Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Movies and Television

Der Erfolgsvorsprung US-Amerikanischer TV-Serials

Vergleich dramaturgischer Elemente in 'Grey's Anatomy' und 'Doctor's Diary'

Title: Der Erfolgsvorsprung US-Amerikanischer TV-Serials

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 27 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Katrin Nelskamp (Author)

Communications - Movies and Television
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Alle Fernsehkanäle verfolgen eine bestimmte Programmstruktur. Betrachtet man diese hinsichtlich der sogenannten Serials, Dauerserien, die eine Fortsetzungsgeschichte mit entsprechender Dramaturgie erzählen, ist eine auffällige Trennung zwischen deutschen und amerikanischen Produktionen in der Anordnung der Sendeplätzte zu erkennen. In der Zeit bis 20:15 Uhr laufen viele deutsche Produktionen in Form von Daily Soaps wie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ (RTL) oder „Türkisch für Anfänger“ (ARD). In der Primetime ab 20:15 Uhr finden eher wöchentliche Serials wie „Grey’s Anatomy“ oder „Desperate Housewives“ ihren festen Sendeplatz. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um amerikanische Produktionen. Woher kommt diese Aufteilung? Warum ist es so schwer den amerikanischen Primetime Serials Konkurrenz zu machen? RTL hat in Kooperation mit ORF in 2007 eine Serial auf den Mark gebracht, die sich in der Primetime sehr gut bewährt hat: Die erste Staffel der Arztserie „Doctor’s Diary“ erzielte Einschaltquoten von durchschnittlich 16,5 % in der Zielgruppe von 14-49 Jahren. (vgl. Hein, 2008). Damit erreichte sie das Niveau von erfolgreichen amerikanischen Serials wie „Grey’s Anatomy“ (vgl. GLAS, 2007). Woher kommt der Erfolg dieser deutschen Produktion?
Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen werden die beiden Arzt-Serials im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit hinsichtlich ihrer Dramaturgie verglichen.
Zunächst wird die dramaturgische Struktur der gesamten ersten Staffeln, sowie der einzelnen Episoden genauer untersucht. Danach wird ein Blick auf die Figurenentwicklung in den Serien geworfen. Dazu werden das Charakterbild und die Fallhöhen der Protagonistin erörtert und die Archetypen identifiziert. Da Konflikte ein wesentliches Element der Figurenentwicklung sind, wird geprüft inwiefern diese auf zwischenmenschlicher, innerer und außerpersönlicher Ebene aufgebaut wurden.
Nach dieser eingehenden Analyse werden auffällige Ähnlichkeiten, sowie Unterschiede in der Anwendung der Dramaturgie in den beiden TV-Serials herausgearbeitet. Ähnlichkeiten oder Abweichungen lassen somit ggf. auf einen möglichen Grund für den
Erfolgsvorsprung der amerikanischen TV-Serials schließen. Dieses Ergebnis könnte als wertvolle Anregung für Verbesserungen von deutschen Primetime TV-Serials dienen. Abschließend soll auf Grund der Untersuchungen eine Prognose über den Erfolg der
zweiten Staffel von Doctor’s Diary aufgestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Dominanz von US-amerikanischen Primetime Serials

2 Dramaturgische Elemente in Grey’s Anatomy und Doctor’s Diary

2.1 Dramaturgie einer erfolgreichen US-Serial: Grey’s Anatomy

2.1.1. Komplexität der dramaturgische Struktur in Grey’s Anatomy

2.1.1.1 Die Heldenreise von Meredith Grey als Grundgerüst

2.1.1.2 Nebenhandlungen in Grey’s Anatomy

2.1.1.3 Drei-Akt-Struktur in den einzelnen Episoden

2.1.2 Figurenentwicklung in Grey’s Anatomy

2.1.2.1 Die Heldin Meredith Grey

2.1.2.1.1 Charakterbild von Meredith

2.1.2.1.2 Was steht für Meredith auf dem Spiel? - Fallhöhen

2.1.2.2 Die Archetypen rund um Meredith

2.1.2.3 Konflikte in Grey’s Anatomy

2.1.2.3.1 Zwischenmenschliche Konflikte

2.1.2.3.2 Innere Konflikte

2.1.2.3.3 Außerpersönliche Konflikte

2.2 Dramaturgie der deutschen Nachahmung Doctor’s Diary

2.2.1 Dramaturgische Struktur in Doctor’s Diary

2.2.1.1 Die Heldenreise von Gretchen

2.2.1.2 Nebenhandlungen in Doctor’s Diary

2.2.1.3 Einzelne Episoden mit unstrukturierter Handlung

2.2.2 Figurenentwicklung

2.2.2.1 Die Protagonistin Gretchen

2.2.2.1.1 Charakterbild

2.2.2.1.2 Was steht für Gretchen auf dem Spiel? - Fallhöhen

2.2.2.2 Die Archetypen rund um Gretchen

2.2.2.1 Konflikte in Doctor’s Diary

2.2.2.1.1 Zwischenmenschliche Konflikte

2.2.2.1.2 Innere Konflikte

2.2.2.1.3 Außerpersönliche Konflikte

3 Vergleich der untersuchten dramaturgischen Gestaltungsmittel

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den dramaturgischen Erfolg von US-amerikanischen Primetime-Serials im Vergleich zu deutschen Produktionen, am Beispiel der ersten Staffeln von „Grey’s Anatomy“ und „Doctor’s Diary“, um zu klären, ob die deutsche Serie ein vergleichbares dramaturgisches Niveau erreicht.

  • Analyse der dramaturgischen Grundstrukturen und Episodenaufbau
  • Vergleichende Untersuchung der Figurenentwicklung und Charakterbögen
  • Identifikation und Gegenüberstellung von Konfliktarten (zwischenmenschlich, innerlich, außerpersönlich)
  • Bewertung der Anwendung von dramaturgischen Gestaltungsmitteln und Archetypen
  • Erarbeitung von Gründen für den Erfolgsvorsprung US-amerikanischer TV-Serials

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Die Heldenreise von Meredith Grey als Grundgerüst

Wir lernen die Protagonistin Meredith Grey in ihrer gewohnten Welt kennen. Sie hat ein One-Night-Stand mit einem Mann namens Derek. Direkt am nächsten Morgen tritt sie ihre neue Stelle im Seattle Grace Hospital als Assistenzärztin an. Schon in ihrer ersten Schicht erreicht sie der Ruf zum Abenteuer: Ihre Affäre der letzen Nacht entpuppt sich als ihr neuer Chefarzt. An diesem Punkt kollidiert ihr Ziel, die schwere Ausbildung professionell zu meistern, erstmals mit ihrem Bedürfnis einen Mann zu lieben. Meredith weigert sich jedoch das Abenteuer anzutreten und gibt Dr. Derek Sheperd klar zu verstehen, dass sie keine Beziehung oder Affäre mit einem Oberarzt zulassen wird (Weigerung). Meredith lernt ihre neuen Arbeitskollegen kennen. Viele von ihnen werden während der ersten Staffel die Rolle des Mentors übernehmen. Die erste Schwelle besteht darin, dass Meredith schon in den ersten Schichten eng mit Derek zusammen an einem Fall arbeiten muss. Dabei lässt sie am Anfang der zweiten Episode doch einen spontanen Kuss im Aufzug zu. Am Ende der zweiten Episode kann sie einer weiteren Möglichkeit allein mit Derek im Aufzug zu fahren widerstehen. Sie tritt selbstbewusst auf und entscheidet sich, die Treppe zu nehmen. Damit markiert sie den ersten Plotpoint und startet festentschlossen mit dem Ziel, die Ausbildung professionell durchzustehen und keine Beziehung mit Derek zuzulassen, in den zweiten Akt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Dominanz von US-amerikanischen Primetime Serials: Das Kapitel beleuchtet die auffällige Sendeplatzverteilung zwischen US-Serials und deutschen Produktionen und stellt die Forschungsfrage nach den Gründen für den Erfolg der amerikanischen Vorbilder.

2 Dramaturgische Elemente in Grey’s Anatomy und Doctor’s Diary: In diesem Hauptteil werden die dramaturgischen Strukturen, Figurenentwicklungen und Konflikte beider Arztserien detailliert analysiert und gegenübergestellt.

3 Vergleich der untersuchten dramaturgischen Gestaltungsmittel: Hier werden die Ergebnisse der Analyse synthetisiert, um strukturelle Schwächen bei „Doctor’s Diary“ im Vergleich zu „Grey’s Anatomy“ aufzudecken und dramaturgisch zu bewerten.

4 Fazit: Das Kapitel bestätigt den dramaturgischen Vorsprung der US-Produktion und schließt eine langfristige Konkurrenzfähigkeit von „Doctor’s Diary“ ohne dramaturgische Optimierungen aus.

Schlüsselwörter

Dramaturgie, Grey's Anatomy, Doctor's Diary, TV-Serial, Heldenreise, Figurenentwicklung, Konfliktanalyse, Primetime, Serien-Struktur, Charakterbogen, Fallhöhe, Archetypen, USA, Deutschland, Medienmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen der US-amerikanischen Erfolgsserie „Grey’s Anatomy“ und der deutschen Nachahmung „Doctor’s Diary“ hinsichtlich ihrer dramaturgischen Gestaltung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob „Doctor’s Diary“ ein vergleichbares dramaturgisches Niveau wie die US-Serie erreicht oder ob der Erfolg der deutschen Serie lediglich auf Neugier oder Nachahmung basiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf dramaturgische Strukturen, die Heldenreise, die Entwicklung der Protagonistinnen, den Aufbau von Konflikten und die Einbindung von Archetypen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf eigenen Beobachtungen bei der Sichtung der ersten Staffeln und auf theoretischem Hintergrundwissen aus Dramaturgie-Seminaren basiert.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt der Arbeit?

Der Mittelpunkt liegt auf dem Vergleich der „Want-“ und „Need-“Strukturen der Protagonistinnen Meredith und Gretchen sowie der daraus resultierenden dramaturgischen Spannung oder deren Fehlen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Seriendramaturgie, Fallhöhe, Heldenreise, Konfliktpotential und Primetime-Serial.

Warum wird die Heldenreise als Analyseinstrument für Meredith Grey herangezogen?

Die Heldenreise dient als Grundgerüst, um die komplexe Drei-Akt-Struktur der Staffel und die dramaturgische Einbindung der Episoden in „Grey’s Anatomy“ nachvollziehbar zu machen.

Welche dramaturgische Schwäche diagnostiziert die Autorin bei „Doctor’s Diary“?

Die Autorin identifiziert eine mangelnde Fallhöhe bei der Selbstverwirklichung und ein Fehlen dramatischer Konflikte außerhalb von Liebesbeziehungen, was zu einer eindimensionalen Charakterdarstellung führt.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Der Erfolgsvorsprung US-Amerikanischer TV-Serials
Subtitle
Vergleich dramaturgischer Elemente in 'Grey's Anatomy' und 'Doctor's Diary'
College
University of Applied Sciences Köln
Course
Dramaturgie
Grade
1,2
Author
Katrin Nelskamp (Author)
Publication Year
2009
Pages
27
Catalog Number
V131680
ISBN (eBook)
9783640375363
ISBN (Book)
9783640375189
Language
German
Tags
Erfolgsvorsprung US-Amerikanischer TV-Serials Vergleich Elemente Grey Anatomy Doctor Diary
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Nelskamp (Author), 2009, Der Erfolgsvorsprung US-Amerikanischer TV-Serials, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131680
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint