das Hortleben war aber nur eine kurze Episode für mich.

Es ging auf Ostern zu. Meine Mutter bekam Ärger mit ihrem Chef, den sie doch vorher so gepriesen hatte. Jedenfalls entschloss sie sich ganz plötzlich, in dieser Firma nicht mehr zu arbeiten. Sie kündigte spontan und überlegte nun ernsthaft „fortzumachen“. Sie wollte in den Westen!

Ich war sehr traurig. Ohne Rückkehr sollte ich fortgehen müssen, meine Anna zurück lassen, ohne Wiedersehen. Wir beiden waren doch zusammen durch Dick und Dünn gegangen. Ich denke manchmal an die Geschichte mit dem Nachsitzen: Anna gebärdete sich in der Schule öfter wild und ungehorsam. Sie musste deshalb jedes Mal eine Stunde länger bleiben. Ich war eher ein ausgeglichenes Kind, ohne Aggressionen. Damit nun Annas Eltern nichts von den Strafstunden ihrer Tochter erfuhren, musste ich ebenfalls die Lehrer ärgern, um auch Nachsitzen zu dürfen. Auf diese Weise kamen wir beide dann mittags, fromm und brav, gemeinsam nach Hause, und Annas Eltern merkten überhaupt nichts. Wir spielten so schön miteinander, erdachten uns eine eigene Sprache, die keiner verstehen sollte und hatten so unsere Geheimnisse, die keinen etwas angingen. Das sollte alles vorbei sein. Ich würde für immer und unerreichbar in ein fremdes Land gebracht. Wie weh dieser Gedanke schon tat!

Eine gewisse Neugierde auf den „Westen“ konnte ich aber auch nicht leugnen. Alle in der Ostzone träumten von der BRD und erzählten davon, als sei dort das wahre Schlaraffenland entstanden. Da sollten die Leute so reich sein … und frei! Auf dieses Paradies freute ich mich doch auch irgendwie.

Die Reise wurde für die zweite Woche der Osterferien geplant.

Frühmorgens brachen wir auf. Ich erinnre mich, wie ich auf der alten, ausgetretenen, hölzernen Türschwelle stand, über die man gleich in die Stube eintrat. Einen Flur kannte man in den alten Häusern nicht. Ganz beklommen sah ich mich noch ein letztes Mal in dem vertrauten Wohnzimmer um, das, wie gesagt, „Stube“ genannt wurde. Die alte Singer-Nähmaschine stand neben dem hohen Kachelofen.

Wie an anderer Stelle erwähnt: Man kaufte damals keine Konfektion. Die gab es zwar inzwischen im Konsum, aber es war noch nicht so üblich. Meine Mutter hatte als Jugendliche die Nähschule besucht und nähte alles selbst. Für einen neuen Mantel oder etwas Besonderes ging man zum Schneider.

Für die große Reise in den Westen hatten wir beim Schneider besonders schöne Sachen anfertigen lassen. Meine Mutter suchte sich aus dem Modemagazin einen gelb-braunen Mantel mit Fischgratmuster aus, ich bekam einen hellen, englischen Trenchcoat mit schottisch gemustertem Futter, Schulterklappen und Lederknöpfen. Wir wollten nicht so ärmlich im Westen ankommen.

Mein Blick streifte nun ein letztes Mal wehmütig durchs Zimmer. Neben dem Chaiselon stand der alte Ohrensessel, in dem die Oma immer gesessen und mir vorgelesen hatte. Der Esstisch, in der Mitte der Stube, erinnerte mich an die Familienfeste. Ich stellte mir die Weihnachtsabende vor und sah sie im Geiste dort sitzen, die Verwandten, die nun schon alle tot waren. Die alte Wohnung ließ ihre Gesichter noch einmal erscheinen.

Dort auf dem Chaiselon wurde ich geboren, ein Achtmonatskind, fünf Pfund schwer. Im kalten Winter bei minus 20 Grad, ohne Wärmebettchen, musste ich überleben. Man kann sagen, vom ersten Augenblick war mein Leben ein Kampf.

In diesen Räumen hier war ich aufgewachsen. Diese Möbel bargen so viele Erinnerungen.

Da saß sie noch, vor meinem geistigen Auge, die liebe Oma, die ich „Mammi“ genannt hatte. Warm wurde mir ums Herz. Bei ihr gab es nie ein lautes Wort, nie einen bösen Blick. Immer so geduldig war sie gewesen. Sie tröstete mich und schützte mich vor so manchem Ausraster meiner Mutter.

Ich sah sie sitzen in ihrem alten Ohrensessel, und lieb und gütig zu mir rüber schauen.

Für immer verlassen? Fortgehen in die Fremde? Alles zurücklassen? Alles aus dem Herzen reißen? Die Wurzeln ausreißen? Furchtbar!

Ich hatte nur einen kleinen Rucksack auf dem Rücken, aus dem mein Teddy rausguckte, die große Rotkäppchenpuppe trug ich, wie mein Kind, auf dem Arm. Meine Mutter schleppte eine Reisetasche, mehr durften wir nicht mitnehmen. So schlichen wir die breite, gebohnerte Treppe des Treppenhauses hinunter, vorsichtig und leise, damit es keiner hören sollte.

Ein letzter Blick auf das alte Haus, die Gerichtsschänke, das seit ich denken konnte mein Zuhause gewesen war, dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof.

Offiziell fuhren wir ja zu einem Onkel in Hannover, der krank wäre und den meine Mutter pflegen müsste. So etwas wurde damals noch genehmigt, vor dem Mauerbau. Aber eigentlich war alles erfunden.

Den Bruder meiner Oma, der schon in den Zwanziger Jahren nach Hannover gezogen war und dort Jahrzehnte gelebt hatte, kannte ich gar nicht. Ich hatte nur aus den Erzählungen der Erwachsenen mitbekommen, dass er Besitzer einer Pferderennbahn gewesen war, und deshalb schien er mir interessant. Doch schon vor Jahren hatte er das Zeitliche gesegnet. Nein, in Wirklichkeit wollten wir nach Dorsten in Westfalen. Dort lebte eine Jugendfreundin meiner Mutter, und dort würden wir vorerst unterkommen.

Die Zugfahrt war voller Spannungen gewesen. Die Angst vor dem Grenzübergang und den berüchtigten Kontrollen der Vopos ließ die Reisenden innerlich zittern. Sie saßen steif im Abteil des alten D-Zuges und schwiegen angespannt und misstrauisch vor sich hin. Als der Zug dann in den Grenzbahnhof einfuhr traten die Grenzer unfreundlich und Respekt heischend ins Abteil.

Ich bemerkte die plötzliche unterwürfige Freundlichkeit der Leute, die ja vorher so eiserne Gesichter gehabt hatten.

Eine Frau mit Pelzmantel wurde aus dem Zug geholt. Pelzmäntel untersuchte man genauer. Es könnte ja etwas ins Futter eingenäht sein.

Ein Vopo holte aus und schlug einer Frau bösartig auf den Hut, und siehe da, der Kakao, den sie darunter verborgen hatte, stob in die Luft. Komisch, warum versuchte sie Kakao zu schmuggeln, den gab es doch im Westen so einfach zu kaufen. In der DDR hingegen war er wertvoll, weil nur schwer zu bekommen. Deshalb hatte sie ihn nicht zurücklassen wollen, trotzdem, blöd, dachte ich, wenn man die Gefahren doch kennt. Ihr Gesicht und Mantel waren jetzt voller braunem Pulver. Ich musste unwillkürlich lachen, verbiss es mir aber, denn die Angst ging um. Die Frau, kakaobestäubt, wurde mit barschem Ton aufgefordert auszusteigen.

Ja, die Furcht vor der Grenzkontrolle war nicht unberechtigt gewesen. Die Grenzsoldaten kontrollierten streng, Abteil für Abteil, Person für Person… doch irgendwann ruckte der Zug wieder an. Es war überstanden!

Die Reisenden atmeten hörbar auf. Sie wurden jetzt auf einmal gesprächig. Plötzlich konnten sie so befreit erzählen. … Was sie nun alles vorhatten, und… keiner wollte zurück! Einige zeigten ihr bereits getauschtes Westgeld, und alle bewunderten es, weil es aus Silber war, nicht aus Blech, wie das dagegen schäbige Ostgeld.

In Wanne–Eickel angekommen, wurden wir von Mutters Freundin namens Marga empfangen. Marga freute sich ehrlich uns endlich zu sehen.

Ich hatte ihr, seit ich schreiben konnte, schon viele Briefe geschrieben. Ich war immer von meiner Mutter dazu beauftragt worden, denn, wenn ein kleines Kind schrieb, dann kamen Geschenkpakete mit Bohnenkaffee, Apfelsinen, Butter und Schokolade. Man hatte gelernt, den Umständen entsprechend, bei den reichen Westlern zu betteln. Und die Kinderbriefe waren eine List meiner Mutter. Ich schrieb deshalb nach Diktat monatliche Bettel- und Dankesbriefe an Marga.

Manchmal bekam Marga aber auch, im Gegenzug, Meisner Porzellan für ihre Großzügigkeit. Man hatte ja Anstand.

Marga wunderte sich, als sie mich sah, wie klein ich noch war, ich ging ihr gerade bis zur Taille. „So ein kleines Kind kann schon solche Briefe schreiben?“, fragte sie. Sie umarmte mich sehr herzlich, sie knuddelte mich richtig, obwohl sie mich das erste Mal sah.

Marga war eine interessante Frau von herber Schönheit, bereits mittleren Alters, chic gekleidet, und ihre wohlklingende, dunkle Stimme gab ihr etwas Besonderes. Sie hatte nie Kinder gehabt und freute sich nun sehr darauf mich bei sich zu haben und mich verwöhnen zu dürfen.

Nach dieser bewegenden Begrüßung führte uns die nette Freundin meiner Mutter nun auf den Bahnhofsvorplatz. Sie steuerte auf ein Auto zu. Ein eigenes Auto, einen VW-Käfer, hatte sie … welch eine Überraschung! Noch nie hatte ich in einem Auto gesessen, ich war begeistert. Das erste Mal im Leben durfte ich Auto fahren. Toll!

In der Ostzone gab es ja nur ganz wenige Autos zu dieser Zeit. Man fuhr mit dem Zug oder mit dem Fahrrad. Auch Pferdekutschen zum Transport von Lasten gab es noch, Milchwagen, Bierwagen; Holz und Kohle wurden ebenfalls mit Pferdewagen befördert.

[...]

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten

Details

Titel
Es war in der Zeit als die Mauer fiel
Untertitel
Heimreise zur Zeit der Wende
Veranstaltung
20 Jahre Mauerfall
Autor
Jahr
2009
Seiten
55
Katalognummer
V131649
ISBN (eBook)
9783640354436
ISBN (Buch)
9783640354290
Dateigröße
3621 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zeitzeugenerzählung
Schlagworte
Mauerfall, 20 Jahre Mauerfall, Wo ist Heimat?, Nachkriegszeit in der Ostzone, Reise in die versinkende DDR im Jahre 1990, Erlebnisse in Dresden zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung, Freiberg 1990
Arbeit zitieren
Dipl.Soz.päd. Antje-Marianne Di Bella (Autor), 2009, Es war in der Zeit als die Mauer fiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131649

Kommentare

  • Ein "etwas anderes" Wendebuch. von dany , 04.09.2009

    Bei diesem Buch ist der "tragende Kern" der Geschichte die Erzähl-Perspektive, nämlich die eines Menschen aus der BRD, der nach ganz langer Zeit zum ersten Mal wieder die DDR (und gerade in der Umbruchszeit) erlebt. Dabei treffen unterschiedliche Sichtweisen, Erwartungen - auch Vorurteile - aufeinander, aber auch das Gemeinsame und Verbindende der Menschen tritt hervor. Aus dieser "etwas anderen" Perspektive kenne ich bisher noch kein literarisches Werk und das hebt dieses Buch aus der Menge der Wendebücher durchaus heraus. Das ist das Besondere, das Interessante, das "Neue" - daher halte ich es immer noch für eine Novelle sogar im klassischen Sinne. Mehr solltest man dem Buch auch nicht abverlangen - Stichwort "Bewusstsein schaffen". Man kann nicht die gesamte Geschichte der zwei Deutschlands aufarbeiten. Das "Spannendste" sind die Gefühle, Eindrücke und Empfindungen während dieser Heimreise. In ihnen spiegelt sich ein Stück weit die politische Situation. Es erinnert an diese Zeit und versucht, so viele Details - auch Kleinigkeiten - ins Gedächtnis zu rufen, damit ist es eine lebendig Schilderung, die durchaus auch negative Eindrücke wie "Dorfchic", boshafte Bemerkungen, "Schäbigkeiten" zu erwähnen wagt. Das vor allem werden z.B. die Leser im Osten wissen wollen: wie eine BRD-Bürgerin die DDR gesehen und erlebt hat. Die Politik kann da ruhig Nebensache sein. Es ist ein Fehler auch der heutigen Zeitgeschichte, die Spannungen zwischen Ossis und Wessis immer nur irgendwie politisch-ideologisch zu deuten (bei gewissen, früher staatsnahen Gruppen ist das natürlich schon so). Die Lebensverhältnisse waren einfach zu verschieden, um sich unbefangen begegnen zu können, jedenfalls bei denen, die sonst keinen Kontakt pflegten.

  • Antje-Marianne Di Bella am 25.10.2010

    Ergänzung zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung
    Liebe Leser,

    mein Anliegen ist es mit den Aufzeichnungen in meinem Buch: "Es war in der Zeit als die Mauer fiel" - Heimreise...", zu erzählen, was ich damals wirklich empfand und erlebte, als ich in die versinkende DDR reiste, um meine
    Kindheitsheimat wiederzusehen.
    Es geht um keinen vorsichtigen Reisebericht, der um Zustimmung buhlt, nein, es sind ganz ehrliche, echte Erlebnisse, die beschrieben werden. Und ich muss sagen, dass die Pauschalierungen, wie entfremdet sich die Menschen aus dem Westen und die aus dem Osten Deutschlands doch waren, bei den Personen, die mir begegneten, nicht zutrafen. Ich reiste im Juni 1990 in die versinkende DDR, in einer Zeit wunderbarer Hoffnung auf das Ende der Schrecken. Menschen, die Jahrzehnte Unterdrückung erleiden musste, machten sich gegenseitig Mut zur Revolution. „Wir sind das Volk“ „Wir wollen frei sein!“ Plötzlich konnten sie Geschichte machen. Ihr Traum von Freiheit wurde wahr. Mit der Parole: „Wir sind ein Volk“erklärten sie ihren Willen zur Wiedervereinigung, an die eigentlich keiner mehr, jedenfalls nicht im 20. Jhdt., geglaubt hatte. Eine wahnsinnige Zeit, voller Größe und Menschlichkeit. Dieses "Wir"gefühl, voller intensiver Energie, brachte die Mauer zu Fall! Vielleicht bin ich ja nur bestimmten Menschen nahe gekommen, mit denen ich offen und ehrlich sprechen konnte. Auch ich befand mich auf dieser Reise ja in einem Ausnahmezustand. Ich war in diesen Tagen so voller Dankbarkeit, empfindsam und glücklich, da ich nach vierunddreißig Jahren endlich Heilung erfuhr und voller Freude war. Für Negatives war da auch wenig Platz. Ich konnte deshalb aber vielleicht gerade eine gute Botschafterin für das zu Erwartende sein. Diese Rückkehr an die Orte meiner frühen Kindheit hat mir aber gleichzeitig auch klargemacht, dass Heimat nur da ist, wo man sich vertraut und geborgen fühlt. Es gibt dafür keinen bestimmten Ort. Wir finden Heimat, wo Menschen sind, die uns lieben, die uns eine Gefühl des Zuhauseseins geben. Es ist nicht das Land, die Stadt, das Dorf,es sind nicht die Häuser und Straßen, die uns einst, als Kind, mal vertraut waren. Wenn in diesen Mauern, die in längst vergangener Zeit unser Zuhause waren, keiner mehr da ist, der sich freut uns wieder zu sehen und der uns herzlich in seine Arme schließt, dann sind wir Fremde. Diese Erkenntnis möchte ich weitergeben an die, die ihre Heimreise noch nicht machen konnten und die noch immer von einer versunkenen Vergangenheit träumen. - Diese Gedanken schrieb ich, wie gesagt, im Jahre 1990 nieder. -
    Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung, möchte ich sie nun ergänzen.
    In den vergangenen Jahren, seit der Wende, musste ich durch meine Korrespondenz mit Menschen aus dem Osten immer wieder feststellen, wie viel Unzufriedenheit und Enttäuschung sich vor allem im Osten Deutschlands breitgemacht hat. Ich konnte das bisher nicht verstehen. Ich empfand viele Äußerungen der Ostler als undankbar. Waren es doch die DDR-Bürger gewesen, die diese Wiedervereinigung bewirkt und gewollt hatten. Sie wollten mit uns "EIN VOLK" sein und wir hatten sie gern aufgenommen. Ein Wunder geschah für uns alle, damals am 3.Okt. 1990. Der Traum vieler Menschen wurde endlich wahr. Und doch stellte sich im Laufe der Zeit immer mehr heraus, wie verschieden die Träume auf beiden Seiten waren, wie unterschiedlich die Menschen in Ost und West. Ich wollte deshalb wissen, wieso es zu dieser Enttäuschung besonders für die Ostdeutschen kam, und zwar nicht nur in finanzieller Hinsicht und fand Antworten in dem Buch: „Winter im Sommer- Frühling im Herbst“, geschrieben von Joachim Gauck, dem Mecklenburgischen Pastor und Freiheitskämpfer. Ich verstand nach der Lektüre des Buches, dass der Impuls für den Freiheitskampf vor allen Dingen von Christen ausging, die für die innere Freiheit in Jesus Christus, ihre Karriere und oft auch ihre äußere Freiheit geopfert hatten. Joachim Gauck war einer von denen, die davon überzeugt waren, auszuharren, nicht abzuhauen, weil er dachte, dass die Starken und die Freigeister bleiben müssten, um den Kampf für die Freiheit zu führen. Er war am Ende maßgeblich an diesem Kampf beteiligt.
    Ich bin sehr beeindruckt von seiner Persönlichkeit und habe durch sein Buch einen ganz anderen Zugang zu dem Thema "Deutsche Einheit" erhalten. Die Wiedervereinigung ist, wie bereits gesagt, diesen starken und mutigen Ostdeutschen zuzuschreiben, die unerschrocken auf die Straße gingen und riefen: "Wir sind das Volk" und später "Wir sind ein Volk". Wer natürlich so große geschichtliche und menschliche Momente bewegen und hervorbringen konnte, ist klar enttäuscht von der Freiheit, die sich im Alltag unserer Demokratie mit großen Macken und so viel banaler darstellt als das Ideal ostdeutscher Träume.
    Wir sind wirklich 40 Jahre sehr verschiedene Wege gegangen. Die Ostdeutschen lebten mit äußerer Bedrohung und Leid, in jedem Falle für ein Ideal kämpfend, mit einem ganz starken WIRGEFÜHL, Träumen und Lebenszielen. Den Westdeutschen hingegen wurde in dieser Zeit das Wirtschaftswunder nach und nach ein gewisser Reichtum beschert. Sie lebten forthin ziemlich unbeschwert.
    Wenn Menschen sich nicht mehr anstrengen müssen gehen oft Ideale verloren. Sie suchen folglich immer neue Befriedigungen und Belustigungen und mutieren schließlich zur Spaßgesellschaft, wie geschehen. Oberflächlichkeit, Abfall vom Glauben, Gier nach noch mehr Reichtum, bringt langsam den Verfall der Moral und der Gesellschaft.
    In dieser Welt fanden die nach Idealen Strebenden keine Heimat. Dazu kam dann noch vieles andere, was plötzlich nicht mehr oder schlechter funktionierte als vorher, es kam Arbeitslosigkeit und gefordert wurde ungewohnte Selbständigkeit, die Angst und Unsicherheit mit sich brachte.
    Die Freiheit, die wir uns schufen, hat zwei Seiten. Wir können reisen,die ganze Welt steht uns offen. Wir können sagen, was wir denken, aber je nach Position und Wichtigkeit unserer Person, auch nur bedingt. Wir leben ohne Angst vor politischer Verfolgung, haben ein soziales Netz, das uns auffängt und doch so viele Depressive in unserer Gesellschaft. Es ist ein eigenes Thema zu klären, wieso das alles so ist.
    Wir müssen feststellen, dass Ideale immer nur Ziele sein können, die als solche aber nie erreicht werden können.Was können wir tun?
    Wir müssen Geduld miteinander haben, aufeinander zugehen, ein Wirgefühl entwickeln und gemeinsam nach der Verwirklichung besserer Zustände streben, denn „Wir sind nun ein Volk“ und müssen gemeinsam an einem Strang ziehen.
    Ich danke Joachim Gauck hiermit sehr für seine Offenheit und Ehrlichkeit in seinem Buch, "das mit dem Herzen sieht".

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