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Der Platz der Freiheit und sein Denkmal. Gedenkort des Widerstands in München-Neuhausen

Title: Der Platz der Freiheit und sein Denkmal. Gedenkort des Widerstands in München-Neuhausen

Anthology , 2023 , 105 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Stahl (Author)

History - Miscellaneous
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Dieser einmalige Sammelband erzählt die Geschichte des Platzes der Freiheit in München-Neuhausen und die seines Denkmals. Denn nur beides zusammen ermöglicht einen integrativen Blick auf die Causa "WiderstandsDenkmal", die die Münchner Lokal-Öffentlichkeit seit Jahren beschäftigt und auch in den lokalen Medien - meist im Sommerloch – ihren breiten Widerhall fand.

SZ, AZ und Münchner Merkur werden in ihrer Berichterstattung kritisch betrachtet. Es geht um Frames, Framing, Narrative, Storytelling auf lokaler Kommunikationsebene: Wie haben die großen Stadtzeitungen die Debatte beeinflusst? Welchen Lokaljournalismus haben sie geleistet, welchen hätten sie leisten sollen? Warum ließ die Qualität Ihrer Berichterstattung derart zu wünschen übrig, warum war sie so eindimensional und unvielfältig?

Aus der Geschichte des Platzes der Freiheit kann man viel über den Umgang der bayerischen Landeshauptstadt mit dem Nationalsozialismus lernen. Wer sie kennt, sieht die Kontroverse um das "WiderstandsDenkmal" mit anderen Augen. Dann nämlich zeigt sich, dass Ideologie in München eine nicht kleine Rolle spielt bei der "Erinnerungspolitik". Stärker als beispielsweise in der Bundeshauptstadt wird hier gefiltert, gewichtet, geframed.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Platz der Freiheit. Vergessener WiderstandsGedenkort in München-Neuhausen

Teil 1: Eine schwere Geburt – wie der Platz der Freiheit wurde

#Station 1: 30. April 1945

#Station 2: 25. Juni 1945

#Station 3: 6. August 1945

#Station 4: 5. Februar 1946

#Station 5: 26. September 1946

#Station 6: 3. Dezember 1946

#Station 7: 14. Januar 1947

Teil 2: Eine schwere Kindheit – wie der Platz der Freiheit ankam

#Station 8: 8. November 1965

#Station 9: 16. November 1985

#Station 10: 21. Oktober 2008

#Station 11: 24. November 2011

#Station 12: 16. Juli 2013

#Station 13: 15. April 2014

2. Das „WiderstandsDenkmal“ am Platz der Freiheit. Framing in der Lokalberichterstattung

2.1 Darstellung Fallbeispiel

2.2 Methodisches Vorgehen

2.2.1 Bestimmung Forschungsmethode

2.2.2 Bestimmung Analyseeinheiten

2.2.3 Erarbeitung Forschungshypothesen

2.2.4 Erarbeitung Kategoriensystem

2.2.5 Durchführung Inhaltsanalyse

2.3 Ergebnisse: Vielfalt in der Lokalberichterstattung

2.3.1 Aktualität – Vielfalt Themen

2.3.2 Relevanz – Vielfalt Zugänglichkeit

2.3.3 Neutralität – Vielfalt Perspektiven

2.3.4 Unterhaltsamkeit Grafik – Vielfalt Bebilderung

2.3.5 Unterhaltsamkeit Text – Vielfalt Darstellungsformen

2.3.6 Ausgewogenheit – Vielfalt Sprecher

2.3.7 Glaubwürdigkeit – Vielfalt Quellen

2.3.8 Kritik – Vielfalt Argumentativität

2.3.9 Hintergrund – Vielfalt Kontext

2.4 Ergebnisse: Framing in der Lokalberichterstattung

2.4.1 Framing mittels einseitiger Salienzen: das Narrativ vom Denkmal ohne Zukunft

2.4.2 Framing mittels homogener Selektionen: das Narrativ vom Kastner-Denkmal

2.4.3 Framing mittels monotoner Kohärenzen: das Narrativ vom idealen Denkmal

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kritisch die Berichterstattung der Münchner Lokalmedien über das „WiderstandsDenkmal“ am Platz der Freiheit. Das zentrale Ziel ist es, mittels einer Inhaltsanalyse (Framing-Analyse) aufzudecken, wie lokale Tageszeitungen dieses kontroverse Thema behandeln, welche Narrative dabei dominieren und inwiefern diese Berichterstattung journalistischen Qualitätsstandards entspricht.

  • Journalistische Qualitätsanalyse lokaler Medien
  • Anwendung des Framing-Konzepts auf lokale Gedenkorte
  • Fallstudie: Platz der Freiheit in München
  • Narrative Untersuchung: Denkmal ohne Zukunft, Kastner-Denkmal, Ideales Denkmal
  • Kritik an Lokalberichterstattung und journalistische Routinen

Auszug aus dem Buch

2.1 Darstellung Fallbeispiel

Im Mai 2013 gab es eine Kunstaktion auf dem Platz der Freiheit: Ein Wochenende lang hingen von den Bäumen auf dieser Grünfläche an der Kreuzung Landshuter Allee / Leonrodstraße bunte Lampions und Banner mit den Namen von Widerstandskämpfern. Diese „Freiheitsbäume“ fand ein anderer Künstler, Wolfram Kastner, „lächerlich“ und „unwürdig, weil gesichtslos“. Er sagt, dies sei die erste künstlerische Gedenkaktion an dem Gedenkort seit mindestens 1975 gewesen (d. i. seit Kastner in Neuhausen wohnt), doch habe sie nur der „Selbstbeweihräucherung“ der beteiligten Künstler gedient. Kastner hatte die Idee gefallen, aber nicht ihre Umsetzung. 208

Einige Zeit darauf traf Kastner „beim Einkaufen bei Tengelmann“ die Heimathistorikerin Ingrid Reuther, mit der er im gleichen Jahr auch das Kunstprojekt „hier wohnte …“209 gemacht hatte. Kastner und Reuther unterhielten sich „im Kontext rechter Umtriebe“, die sie beide besorgten210, und waren sich einig: Wir müssen etwas für die Demokratie übernehmen! 211 Ebenfalls einig waren sich Kastner und Reuther, dass so etwas wie die „Stolpersteine“212 nicht infrage käme. Weil, Zitat: „Menschen drei Dinge haben: ein Gesicht, einen Namen und eine Geschichte“213. Also machten sie sich ans Werk, eine adäquate Alternative zu finden. Kastner und Reuther gründeten einen Arbeitskreis214, warben „prominente“ Unterstützer an215, kümmerten sich um einen Schirmherrn216 etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Platz der Freiheit. Vergessener WiderstandsGedenkort in München-Neuhausen: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese des Platzes und die schwierige Suche nach einem würdigen Gedenken an die NS-Opfer in München nach.

2. Das „WiderstandsDenkmal“ am Platz der Freiheit. Framing in der Lokalberichterstattung: Hier findet die eigentliche Inhaltsanalyse statt, in der die Berichterstattung der Münchner Tageszeitungen zur Debatte um das Denkmal auf Basis von Framings-Narrativen untersucht wird.

Schlüsselwörter

Lokaljournalismus, WiderstandsDenkmal, Platz der Freiheit, Framing-Analyse, München, Erinnerungskultur, NS-Opfer, Medieninhaltsanalyse, Journalistische Qualität, Narrativanalyse, Denkmalpolitik, Lokalberichterstattung, Gedenkort, Wolfram Kastner, Politische Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Untersuchung analysiert kritisch, wie Münchner Tageszeitungen über das umstrittene „WiderstandsDenkmal“ auf dem Platz der Freiheit in Neuhausen berichtet haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Lokaljournalismus, Erinnerungspolitik in München, die Analyse medialer Framing-Prozesse und die journalistische Qualitätssicherung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll herausgefunden werden, ob die Berichterstattung über das Denkmal „geframet“ war, also ob eine einseitige Deutung des Themas durch die Medien stattfand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Qualitative Inhaltsanalyse (Framing-Analyse) durch, um journalistische Argumentations- und Interpretationsmuster systematisch zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse des Gedenkortes sowie eine detaillierte Auswertung der Lokalberichterstattung nach Qualitätskriterien wie Aktualität, Sachlichkeit, Ausgewogenheit und Framing-Effekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lokaljournalismus, Framing, Erinnerungskultur, München und Denkmalpolitik definiert.

Welche Rolle spielt Wolfram Kastner im Projekt?

Wolfram Kastner ist eine zentrale Figur, dessen Wirken und die journalistische Darstellung seiner Kunstprojekte sowie des Widerstands-Denkmalprojektes das Fallbeispiel maßgeblich prägen.

Warum wurde der Platz der Freiheit als Gedenkort zeitweise vernachlässigt?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass dies mit administrativen Entscheidungen, bewusster Verdrängung der NS-Vergangenheit und einer anfänglichen inhaltlichen Schwäche bei der Gestaltung des Gedenkortes durch städtische Stellen zu tun hat.

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Details

Title
Der Platz der Freiheit und sein Denkmal. Gedenkort des Widerstands in München-Neuhausen
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,7
Author
Michael Stahl (Author)
Publication Year
2023
Pages
105
Catalog Number
V1316754
ISBN (PDF)
9783346824158
ISBN (Book)
9783346824165
Language
German
Tags
Neuere und Neueste Geschichte Widerstand NS München Neuhausen rezeption Framing Lokalberichterstattung Bezirksausschuss Stadtrat narrative Frames Nationalsozialismus Erinnerungspolitik Platz der Freiheit Gedenkort Public History Journalistische Gütekriterien Vielfalt Qualitative Inhaltsanalyse Denkmal SPD DKP Gedenkstein Stelen Widerstandskämpfer Lokaljournalismus Süddeutsche Zeitung Abendzeitung Münchner Merkur Berichterstattung Medien Fallbeispiel SZ AZ Qualität Geschichtsjournalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Stahl (Author), 2023, Der Platz der Freiheit und sein Denkmal. Gedenkort des Widerstands in München-Neuhausen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316754
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