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Charakteristika der HipHop-Sprache in Raptexten

Title: Charakteristika der HipHop-Sprache in Raptexten

Term Paper , 2008 , 173 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna-Maria Brinkop (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

„Voll fett, Mama!“, kommentiert ein Junge in lässig-sportlichem HipHop-Outfit das
zubereitete Mittagessen seiner Mutter. „Mama sagt, das ist gar nicht fett!“, wettert die kleine
Schwester.
Das Konzept, auf dem dieser Werbespot beruht, ist das Spiel mit der Sprache, genau
genommen mit der Jugendsprache, die das Thema dieser Arbeit darstellt. Doch bereits der
Werbespot zeigt, dass nicht von einer homogenen Jugendkultur gesprochen werden kann,
sondern diese von verschiedenen Untergruppierungen geprägt ist. Der Junge aus dem
Werbespot fühlt sich einer bestimmten Subkultur zugehörig. Sein Auftritt (der mit
rhythmischen HipHop-Beats unterlegt ist), seine Kleidung (die aus scheinbar zu großen
Sporthemden und Hosen, einer umgedrehten Baseballkappe und vielen Goldketten besteht)
und das Vokabular (in diesem Fall das Adjektiv „fett“) deuten auf seine Zugehörigkeit zur
HipHop-Subkultur hin. Diese Darstellung spiegelt die in der aktuellen Jugendsprachforschung
aufgestellte These wider, dass es nicht die Jugend als homogene Gruppe und damit auch keine
einheitliche Jugendsprache gibt.1 Vielmehr existieren so viele Jugendsprachen wie es
Subkulturen gibt. Ausgehend von dieser These scheint es sinnvoll, jugendsprachliche
Phänomene über die soziale Kategorie der Gruppe zu untersuchen.
Die Arbeit gliedert sich folgendermaßen: Zunächst wird in zwei Kapiteln ein kurzer Abriss
über die Geschichte der HipHop-Kultur in Amerika und Deutschland sowie eine Darstellung
der „Gesetze“ des HipHop gegeben.
In einem weiteren Abschnitt wird ein Überblick über die Jugendsprachforschung im
Allgemeinen gegeben sowie das methodisches Vorgehen beschrieben. Dabei wird die
Auswahl des Textkorpus` begründet und das analytische Vorgehen beschrieben. Den dritten
Abschnitt und damit auch den Schwerpunkt der Arbeit bildet die linguistische Analyse, die
vornehmlich der traditionellen Jugendsprachforschung verpflichtet ist. Dabei wurden die
augenfälligsten Phänomene hinsichtlich ihrer sprachsystematischen Anwendung und der
Funktion genauer untersucht und analysiert. Zu diesen Merkmalen zählen Anglizismen,
Vulgarismen, konnotative Verschiebungen, Personenbezeichnungen und soziale
Typisierungen, Wertadjektive und Wortbildung. Der vierte und letzte Abschnitt soll Aspekte des Raps aufgezeigt werden, die ebenfalls charakteristische Merkmale darstellen.
Dazu zählen die metaphorische Ausdrucksweise und die Intertextualität in Rap-Texten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die HipHop-Kultur – „Wenn ihr HipHop als Kultur seht, hebt eure Arme, bewegt sie von rechts nach links“

2.1 Die Geschichte des HipHop – US-amerikanische Ursprunge

2.2 HipHop in Deutschland

2.3 Die Gesetze des HipHop

3. Jugendsprache – Ein Überblick

3.1 Forschungsüberblick zum Thema Jugendsprache

3.2 Musik- und Jugendsprachforschung

4. Methodisches Vorgehen

4.1 Das Textkorpus

4.2 Die Analyse

5. Anglizismen in der HipHop-Kultur – „Ihr Typen wollt deluxemasig flown ,Styles kicken wie ich?“

5.1 Anglizismus – Eine Definition

5.2 Methode der Untersuchung der Anglizismen

5.3 Auswertung der Untersuchung

5.4 Gründe der Verwendung von Anglizismen in deutschen Rap-Texten

6. Wortschatz – „Bitch, du bist der Typ ohne Eier im Sack“

6.1 Vulgarismen

6.2 Personenbezeichnung und soziale Typisierung

6.3 Konnotative Verschiebung

6.4 Wertadjektive

6.5 Die „neue deutsche Harte“ im HipHop

6.5.1 . Homophobe Tendenzen im HipHop

6.5.2 Frauenfeindlichkeit im HipHop

6.5.3 Nationalsozialistische Tendenzen

7. Wortbildung in der HipHop-Sprache – „ Jede Menge Klänge für Abgeher und Stagediver “

7.1 Substantive

7.2 Adjektive

7.3 Verben

7.4 Zwischenfazit: Wortbildung

7.5 Exkurs: Vom Infix „izz” und dem Suffix „izzle” – „Fo´ shizzle, my nizzle“

8. Die Syntax – „Habt ihr Interesse, an Rap und fette Basse?“

9. Vergleiche und Metaphern – „HipHop ist wie Pizza auch schlecht noch recht beliebt“

9.1 Vergleiche in Rap-Texten

9.2 Metaphern in Rap-Texten

10. Intertextualitat – „Ohladida“ Eine Analyse eines Beefs

11. Exkurs: Musik- und Textgestaltung–„Verse für den Kopf, Basse für den Magen“

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes sprachwissenschaftliches Profil der aktuellen deutschen HipHop-Sprache zu erstellen. Dabei wird untersucht, inwieweit die sprachliche Verwendung der untersuchten Subkultur durch systematisierte Merkmale geprägt ist, wie sich diese innerhalb der HipHop-Kultur strukturell und funktional ausprägen und inwieweit Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Werte- und Normensysteme der Subkultur gezogen werden können.

  • Sprachsystematische Analyse typischer Merkmale (Anglizismen, Wortbildung, Syntax)
  • Untersuchung des Wortschatzes unter Berücksichtigung soziokultureller Aspekte
  • Interpretation von HipHop als Identitätskonstrukt durch Sprachgebrauch
  • Vergleichende Betrachtung von Rap-Texten in verschiedenen Genre-Kontexten

Auszug aus dem Buch

2. Die HipHop-Kultur – „Wenn ihr HipHop als Kultur seht, hebt eure Arme, bewegt sie von rechts nach links“

„HipHop lässt sich nicht einfach als künstlerische Freizeitbeschäftigung verstehen, die man je nach Lust und Laune praktiziert oder es bleiben läßt. HipHop bildet vielmehr einen Sozialkomplex, in dem man sich mit Persönlichkeiten/Identitäten verortet, die sich nicht einfach wieder ‚ausziehen‘ lassen (...).“

Bevor die Geschichte des HipHop dargestellt wird, soll zunächst aufgeführt werden, was die Subkultur ausmacht und warum sie sich selbst als Kultur versteht und nicht einfache Freizeitbeschäftigung.

Nach einhelliger Meinung besteht der HipHop der Anfangsjahre der 70er/80er Jahre aus vier Grundsäulen: Breakdance, Graffiti, DJing und Rap. Der Breakdance ist eine Tanzform, die scheinbar alle Grenzen überschreitet. Die Tänzer drehen sich auf Kopf, Schulter und Rücken. Ihren akrobatischen Tanzstil führen sie zu den harten und rhythmischen Beats der Rapmusik aus. Zum anderen gibt es die Ausdrooksform Graffiti: Am Anfang malten die Jugendlichen noch ihre Künstlernamen mit Filzstift auf Wände und Gegenstände. Die Techniken wurden mit der Zeit immer ausgefeilter: Heute werden zumeist große, vornehmlich farbenfrohe Gemälde, mit Hilfe von Sprühdosen auf Wänden, Mauern, Zügen oder U-Bahnen gezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von HipHop als Subkultur ein und erläutert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der sprachwissenschaftlichen Untersuchung.

2. Die HipHop-Kultur – „Wenn ihr HipHop als Kultur seht, hebt eure Arme, bewegt sie von rechts nach links“: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des HipHop und seine kulturellen Grundsäulen in den USA und Deutschland.

3. Jugendsprache – Ein Überblick: Hier werden Definitionen von Jugendsprache sowie der aktuelle Forschungsstand zur Musik- und Jugendsprachforschung diskutiert.

4. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der Auswahl des Textkorpus und der linguistischen Auswertung der Daten.

5. Anglizismen in der HipHop-Kultur – „Ihr Typen wollt deluxemasig flown ,Styles kicken wie ich?“: Die quantitative und qualitative Analyse englischer Entlehnungen in Rap-Texten steht hier im Vordergrund.

6. Wortschatz – „Bitch, du bist der Typ ohne Eier im Sack“: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung von Vulgarismen, Wertadjektiven und sozialen Typisierungen innerhalb der HipHop-Sprache.

Schlüsselwörter

HipHop, Jugendsprache, Rap, Anglizismen, Subkultur, Wortbildung, Sprachanalyse, Battle-Rap, Gender, Intertextualität, Wortschatz, Soziolinguistik, Identität, Gangsta-Rap, Sprachwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht linguistisch, wie sich die HipHop-Sprache im deutschen Raum darstellt und welche Besonderheiten sie als Subkultur-Sprache aufweist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von Anglizismen, Wortbildungen, Metaphern, Intertextualität und der Umgang mit Vulgarismen sowie geschlechtsspezifischen Bezeichnungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein sprachwissenschaftliches Profil der HipHop-Sprache zu erstellen und diese anhand von Rap-Texten auf ihre systemischen und soziokulturellen Merkmale hin zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine merkmalsanalytische Untersuchung eines Textkorpus von zwanzig ausgewählten Rap-Songs durchgeführt, ergänzt durch einen theoretischen Rahmen der Soziolinguistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Anglizismen, Wortbildung, Syntax, Metaphorik sowie der intertextuellen Gestaltung von sogenannten "Beefs" zwischen Rappern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie HipHop, Jugendsprache, Rap, Subkultur, Identität und Sprachwandel definieren.

Wie unterscheidet sich HipHop-Sprache von Standardsprache?

Die Untersuchung zeigt, dass HipHop-Sprache durch eine hohe Dichte an spezifischen Anglizismen, Neologismen und eine bewusste Abgrenzung zur Standardsprache durch Jargon gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielen "Beefs" in der Analyse?

Beefs werden als intertextuelle Phänomene analysiert, bei denen Rapper durch Anspielungen und Zitate aufeinander reagieren, was die kommunikative Dynamik der Szene verdeutlicht.

Excerpt out of 173 pages  - scroll top

Details

Title
Charakteristika der HipHop-Sprache in Raptexten
College
University of Göttingen
Grade
1,3
Author
Anna-Maria Brinkop (Author)
Publication Year
2008
Pages
173
Catalog Number
V131683
ISBN (eBook)
9783640375370
ISBN (Book)
9783640382026
Language
German
Tags
Charakteristika HipHop-Sprache Beispiel Raptexten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Maria Brinkop (Author), 2008, Charakteristika der HipHop-Sprache in Raptexten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131683
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