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Umweltverbände und Emissionshandel

Título: Umweltverbände und Emissionshandel

Trabajo de Seminario , 2009 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nadine Meier (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
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Der Handel mit Emissionszertifikaten wurde zum 1. Januar 2005 in Deutschland eingeführt. Es handelt sich dabei um ein mengenorientiertes, wirtschaftspolitisches Instrument zum Schutz der Umwelt. Der Staat stellt den Verursachern der Emissionen am Anfang eines festgelegten Zeitraums unentgeltlich eine ausgewählte Zahl an Zertifikaten zur Verfügung, von denen jedes das Emittieren einer bestimmten Menge an Schadstoffen erlaubt, die nicht überschritten werden darf. Die Knappheit an Zertifikaten soll dazu führen, dass Emissionsreduktionen an ökonomisch sinnvollen Stellen vorgenommen werden. Das derzeitige System des Emissionshandels ist allerdings aus Sicht der Umweltverbände noch nicht ausgereift.
Allein in Deutschland existieren rund 100 Umweltverbände, die ihre umweltpolitischen Interessen vertreten. Mit verschiedenen Instrumenten und Maßnahmen versuchen sie, die vom Menschen verursachten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Dabei greifen sie teilweise auf eine finanzstarke Mitgliederzahl zurück. Auch beim Emissionshandel haben die Umweltverbände ihre eigenen Forderungen und Appelle an Bundesregierung, Unternehmen und Privatpersonen.
In diesem Zusammenhang ist es das Ziel dieser Arbeit, zu überprüfen, ob die Umweltverbände tatsächlich einen so großen Einfluss haben, wie es in der Theorie beschrieben ist und ob sie ihre Interessen anhand der zahlreichen Instrumente, die ihnen zur Verfügung stehen, in der Tat durchsetzen können. Zu Beginn dieser Arbeit wird daher eine kurze Einführung in die ökonomische Theorie der Interessengruppen gegeben. Anschließend werden Instrumente dieser Interessengruppen erläutert, anhand derer sie im politischen und administrativen Entscheidungsprozess Einfluss nehmen können. Hinführend zum dritten Abschnitt werden ausgewählte Umweltverbände vorgestellt und auf die rechtlichen Grundlagen eingegangen, auf die sie sich stützen können. Im dritten Abschnitt soll geprüft werden, inwiefern die theoretischen Grundlagen auf die Umweltverbände in der Praxis anwendbar sind. Daher werden zu Beginn die Forderungen der Umweltverbände im Hinblick auf den Emissionshandel anhand ausgesuchter Positionspapiere und Presseveröffentlichungen vorgestellt. Im Anschluss daran werden die Instrumente der Umweltverbände, die sie tatsächlich zur Durchsetzung ihrer Interessen nutzen, näher erläutert. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Betrachtung der tatsächlichen Durchsetzungskraft ihrer Interessen und mit einem zusammenfassenden Fazit ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 EINFÜHRUNG IN DIE ÖKONOMISCHE THEORIE DER INTERESSENGRUPPEN

2.2 INSTRUMENTE DER UMWELTVERBÄNDE

2.3 POLITISCHES GEWICHT DER UMWELTVERBÄNDE UND RECHTLICHE GRUNDLAGEN

3 UMWELTVERBÄNDE UND EMISSIONSHANDEL: EIN BLICK IN DIE PRAXIS

3.1 UMWELTVERBÄNDE UND IHRE FORDERUNGEN FÜR DEN EMISSIONSHANDEL

3.2 ANGEWANDTE INSTRUMENTE DER UMWELTVERBÄNDE ZUR DURCHSETZUNG DER INTERESSEN

4 KRITISCHE BETRACHTUNG DER PRAKTISCHEN DURCHSETZUNGSKRAFT

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den tatsächlichen Einfluss von Umweltverbänden auf politische und administrative Entscheidungsprozesse zu analysieren, insbesondere im Kontext des Emissionshandels. Dabei wird untersucht, ob die theoretisch postulierten Einwirkungsmöglichkeiten der Verbände in der Praxis standhalten oder ob ihre Durchsetzungskraft aufgrund konkurrierender Interessen begrenzt bleibt.

  • Grundlagen der ökonomischen Theorie von Interessengruppen nach Olson
  • Analyse der Instrumente zur direkten und indirekten politischen Einflussnahme
  • Praktische Untersuchung von Forderungen und Instrumenten der Umweltverbände
  • Kritische Reflexion der tatsächlichen Durchsetzungskraft am Beispiel des EU-Klimapakets

Auszug aus dem Buch

3.1 Umweltverbände und ihre Forderungen für den Emissionshandel

Beim sogenannten „Erdgipfel“ im Jahr 1992 wurde in Rio de Janeiro die „UN Framework Convention on Climate Change“ (UNFCCC) verabschiedet, in der sich die Mitglieder dazu verpflichteten, ihre Emissionen zu reduzieren. Auf dieser Grundlage gelang es nach vielen Verhandlungen im Jahr 1997, das im Jahr 2005 in Kraft getretene und bis zum Jahr 2012 geltende Kyoto-Protokoll zu verabschieden, in dem konkrete Emissionsreduktionsverpflichtungen festgelegt wurden. Die verbindlichen Emissionsziele legen fest, dass der jährliche Ausstoß von sechs verschiedenen Treibhausgasen gegenüber 1990 im Durchschnitt von den Vertragsstaaten um 5,2% reduziert werden soll, wobei jedes Land ein individuelles Reduktionsziel erhält. Hinzu kommt ein Sanktionsmechanismus, der eintritt, wenn ein Staat seine Ziele nicht erreicht. Der BUND hält die Ziele des Kyoto-Protokolls jedoch im Hinblick auf das erwartete Ausmaß des Klimawandels für schwach und bei weitem nicht ausreichend.

Durch das Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012 ist es daher notwendig, dass wirkungsvolle Anschlussregelungen getroffen werden. Die Forderungen der Umweltverbände sind in diesem Punkt weitgehend deckungsgleich. Zu Beginn soll ein Einblick in die Positionen der Klima-Allianz gegeben werden. Die Klima-Allianz ist ein Zusammenschluss von rund 40 Organisationen, die sich im April 2007 vereinigten, um sich für einen konsequenten Klimaschutz einzusetzen. Mittlerweile kann die Klima-Allianz rund 100 beteiligte Organisationen verzeichnen, unter diesen auch die in Kapitel 2.3 angesprochenen Umweltverbände BUND, NABU und WWF.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Relevanz des Emissionshandels dar und definiert das Ziel der Arbeit, den tatsächlichen Einfluss von Umweltverbänden in diesem Politikfeld zu überprüfen.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Theorie der Interessengruppen, die verfügbaren Einflussinstrumente der Verbände sowie den rechtlichen Rahmen ihrer Beteiligung.

3 UMWELTVERBÄNDE UND EMISSIONSHANDEL: EIN BLICK IN DIE PRAXIS: Hier werden die konkreten Forderungen der Verbände im Hinblick auf Klimaziele und Anschlussregelungen sowie ihre tatsächliche Anwendung von Lobby- und Informationsinstrumenten in der Praxis untersucht.

4 KRITISCHE BETRACHTUNG DER PRAKTISCHEN DURCHSETZUNGSKRAFT: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die begrenzte Durchsetzungskraft der Umweltverbände am Beispiel der Ergebnisse des EU-Gipfels 2008.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass der Einfluss der Umweltverbände trotz guter personeller und finanzieller Ausstattung durch konkurrierende politische Interessen und die fehlende Stimmrechtsmacht in der Praxis begrenzt bleibt.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, Umweltverbände, Interessengruppen, Klimaschutz, Kyoto-Protokoll, Politische Theorie, Lobbying, Klimapolitik, BUND, NABU, WWF, Emissionszertifikate, Durchsetzungskraft, Politische Ökonomie, Interessenvertretung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der theoretisch angenommenen Macht von Umweltverbänden und ihrer tatsächlichen Durchsetzungskraft im politisch-administrativen Prozess des Emissionshandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Theorie von Interessengruppen, den Instrumenten zur Einflussnahme (Lobbying, Information, Marktmacht) und dem konkreten politischen Diskurs um Klimaschutzziele nach 2012.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll überprüft werden, ob Umweltverbände tatsächlich einen so großen Einfluss ausüben, wie es die Theorie nahelegt, oder ob ihr Einfluss in der politischen Realität durch konkurrierende Interessenlagen stark eingeschränkt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die ökonomische Theorie der Interessengruppen (insbesondere nach Mancur Olson) als theoretisches Fundament und kombiniert dies mit einer praxisorientierten Analyse von Positionspapieren, Jahresberichten und politischen Ereignissen wie dem EU-Gipfel 2008.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Gruppenbildung, die spezifischen Instrumente der Umweltverbände sowie deren praktische Forderungen und Strategien im Zusammenhang mit dem Emissionshandel und dem EU-Klimapaket.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Emissionshandel, Lobbying, Klimaschutz, Interessengruppen, politische Einflussnahme und die ökonomische Theorie der Umweltpolitik.

Wie bewertet die Arbeit den Erfolg der Umweltverbände beim EU-Gipfel 2008?

Das Ergebnis wird als eher enttäuschend für die Umweltverbände bewertet, da wichtige Forderungen (wie die 100%ige Versteigerung von Zertifikaten) nicht erfüllt wurden und die ursprünglichen Klimaziele aufgeweicht wurden.

Inwieweit spielt die Rechtslage eine Rolle für den Einfluss der Verbände?

Die Arbeit stellt heraus, dass Verbände zwar über ein rechtliches Mitspracherecht verfügen, dieses jedoch in der Praxis auf eine rein beratende Funktion ohne Stimmrecht beschränkt ist.

Bestätigt die Arbeit die Theorie von Olson?

Ja, insofern als die Arbeit zu dem Schluss kommt, dass es sich bei Umweltverbänden selten um "schlagkräftige" Interessenvertretungen handelt, da sie letztlich Interessengruppen ohne finale Entscheidungsmacht bleiben.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Umweltverbände und Emissionshandel
Universidad
University of Kassel  (Volkswirtschaftslehre)
Curso
Ökonomische Theorie der Umweltpolitik
Calificación
1,0
Autor
Nadine Meier (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
24
No. de catálogo
V131677
ISBN (Ebook)
9783640414949
ISBN (Libro)
9783640413676
Idioma
Alemán
Etiqueta
Umweltverbände Emissionshandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Meier (Autor), 2009, Umweltverbände und Emissionshandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131677
Leer eBook
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